vielen Dank für Deine Antwort.
Normalerweise steht die Verschreibung von Domperidon erst am ENDE einer ausführlichen Diagnostik. Diese umfasst allgemeinärztliche, gynäkologische und endokrinologische Untersuchungen, und zwar aus gutem Grund: Wenn die Bemühungen ums Vollstillen bei drei Kindern erfolglos bleiben, dann liegt der Verdacht nahe, dass es körperliche Ursachen dafür geben könnte. Diese können möglicherweise behandelt werden (vielleicht sollten sie das sogar ausdrücklich!..). Deshalb sind ärztliche Untersuchungen wirklich sinnvoll, ehe "einfach so" Domperidon genommen wird, zumal es zu Domperidon ja auch Gegenanzeigen gibt, die zuvor ausgeschlossen werden müssen (z.B. Prolaktinome, Nieren- und Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen).
Als ein weiterer Hinweis auf eine körperliche Ursache für Hypogalaktie (= verringerte Milchbildung) kann dies hier gewertet werden (Domperidon schlägt nämlich in den meisten Fällen innerhalb einiger Tage deutlich spürbar an):
Für die Voraussetzung, um das weitere Vorgehen sinnvoll planen zu können, sollten zunächst erstmal mögliche körperliche Ursachen ärztlich abgeklärt werden. Häufige körperliche Ursachenfelder sind z.B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, PCOS, Übergewicht, Hormonstörungen, Drüsengewebemangel oder andere anatomische Auffälligkeiten an der Brust, solche Sachen.Viel trinken, Stilltee, Malzcafe, viel Essen sogar habe ich mir die Tabletten gekauft die die Milchmenge steigern sollen (Domperidon) - aber alles hilft nicht. Nun sind wir so weit, dass ich ihr fast nach jedem Stillen eine Flasche mache (ich mache 100 ML - meist trinkt sie davon mindestens die Hälfte oder mehr).
Wenn bei den ärztlichen Untersuchungen herauskommen sollte, dass offenbar KEINE med. Störung vorliegt, dann kann man nochmal ganz anders schauen, über welche Maßnahmen Ihr das Zufüttern reduzieren könnt. Aber bei Deiner Vorgeschichte halte ich diese Reihenfolge definitiv für sinnvoll.
Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?
LG
Julia