heute wende ich mich an Euch und bitte um Hilfe für eine liebe Freundin. Sie ist nicht soooo technik-affin und es ist eine große Hürde für sie, eine solche Anfrage im Internet zu stellen. Sie wird sich aber trotzdem hier im Thread melden, wenn ich den Anfang für sie gemacht hab.
Also, die Frage, die sie sich stellt - ist eine Relaktation bei mir möglich?
Das Babymädchen ist jetzt ca. 10 Wochen alt, wurde bisher nur kurz gestillt, die Milchproduktion war aber mehrere Wochen auf Vollstillniveau (sehr regelmäßiges, erfolgreiches Pumpen).
Ich versuch's mal von vorne
Schwangerschaft & Geburt
Die Schwangerschaft war von Beginn an nicht ganz leicht und endete mit einem halbwegs geplanten Kaiserschnitt einige Wochen vor Termin (die Mutter war bereits in der Schwangerschaft 2x ohnmächtg geworden, und die Ärzte wollten dieses Risiko unter der Geburt nicht eingehen, dann noch Verdacht auf Gestose & HELLP, was sich aber wohl nicht bestätigt hat, Baby hat aber in den letzten Wochen im Mutterleib nicht mehr genügend/normal zugenommen).
Das Geburtsgewicht lag bei ca. 2500gr (die genauen Daten reicht meine Freundin später nach!), abgenommen hat die Kleine dann ca. 100gr. Nach 3,5 Tagen sind die beiden nach Hause entlassen worden obowhl noch keine erkennbare Zunahme erfolgt ist.
Die Kleine ist soweit gesund, es wird nur eine zu hohe Körperspannung vermutet (das hat auch einen med, Namen - mir grad entfallen). Das wird mit Physiotherapie behandelt. Ich hab auch mal KISS in den Raum geworfen, wird evtl. noch abgeklärt (KiA und Physiotherapeutin haben das wohl schon ausgeschlossen).
Stillen & Flasche
Es wurde von verschiedenen Seiten (Uniklink, Kinderarzt & Hebamme) gesagt, dass die Kleine zu schwach sei, um zu stillen. Obwohl mit dem Krankenhaus vorher besprochen wurde, dass der Wunsch besteht zu stillen, wurde bereits dort die Flasche gegeben. Auch zuhause wurde die Kleine mit der Flasche gefüttert, hauptsächlich Mumi - das Abpumpen lief sehr gut.
Nach ca. 3,5 Wochen lag das Gewicht bei ca. 2900gr und meine Freundin "durfte" stillen. Das hat grundsätzlich wohl gut funktioniert, im Sinne von Baby nimmt die Brust. Aber es tat sehr, sehr weh.
Umstände
Jetzt kommt der Knackpunkt, meine Freundin hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch ca. 4 Wochen Zeit, die Stillbeziehung einigermaßen zu etablieren - sie ist selbstständig mit einer Praxis für Logopädie und hat keine Wahl, sie muss zurück in die Praxis.
Aufgrund dieser "Bedrohung" und der starken Schmerzen beim Stillen hat sie die Hoffnung verloren und - im Nachhinein betrachtet zu voreilig - mit Tablette abgestillt.
Seitdem ist sie nicht glücklich damit und hadert mit dieser Entscheidung.
Die Kleine vetrtägt die Kunstmilch nicht besonders gut und nimmt auch nur sehr schleppend zu (Gewichte folgen!). Außerdem trinkt sie nur sehr wenig, ca. 450ml/24h (meine Freundin wollte das noch mal prüfen, das ist ja bestimmt wichtig zu wissen, für das weitere Vorgehen).
Das Babymädchen ist tagsüber sehr aktiv, schläft meist nur sehr kurz und braucht viel Mama (gut, dass sie ein TT hat
So, jetzt hab ich mal alles aufgeschrieben, was mir wichtig erscheint. Liebe Stillberaterinnen, wenn ihr noch Fragen habt, bitte einfach stellen, meine Freundin wird sich hier melden.
Sie möchte gerne relaktieren, bzw. zunächst einen Überblick bekommen, wie die Chancen dazu stehen und was dafür nötig ist.
Ich habe ihr all die wichtigen Links hier im SuT gegeben und nehme an, dass sie grade mit Lesen beschäftigt ist
Außerdem hab ich ihr von den Threads erzählt, die ich selber hier so verfolgt habe und versucht sie auf das Kommende vorzubereiten:
- Alle Beteiligten (Mann, Oma, etc.) mit ins Boot holen und sich der Unterstützung versichern
- sich klar machen, dass das ein hartes Stück Arbeit bedeuten kann
- Unbedingt im SuT beraten lassen
- Saugfrei zufüttern (BES & Broschüre sind vorhanden, noch unbenutzt)
- Milchproduktion ankurbeln (eine Pumpe wird sie zu 100% vom KiA verschrieben bekommen)
- Baby wieder an die Brust gewöhnen
Also, theoretisch ist alles klar - aber das reicht ja nicht
Ich hoffe, ihr könnt ihr helfen!