Stillproblem Zufüttern

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jusl
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von jusl »

Hallo Iman,

vielen Dank für Deine Antwort.
Normalerweise steht die Verschreibung von Domperidon erst am ENDE einer ausführlichen Diagnostik. Diese umfasst allgemeinärztliche, gynäkologische und endokrinologische Untersuchungen, und zwar aus gutem Grund: Wenn die Bemühungen ums Vollstillen bei drei Kindern erfolglos bleiben, dann liegt der Verdacht nahe, dass es körperliche Ursachen dafür geben könnte. Diese können möglicherweise behandelt werden (vielleicht sollten sie das sogar ausdrücklich!..). Deshalb sind ärztliche Untersuchungen wirklich sinnvoll, ehe "einfach so" Domperidon genommen wird, zumal es zu Domperidon ja auch Gegenanzeigen gibt, die zuvor ausgeschlossen werden müssen (z.B. Prolaktinome, Nieren- und Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen).

Als ein weiterer Hinweis auf eine körperliche Ursache für Hypogalaktie (= verringerte Milchbildung) kann dies hier gewertet werden (Domperidon schlägt nämlich in den meisten Fällen innerhalb einiger Tage deutlich spürbar an):
Viel trinken, Stilltee, Malzcafe, viel Essen sogar habe ich mir die Tabletten gekauft die die Milchmenge steigern sollen (Domperidon) - aber alles hilft nicht. Nun sind wir so weit, dass ich ihr fast nach jedem Stillen eine Flasche mache (ich mache 100 ML - meist trinkt sie davon mindestens die Hälfte oder mehr).
Für die Voraussetzung, um das weitere Vorgehen sinnvoll planen zu können, sollten zunächst erstmal mögliche körperliche Ursachen ärztlich abgeklärt werden. Häufige körperliche Ursachenfelder sind z.B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, PCOS, Übergewicht, Hormonstörungen, Drüsengewebemangel oder andere anatomische Auffälligkeiten an der Brust, solche Sachen.

Wenn bei den ärztlichen Untersuchungen herauskommen sollte, dass offenbar KEINE med. Störung vorliegt, dann kann man nochmal ganz anders schauen, über welche Maßnahmen Ihr das Zufüttern reduzieren könnt. Aber bei Deiner Vorgeschichte halte ich diese Reihenfolge definitiv für sinnvoll.

Kannst Du mit diesen Hinweisen etwas anfangen?

LG
Julia
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Guten Abend,

vielen Dank für die Antwort, auch wenn ich jetzt echt richtig down davon bin und grade in eine 0 Motivation laufe :-(

Das Domperidon nehme ich sicher schon fast ne Woche und es tut sich nix, im Gegenteil ich glaube die Milch ist noch weniger geworden.

Ich habe nächste Woche den Nachsorgetermin bei meiner Gyni und werde das ansprechen. Aber mal im Ernst: Wird der Frauenarzt das alles abklären können was aufgezählt wurde!? Übergewicht ja hatte ich auch schon vor der Geburt so ca 15 Kilo - hatte aber bei meiner ersten und zweiten Tochter keins. Schilddrüsenerkrankung habe ich in der Familie - das sollte ich wohl abklären lassen...das mit dem Drüsengewebe kann wohl mein Frauenarzt abklären.

Tschööö, Iman
jusl
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von jusl »

vielen Dank für die Antwort, auch wenn ich jetzt echt richtig down davon bin und grade in eine 0 Motivation laufe :-(
Ich kann gut verstehen, dass Du Dich niedergeschlagen fühlst, aber auf der anderen Seite lassen sich effektive stillberaterische Maßnahmen zur Verbesserung Eurer Situation doch nur planen, wenn über diese Dinge KLARHEIT besteht. Insofern hoffe ich, dass Du Deine Sichtweise noch verändern kannst in Richtung: "GUT, dass ich das jetzt angehe - wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, habe ich die Möglichkeit, die Fortsetzung meiner Stillzeit REALISTISCH zu planen."

;-)

Alles Gute für die Untersuchungen - Du kannst Dich jederzeit gerne melden und berichten, und dann schauen wir weiter, welcher Weg für Euch passen könnte.

LG
Julia
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Guten Abend,

ja natürlich versuche ich weiterhin sie immer anzulegen und auch oft anzulegen. Ich hoffe meine Frauenärztin kann mir helfen und werde euch natürlich auf dem laufenden halten.

Vielen lieben Dank für die Unterstützung bis hierhin und demnächst hoffentlich auch :-)

Patricia
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Guten Abend,

hier ein Zwischenbericht. Nach einer Woche Bluttests und Untersuchung bei meiner Frauenärztin meint sie dass mit mir alles in Ordnung sei - ich bin gesund. Sie sagt ich soll mir keine Gedanken machen, manche Frauen produzieren eben zu wenig Milch - es könnte auch vererblich sein, obwohl ich ihr nicht erzählt habe, dass auch meine Mutter bei allen 4 Kindern nie voll stillen konnte (wobei ich das mal dahingestellt lasse denn das war in den Jahren 1979 - 1989).

Meine Hebamme und auch die Stillberaterin sagen mehr als was ich versuche geht nicht und ich solle mir keinen Kopf machen.

Ich habe in den letzten Wochen weiterhin Malztabletten, Bockshornkleesamen, Stilltee usw getrunken, versucht mich gesund zu ernähren.
Seit Montag habe ich mich doch wieder zum pumpen entschlossen - soll ja wirklich keine Möglichkeit übergangen werden - obwohl das bei Kind Nummer 2 schon eine Katastrophe war. Aber wir haben was rausgefunden. Die Milch läuft nur wenn ich auf einer Seite meine Kleine anlege und die andere Seite pumpe. Ich für mich merke aber den Zug vom Baby viel mehr als die Seite die abgepumpt wird. Ich habe 2 Tage Protokoll geführt damit ich aktuelle Zufütterdaten habe. Noch eine Anmerkung - seit ca. 1 Woche trinkt sie nur noch ca. 5-10 Minuten pro Seite und wird dann unruhig - lässt die BW los und wenn ich sie wieder andocke zieht sie nur noch genervt dran rum und meckert - schätze weil nix mehr kommt. Zu den Daten: In der Nacht schläft die Kleine an der Brust - sie schläft ca. 3 Stunden und dann wechseln wir einfach die Seite, sie trinkt dann und schläft weiter - also wievielmal sie trinkt bekomm ich gar nicht so genau mit (schätze aber 3-4 mal). In der Nacht braucht sie auch keine PRE Nahrung - also von 23 h bis ca. 07 h morgens - oder sollte ich ihr ne Flasche trotzdem machen wenn sie wach wird???

21.02.2013 tagsüber 7x Stillen, nachts 3-4 x, PRE 340 ml
22.02.2013 tagsüber 8x Stillen, nachts 3x, PRE 280 ml

Gewicht von der Hebamme am 25.02.13 - 4980 gr

Wäre wieder mal dankbar für Rat und Tat :-)

Iman aka Patricia
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Ahhh wollte noch was dazufügen: Also eine Stillmahlzeit sieht bei uns so aus:

Baby trinkt beide Seiten jeweils ca. 10 Minuten. Wenn Sie danach ruhig ist gebe ich ihr nicht mehr. Wird sie direkt unruhig wird gebe ich ihr PRE. Meist ist sie aber erst mal zufrieden - allerdings nach ca. 45-60 min will sie wieder trinken. Sie trinkt dann aber nur ca. 5-7 Minuten an jeder Seite und das auch nur sehr unruhig und lässt ständig die BW los - dann mache ich ihr ne Flasche und die trinkt sie dann zwischen 50-70 ml - das meist auch nur in 2 Schüben und nicht auf einmal. Das heisst mit "einer Mahlzeit" bin ich 2 Stunden locker beschäftigt, bis die Kleine ne Runde schläft und ich mich etwas regenerieren kann...
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Heute nacht hat sie es von 23h bis 07h ohne Pre ausgehalten. Ich bin mir aber unsicher ob meine mumi reicht ich habe einfach das gefühl dass es nicht mehr geworden ist. Meine Brust fühlt sich wie immer weich an und wenn sie trinkt merke ich ein paar minuten dass sie schluckt und dann nur noch nuckelt. Bin jetzt total unsicher :-(
jusl
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von jusl »

Hallo Iman,

nur kurz vorneweg: Hat der Gyn einen Brustultraschall gemacht und diesen irgendwie kommentiert?

LG
Julia
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

Guten Abend,

ja sie hat erst die Brust eingehend abgetastet, untersucht und dann Ultraschall gemacht und dann kam eben der Kommentar von wegen erblich bedingt...
Iman
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Re: Stillproblem Zufüttern

Beitrag von Iman »

als ich dann wegen den Milchdrüsen fragte wollte sie net so recht was dazu sagen. Sie meinte halt nur ständig mit mir wäre alles in Ordnung und dass es nun mal schon immer Frauen gab die nicht voll stillen konnten und ich soll mir keinen druck machen relaxed bleiben usw...sie begleitet mich nun schon die dritte Schwangerschaft und wie gesagt gabs ja bei allen probleme :-( Sorry füt die kleinschreibung - weil baby im arm
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