Hallo franzi0512,
ja, am wahrscheinlichsten ist, dass die Milchstaus eine unmittelbarer OP-Folge darstellen. Bei der OP wird Drüsengewebe verletzt, einige Milchgänge können dadurch und/oder anschließende Narbenbildung bei der Heilung verengt oder undurchgängig geworden sein.
Weiterhin ist denkbar, dass die Neigung zu Milchstau schon vorher da war (z.B. physiologisch bedingt), es dadurch auch zur Mastitis und zum Abszess kam, und die Ursache jetzt eben immernoch da ist.
Da gibt es leider keinen Geheimtrick. Wenn es ganz doll dauerhaft schlimm ist, dann kannst Du in Erwägung ziehen, die betroffene Brust abzustillen und einseitig weiterzu stillen. Normalerweise ist auch einseitig volles oder fast volles Stillen möglich (ist gar nicht selten, dass Frauen nur einseitig stillen!).
Also Akutmaßnahme ist Kühlen in der Tat sehr sinnvoll - dafür braucht man keineswegs Quark oder sonstigen Nachtisch, sondern noch besser tut dies ein Coolpack aus dem Eisschrank, eingewickelt in ein dünnes Tuch.
Viele Mütter, die von ähnlichen Symptomen betroffen sind wie Du, akzeptieren es einfach irgendwann. Mit zunehmender Routine verlieren die ständigen Staus ihren Schrecken (v.a. psychomäßig - körperlich unangenehm ist es natürlich weiterhin), einfach weil man zunehmend Erfahrung darin hat, welche Maßnahmen zuverlässig und schnell helfen.
Weitere Info findest Du in unserer
Linksammlung Stillwissen, Stichwort "Milchstau und Brustenzündung", und "Abszess in der stillenden Brust".
LG und gute Besserung
Julia