Stillen und Flasche - Nachteile?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Marlio
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Marlio »

Hallo,

Gibts bei euch Silikon-Einlagen zu kaufen? Für mich waren sie einfach super. Meine wunden Brustwarzen sind damit super verheilt und es ist keine Milch mehr ausgelaufen. Ich persönlich möchte die Dinger nicht mehr missen.

Liebe Grüße :-)
Unser Blubberchen kam am 26.11.12 zur Welt - "Wir lieben Dich weit inniger, als Licht und Luft und Freiheit!"

Wenn ein Kind...
-kritisiert wird, lernt es zu verurteilen. -angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. -verspottet wird, lernt es schüchtern zu sein. -beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen.
-verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein. -ermutigt wird, lernt es sich selbst zu vertrauen. -gelobt wird, lernt es sich selbst zu schätzen. -gerecht behandelt wird, lernt es gerecht zu sein. -geborgen lebt, lernt es zu vertrauen. -anerkannt wird, lernt es sich selbst zu mögen. -in Freundschaft angenommen wird, lernt es in der Welt Liebe zu finden.
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emm
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von emm »

Hi,

ich bin anfangs (haha, was heisst anfangs, bis vor 3 Wochen...) so schlimm ausgelaufen, dass nur die Lansin*oh disposable pads geholfen haben. Alles andere war entweder durch Druck beim Tragen oder spaetestens beim Stillen der anderen Seite sofort durchweicht...

Wenn Klein-Canine schon viel von Papa getragen wird und das gut und beruhigend findet, klingt das doch ganz vielversprechend!
Und in dem zarten Alter tut sich entwicklungsmaessig so schnell so viel, dass Sachen, die heute schwierig bis unmoeglich erscheinen, in 2 Wochen ploetzlich gar kein Thema mehr sind.

Nachdem Du jetzt ja mit Tipps zum Pumpen und stillfreundlichen Zufuettern gut versorgt bist: ich wuensche euch viel Erfolg, ihr findet bestimmt einen Weg, der fuer euch 3 okay ist!
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
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canine
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von canine »

Hm, muss ich mal schauen, ich denke, das gibts schon.

Die Lansin*oh disposable pads gibts hier auch, von denen habe ich eben die waschbaren. Von denen habe ich eine Menge gekauft, und tausche sie jetzt ein paar Mal pro Tag aus. Das Problem ist hauptsaechlich, wenn sich die Dinger unter dem BH verschieben. Am liebsten wuerde ich Nachts auch gerne ohne schlafen, aber das ist unmoeglich. :(

Von Lansin*oh brauche ich auch das Lanolin, das hilft nicht nur mir, sondern auch Klein-Canine, wenn sie mal einen roetlichen Popo hat. :)
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blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Liebe Canine,

schön, dass Dir unsere Antworten schon ein Stück weitergeholfen haben :D .

Ich habe momentan leider sehr viel im richtigen Leben zu tun, aber bevor ich zu einer ausführlicheren Antwort komme, wollte ich schonmal schnell darauf antworten:
canine hat geschrieben:Vielen, vielen Dank, Euch allen. Ich hatte die Suchfunktion benutzt, bevor ich den Beitrag geschrieben habe, aber offenbar entweder die falschen Begriffe verwendet oder relevante Threads uebersehen. Die Links sind wunderbar und die Becher Variante klingt interessant und weniger 'risikoreich'. Der Softcup, ist das derselbe wie hier: http://www.medelabreastfeedingus.com/pr ... softfeeder ? Dann wuerde ich den hier auch kriegen.
Ja, das ist der gleiche. Schön, wenn Du den auch in den USA bekommst - ich hatte ganz übersehen, auf Deinen Wohnort zu schauen :oops: Klar, dann ist das mit dem Mutterschutz ja völlig anders...
Und ja, den kannst Du natürlich auch ohne Pumpe probieren. Schau einfach, wie es mit dem Gewinnen von Muttermilch per Hand klappt - manche Frauen können das mit etwas Übung genauso effektiv (oder sogar effektiver und angenehmer) wie Pumpen.

Ich hoffe, ich schaffe es morgen nochmal, mich zu melden.

LG, blueberry
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Marlio
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Marlio »

canine hat geschrieben:Das Problem ist hauptsaechlich, wenn sich die Dinger unter dem BH verschieben. Am liebsten wuerde ich Nachts auch gerne ohne schlafen, aber das ist unmoeglich. :(
Hallo Canine,

genau darin liegt der Vorteil dieser Silikon-Teile. Die "pappst" Du quasi auf die Brust, dadurch verrutschen sie nicht und sie halten auch ohne BH. Ich bekam den Tipp von meiner Schwägerin und bin darüber im nachhinein total glücklich. Hab nämlich auch zu den Kandidatinnen gezählt, die extremst ausgelaufen sind beim stillen, wenn ich die Dinger mal nicht aufgepappst hatte :-).

Liebe Grüße übern Teich ;-)
Andrea
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blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

So, da bin ich.
canine hat geschrieben:Ich denke, wegen der Milchmenge muss ich mir keine Sorgen machen, ich habe auch eher zuviel Milch und muss nur an das kleine Maeulchen denken, und die Milch schiesst schon raus. Das war bis vor etwa zwei Wochen auch ein Problem, hat sich jetzt aber etwas eingependelt. Der Tip, zuerst eine Seite 'leeren' fuer etwa 2 - 3 Stunden und dann erst die andere Seite anbieten, war Gold wert. Aber auch jetzt ist es immer noch viel und fuehrt immer noch zu einigen (peinlichen) nassen Flecken auf dem T-Shirt, trotz dicken BHs und Baumwollenpads... aber vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor? Ich musste anfangs auch etwas Milch ausdruecken, weil's so voll war, dass es weh tat und fand es total schade, die Milch einfach wegzuwerfen, auch wenn's nur wenig war.
Schön, wenn Du Dir wegen der Milchmenge keine Sorgen machen musst :) . Das mit dem Auslaufen haben viele Mütter am Anfang - besonders, wenn an der anderen Seite gestillt wird, aber auch zwischendurch. Das pegelt sich früher oder später ein. Wann genau, ist aber von Mutter zu Mutter sehr unterschiedlich. Stilleinlagen gibt es eine Vielzahl auf dem Markt. Wegwerfbare sind oft am BH festklebbar (gegen das Verrutschen) und haben einen Nässeschutz. Es gibt aber auch waschbare Stilleinlagen, die z.B. außen eine Polyurethan-Schicht haben und damit das Durchnässen verhindern. Manche Mütter schwören auf Silikoneinlagen, die durch Druck auf die BW das Auslaufen von vornherein verhindern und kommen damit prima zurecht - bei anderen bilden sich dennoch Milchseen unter den Schalen und sie halten nicht. Oder sie verursachen in einer noch sehr jungen Stillbeziehung auch mal einen leichten Milchstau, eben weil die Milch nicht herauskann.
Das alles kann man nur ausprobieren. So oder so solltest Du saugfähige Stilleinlagen möglichst bald wechseln, wenn sie sich auf der Haut nass oder sehr feucht anfühlen. Und bei allem nicht vergessen: Dein Baby ist noch sehr jung und Du bist noch im Wochenbett! Im Bett hilft oft auch einfach eine in den BH gestopfte Mullwindel oder ein unter der Mama gefaltetes Handtuch beim Nacktkuscheln mit Baby :wink: Oder nachts beim Schlafen eine ins Unterhemd gelegte gefaltete Mullwindel/Handtuch.
canine hat geschrieben:So ganz problemlos ist das Stillen schon nicht. Am Anfang hatte ich eine generelle Konsultation von einer Still-Spezialistin im Spital (das ist normal und wird allen neuen Muettern angeboten), die war fuer gar nichts. Dann habe ich eine Woche gestillt, ohne recht zu wissen, was ich da mache und weil ich Angst hatte, dass Klein-Canine zuwenig Milch kriegt, habe ich auch schlechtes Andocken akzeptiert. Die Angst war ungerechtfertigt (Klein-Canine entwickelte sich in dieser Woche zum Pummerchen), aber fuehrte natuerlich zu rechten Schmerzen meinerseits. Mir wurde dann eine andere Spezialistin empfohlen, die war absolut perfekt und hat und extrem geholfen. Seither geht es viel besser, auch wenn ich an einigen Tagen immer noch mit wunden Nippeln kaempfe. So langsam brauche ich auch nicht mehr beide Haende zum Stillen... ;)
Schön, wenn das Stillen sich einspielt, Dein Kind gut gedeiht und Du kompetente Hilfe vor Ort gefunden hast - das ist Gold wert! Den Hauptgrund für wunde Brustwarzen hast Du ja schon gefunden (inkorrektes Anlegen) und behoben. Gerade in der Anfangszeit immer wieder auf korrektes Anlegen und gute Körperhaltung des Babys zu schauen (Baby muss den Kopf nicht verdrehen sondern liegt mit Ohren, Schultern und Hüfte in einer Linie, Bauch Dir zugewandt. Mund ist weit offen, Lippen nach außen gestülpt, Zunge liegt über der unteren Kauleiste, Nase und Kinn berühren (fast) die Brust und das Baby hat viel vom Warzenhof mit im Mund - zum Kinn hin mehr als an der Oberlippe), ist die beste Vorbeugung gegen wunde BW. Auch hochreines Lanolin, wie Du es verwendest, ist bei Bedarf eine gute Hilfe. Solltest Du darüber hinaus Tipps und Hilfe brauchen, findest Du in unserer Linksammlung Stillwissen noch mehr zu wunden Brustwarzen.
canine hat geschrieben:Allerdings habe ich immer noch etwas Muehe mit verschiedenen Positionen. Gestern wollte ich zum ersten Mal das Stillen im Liegen ausprobieren, da muss ich bei Klein-Canine noch etwas Ueberzeugungsarbeit leisten. Das klappt noch nicht so ganz und hat zu einigen lautstarken Protesten ihrerseits und einer wunden linken Seite meinerseits gefuehrt. Irgendwas mache ich da noch falsch.
Das Stillen im Liegen ist eine ganz wunderbare Art, zu genügend Entspannung und Schlaf zu kommen - Dein Kind ist dafür nicht zu klein. Es lohnt sich sehr, da an der Sache dranzubleiben - zumal es einem die Nächte ungemein erleichtert, sobald die Kleinen nachts keinen Stuhlgang mehr haben (und somit kaum noch nachts gewickelt werden müssen) und beginnnen, nachts mehrere Schlafphasen aneinanderzureihen, die nur von Stillmahlzeiten unterbrochen werden. Dann sehen für viele Stillmütter die Nächte nämlich so aus: Kind macht leise Geräusche, Mama wacht kurz halb auf, zieht das neben ihr schlafende Baby zu sich heran, lässt es andocken und döst weiter (wenn sie nicht gleich weiterschläft). Nach dem Stillen schlafen Mama und Baby weiter, ohne das einer von beiden erst richtig wach geworden wäre. Wenn man nicht erst aufstehen oder sich hinsetzen muss, fällt es nämlich wesentlich leichter, wieder in den Schlaf zu finden. Das nachts beim Stillen besonders stark ausgeschüttete Prolaktin hilft zusätzlich dabei.

Dir wurde ja schon ein nützlicher Thread zum Liegendstillen verlinkt. Solltest Du darüber hinaus noch Fragen haben, kannst Du sie gern hier stellen.
canine hat geschrieben:Wegen dem Alleinelassen, das ist natuerlich auch ein guter Punkt, den ich Rabenmutter mir so noch gar nicht bedacht hatte. Es ginge allerdings wirklich hoechstens um etwa 4 - 5 Stunden und wie gesagt, auch hoechstens nur etwa einmal pro Woche. Und sogar da waere Papa und Klein-Canine meistens in der Naehe, ich koennte sie halt einfach weder halten noch stillen. Papa traegt sie bereits oft, wenn er zuhause ist - momentan arbeitet er den halben Tag zuhause und haelt sie auch Haut an Haut. Was ich mir allerdings auch nicht so bedacht habe, ist, ob ich damit klar komme, sie ein paar Stunden nicht an mir zu haben... ;)
Das macht Dich noch lange nicht zur Rabenmutter!! :wink: Wir sind als Mütter doch immer Lernende, und besonders am Anfang und beim ersten Kind gibt es eben besonders viel zu lernen und zu bedenken. Das KANN man gar nicht alles vorher wissen :wink: Solange man für die Signale und Bedürfnisse seines Kindes offen bleibt, wird es einem schon helfen, einen für alle Beteiligten guten Weg (inklusive der vielen unvermeidlichen Fehler :lol: ) zu finden 8) .

Der Umgang von Papa und Klein-Canine liest sich doch schonmal sehr ermutigend :D ! 4-5 Stunden am Stück können im zarten Alter Deines Babys andererseits durchaus eine sehr lange Zeit ohne Mama sein. Gesunde junge Babys trinken durchschnittlich 8-12 Mal in 24 h. Da nach einiger Zeit gerade nachts schonmal Stillabstände von 3-4 Stunden dabei sein können, ergibt sich ganz logisch, dass Babys zu anderen Zeiten am Tag dann Stillabstände von deutlich weniger als zwei Stunden haben. Manchmal haben sie schon nach einer oder einer halben Stunden wieder ein starkes Stillbedürfnis. Genug abgepumpte/ausgestrichene Milch und ein Papa, der sich wirklich intensiv kuschelnd und tragend ums Baby kümmert, sind schonmal wirklich gut. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, gibst Du Kurse und Papa und Baby wären in der Nähe, richtig? Ließe sich evtl. eine kleine Pause in den Kurs einbauen, in der die Teilnehmer z.B. eine kleine Kaffeepause machen und Du Dein Kind in einem Nebenraum in Ruhe stillen kannst? Dann wäre die Zeit schon nur noch halb so lang und die Chancen gut, dass Klein-Canine den Rest der Zeit ganz allein mit Papa schafft.
Ich denke, der zwei-Stunden-Kurs dürfte gut zu machen sein, wenn Du vorher direkt nochmal stillst. Du musst auch nicht warten, dass Dein Baby gerade in dem Moment, in dem Du aufbrechen willst nochmal Hunger bekommt. Viele Babys kommen gut damit zurecht, wenn Mama ihnen Milch schonmal anbietet, bevor sie hungrig werden, und die Stillzeiten somit ihrer Abwesenheitszeit an diesem Tag anpasst.

Ich wünsche Euch eine schöne Stillzeit und Dir viel Erfolg beim Wiedereinstieg in die Arbeit! :)

LG, blueberry
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canine
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von canine »

Danke noch einmal ganz, ganz fest fuer all die tolle Hilfe. Ihr seid Gold wert - ich habe leider keine Familie vor Ort (wobei die sowieso eher konservativ eingestellt sind) und auch nicht besonders viele Freunde mit Kinder. Hier ist es doch viel einfacher, um Rat zu fragen, als am Telefon die Familie...
blueberry hat geschrieben: Das Stillen im Liegen ist eine ganz wunderbare Art, zu genügend Entspannung und Schlaf zu kommen - Dein Kind ist dafür nicht zu klein.

...

Solltest Du darüber hinaus noch Fragen haben, kannst Du sie gern hier stellen.
Das lasse ich mir nicht zweimal sagen... ;) Ich habe tatsaechlich noch ein, zwei Fragen. Erstens - meine Oberweite scheint nach der Schwangerschaft zur Monstergroesse mutiert zu haben. Ich war zwar vorher auch nicht gerade flach, aber jetzt habe ich das Gefuehl, der Schwangerschaftsbauch ist einfach nach oben gewandert. Wenn ich nun liege und Klein-Canine andockt, dann muss ich mit einem Finger nachhelfen, um ihre Nase einigermassen freizuhalten. Mache ich da was falsch? Wenn ich nun eindoese, habe ich fast Angst, dass ich sie erdruecke... (ansonsten habe ich jetzt weniger Angst, uebergewichtig bin ich nicht). Mit der Groesse ist es auch schwierig zu sehen, ob sie richtig angedockt hat oder nur wenig im Muendchen hat.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, gibst Du Kurse und Papa und Baby wären in der Nähe, richtig? Ließe sich evtl. eine kleine Pause in den Kurs einbauen, in der die Teilnehmer z.B. eine kleine Kaffeepause machen und Du Dein Kind in einem Nebenraum in Ruhe stillen kannst? Dann wäre die Zeit schon nur noch halb so lang und die Chancen gut, dass Klein-Canine den Rest der Zeit ganz allein mit Papa schafft.
Ich denke, der zwei-Stunden-Kurs dürfte gut zu machen sein, wenn Du vorher direkt nochmal stillst. Du musst auch nicht warten, dass Dein Baby gerade in dem Moment, in dem Du aufbrechen willst nochmal Hunger bekommt. Viele Babys kommen gut damit zurecht, wenn Mama ihnen Milch schonmal anbietet, bevor sie hungrig werden, und die Stillzeiten somit ihrer Abwesenheitszeit an diesem Tag anpasst.
Also, genau genommen trainieren ich Hunde. Da habe ich kurze Klassen (eben 1 - 2 Stunden), draussen im Park, da kann Papa Canine auch dabei sein und ich denke, da ist es weniger problematisch, aber Stillen kann ich da weniger, da gibt's keine Kaffeepausen und in den kleinen Pausen, die wir haben, werde ich mit Fragen und Berichten bombadiert. Der Park ist aber gerade 5 Minuten von zuhause. Wenn ich da vorher fuettere und ich nachher gleich wieder nach Hause fahre, duerfte es eigentlich schon reichen, denke ich?! Problematischer sind die unregelmaessigen Seminare fuer Diensthundefuehrer, die gehen mitunter einen ganzen oder einen halben Tag. Da ist es aber einfacher, laengere Pausen zu machen und die sind meistens auch zuhause. Ausser wenn ich Pruefungen abnehme, da bin ich einen halben Tag weg, das kommt aber hoechstens einmal im Monat - realistischer alle zwei Monate vor. Fuer alle anderen Trainings kann ich Klein-Canine problemlos mitnehmen und stillen.

Also, es waeren vorallem die (seltenen) Seminare, bei denen Klein-Canine vorwiegend bei Papa Canine aufgehoben waere. Das naechste waere schon am Montag... dann habe ich wieder keines geplant.
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Marlio
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von Marlio »

canine hat geschrieben:
Das lasse ich mir nicht zweimal sagen... ;) Ich habe tatsaechlich noch ein, zwei Fragen. Erstens - meine Oberweite scheint nach der Schwangerschaft zur Monstergroesse mutiert zu haben. Ich war zwar vorher auch nicht gerade flach, aber jetzt habe ich das Gefuehl, der Schwangerschaftsbauch ist einfach nach oben gewandert. Wenn ich nun liege und Klein-Canine andockt, dann muss ich mit einem Finger nachhelfen, um ihre Nase einigermassen freizuhalten. Mache ich da was falsch? Wenn ich nun eindoese, habe ich fast Angst, dass ich sie erdruecke... (ansonsten habe ich jetzt weniger Angst, uebergewichtig bin ich nicht). Mit der Groesse ist es auch schwierig zu sehen, ob sie richtig angedockt hat oder nur wenig im Muendchen hat.
Diese Problem kenne ich leider auch und bin gespannt, ob es hier noch einen tollen Tipp zum abstauben gibt! Meine Hebamme hatte "damals" folgenden: das Baby mit dem Unterkörper (Beine, Po, Bauch) näher an sich zu ziehen, dass so die Nase quasi weiter von der Brust weg ist. Das hat bei uns aber nicht wirklich was gebracht. Meistens hat das Blubberchen durch die praktische Anatomie der Babynase gut Luft bekommen. Wenns mal nicht so war, hat er losgelassen und nach Luft geschnappt, was aber selten vorkam und auch nurnoch selten vorkommt. Trotz der selben Angst, bin ich irgendwann beim Stillen weggedöst und manchmal erst wieder aufgewacht,w enn der Kleine sich zur nächsten Stilleinheit gemeldet hat - er hat meine Eindöserei also immer völlig Problemlos überstanden. Mittlerweile klappts etwas besser. Wir sind etwas zusammen gewachsen und er wurde größer, das machts auch einfacher.

Was die Stilleinlagen betrifft :oops: ich hätte nie gedacht, dass die so große Nachteile bergen können. Für mich waren sie ein Segen, da das festkleben der Einmal-Einlagen nicht half. Da hab ich ja echt Glück gehabt, dass ich mir keinen künstlichen Milchstau produziert hab. Und hätte ich einen bekommen, wär ich nie auf die Idee gekommen, den Grund bei den Silikoneinlagen zu suchen :shock:

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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Hallo canine,

zunächst mal: schön, dass sich die Unruhe-Probleme in Deinem anderen Thread inzwischen erledigt haben und Du Dir keine Sorgen mehr machst :) .

Zu Deinen Fragen von gestern:
canine hat geschrieben:Wenn ich nun liege und Klein-Canine andockt, dann muss ich mit einem Finger nachhelfen, um ihre Nase einigermassen freizuhalten. Mache ich da was falsch? Wenn ich nun eindoese, habe ich fast Angst, dass ich sie erdruecke... (ansonsten habe ich jetzt weniger Angst, uebergewichtig bin ich nicht).
Zunächst mal ist der klassische Tipp wegen der freien Nase tatsächlich der, den Marlio Dir schon schrieb: versuch mal, Dein Baby in so einem Fall dann mit seinem Po und Beinen näher zu Dir heranzuziehen. Dadurch wird meistens die Nase schon frei. Einen Finger in die Brust zu drücken ist eher keine gute Lösung, da man sich damit auch schonmal einen Milchgang abdrücken kann. Zudem verändert sich dadurch meist die Lage der BW im Mund des Kindes, was zu Wundwerden führen kann. Babypo an sich ranziehen ist also sinnvoller.
Dann ist es aber tatsächlich so, dass Babynasen so geformt sind, dass sie eben auch dann Luft bekommen, wenn die Nasenspitze irgendwo anliegt. Das ist von der Natur schlau so geregelt. Solange Dein Kind saugt und schluckt kannst Du also sicher sein, dass es genügend Luft bekommt - mit zugehaltener Nase zu saugen ist nämlich nicht möglich :wink:

Da ich natürlich nicht weiß, wie Eure Schlafverhältnisse sind, möchte ich Dir zum Thema Bed-Sharing/Co-Sleeping gern die Kriterien einer sicheren Schlafumgebung im Familienbett verlinken (mir fiel gerade ein, dass in den USA sehr weiche Matratzen und Wasserbetten durchaus verbreiteter sind als in Deutschland. Und beides wäre z.B. für ein Familienbett ungeeignet. Dann wäre ein Babybalkon vielleicht die sicherere Alternative. Damit müsstest Du ebenfalls nicht aufstehen nachts, aber eben schon so lange wach bleiben, dass Du Dein Baby wieder in "sein Bettchen" zurückschieben könntest...). In diesem Artikel sind jedenfalls die Kriterien im unteren Viertel des Textes aufgelistet:

Kriterien sicheren Co-Sleepings
Mit der Groesse ist es auch schwierig zu sehen, ob sie richtig angedockt hat oder nur wenig im Muendchen hat.
Ich würde das Liegendstillen zunächst in aller Ruhe am Tag üben, wenn Du selbst einigermaßen wach und experimentierfreudig bist. Dann kannst Du schauen, was die beste Position für Euch beide ist, evtl. mit verschiedenen Kissen in Deinem Nacken, einer Handtuchrolle im Rücken des auf der Seite liegenden Babys, einer Decke in Deinem Rücken, evtl. ein Kissen zwischen den Knien etc. ... Versuche machen. Manchen Frauen mit großen Brüsten hilft es auch, einen gefalteten Waschlappen unter die Brust zu legen, damit die BW nicht so flach auf dem Bett liegt sondern mehr in Höhe des Babymündchens kommt. Da musst Du einfach mal schauen, was für Euch passt und wie Du wirklich bequem und unverkrampft liegen kannst.

Zur Sicht: Das genaue Andocken wirst Du ja nicht auf alle Zeiten per Sicht kontrollieren müssen - bald wirst Du ohne hinzuschauen fühlen, ob Dein Baby richtig angedockt ist oder z.B. nur die BW im Mund hat. Für die Anfangszeit, wo sich Nachschauen lohnt, könntest Du (wenn Du im Liegen tatsächlich gar keine gute Sicht hast) vielleicht einen kleinen Handspiegel verwenden, um nachzuschauen? Klingt jetzt erstmal etwas witzig :lol: , aber wenn es Dir hilft, ein Gefühl zu bekommen, wird das keine Dauerlösung sein und Du musst nicht befürchten, dann nachts ständig mit nem Spiegel hantieren zu müssen :wink:

-------
Zu den Kursen: ah, verstehe. Hunde machen natürlich keine Kaffeepausen :lol: . Aber ich finde, was Du schreibst klingt wie ein machbarer und guter Kompromiss zwischen Babybedürfnissen und den bei Selbständigkeit nunmal bestehenden Arbeitserfordernissen. Ich drücke Dir (bzw. klein-canine und ihrem Papa) die Daumen, dass es gut läuft. :tt_ruecken_1:

LG, blueberry
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Re: Stillen und Flasche - Nachteile?

Beitrag von blueberry »

Marlio hat geschrieben: Was die Stilleinlagen betrifft :oops: ich hätte nie gedacht, dass die so große Nachteile bergen können. Für mich waren sie ein Segen, da das festkleben der Einmal-Einlagen nicht half. Da hab ich ja echt Glück gehabt, dass ich mir keinen künstlichen Milchstau produziert hab. Und hätte ich einen bekommen, wär ich nie auf die Idee gekommen, den Grund bei den Silikoneinlagen zu suchen :shock:
Keine Sorge, so "schlimm" sind die Einlagen nicht :wink: . Wie gesagt, bei vielen Frauen, die extrem auslaufen, läuft die Milch dann ja auch trotz der Einlagen. Ich habe diese Erfahrung (mit der Neigung zu Milchstaus) nur schon desöfteren hier gelesen und wollte es nicht unerwähnt lassen, damit wer evtl. unter der Verwendung von Silikoneinlagen zu Milchstaus neigt (oder sowieso schon zu Milchstaus neigt) da besonders achtsam ist. Wenn die Einlagen gut für Dich sind und Du gut mit ihnen zurecht kommst, verwende sie bitte unbesorgt weiter 8)

LG, blueberry
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