Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Camille1984
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Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von Camille1984 »

Oh man...da töne ich hier noch vor Tagen ob mein Kind tagsüber zu viel schläft und schon kommt die Strafe auf den Fuß :roll: .

Eigentlich hatten wir immer Glück mit dem Schlafverhalten unseres Sohnes. Am Anfang kam er nachts zwischen 12 und 1 und zwischen 4 und 5. Dann kam noch abends zwischen 10 und 11 dazu. Alles kein Problem, da er bisher direkt nach dem Stillen immer weiter geschlafen hat. Seit einer Woche etwa wird es aber immer schlimmer. Er wacht ständig auf und ich stille teilweise um 9 schon das erste Mal (nach etwa 2 Stunden). Er ist insgesamt nachts fürchterlich unruhig und ich stille ihn ständig. Dabei trinkt er teilweise kaum. Sonst hat er beim Aufwachen immer eine große Portion getrunken und dann war gut.

Damit komme ich aber auch noch ganz gut klar. Das eigentliche Problem ist, dass ich langsam das Gefühl habe, dass er nicht mehr gepuckt werde möchte (er hat noch nie ungepuckt geschlafen). Er quenquelt, wenn ich ihn in den Pucksack packe, aber nicht wirklich schlimm. Wenn er dann seinen Schnuller hat ist gut. Er quengelt aber auch beim Schlafsack anziehen und danach ist es wieder gut. Er quenelt insgesamt eher viel. Beim Einschlafen versucht er aber irgendwie gegen den Sack zu kämpfen. Und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ihn das Eingeengtsein auch nachts stört. Nun will ich ihn ja aber auch nicht quälen und zwangsweise pucken. Also haben wir es vorgestern ohne pucken versucht - und es war ein Drama. Am Ende habe ich ihn doch ständig festgehalten, beim Einschlafen, nach dem Stillen, während dem Schlaf. Ohne ging gar nix. Er hat sich sogar im Schlaf die Augen gerieben und den Schnuller rausgenommen und dann natürlich geheult. Um halb drei nachts habe ich ihn dann entnervt wieder in den Sack gesteckt. Mochte er im Halbschlaf natürlich gar nicht. Allerdings hat er sich beim Aufwachen gar nicht gewehrt oder gemeckert sondern bestimmt 20 Minuten erzählt, während ich schon auf war.

Was würdet ihr machen? Mit Pucksack schläft er gut ein und auch deutlich ruhiger und ist morgens bzw. nach seinen Schläfchen deutlich fitter. Er quenelt auch nur und hat beim Einpacken noch nie geschrien. Oder müssen wir das "freie" Schlafen üben? Ach ich weiß auch nicht. Ich will ihn halt nicht gegen seinen Willen pucken, aber er braucht es m.E. einfach noch.
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posy
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von posy »

Hui, das klingt gerade anstrengend. Kann es sein, dass er gerade in einem schub steckt? Ich komme darauf, weil du schreibst, dass er gerade so viel quängelt.

Mit Pucken kenne ich mich nicht so aus, fange gerade erst selbst bei unserem Jüngsten damit an. Aber ich meine mal hier aufgeschnappt zu haben, dass man etwa nach 6 Monaten aufhören soll damit. Vielleicht kommt er jetzt an die Schwelle? Aber wie gesagt - das ist reine Spekulation.

Ich drücke die Daumen, dass es sich bald beruhigt.
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yeshira
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von yeshira »

wir hatten auch gepuckt, allerdings erst mit 3 monaten angefangen wo es eine große erleichterung war, er hatte sich da nachts aber schon so fest bewegt, dass er es ihn beim schlafen eher gestört hat. wir haben es dann so gemacht, dass wir ihn zum einschlafen in eine passende decke gepuckt hatten, ihn dann so ins bett legen konnten und haben anschließend die decke ganz leicht geöffnet damit er sich auch bewegen kann wenn er es möchte, das hat bei uns am besten funktioniert.

mit 5,5 monaten hat er uns durch quängeln gezeigt, dass er nicht mehr gepuckt werden möchte, da wir aber sowieso noch auf dem gymnastik ball gehüpft sind, hatte er noch eine andere unterstützung um einschlafen zu können, die dann nochmal einige zeit gedauert hat bis wir sie weglassen konnten

lg
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von Elfe666 »

Der Große hat auch (mit glaub ich 8 Monaten) keine Lust mehr auf Pucken gehabt. Er hat morgens bitterlich geweint, bis man ihn ausgepackt hat und hat, dann weiter geschlafen. Also haben wir es ganz gelassen. Es hat dann einige Tage / Wochen gedauert, bis er im Schlafsack ruhig geschlafen hat.
Der Kleine hat es nicht so lange gebraucht. Wollte mit ca. 3-4 Monaten (erst vor kurzem, aber ich weiß es schon nicht mehr :oops: ) nicht mehr gespuckt werden. Aber manchmal hat er es wieder gebraucht. Also hab ich jeden Abend was anderes gemacht, eben wie er es gebraucht hat. Auch mal Nachts ein- oder ausgepuckt. Das war eine zugegebenermaßen doofe Übergangszeit. Als er es dann gar nicht wollte hat es auch wieder ne Woche vielleicht gebraucht, bis er im Schlafsack ruhig geschlafen hat. In der Zeit konnte ich ihn nach dem stillen z.B nicht in sein Beistellbett legen. Er ist dabei aufgewacht. Jetzt schläft er super und ist manchmal kaum wach zu bekommen.
Liebe Grüße Martina (ClauWi GK 09/13, MK 05/14)
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Ich bin der Rechtschreibung mächtig, aber mein iPhone macht draus was es will ^^
Camille1984
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von Camille1984 »

Vielen Dank für eure Antworten.

Tja das Problem hat sich nun von selbst eine Lösung gesucht :x . Mein Bärchen hat sich heute Abend seit dem Einschlafen mehrfach im Pucksack auf den Bauch gedreht. In den letzten 2 Wochen hatte ich das schon ab und zu mal gesehen, wenn er wach war und näher zu mir wollte. So schön das Pucken ist und für uns war es wirklich perfekt...wir müssen jetzt wohl zwangsweise einen neuen Weg finden :? .
Vorhin habe ich ihn nun endgültig ausgepackt. Nach dem Wiedereinschlaf-Stillen hab ich ihm dann einen Arm mit einer Mullwindel "festgebunden". Ich hoffe sehr, dass das Einarm-Pucken für ein paar Nächte halbwegs ungefährlich funktioniert und wir uns dann an den Schlafsack heranwagen können.
Als riesengroßes Problem stelle ich mir allerdings das Einschlafen vor bzw. weiß ich, dass das morgen zum Drama werden wird. Hoffentlich funktioniert es wenigstens mit einem Arm. Er ist einfach so extrem unruhig.
Na ja, abwarten. Ihr macht mir aber Mut, dass es wohl klappt.
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von Rumpelmama »

Einschlafen kann in dem Alter wirklich sehr nervig sein, denn die Kleinen können sich da so schlecht selbst beruhigen. Mir hat geholfen, mir in der Stunde Gequängel immer mal zu sagen: "Irgendwann wird er auf jeden Fall einschlafen!".
Versuche es anzunehmen, er wird sich daran gewöhnen, er wird älter werden, es wird besser werden!
Ich hoffe, das stimmt und die Forenmagie straft dich nicht für den gewählten Thread-Namen... War es nicht bei Sommerbaby ähnlich?
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Camille1984
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Re: Argh...nicht mit pucken aber auch nicht ohne

Beitrag von Camille1984 »

Ihr seid wirklich lieb (()).

Jetzt sind ja schon einige Tage vergangen seit wir ihn endgültig ausgepuckt haben. Da sein Puck-Ende im Urlaub an der Ostsee kam, war die Umgewöhnung relativ entspannt.
In der ersten Nacht habe ich noch teilweise einen Arm gepuckt, aber jedes Mal wenn er sich befreit hatte, wurde er fürchterlich unruhig. Also habe ich mich für die radikale Variante entschieden. Es gab nur noch einen Schlafsack und ich hatte Schiss ohne Ende :mrgreen: .
Etwa drei Wochen vorher hatten wir schon mal einen Versuch gestartet und es war damals eine Katastrophe. Der Kleine schrie bei jedem Aufwachen und fuchtelte wie wild. Beim Einschlafen musste man ihm die Arme wirklich feste festhalten. Das hat uns gezeigt, dass er einfach noch nicht soweit war.
Diesmal war es ganz anders. Er braucht maximal 15 bis 20 Minuten zum Einschlafen. Dabei wird ganz eng gekuschelt. Nur seine Hände brauchen ständige Beschäftigung. Meine Hände sehen aus als hätten wir eine Katze :shock: und auch mein Gesicht wird schwer untersucht. Irgendwann findet er dann relativ ruhig in den Schlaf, manchmal beschwert er sich noch ganz kurz vor dem Einschlafen. Zum Runterkommen gibts die Traumküsschen-CD, die auch meinen Duracell-Hasen meistens zur Ruhe bringt. Allerdings brauchte er vorher sehr oft sehr lautes weißes Rauschen zum Einschlafen (vom IPhone :mrgreen: ) und ich bin froh, dass wir das durch Musik ablösen konnten. In Ruhe geht Einschlafen hier nicht.
Ohne Pucksack schläft er jedoch konsequent auf der Seite und nicht mehr auf dem Rücken. Für mich ist das ok so, weil er es selbst so möchte. Mein Mann hat da schon größere Angst wegen SIDS, aber er ist eh so ein Worst-Case-Fall :roll: .
Auch das Aufwachen ist ohne Pucksack sehr schön, wenn einen da so kleine Händchen wecken kommen *g*.

Fazit: Ich hatte so Angst vor dem Ende des Puckens. Aber mein Kleiner wird groß und ich glaube mittlerweile wirklich, wenn die Kleinen reif zum entpucken sind, dann klappt es auch ziemlich sofort ohne Stress. Wir haben jetzt knapp 7 Monate gepuckt und es hat uns in dieser Zeit wirklich sehr geholfen. Jetzt haben wir eben andere Strategien zum Schlafen und Beruhigen.
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