Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesucht!
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manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Noch ein Nachtrag: Beim Fingerfeeding bewegt sich die Zunge zwischen erstem Fingerglied und Nagelbett hin und her.
Das Leben liest auch nicht Korrektur. 
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jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Danke für Deine Beschreibungen, das war sehr hilfreich. (Sorry, natürlich weiß ich eigentlich, dass Du einen Sohn hast; keine Ahnung warum ich plötzlich ins "sie" geschwenkt bin
)
Also für mich hört sich das komplett nach einer glasklaren Saugverwirrung an. Dein Baby versucht, mit Fingerfeedingtechnik an der Brust zu saugen - das funktioniert aber nicht. Klares Symptom dafür ist, dass er dabei kaum was rausbekommt. Brusttrinken ist Stressfaktor, Finger ist vertraut - DAS ist mit Sicherheit der wesentliche Teil des Problems.
Also, zunächst ist mein Impuls in der Tat: "Fingerfeeding muss weg". Dein Baby KANN aller Voraussicht nach die korrekte Still-Saugtechnik nicht lernen, wenn er immer und immer wieder die "alte" Technik verwendet; das macht sozusagen jeden kleinen vorherigen Lernerfolg zu nichte...
Und mein zweiter Impuls ist: Da das Stillen MIT Hütchen derzeit nicht zufriedestellend klappt, kann man eigentlich auch direkt das Stillen OHNE Hütchen üben.
Was hast Du in den nächsten Tagen vor?
Kannst Du Dir vorstellen, für 48 Stunden ein kleines Experiment zu machen? In den nächsten 48 Stunden:
Saugen NUR an der Brust, OHNE Hütchen, mit BES!
Notwendiges weiteres Zufüttern komplett erfolgt SAUGFREI, per Becher, oder per Löffel, oder per Spritze in die Backentasche (aber OHNE Finger!..).
Eine Art Saug-"Reset" sozusagen. Die Erfolgschancen schätze ich recht hoch ein (weil Dein Baby noch so jung ist!). Falls Du Dir das vorstellen kannst, dann besprechen wir vorher ausführlich, WIE GENAU das ablaufen kann, möglichst stressarm, und selbstverständlich OHNE dass Dein Baby irgendwie Hunger leidet oder sowas, das ist selbstverständlich. Aber zweifellos würden das recht anstrengende zwei Tage...
Was ist Deine Meinung dazu?
LG
Julia
Also für mich hört sich das komplett nach einer glasklaren Saugverwirrung an. Dein Baby versucht, mit Fingerfeedingtechnik an der Brust zu saugen - das funktioniert aber nicht. Klares Symptom dafür ist, dass er dabei kaum was rausbekommt. Brusttrinken ist Stressfaktor, Finger ist vertraut - DAS ist mit Sicherheit der wesentliche Teil des Problems.
Das machst Du sehr gut, prima. Meinst Du mit Seitenhaltung den Football-Griff, wo die Füßchen an Dir vorbei nach hinten zeigen?BES:
Baby dockt an, Hütchen ruht dann im Mund. Zu Beginn wird der Kopf oft hin-und her bewegt, dabei beweigt sich teilweise auch der Rest des Körpers leicht mit. Da ich Baby aber dank der Seitenhaltung gut im Griff habe, kann er nicht abdocken und beruhigt sich dann auch, entspannt sich sichtlich und liegt ruhig.
Da stellst Du eine wesentliche Frage... wir werden uns die Zeit nehmen müssen, die Antwort durch ausprobieren herauszufinden; vorab sicher abschätzen ist da schwer.
Sollten wir besser auf das Fingerfeeding verzichten? Vielleicht mal die Becher-Variante versuchen? Denn wir müssen Baby irgendwie satt bekommen und der futtert wie eine siebenköpfige Raupe.
Also, zunächst ist mein Impuls in der Tat: "Fingerfeeding muss weg". Dein Baby KANN aller Voraussicht nach die korrekte Still-Saugtechnik nicht lernen, wenn er immer und immer wieder die "alte" Technik verwendet; das macht sozusagen jeden kleinen vorherigen Lernerfolg zu nichte...
Und mein zweiter Impuls ist: Da das Stillen MIT Hütchen derzeit nicht zufriedestellend klappt, kann man eigentlich auch direkt das Stillen OHNE Hütchen üben.
Was hast Du in den nächsten Tagen vor?
Saugen NUR an der Brust, OHNE Hütchen, mit BES!
Notwendiges weiteres Zufüttern komplett erfolgt SAUGFREI, per Becher, oder per Löffel, oder per Spritze in die Backentasche (aber OHNE Finger!..).
Eine Art Saug-"Reset" sozusagen. Die Erfolgschancen schätze ich recht hoch ein (weil Dein Baby noch so jung ist!). Falls Du Dir das vorstellen kannst, dann besprechen wir vorher ausführlich, WIE GENAU das ablaufen kann, möglichst stressarm, und selbstverständlich OHNE dass Dein Baby irgendwie Hunger leidet oder sowas, das ist selbstverständlich. Aber zweifellos würden das recht anstrengende zwei Tage...
Was ist Deine Meinung dazu?
LG
Julia
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manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Genau. Die Wiegenhaltung bekommen wir irgendwie beide nicht gut hin, ich habe immer noch mit den Nachwirkungen des Kaiserschnitts zu tun und bekomme Baby, Hütchen und Brust nicht gleichzeitig gehandelt in der Wiegenhaltung. Deshalb lege ich immer in der Seitenhaltung an, probiere immer mal wieder die Wiegehaltung, aber das führt regelmäßig zu Gebrüll. Weil das Hütchen wegflutscht, er es weghaut, er mir in den Bauch zappelt (*aua*) oder sonst was.Das machst Du sehr gut, prima. Meinst Du mit Seitenhaltung den Football-Griff, wo die Füßchen an Dir vorbei nach hinten zeigen?
Ui. Also ohne Hütchen wäre traumhauft, denn das ist schon ohne die Schläuche ein elendes Gefummel. Er erwischt das blöde Ding immer mit der Hand und weg ist es. Habe es jetzt schon fest geklebt, aber irgendwie verrutscht es trotzdem noch...oder besser die Brust drunter und dann geht der Schlauch raus oder steht plötzlich zu weit vor - ein Gefummel ohne Gleichen. Irgendwie geht's, aber wenn ich es weglassen könnte, bin ich sofort dabei.Wenn er immer und immer wieder die "alte" Technik verwendet; das macht sozusagen jeden kleinen vorherigen Lernerfolg zu nichte...
Und mein zweiter Impuls ist: Da das Stillen MIT Hütchen derzeit nicht zufriedestellend klappt, kann man eigentlich auch direkt das Stillen OHNE Hütchen üben.
Ja, kann ich . Doch, ja, kann ich. Da ich weiß, wie er auf die Brust ohne Hütchen reagiert, graut mir ein wenig davor, aber ich bin für alles offen. Aber: was wenn es gar nicht klappt? Gibt es noch einen Plan B oder wäre das das endgültige Aus für die Stillerei? Ich muss mich irgendwie vorher drauf einstellen, glaube ich, weil mir soviel daran liegt. Wenn ich das aufgeben müsste und die Entscheidung nur 48 Stunden entfernt liegt, muss ich mich einfach vorher mit der Möglichkeit anfreunden.Was hast Du in den nächsten Tagen vor?Kannst Du Dir vorstellen, für 48 Stunden ein kleines Experiment zu machen? I
Außerdem: meine Milchprodukiton ist immer noch nicht wieder da, wo sie mal war. Wenn ich nicht abpumpe, habe ich Angst, daß sie noch weiter zurückfährt. Aber wenn ich ihn immer stundenlang anlegen muss, komme ich nicht zum abpumpen. Und wenn er nicht saugt, bringt mir das auch nix für die Milchproduktion. Wie löse ich das?
Zu allen Schandtaten bereit. Mein Mann ist auch einverstanden und unterstützt mich zumindest morgens und abends mit der Zufütterei.In den nächsten 48 Stunden:
Saugen NUR an der Brust, OHNE Hütchen, mit BES!
Notwendiges weiteres Zufüttern komplett erfolgt SAUGFREI, per Becher, oder per Löffel, oder per Spritze in die Backentasche (aber OHNE Finger!..).
Auf geht's.Eine Art Saug-"Reset" sozusagen. Die Erfolgschancen schätze ich recht hoch ein (weil Dein Baby noch so jung ist!). Falls Du Dir das vorstellen kannst, dann besprechen wir vorher ausführlich, WIE GENAU das ablaufen kann, möglichst stressarm, und selbstverständlich OHNE dass Dein Baby irgendwie Hunger leidet oder sowas, das ist selbstverständlich. Aber zweifellos würden das recht anstrengende zwei Tage...
Was ist Deine Meinung dazu?
Das Leben liest auch nicht Korrektur. 
- emm
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Hi manto,
bisher nur stille Mitleserin, moechte ich jetzt sagen:
Klasse, dass Dein Mann euch auch unterstuetzt - ich wuensche euch viel Gelassenheit fuer das Experiment und dass Sohnemann ganz schnell ein Aha-Erlebnis hat! (:
Liebe Gruesse von der Insel,
bisher nur stille Mitleserin, moechte ich jetzt sagen:
Klasse, dass Dein Mann euch auch unterstuetzt - ich wuensche euch viel Gelassenheit fuer das Experiment und dass Sohnemann ganz schnell ein Aha-Erlebnis hat! (:
Liebe Gruesse von der Insel,
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
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jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Nein nein, keine Sorge, es gibt definitiv auch noch Plan B, C und D...Ja, kann ich . Doch, ja, kann ich. Da ich weiß, wie er auf die Brust ohne Hütchen reagiert, graut mir ein wenig davor, aber ich bin für alles offen. Aber: was wenn es gar nicht klappt? Gibt es noch einen Plan B oder wäre das das endgültige Aus für die Stillerei?
Football-Haltung ist perfekt, bleib einfach dabei! Die Übersicht ist besser als bei der Wiege, das wird Dir beim BES noch viel nützen.Genau. Die Wiegenhaltung bekommen wir irgendwie beide nicht gut hin, ich habe immer noch mit den Nachwirkungen des Kaiserschnitts zu tun und bekomme Baby, Hütchen und Brust nicht gleichzeitig gehandelt in der Wiegenhaltung.
Eine technische Frage dazu noch:
Liegt Dein Baby auf der Seite, oder liegt Dein Baby flach auf dem Rücken "unter der Brust", oder sitzt es praktisch "vor der Brust", mit leicht nach hinten gelehntem Rücken?
Wenn der Plan aufgeht, wirst Du nicht sehr lange "immer stundenlang stillen".Außerdem: meine Milchprodukiton ist immer noch nicht wieder da, wo sie mal war. Wenn ich nicht abpumpe, habe ich Angst, daß sie noch weiter zurückfährt. Aber wenn ich ihn immer stundenlang anlegen muss, komme ich nicht zum abpumpen. Und wenn er nicht saugt, bringt mir das auch nix für die Milchproduktion. Wie löse ich das?
Deshalb ist vorübergehendes "weniger Pumpen um mehr Zeit zum Üben mit Baby zu haben" sicherlich eine sinnvolle Maßnahme.
Wie oft pumpst Du momentan ab?
Zu allen Schandtaten bereit. Mein Mann ist auch einverstanden und unterstützt mich zumindest morgens und abends mit der Zufütterei.
Also zunächst: Kennst Du die sog. "asymmetrische Anlegetechnik"? Die wird HIER beschrieben, dabei bekommt das Baby besonders viel Brustgewebe in den Mund. Für erfolgreiches Stillen ist das das A und O - nur "an der Warze nuckeln" funktioniert NICHT.
Die asymmetrische Anlegetechnik lässt sich auch mit BES anwenden. Üblicherweise wird der Schlauch so geklebt, dass er oben auf der BW liegt, also dann am oberen Gaumen des Babys. Der Schlauch sollte etwa 5 bis 10 mm überstehen.
Grundsätzlich gilt: Das Baby sollte noch weitgehend ruhig und zufrieden sein, wenn Ihr das Anlegen übt. Ein Baby, dass bereits vor Hunger weint, ist viel zu aufgeregt, um erfolgreich neues auszuprobieren.
Es kann günstig sein, wenn ein Baby zwar ruhig, aber HELLWACH, munter und aufmerksam ist. Oft ist das die beste Zeit zum Üben. Bei manchen Kinder funktioniert es aber tatsächlich besser, wenn sie (noch oder schon) im HALBSCHLAF sind - dann kriegen so sozusagen gar nicht mit, das etwas anders ist als sonst, und docken mehr oder weniger einfach brav an.
Probiere beide Varianten mehrfach aus. Nimm Dir ganz in Ruhe Zeit dafür herauszufinden, was bei Euch am besten passt!
Starte morgen früh, wenn Du Dich selbst halbwegs fit und frisch fühlst. Wichtig ist, dass Du Dich VORHER wirklich gut vertraut gemacht hast mit dem BES (jetzt ohne Hütchen
Hast Du noch Fragen? Oder fühlst Du Dich erstmal ganz gut gewappnet?
LG
Julia
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manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Okay. Locker.Nein nein, keine Sorge, es gibt definitiv auch noch Plan B, C und D...Wirklich, keinen Druck! Lass das Experiment locker auf Dich zukommen; wenn's gar nicht hinhaut, überlegen wir uns was anderes, was besser funktioniert.
Wir hatten schon sowohl liegt flach auf dem Rücken unter der Brust und auf der Seite. Manchmal rutscht er auch vom Kissen und wir starten mit flach auf dem Rücken und enden mit auf der Seite. Ich habe mir verschiedene Abbildungen angeschaut und Beschreibungen gelesen...aber manchmal bekomme ich es so hin, manchmal so. Vor der Brust sitzend ist noch nicht vorgekommen.Liegt Dein Baby auf der Seite, oder liegt Dein Baby flach auf dem Rücken "unter der Brust", oder sitzt es praktisch "vor der Brust", mit leicht nach hinten gelehntem Rücken?
Ich würde gern aller 3 Stunden....aber ich schaffe es die letzten Tage einfach nicht, ehrlich gesagt. Manchmal klappts, manchmal sind aber auch vier Stunden dazwischen. Morgens verschlafe ich manchmal, weil mein Mann dann den Kleinen vor der Arbeit füttert und wickelt, dann sind es sogar 5 Stunden. Dafür pumpe ich bei Tag manchmal mit zwei Stunden Abstand, wenn die Gelegenheit günstig ist und ich weiß, daß ich gleich wieder nicht dazu komme, weil der Kleine wach werden wird. Alles in allem komme ich im Schnitt auf 6 x Pumpen. Manchmal auch auf 7x. Bekomme so 300 ml pro Tag Muttermilch zusammen.Wie oft pumpst Du momentan ab?
Habe es mir angesehen. So weit macht er den Mund glaube ich nicht mal zum Brüllen auf höchster Lautstärke auf. Werde es mal versuchen, soweit ich gesehen habe, kann man vielleicht den Mund ein bißchen aufdrücken mit der Brust.Also zunächst: Kennst Du die sog. "asymmetrische Anlegetechnik"?
Er kann von Dreiviertelschlaf ganz schnell auf knallrot-brüllend umschalten, wenn man ihm da was neues zumutet. Wir haben ja auch schon mal probiert, die Brust anzubieten. Ich glaube, abgefüttert und schon wieder fast schlafend ist am günstigsten. Werde es testen.Es kann günstig sein, wenn ein Baby zwar ruhig, aber HELLWACH, munter und aufmerksam ist. Oft ist das die beste Zeit zum Üben. Bei manchen Kinder funktioniert es aber tatsächlich besser, wenn sie (noch oder schon) im HALBSCHLAF sind - dann kriegen so sozusagen gar nicht mit, das etwas anders ist als sonst, und docken mehr oder weniger einfach brav an.
Fummelig an der Sache ist eigentlich nur das Hütchen.Starte morgen früh, wenn Du Dich selbst halbwegs fit und frisch fühlst. Wichtig ist, dass Du Dich VORHER wirklich gut vertraut gemacht hast mit dem BES (jetzt ohne Hütchen) und der Handhabung. Wenn Du das Gefühl hast, es ist alles noch arg fummelig, dann nutze den Tag morgen lieber DAFÜR und starte erst in 1 oder 2 Tagen mit Baby.
Wie machen wir das mit dem Zufüttern? Es sind ja schon größere Mengen, die wir Füttern müssten, denke ich, da er ja erstmal nicht saugt. Wenn ich mir das in der Linksammlung ansehe, nämlich, daß das Baby die Nahrung tröpfchenweise von der Unterlippe aufschleckt, dann sehe ich da schwarz für uns und die Becher/Löffel-Methode. Da brauche ich ja den ganzen Tag, um ihm 100 ml einzuflösen.Hast Du noch Fragen? Oder fühlst Du Dich erstmal ganz gut gewappnet?
Da wäre wohl die Spritze am besten? Also ohne Finger, Nahrung direkt in die Backentasche injiziert?
Besser vor oder besser nach der Brust? Ich wäre ja für vor der Brust, um ihn friedfertig zu machen. Aber es hieß hier sonst immer, besser vor dem Zufüttern anlegen (Empfehlung im KH und von der Hebamme).
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jusl
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Gut, denn eine korrekte Anlegetechnik ist wirklich das A und O, ohne geht es nicht. Mund weit auf, Unter- und Oberlippe nach außengestülpt, Zunge liegt sichtbar auf der Unterlippe - das ist das Ziel.Habe es mir angesehen. So weit macht er den Mund glaube ich nicht mal zum Brüllen auf höchster Lautstärke auf. Werde es mal versuchen, soweit ich gesehen habe, kann man vielleicht den Mund ein bißchen aufdrücken mit der Brust.
Wie viel fütterst Du derzeit per Fingerfeeding für gewöhnlich zu?Wie machen wir das mit dem Zufüttern? Es sind ja schon größere Mengen, die wir Füttern müssten, denke ich, da er ja erstmal nicht saugt. Wenn ich mir das in der Linksammlung ansehe, nämlich, daß das Baby die Nahrung tröpfchenweise von der Unterlippe aufschleckt, dann sehe ich da schwarz für uns und die Becher/Löffel-Methode. Da brauche ich ja den ganzen Tag, um ihm 100 ml einzuflösen.
100 ml ist ja eine sehr große Portion für so ein kleines Baby. Um mal eine ganz grobe Rechnung aufzustellen: Quasi-Neugeborene trinken normalerweise irgendwas zwischen 500 und 750 ml täglich, eine normale Stillhäufigkeit ist 8-12 mal in 24 Stunden. Entsprechend die durchschnittliche Mahlzeitengröße: ca 60 ml. Normal ist alles zwischen 30 und 90.
Die 100 ml hatte ich fürs BES nur deshalb vorgeschlagen, weil man 100 ml üblicherweise bequem zubereiten kann UND weil einfach reichlich im BES sein sollte (tropt ja auch mal was daneben usw.,), um sicher zu stellen, dass nicht in einem Moment, in dem es gerade gut läuft, ausgerechnet die Milch alle ist.
Prima, das ist ungefähr die Hälfte des Gesamttagesbedarfs und wird sich sicher automatisch steigern, wenn Dein Baby mit guter Technik an der Brust trinkt.Alles in allem komme ich im Schnitt auf 6 x Pumpen. Manchmal auch auf 7x. Bekomme so 300 ml pro Tag Muttermilch zusammen.
Wie gesagt: aufgeregt vor HUNGER ist keine gute Ausgangsposition zum Üben. PAPPSATT allerdings auch nicht! Versuch einen Mittelweg zu finden ("immer ein bissl was im Bäuchlein"), GESAUGT wird aber ausschließlich an der Brust.Da wäre wohl die Spritze am besten? Also ohne Finger, Nahrung direkt in die Backentasche injiziert?
Besser vor oder besser nach der Brust? Ich wäre ja für vor der Brust, um ihn friedfertig zu machen. Aber es hieß hier sonst immer, besser vor dem Zufüttern anlegen (Empfehlung im KH und von der Hebamme).
Probier es erstmal tropfenweise in die Backentasche; mit der Spritze kennst Du Dich ja bestens aus. Ich kann mir vorstellen, das Dir damit vermutlich wohler ist, als jetzt nochmal komplett mit Becher o.ä. ein neues Fass aufzumachen. Richtig?
Probier es ruhig mal eher "aufrecht"! Die Kontrolle über das Geschehen ist damit erfahrungsgemäß gut (z.B. kannst Du so schauen, ob Du in seinem Mundwinkel die Zunge draußen liegend erkennen kannst). Wenn Du mal Bilder zu "Rückengriff stillen" o.ä. googelst, dann findest Du die verschiedenen Varianten, von platt liegend bis beinahe sitzend; das ist vielleicht hilfreich.Wir hatten schon sowohl liegt flach auf dem Rücken unter der Brust und auf der Seite. Manchmal rutscht er auch vom Kissen und wir starten mit flach auf dem Rücken und enden mit auf der Seite. Ich habe mir verschiedene Abbildungen angeschaut und Beschreibungen gelesen...aber manchmal bekomme ich es so hin, manchmal so. Vor der Brust sitzend ist noch nicht vorgekommen.
Bin gespannt auf Deine nächsten Berichte - von mir gedrückte Daumen!
Wenn Fragen auftauchen, melde Dich jederzeit.
LG
Julia
- saiidi
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Ich wollte dir auch noch dalassen daß ich dir total feste die Daumen drücke. Ich kann dir gar nicht sagen wie sehr ich mir wünsche daß es bei euch bald gut klappt.
Ich wünsche euch morgen einen erfolgreichen Tag.
Ich wünsche euch morgen einen erfolgreichen Tag.
-
manto
- gut eingelebt
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Mal die Aufstellung von gestern und heute (aus meiner Privat-Aufstellung kopiert, aber man erkennt die Mengen auch als UneingeweihterWie viel fütterst Du derzeit per Fingerfeeding für gewöhnlich zu?
1 uhr 150 pre spritze pupupipi
6 ihr 150 pre spritze pupupipi
10 uhr 150pre spritze pupupipi
13 uhr bes 60ml mumi
15 uhr 80pre 30 mumi. Spritze pipi
18 uhr 120 mumi bes pipi
20 uhr 70 mumi 20pre (n. Pause)
23 uhr 120 Pre Pipi
2.50 uhrpre 125 spritze pipi
6 uhr pre 120 spritze pupupipi
10 uhr 120 pre pipi
12.30 100 pre pipi
15.30 100ml mumi bes +20 spritze pipi
17.00 100 pre pipi
19 120 mumi pipi +20 pre nach Pause
Mir ist schon klar, daß er eigentlich zuviel futtert, aber er hat einfach noch Hunger. Wenn er nichts mehr will, bekommt man das mit. Er macht dann den Mund nicht mehr auf oder saugt nicht mehr, sondern schnullert nur noch.
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Ich versuche es mal mit der Spritze ohne Finger, vorsichtshalber habe ich aber soeben noch den Trinkbecher geordert. Ich kompletiere meine Medela-Sammlung.
Werde dann morgen berichten. Falls es was zu berichten gibt.
Wünsche eine angenehme Nachtruhe und bedanke mich nochmal für die Zeit und den Aufwand, den Du Dir machst. Bin tief beeindruckt und wirklch ausgesprochen dankbar. Ja.
Das Leben liest auch nicht Korrektur. 
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manto
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Re: Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesuch
Ach, was vergessen: Wir beruhigen ihn immer, indem er am kleinen Finger nuckeln darf - also unserem. Sollten wir das auch weglassen? Das ist nämlich DIE Methode, wenn er Hilfe beim Einschlafen braucht, oder ansetzt, sich fest zu schreien. Ohne den Finger zwischendurch wird's hart.
Das Leben liest auch nicht Korrektur. 