langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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kleinerwicht
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langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von kleinerwicht »

Hallo,

ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen, da ich gerade etwas "verzwickt" bin.

Mein Sohn ist 2,5 und wird zum einschlafen und nachts immer noch gestillt, außerdem schläft er noch in meinem bett. Kritik von vielen Seiten verunsichert mich total. Jetzt ist es so, dass mein sohn und ich doch viele umbrüche hatten im letzten 3/4Jahr. zuerst die trennung von seinem vater, dann 2x umziehen, dann eine neue beziehung, seit jänner kiga, in den er immer noch ungern geht (obwohl er wirklich top ist) aber die trennung von mir fällt ihm eben sehr schwer, dann kommen noch dauernde streiterein mit dem ex-partner dazu...also alles bissl viel...daher wollte ich jetzt vorerst (trotz verunsicherung) noch nicht abstillen, weil ich mir denke, vielleicht braucht er eine konstante im leben, er will das stillen ja noch, obwohl er mich nachts mit seinen stillwünschen wirklich sehr vereinnahmt.

jetzt weiß ich seit kurzem dass ich wieder schwanger bin. wenn er jetzt nachts oft kommt (3-4x) mag ich eigentlich nicht mehr so oft stillen und wir fangen nachts zu streiten an und am ende sagt er "mama weg" - schickt mich quasi aus meinem bett. jetzt habe ich noch stärker das gefühl ich will ihn nicht mehr soviel stillen, weil ich momentan echt dauerkrank bin, schwanger auch noch und irgendwie fehlt mir die energie. jetzt war meine idee, wenn er mich wegschicken will, vielleicht ist er reif für sein eigenes bett. er war auch richtig angetan und schläft jetzt auch drinnen, aber die stillfrequenz wird nicht weniger...ich muss jetzt also nicht nur mindestens 3x stillen, sondern auch noch aufstehen (und am nächsten tag in die arbeit)

Fazit: Die Logik sagt mir, ich soll einfach abstillen. Mein Bauch sagt mir, er braucht es noch und es ist sonst alles einfach zuviel und auf einmal...hat wer eine idee? oder kann mir tipps geben? wie sinnvoll wäre es zu versuchen nur noch zum einschlafen zu stillen und nachts sozusagen komplett abzustillen? geht das überhaupt? oder ist es dann auch schon "egal" und ich kann dann gleich abstillen?

freu mich über Tipps/Ideen/Erfahrungsberichte und Zuspruch :)

Liebe Grüße, b&kleinerwicht
kleinerwicht
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von kleinerwicht »

Kann mir niemand einen Rat geben?
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4tiere
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von 4tiere »

Hallo und herzlich willkommen hier!
Tja schwierige Frage. Aus dem Bauch heraus würde ich auch sagen, weiter stillen. Denn das ist das Beständigste, was er zurzeit hat und dass es Nähe, Geborgenheit usw. gibt, ist ja klar. Aber Stillen sollte beiden gerecht werden, also auch dir. du brauchst irgendein Kompromiss, womit ihr beide leben könnt. Spontan fällt mir das nächtliche Abstillen nach Gordon ein. das wäre doch ein möglicher Kompromiss. Er kann zum einschlafen und morgens stillen und nachts bekommst du Ruhe. Kannst du denn mit ihm reden?
Hier gibt es viele Berichte, dass die milch weniger wird, spannend ist, wie er damit umgehen wird. Vielleicht könnte es auch ein nächticher Abstillgrund werden, da nichts mehr kommt. Es gibt aber auch Kinder, die so zu sagen leer nuckeln.
Wie klappt es denn mit deinem neuen Partner? Und wie ist denn beim Vater schläft er dort? Was mir nämlich so durch den Kopf geht, dass Kleinder ja sehr anpassungsfähig sind und genau abschätzen können, was möglich ist. Es gibt ja genügend Berichte von wahren Stilljunkies, die den ganzen Tag/Nacht ohne auskommen, wenn Mama nicht da ist. Wenn er also beim Pap ohne kann, könntest du das mit besprechen und ihm das auch zuhause vorschlagen.
Oder wenn es mit dem neuen Partner super gut klappt, dann könntest du dich ausquartieren und er schläft mit ihm.
Und zu guter letzt würde ich über ein Arbeitsverbot nachdenken. Wenn du sowie dauernd krank bist und auch krank geschrieben wirst, ist das bestimmt möglich. Oder wenigstens erst mal krank schreiben zum Erholen.
Daher gute Besserung, viel Erfolg!
ich bin gespannt, was du berichtest ...
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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klimaforscherin
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von klimaforscherin »

Ach, ich drück dich mal ((()))
Das klingt ja grad echt nicht einfach.

Hast du mal darüber nachgedacht, nur nachts abzustillen? Dein Kind ist ja schon in einem Alter, in dem es einiges verstehen kann. Du kannst ihm beispielsweise erklären, dass es ab jetzt nachts nur noch Wasser (vielleicht übergangsweise etwas zu Essen) gibt und es wieder etwas gibt, wenn der Wecker geklingelt hat (oder die Sonne aufgegangen ist). Das wird er vermutlich nicht ohne Protest hinnehmen.

Dies war jetzt meine Idee zum Stillen. Wie sieht es mit dem Kindergarten aus? OK, gute Einrichtung, aber wie ist die Eingewöhnung gelaufen, könnt ihr die noch verlängern?
Kommt er mit deinem neuen Freund gut zurecht?
Und kannst du die Situation mit deinem Ex-Partner klären? Ich denke, das nimmt er sicherlich auch wahr, auch wenn ihr nicht vor ihm streitet. Deine Angespanntheit wird er sicherlich merken. Ein Grund, warum er klammert?
Grüße
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angaj
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von angaj »

Hallo!

Erst Mal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Ich kann Die - falls es Dich interessiert -kurz erzählen, wie es bei mir mit der 2.Schwangerschaft und dem Abstillen war. (Auch wenn Deine Situation natürlich eine ganz andere ist und ich da nichts verallgemeinern will.) Als ich wieder schwanger wurde, stillte mmeine große Tochter tagsüber noch 3-4 Mal, nachts so 2-3. Ich bekam infolge der Schwangerschaft sehr empfindliche BW, so dass ich meine Tochter zwar weiterhin stillte, der Gedanke ans Abstilln aber plötzlich nicht mehr so schrecklich war. Gleichzeitig wurde meine Milch weniger. Meine Tochter hat daraufhin von selbst angefangen, sich abzustillen. (Sie war aber schon immer eine Freundin der "Express-Betankung" und hielt nichts von trockenem Nuckeln. Alle 1-2 Wochen hat sie eine Mahlzeit weg gelassen, im 7. Schwangerschaftsmonat war es dann vorbei.

Vielleicht stillt sich Dein Kleiner auch selber ab? Wenn das für Dich noch zu lange dauert (im 2. schwangerschaftsdrittel schmeckt dann auch diie Milch anders, das mögen viele Kinder nicht), würde ich Dir zu nächtlichem Abstillen raten. Sann darf Dein Sohn weiterhin stillen, und Du hast auch die Möglichkeit, Dich nachts zu erholen. Eine Bekannte hat das ihrem Sohn so erklärt, dass der Busen nachts Zeit brauche, um die Milch für den Morgen zu machen. Dazu bekam der Kleine einen Wecker - wennder klingelte, durfte er stillen. Nach 2-3 Nächten hat das guut geklappt.

Ich wünsche Dir Alles Gute!
angaj mit ihren zwei Mädels: Quatschmadam (geb. 01/11) und fixe Madam (geb. 11/12) - geliebt - gestillt - getragen - geimpft und im Familienbett
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von Glucke85 »

Hallo!
Ich kenne deine Situation sehr gut und war in einer sehr ähnlichen. Ich schreibe gerade vom Handy und deshalb sehr kurz. Ich hatte bis jetzt (28.ssw) immer sehr empfindliche Brustwarzen, was das Stillen besonders nachts zu einer Tortour gemacht hat. Wir hatten richtige Kämpfe und ich wusste nicht was ich tun soll. Seltsamer weise hat mein Sohn dann einfach angefangen durch zu chlafen. Er wurde sowieso nur an die ein, zwei mal wach aber die fielen dann ganz weg. Für den Tag habe ich Stillregeln eingeführt. Wir stillen jetzt nur noch im Bett. Die Empfindlichkeit und meine Gereiztheit ist etwas besser geworden und ich konnte mich arrangieren, ohne meinem Sohn sein Stillen zu nehmen. Ich frage mich oft, ob ich dieselbe Reglementierung eingeführt hatte, wenn ich nicht schwanger wäre. Wahrscheinlich nicht. Aber letzenendes muss alles zusammen passen und ich sehe auch keinen Sinn darin die Märtyrer-Rolle zu übernehmen. Ich habe hier oft den Spruch gelesen: One Day at a Time.
Würdest du deinen Sohn stillen wollen, bis das Baby kommt und darüber hinaus?

Ich wünche dir alles Güte und eine wunderbare Schwangerschaft!!
Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)
kleinerwicht
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von kleinerwicht »

Vielen Dank für die vielen sehr einfühlsamen Antworten und Erfahrungsberichte.
Ja dies Situation ist sagen wir mal für alle etwas aufreibend, weil doch recht viel so knapp passiert ist, was sicher auch für den kleinen Wicht sehr schwer ist.
Mein neuer Partner ist gottseisgedankt sehr verständnisvoll, sonst würde ich das glaub ich alles nicht packen, wenn er auch noch gegen das stillen wäre, das wäre schlimm. Aber noch kann er mich nicht rundum unterstützen, da wir noch nicht zusammen leben (bald hoffe ich - wird auch nochmal stressig, wobei ich gottseisgedankt nicht mehr umziehe!...) Mit dem Ex ist es leider sehr schwierig, ich versuche wirklch alles für den frieden, aber die trennung ist noch nicht überwunden (auf seiner seite) er war immer schon aufs stillen sehr "eifersüchtig" und erpresst mich leider auch damit. Er kann den kleinen wicht erst nehmen, wenn er nicht mehr so abhängig ist, also nicht mehr gestillt wird. Er sagt ich "instrumentalisiere" das kind mit der stillerei und binde ihn absichtlich an mich (dabei bin ich ausgesprochen freiheitsliebend!! und wäre echt gottfroh wenn ich eine nacht in der woche frei hätte), er nimmt ihn also nie über nacht nur stundenweise. Es gab endlos diskussionen und ich versuche sie im interesse vom kleinen wicht einfach nicht aufkommen zu lassen, wird sich an seiner einsteillung leider eh nichts ändern. Also vom Ex gibts diesbezüglich keine unterstützung.

Warum der kleine wicht so an mir hängt, kann ich mir nicht erklären. Ich hab immer versucht alle Bedürfnisse zu erfüllen aber auch seine selbständigkeit zu unterstützen, vielleicht ist es auch charaktersache (von mir hat er das nicht ;-)) die eingewöhnung im kiga hat 5 wochen gedauert und hat wenigstens halbwegs geklappt, vorher haben wir schon eine tagesmutter versucht und da hat es überhaupt nicht funktioniert. trotzdem weint er jeden tag schon am hinweg, er will nicht hin. die kigabetreuerin sagt aber, dass er sich bald beruhigt und wenn ich ihn hole ist er immer super fröhlich und erzählt welche lieder gesungen wurden etc. denke also es gefällt ihm schon, aber wenn ich ihn frage, warum er nicht hin will, dann sagt er "weil mama weg" also dürfte wirklich die trennungsangst sein. leider geht es noch nicht anders. ich bin erst in der 7 woche und habe es noch nichtmal in der arbeit verkündet, also einige zeit wird er noch in den kiga gehen müssen und ehrlichgesagt freue ich mich schon auf die zeit wo ich ein paar stunden am vormittag frei habe :)

ich habe eigentlich derzeit keine vorstellung wie lange ich noch stillen werde. ich kann mir nicht vorstellen ein ganz kleines und ein großes zu stillen, aber ich konnte mir vieles nicht vorstellen ;-) Also mal sehen...

die hoffnung dass dieses kind mal durchschläft habe ich schon aufgegeben ;-) aber das nächtliche abstillen wäre eine option. muss ich eben ein paar tage durchbeißen und vielleicht vielleicht vielleicht (ich glaube es ja fast nicht) wird er sich wirklich mal selbst abstillen?

Auf jeden Fall hab ich dank euerer nachrichten ein bisschen hoffnung. Es ist einfach so, dass ich manchmal schon sehr erschöpft bin und wenn dann noch alle auf mich einschwätzen wie blödsinnig das stillen in dem alter ist, dann kann ich auf mein bauchgefühl nicht mehr vertrauen und das sagt mir ja eigentlich schon, dass der kleine wicht es aus irgendeinem grund noch braucht. Aber ganz genau weiß ich selbst grad nicht was ich will, wahrscheinlich krankt es daran...

Vielen Dank!!
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4tiere
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von 4tiere »

kleinerwicht hat geschrieben:Mein neuer Partner ist gottseisgedankt sehr verständnisvoll, sonst würde ich das glaub ich alles nicht packen, wenn er auch noch gegen das stillen wäre, das wäre schlimm.
Das ist doch schön! Wie akzeptiert denn dein Sohn ihn?

kleinerwicht hat geschrieben:Mit dem Ex ist es leider sehr schwierig, ich versuche wirklch alles für den Frieden, aber die trennung ist noch nicht überwunden ... wird sich an seiner einsteillung leider eh nichts ändern. Also vom Ex gibts diesbezüglich keine unterstützung.
Ja, du machst es im Prinzip richtig und akzeptierst es wie es ist. Das habe ich auch lernen müssen und bei uns ist es bis heute nicht besser geworden. Ich kenne aber auch andere bei denen sich es normalisiert hat. z.B. meine Eltern, die haben sich geprügelt mit Polizei und vieles mehr. Und heute sind sie gute Freunde ganz friedlich, liebevoll und hilfsbereit, mit den neuen Partnern verstehen sie sich auch super.
Ich habe mich einfach mit den Kindern alleine eingerichtet und der Vorteil war, dass ich auch nichts mit ihm abstimmen musste.

kleinerwicht hat geschrieben:Warum der kleine wicht so an mir hängt, kann ich mir nicht erklären. Ich hab immer versucht alle Bedürfnisse zu erfüllen aber auch seine selbständigkeit zu unterstützen, vielleicht ist es auch charaktersache ...
Ich denke auch, dass es eine Charakterfrage ist, aber auch eine Entwicklungsfrage, jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Und im prinzip ist dein sohzn doch toll, wenn du mal bedenkst, was er alles mitgemacht hat und was er erlebt hat! Trotzdem ist er so normal und stabil! Denn alles, was du beschreibst mag zwar für dich anstrengend sein, aber hört sich völlig normal an.

kleinerwicht hat geschrieben:... trotzdem weint er jeden tag schon am hinweg, er will nicht hin. die kigabetreuerin sagt aber, dass er sich bald beruhigt und wenn ich ihn hole ist er immer super fröhlich und erzählt welche lieder gesungen wurden etc. denke also es gefällt ihm schon, aber wenn ich ihn frage, warum er nicht hin will, dann sagt er "weil mama weg" also dürfte wirklich die trennungsangst sein. leider geht es noch nicht anders.
Schau auf dein Bauchgefühl und wie du deinen Sohn einschätzt. Du kennst deinen Sohn am besten!
Bei meinem Sohn war es fast nur so, dass er alles abgelehnt hat und wenn ich mich dann durchgesetzt habe, war er total glücklich. Im Kindergarten hatten wir diese Situation auch sehr oft. und z.B. eine Kindergeburtstagseinladung hat er auf einmal eine Stunde vorher verkündet, er wolle nicht hin, ich habe ihn dann gezwungen und es war total toll für ihn und später wollte er gar nicht weg.
Solltest du aber das Gefühl haben, er fühlt sich wirklich nicth wohl, es wird ihm zuviel, dann handele.

kleinerwicht hat geschrieben:die hoffnung dass dieses kind mal durchschläft habe ich schon aufgegeben ;-) aber das nächtliche abstillen wäre eine option. muss ich eben ein paar tage durchbeißen und vielleicht vielleicht vielleicht (ich glaube es ja fast nicht) wird er sich wirklich mal selbst abstillen?
Irgendwann schlafen alle allein durch! ;-) Das ist und war mein Mantra!
Anstrengend ist es trotzdem!
Ich könnte mir vorstellen, dass das nächtliche Abstillen eine Hilfe wäre und für ihn bestimmt erträglich, wenn er trotzdem weiter bei dir schlafen kann.
Wie macht ihr das denn, wenn dein Partner da ist?

kleinerwicht hat geschrieben:Auf jeden Fall hab ich dank euerer nachrichten ein bisschen hoffnung. Es ist einfach so, dass ich manchmal schon sehr erschöpft bin und wenn dann noch alle auf mich einschwätzen wie blödsinnig das stillen in dem alter ist, dann kann ich auf mein bauchgefühl nicht mehr vertrauen und das sagt mir ja eigentlich schon, dass der kleine wicht es aus irgendeinem grund noch braucht. Aber ganz genau weiß ich selbst grad nicht was ich will, wahrscheinlich krankt es daran...
Oh diese Kommentare von aussen! Und alles wird auf das Stillen geschoben! Als ob es ohne leichter wäre! Hahaha! Das glaube ich nämlich auch nicht! Aber es verunsichert schon ...
Aber dafür bist du ja hier, um dir Rückhalt zu holen!!!!
ich freue mich, dass du schon wieder ein bisschen Hoffnung schöpfen konntest!
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
stm

Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von stm »

Hi,

Du kannst versuchen abzustillen, und je nachdem, wie Dein Sohn drauf ist, klappt es vielleicht auch. Aber es wird wahrscheinlich stressig werden - und der Erfolg ist nicht garantiert. Ich war in einer ähnlichen Situation (allerdings ohne Trennung vom Partner) und habe versucht, meinen Sohn (damals 26 Monate) wenigstens mittags abzustillen. Das Ergebnis war, dass er einfach nicht mehr geschlafen hat und stattdessen stundenlang brüllte. Abends war gar nicht daran zu denken, dass er ohne Brust einschlafen würde. Ich habe nach zwei Wochen aufgegeben und mich damit abgefunden, dass ich wohl bald zwei Kinder stillen würde. Danach kam ich besser damit zurecht, schließlich hat das Stillen ja auch einige Vorteile. Zumindest schläft mein Sohn an der Brust immer sehr schnell ein, so dass ich mit Stillen zu mehr Schlaf komme als ohne. Die Schmerzen an den Brustwarzen lassen nach ein paar Wochen zu Glück auch nach (und dafür schmerzen die Brustwarzen nach der Geburt nicht, weil Du ja noch in Übung bist). Fazit: Das Abstillen ist einen Versuch sicher wert, aber wenn Dein Sohn damit nicht zurecht kommt, kann ich Dich beruhigen: Man übersteht die Schwangerschaft auch mit Stillkind.

Inzwischen ist übrigens meine Tochter auch da und das Tandemstillen funktioniert eigentlich ganz gut. Der Große akzeptiert, dass er die Kleine auch ranlassen muss, und ist insgesamt relativ wenig eifersüchtig. Dass das Umfeld kein Verständnis zeigt, ist typisch. Einfach nicht hinhören...

Alles Gute jedenfalls!
kleinerwicht
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Re: langzeitstillen und wieder schwanger - was tun?

Beitrag von kleinerwicht »

Also noch einmal vielen Dank! Mir geht es inzwischen echt viel besser. Manchmal wird in Problem erst so richtig eines, wenn man sich verkopft.

Ich denke ich werde erstmal versuchen nachts abzustillen und ihm abends und morgens noch als option lassen.

Ich habe auch das "Problem" dass der kleine Wicht seitdem er unter tags nicht mehr gestillt wird, auch einfach nicht mehr schläft, dafür steck ich ihn eben früh ins bett. so gesehen ist das auch ok, auch wenns manchmal anstrengend ist. und das stimmt auch bei uns dass das stillen der ultimative einschlaftrunk ist, auf den ich auch nicht so gerne verzichten will :)

zum rest: ich denke dass viel des unwohlgefühls der letzten zeit vom druck kommt, den ich mir selbst mache, den mein ex macht und meine familie. natürlich denk ich auch an meinen neuen partner. für ihn ist soweit alles ok, er sagt dass er sich ansich auch ein familienbett vorstellen kann, aber für mich ist der gedanke halt schon ein bissl seltsam...ich weiß noch nicht. auch der tandemstillgedanke ist seltsam, aber vielleicht sollte ich mich von jeglichem druck befreien und einfach akzeptieren, dass so wie es kommt es kommt und alles wird gut?

auf jeden fall versuche ich wieder mehr auf meinen bauch zu hören und allein bei diesem gedanken geht es mir schon viel besser :)
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