Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Micagato
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Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von Micagato »

Während der Schwangerschaft hatte ich keine Probleme mit dem Stillen, und mein Grosser stillte sich trotz fehlender Milch auch nicht ab. Wir hatten unsere Anfangsschwierigkeiten im Tandemstillen...der Kleine alles in Butter aber der Grosse stillte nachts plötzlich andauernd :? Bis ich schweren Herzens entschied ihn in sein eigenes Bett/Zimmer zu schicken :cry: ...er schlief dann aber sofort viel besser, sprich 0-2 mal Aufwachen in der Nacht, stillt kurz und ich leg ihn dann wieder in sein Bett.
Aber in letzter Zeit(eigentlich fing das mit der Sommerzeit an) schläft er abends schlecht ein, er will wieder dauerstillen und mir wird das einfach zuviel, gerade weil ja da noch sein kleiner Bruder ist.
Früher fand er beim Stillen leicht in den Schlaf aber jetzt scheint das nicht mehr zu klappen...und er wird dann unruhig, ablegen lässt er sich aber auch nicht...und wenn er dann müde ist weint er nur noch(aber "nur" Abends, nachts schläft er leicht wieder weiter)...und ich bin mit meinem Latein/Nerven am Ende.
Aber in meinem Umfeld hab ich wenig Unterstützung...Du wolltest ja unbedingt Tandemstillen, jetzt sieh selbst wie du das auf die Reihe kriegst...
Früher hab ich das Stillen mit meinem Grossen(fast 3) richtig genossen, aber seit der Kleine da ist (4,5 Monate) hat sich unser Stillverhältnis krass verändert. Ich will jetzt nicht gleich abstillen...aber irgendwie leidet er in letzter Zeit mehr als dass da an Genussstillen zu denken wäre...und ich hab auch seltsame Gefühle dabei...
Das klingt jetzt vielleicht hart, aber manchmal entwickle ich so was wie "Hassgefühle" wenn mein Grosser abends dauerstillen muss...ich versuch mit ihm zu reden, aber irgendwann weint er dann nur noch...
Habt ihr sowas auch durchgemacht, oder mach ich was falsch?!
Für mich wäre ok, ein bischen mehrmals zu stillen, aber stundenlanges Abendstillen ist mir im Moment einfach zu
anstrengend :cry:
ummyunus

Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von ummyunus »

Hallo, leider kann ich zum Tandemstillen gar nix sinnvolles beitragen, wollte deinen Beitrag aber nicht so ganz unbeantwortet stehen lassen. Das klingt anstregend, vor allem, weil dein Umfeld ja nicht gerade verständnisvoll reagiert. ((( )))
Vielleicht meldet sich ja noch jemand mit Tandemstill- bzw. LZS-Erfahrung?
Ursi99
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Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von Ursi99 »

Also so ein bißchen kann ich es nachvollziehen....
mein Großer trinkt auch wieder viiiel länger als vorher. Das nervt mich auch immer, ich möchte nicht sein Trink-Bedürfnis befriedigen sondern max. kurz trinken/nuckeln/Nähe.

Ist vielleicht ein blöder Tipp hier, aber ich habe ehrlichgesagt seit ein paar Wochen tatsächlich mit 2,5 Jahren noch eine Milchflasche eingeführt!! (er hat auch vorher Wasser aus einer Nuckelflasche getrunken, also bzgl. Sauger/Saugverwirrung bestand da bei uns keine Gefahr). Er bekommt nun ca. 1-3x tgl. eine kleine Flasche mit halb Wasser/halb Kuhmilch. Oft biete ich sie ihm an, wenn er nach Stillen fragt, ich aber nicht stillen möchte. Allerdings hat er nicht mehr einschlafgestillt und bekommt auch nach dem Zähneputzen keine Milchflasche mehr.
Auch wenn stillen und Milchflasche für ihn 2 verschiedene paar Stiefel sind und er die Flasche nicht unbedingt als Ersatz empfindet, so entlastet es mich doch trotzdem. Ich denke/hoffe dass ich so langsam das stillen ausschleichen kann.
EliseG
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Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von EliseG »

Hallo! Ich kann gut nachempfinden, wie es dir geht. Genau so geht es mir auch immer wieder bzw ging es mir auch schon das erste Mal beim Tandemstillen. Das letzte Mal war der Ausweg ein ganz langsames Abstillen (der Große trank dann nicht mehr, als der Kleine sowas um ein halbes Jahr war). Dieses Mal hab ich das 1-2-3-Stillen eingeführt. Das verwende ich dann, wenn der 3jährige ein ganz dringendes Stillbedürfnis hab, ich aber eigentlich nicht ganz so mag. Dann darf er stillen bis ich bis drei gezählt habe (ist mal länger, mal weniger lange). Das akzeptiert er erstaunlich gut, selbst wenns wirklich nur ein paar Sekunden sind.

Hast du abends einfach probiert, ihn später ins Bett zu bringen? Hier läufts oft drauf aus, dass der junge Mann nochmal spielen geht zwischendurch und irgendwann dann doch zu uns ins Bett kuscheln mag. Das eigentliche Einschlafstillen hab ich aber diesesmal schon in der Schwangerschaft abgeschaffen, da konnte ich echt nicht mehr. Ich denke eine perfekte Lösung für diene Familie kann man eh nicht geben, aber vielleicht hilft es dir, wenn du weißt dass du sicher nicht alleine bist. Ich war teilweise echt nur mehr ungeduldig mit dem Großen und innerlich manchmal sogar richtig wütend, bis ich eben reduzierte. Lieber weniger oder kürzer stillen, dann aber genießen können.

Ganz liebe Grüße von mir und ich wünsche euch, dass ihr einen Weg findet, bei dem ihr alle glücklich sein könnt ;)
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Miracleine
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Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von Miracleine »

Mir fällt dazu nur wieder ein: Klare Ansagen machen und die auch regelmäßig durchziehen. Stillen nach Bedarf heißt auch nach dem Bedarf der Mutter. Mit fast drei kann er mehr verstehen als beispielsweise ein einjähriges Kind. Ich habe meinem Großen da auch gesagt (nicht in der Situation, sondern vorher), dass ich sage, wenn ich nicht mehr mag und dass er dann auch bitte aufhören möge. Und dass ich da nicht jeden Abend drüber rumdiskutieren mag, weil ich sonst gar keine Lust mehr zum Stillen habe und doch eigentlich nur gemütlich mit ihm Kuschelstillen möchte. Das klingt erstmal hart wenn ich das so schreibe, aber so war es für ihn klar. Und nach einigen Tagen hat es auch meistens funktioniert.
Bevor ich ihm das so klar gesagt habe (ich weiß leider nicht mehr, wie alt er da war), musste ich ihm immer vorgaukeln, dass das Aufhören mit Stillen seine Entscheidung sei. Ich habe ihn dann z.B. gefragt, ob er fertig sei und er hat meist mit ja geantwortet. Hätte ich zu dem Zeitpunkt einfach nur gesagt, dass er aufhören soll, hätte es Geschrei gegeben, obwohl das Ergebnis ja genau das gleiche war.

Ich finde immer, das Wichtigste ist, das die Mama sich Ihrer Sache wirklich sicher ist und dann klar formuliert und konsequent bleibt. Wenn es jeden Tag anders ist, ist es schwer für ein Kind von drei Jahren nachzuvollziehen, wann es was darf. Sicherlich kann es auch mal Ausnahmen geben, aber meiner Meinung nach erst, wenn sich eine Regelung eingelaufen hat. Und sprecht vor dem Stillen darüber, wenn er gerade gut drauf ist und ihr mal fünf Minuten Zweisamkeit habt, und nicht, wenn er sowieso gerade nichts anderes als stundenlang Stillen möchte.

Und zum Thema Regelmäßigkeit: So bis etwa drei war es für meinen Großen extrem wichtig, dass der Abend nach dem Abendessen immer gleich abläuft. Wer (Mama/Papa) macht was bei welchem Kind in welcher Reihenfolge? Wenn wir mal die Reihenfolge (Zähneputzen, Umziehen etc.) geändert haben, war hier schnell mal Chaos.
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
Glucke85
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Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von Glucke85 »

ich habe leider keinen rat für dich. aber ich wollte dich auch nicht einfach weg drücken. wünsche dir viel kraft!!
Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)
Micagato
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Re: Tandemstillen...ich kann nicht mehr :-((

Beitrag von Micagato »

Danke für Eure Antworten!
Irgendwie ist es schon tröstend zu wissen, dass man nicht alleine ist...
Elise, wir haben schon alle schlafgehzeiten versucht...ich glaub eher das Gegenteil ist der Fall, er ist zu müde um schnell in den Schlaf zu finden :(
Gestern Abend hatten wir total die Krise, nach dem "Einschlaf"stillen wollte er immer mehr Milch, dann Gutenachtgeschichte von Papa, dann wieder Busti, und... und... und...also wir sind da richtig in einen Teufelskreis geraten, klare Ansage half nichts, er war ja so müde... :cry:
Irgendwann so gegen 23h hab ich dann schnell noch was in mich reingewürgt, denn beim nervenauftreibenden Insbettbringen war ich alles andere als hungrig, hatte dann aber doch Sorgen ob es noch genügend Mumi für den Kleinen geben würde wenn ich seit Mittag nichts gegessen hatte, und der Grosse so ein Dauertrinken veranstaltete :roll:
Also irgendwann sind wir dann gegen Mitternacht erschöpft ins Bett gefallen, der Grosse im Mamabett und Papa im Wohnzimmer, hatte die Nase voll :cry:
Eigentlich schläft er ja in seinem eigenen Zimmer, aber bei jedem Rausschleichen wollte er sofort noch meeehr Busti, also dann ging bei mir die Luft raus...
Wenigstens haben wir heute alle bis mittags geschlafen, aber normalerweise ist der Grosse punkt 7 immer quitschfidel, egal wann er ins Bett ist, deswegen versuchen wir ihn so gegen 21h ins Bett zu bringen, sonst ist der nächste Tag im Eimer...
Im Moment seh ich einfach nur schwarz beim Thema Stillen, und der Grosse scheint das zu spüren, denn er ist in letzter Zeit unausstehlich beim Thema Warte-mal-kurz-oder-ich-kann-jetzt-nicht-Stillen :cry: :cry: :cry:
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