Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Camille1984
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Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Camille1984 »

Hallo ihr,

auch ich muss ab Mai wieder arbeiten gehen, da ich meine Ausbildung (Lehramts-Referendariat) beenden will und leider auch aus vielerlei Gründen möglichst schnell muss :| . Ab April wird unser kleiner Mann bei einer ganz tollen und lieben Tagesmutter eingewöhnt. Zum Glück haben wir sie gefunden, so ist das Bauchweh wenigstens etwas kleiner. Er wird dann 8 Monate alt sein.

Derzeit wird er noch vollgestillt. Wir haben schon ein paar Mal versucht Brei zu füttern (Pastinake und Kürbis), aber ich glaube er ist einfach noch nicht so weit. Er ist drei oder vier Löffel und danach schluckt er nicht mehr richtig, würgt, weint und schiebt das Essen wieder raus (passiert am Anfang noch nicht). Ich wollte eben drei Mahlzeiten (Frühstück-Mittagessen-Nachtmittagsbrei) selbst einführen, damit er bei der Tagesmutter essen kann und keine Milch mehr will. Ich weiß eben nicht, ob sie die Ruhe hat für eine Mahlzeiteneinführung. Da er aber noch nicht wirklich essen will, fühle ich mich langsam ziemlich unter Druck.

Wie kann das bei der TaMu funktionieren? Soll ich Milch abpumpen und mitgeben? Zeiten und Ort zum pumpen könnte ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zumindest bis zum Sommer gut organisieren. Danach würde er bestimmt tagsüber essen. Oder wird er warten, bis ich wiederkomme und dann stillen. Im Moment kann er das noch nicht. Wenn er bei meinem Mann Hunger bekommt und ich weg bin, schreit er sich die Lunge aus dem Leib. Ach, irgendwie bekomme ich immer mehr Angst vor der ganzen Situation... :( .

Im Moment stillt er im Schnitt alle zwei bis drei Stunden und nachts mindestens drei Mal. Ich möchte auf keinen Fall, dass er sich selbst abstillt, weil wir den Verdacht auf eine Milcheiweiß-Unverträglichkeit haben. Leider bekommt er auch einen Schnuller, da er schon seit seiner Geburt sehr aggressiv wurde, wenn er nur noch nuckeln wollte und aus der Brust immer noch Milch kam. Meine Hebamme hat dann den Schnuller empfohlen, damit er entspannter wird. Seitdem schnullert er sehr viel. Im Moment (nach Lesen hier im Forum) versuche ich den Schnuller konsequent im Schlafzimmer zu lassen und ihn noch mehr anzulegen. Einschlafstillen funktioniert leider nicht und hat auch noch nie funktioniert. Wir stillen im Dunkeln und dann schläft er mit Schnuller neben mir ein und ich stehe dann nochmal auf. Kann man jetzt noch Einschlafstillen angewöhnen? Oder erst recht nicht, weil er bei der TaMu ja auch nur einen Schnuller haben kann. Fläschchen will ich nicht geben, weder für Milch noch für Wasser!

Daher meine Fragen an euch. Wie kann das Ganze funktioneren? Welche Ideen, Tipps und Tricks habt ihr? Ich brauche irgendwie mal etwas Zuversicht...

Danke!
Mama mit Papa und kleinem Pirschelbär (08/2012)

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manie
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von manie »

hallo!
Hat er denn zu den fütterungszeiten wirklich hunger? So kleine babies haben, soviel ich weiß, ja noch gar keine ahnung von frühstück oder mittagessen.
Ich würde an deiner stelle den brei mal zu einer anderen zeit versuchen.
Und außerdem hab ihr ja auch noch etwas zeit, bis es zur tagesmutter geht. Da kann man die menge bestimmt noch steigern. Ich würde mir jetzt da gar nicht soviel stress machen, sondern es langsam angehen lassen und vielleicht eine mahlzeit nach der anderen einführen und die zeit dafür völlig außer acht lassen. Ihr kriegt das schon hin!
Grüße
manie mit großer Maus 8/12 und kleiner Maus 4/14
Ich bin fast immer einhändig mit dem Handy hier, darum bitte nicht böse sein, wenn alles klein geschrieben ist.
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Misao
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Misao »

Camille, ich möchte dich mal drücken (((( )))).
Ich bin zwar Laie, aber ich möchte dir gerne etwas Mut machen:
Was du beschreibst, klingt wie mein Sohn! Ich bin arbteien gegangen, da war er 6 Monate, und erstmal bei meinem Mann und dann kam er zur Tagesmutter, als er 12 Monate alt war.

Zum stillen: wir stillen bis heute und jetzt ist er zwei Jahre. Auch er hat Probleme mit Kuhmilcheiweis (und Hühnereiweis).
Ich habe Milch abgepumpt und mein Mann hat sie ihm gegeben. Es hat sich dann ganz von selbst ergeben, dass er immer weniger Milch wollte und angefangen hat etwas an Essen zu knabbern. Das ging so weit, dass er nach etwa 1 1/2 Monaten die abgepumpte Milch komplett verweigerte - ein bisschen was aß, wenn er alleine mit meinem Mann war, aber vorallem auf mich wartete und dann richtig reingehauen hat :).
Ich hab dann sogar aufgehört zu pumpen - war gar kein Problem.
Kamen auch wieder Phasen, in denen ich abgepumpt habe und er getrunken hat.

Bei der Tagesmutter hat er dann gar keine Milch mehr mitbekommen und da gegessen, mal besser, mal schlechter, aber da war er ja auch schon älter als dein Sohn.

Das sind nur meine eigenen Erfahrungen, aber ich wollte dir einfach Mut machen, dass es gut klappen kann, wenn man sich ganz individuell auf sein Kind einlässt.

Bestimmt bekommst du auch noch wirkliche Tipps und Tricks von den Experten :)!
Pupsi (23.01.2011), dem Krümel 2.0 (22.12.2013) und das nicht-mehr-Ü-Ei (17.04.2016) an der Hand, Krümelchen bei den Sternen (05.02.2013) wir werden dich nie vergessen
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Re: AW: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, keine Sorge, ihr werdet einen guten Weg für euch finden! Wie lange wird er denn am Tag in der Betreuung sein?
Wir sind hier mit 11 Monaten und fast Vollstillkind und sechs Stunden täglich eingestiegen. Mit dort schlafen obwohl bisher nur einschlafgestillt. Ich kenne deine Ängste also.
1. Kein Stress. Es wird ganz sicher. Setzt euch nicht unter Druck!
2. Wann und wie beginnt die Eingewöhnung?
3. Ist die Tagesmutter bereit Muttermilch zu füttern, wenn dann noch notwendig? Pumpen kannst du dann ja immer noch beginnen, wenn ihr es braucht. Vielleicht ne Woche vorher beginnen für einen kleinen Vorrat.
4. Vergleiche nicht die Situation bei Papa mit der Tagesmutter. Das kann alles bis dahin anders und könnte auch schon heute anders sein.
5. Sei flexibel bei der MahlzeitenEinführung. Vielleicht mag dein Kind einfach nicht so gerne Brei? Versuch doch noch andere Sachen. Suppen, Nudeln, Kartoffeln, Stulle...

Hilft dir das erst mal?
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Aysha
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Aysha »

Hallo, ich wollte mich auch mal kurz melden. Mach, dir nicht so einen Kopf, das wird schon werden. (((Drücker))) Ich bin auch wieder arbeiten gegangen (Teilzeit) als mein Sohn 11 Monate alt war. Er wollte zu dem Zeitpunkt auch noch sehr oft stillen, hat sich dann aber total schnell an die Situation gewöhnt und hat bei Papa und Opa ordentlich reingehauen. Wenn ich wieder da bin, ist (noch immer) stillen angesagt... ;-)

Ihr bekommt das sicher hin und ihr habt ja auch eine total liebe Tagesmutter gefunden... Alles Liebe, Aysha
Unser Kleiner - geliebt, (auf Händen) getragen und "familiengebettet"... 1/2012
Camille1984
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Camille1984 »

Danke schonmal an euch.
Es ist einfach beruhigend, dass man nicht alleine ist und es bei anderen Stillmamas auch klappt.

@honigtopf:
Die Eingewöhnung beginnt am 01. April. Er ist dann 8 Monate alt. Die Eingewöhnung wird nach dem Berliner Modell sein und die Tagesmutter rechnet bei so kleinen Kindern mit maximal 4 Wochen. Leider akzeptiert er als Bezugspersonen derzeit fast ausschließlich mich, bei der Oma gehts auch, beim Papa und Opa nur manchmal.
Die Tagesmutter würde mit Sicherheit abgepumpte MuMi geben. Hab zwar noch nicht gefragt, aber sie schien insgesamt sehr kooperativ. Nur ich will eben definitiv kein Fläschchen. Welche Alternativen hab ich für die MuMi?
Bei Fingerfood hab ich einfach Bedenken, dass er nicht satt wird, MuMi aus dem Fläschchen will und dann irgendwann nicht mehr stillt :| .

Leider wird er von Anfang an relativ lange gehen müssen. Morgens müssen wir ihn spätestens um 6.30 hinbringen. Dann kann er dort nochmal etwas schlafen (falls er das denn möchte :lol: ). Abholen frühestens um 14.00 eher aber 15.00 und teilweise sogar 16.00. Zum Teil können ihn auch meine Eltern etwas früher abholen. Aber dann ist er ja auch nicht bei mir, also eben auch Betreuung. Und wenn er Vertrauen zur TaMu hat, glaube ich, ist da kein großer Unterschied wo er ist.

Ich freu mich auf weitere Anregungen und Meinungen :) .
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Nalla
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Nalla »

Hallo,
ich bin derzeit in der Situation, dass mein Sohn 8 Monate nur vollstillen möchte. Er nimmt homöpathische Dosen an Familienkost- Brei überhaupt nicht. Ich habe auch das Gefühl er ist noch nicht so weit.
Ich gehe seit Januar jeden Freitag von 7.00-14.00 Uhr arbeiten und mein Mann wuppt die ganze Sache. Ich wollte wie Du überhaupt kein Fläschchen geben. Es gibt in der Apotheke eine Softcup- der ist speziell dafür geeignet. Die Babys lecken eher die Mumi auf, als das sie saugen.
Mein Mann hat aber (da mein Sohn einen Hungerflash bekommen hat und die Mumi nicht so schnell in den Softcup umschütten konnte) die Mumi gleich aus dem Becher gegeben. Es hat toll funktioniert- er hat wunderbar getrunken. Ich habe die Mumi in A*vent Dosen eingefrostet und das ging echt super- das wird er auch die nächsten Freitage so machen. (Ich glaube die Softcups sind auch eher für Neugeborene und nicht für "ältere" Babys.
Wenn ich wiederkomme stillt mein Sohn ausgiebig. Keine Panik- die Babys sind flexibler als wir denken und kommen mit viel zurecht.
Mein Mann ist auch froh ums Tragetuch- denn mein Kleiner lies sich nicht ablegen.
Viele Grüße
Nalla
honigtopf2010
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von honigtopf2010 »

Camille1984 hat geschrieben:Danke schonmal an euch.
Es ist einfach beruhigend, dass man nicht alleine ist und es bei anderen Stillmamas auch klappt.

@honigtopf:
Die Eingewöhnung beginnt am 01. April. Er ist dann 8 Monate alt. Die Eingewöhnung wird nach dem Berliner Modell sein und die Tagesmutter rechnet bei so kleinen Kindern mit maximal 4 Wochen. Leider akzeptiert er als Bezugspersonen derzeit fast ausschließlich mich, bei der Oma gehts auch, beim Papa und Opa nur manchmal.
Die Tagesmutter würde mit Sicherheit abgepumpte MuMi geben. Hab zwar noch nicht gefragt, aber sie schien insgesamt sehr kooperativ. Nur ich will eben definitiv kein Fläschchen. Welche Alternativen hab ich für die MuMi?
Bei Fingerfood hab ich einfach Bedenken, dass er nicht satt wird, MuMi aus dem Fläschchen will und dann irgendwann nicht mehr stillt :| .

Leider wird er von Anfang an relativ lange gehen müssen. Morgens müssen wir ihn spätestens um 6.30 hinbringen. Dann kann er dort nochmal etwas schlafen (falls er das denn möchte :lol: ). Abholen frühestens um 14.00 eher aber 15.00 und teilweise sogar 16.00. Zum Teil können ihn auch meine Eltern etwas früher abholen. Aber dann ist er ja auch nicht bei mir, also eben auch Betreuung. Und wenn er Vertrauen zur TaMu hat, glaube ich, ist da kein großer Unterschied wo er ist.

Ich freu mich auf weitere Anregungen und Meinungen :) .
Ok, also, ich kann natürlich nur von unseren Erfahrungen sprechen. Klar, du musst früh in die Schule, also früh abgeben. Vielleicht können hier ja sogar deine Eltern schon einspringen. Nur ein paar Wochen mal morgens zu Euch kommen den Kleinen eine bis zwei Stunden betreuen und dann zur Tagesmutter bringen. Dann nehmt ihr für Euch im Alltag den Stress raus und der Zeitraum ist einfach absehbar. Nur mal so als Idee.

Ich erzähl dir, wie es bei uns war:

Zum Zeitpunkt der Eingewöhnung, die insgesamt auch ca. vier Wochen dauerte, hatte unser Kind NOCH NIE allein eine Stunde mit anderen Menschen als uns verbracht. Lag sicher mehr an uns, als an ihr. Mit der Tagesmutter hat es trotzdem gut geklappt. Sie hatte auch NOCH NIE irgendwo anders geschlafen. Auch das lernte sie langsam aber sicher. Anfangs schlief sie bei der TaMu auf dem Bauch am Küchentisch, dann mit ihr im Familienbett, dann im eigenen Bett dort. Dort bekam sie auch einen Schnuller, den sie zu Hause nur noch beim Autofahren und manchmal beim Rückentragen hatte. Auch das klappte. Die Essenseingewöhnung dauerte ca. zwei Wochen. Unser Kind aß KEINEN BREI. Sehr selten mal einen Milchbrei, ansonsten lagen die Mengen zwischen einem kleinen halben Becher voll mit Nudeln und ein paar Apfelschnitzen und, doch manchmal auch, ein wenig Getreide-Obst-Brei - aber wirklich selten. Nun waren unsere Zeiten nicht so lang wie eure - dennoch will ich dir da einfach Mut machen.

Vielleicht stillst du morgens. Und gibst abgepumpte Milch mit, die er prima aus einem normalen Becher trinken kann. Da brauchst du wirklich kein Fläschchen. Ist doch toll, dass die TaMu das macht! Und wenn ihr jetzt schon Brei einführt, gib ihm doch einfach einen Becher mit ein wenig Wasser dazu. Das haben die Kleinen ganz fix raus.

"Bei Fingerfood hab ich einfach Bedenken, dass er nicht satt wird, MuMi aus dem Fläschchen will und dann irgendwann nicht mehr stillt"

Den Satz verstehe ich eigentlich nicht richtig. Bezieht sich das auf meinen Vorschlag, ihm auch etwas anderes zu geben? Es gibt Kinder, die essen ganz beachtliche Mengen Fingerfood - die mögen bloß einfach keinen Brei. Und zwischen fünf Nudeln mit Butter oder einem halben Glas Karottenbrei dürfte kalorisch kein Unterschied bestehen :lol: Mir ging es vielmehr darum zu sagen, dass ihr mit der Beikost gerade am Anfang steht.
Und du willst ja, dass er durch Beikost satt wird, also musst du zwangsläufig Stillmahlzeiten ersetzen. Wenn Du aber daneben jede Gelegenheit zum Stillen nutzt: Morgens zum Aufstehen, Nachmittags beim Abholen, zum Trost bei Krankheit und ganz wichtig auch NACHTS (so du nicht an deine Grenzen mit dem Schlaf gelangst), dann habt ihr sehr gute Chancen weiter zu stillen. Natürlich hast du Recht: Muttermilch ist im ersten Lebensjahr das Hauptnahrungsmittel.

Jetzt sagst du, es ist noch schwierig, wenn er "nur" allein beim Papa bleiben soll. Das wäre für mich ein Punkt, wo ich in dem Alter auch an mir arbeiten musste, loszulassen. Als ich das geschafft hatte, ging der Rest von allein und Papa musste halt auch erst mal üben und erfahren, dass nicht um die nächste Ecke eine rettende Brust ist. Dann lernte er für sich sie auch in solchen Situationen zu beruhigen.

Ihr schafft das - ganz bestimmt. Und es ist manchmal einfach so im Leben. Ich stille die Große noch immer, obwohl sie auch früh zur Tagesmutter ging. Demnächst zieht hier ein neuer Mitbewohner ein und ich werde diesmal nicht einmal klassische Elternzeit haben. Nimm dir den Druck, es klang so ein wenig entschuldigender Selbstvorwurf mit in deinem Post. Das wird schon!
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mucha
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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von mucha »

mal losgelöst von der stillproblematik: kannst du da auf null entgegenkommen von seiten der schule zählen was das frühe bringen angeht? mein stundenplanmacher weiß z.b., dass ich erst ab der 2. stunde kann, weil vorher der kiga nicht geöffnet hat bzw ich das organisatorisch nicht bewältigen kann. vielleicht kannst du da was drehen? du hast auch ein anrecht auf still-/pumpzeiten, das weißt du? wie lange hast du noch ref?
viele grüße von v. mit j. (10/08) und a. (5/10) und e. (4/13)

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Re: Angst vor dem Berufseinstig - Achtung lang

Beitrag von Camille1984 »

@honigtopf: Vielen vielen Dank für deine Antworten!!! Das hilft mir wirklich und beruhigt mich auch immer wieder ein bisschen. Danke dafür :) .

Ja auch unser Kleiner war bisher noch nie irgendwo anders. Da ich ja voll stille und er kein Fläschchen nimmt (zumindest nicht wirklich) ist das leider nicht so einfach. Letzte Woche ist er mal eine halbe Stunde satt *g* bei meinen Eltern geblieben. Vor allem meine Mutter wuppt das super. Leider ist sie noch berufstätig. Daher kommt tagsüber nur mein Papa als Betreuung in Frage. Ab und zu haben meine Eltern schon mal abends auf ihn aufgepasst, aber da hab ich ihn vorher noch ins Bett gebracht. Seit einigen Wochen stillt er nachts jedoch häufiger, so dass wir nicht mehr wirklich weg kommen.
Einmal sollte er einen Tag bei meiner Mutter bleiben. Ich habe mehrere Tage lang ausreichend MuMi abgepumpt (Pumpe aus der Apotheke) und Gott sei Dank am Tag davor mit ihm üben wollen. Fläschchen ging nur mit viel Geschrei und Pulver-Notfallmilch hat er komplett verweigert. Am Ende ist meine Mutter mit zum Renovieren der alten Wohnung gefahren und ich bin daheim geblieben :roll: .

Zum Füttern bin ich mir relativ sicher, dass die TaMu auf unsere Wünsche eingehen wird, soweit es ihr eben irgend möglich ist. Sie hat bisher noch zwei andere Kinder, die beide 19 Monate alt sind und schon alleine essen und trinken. Das sollte also vielleicht gehen. Ich glaube meine Fingerfood-Bedenken sind irgendwo in meinem Kopf. Ich hab einfach Angst, dass er nicht satt wird, keine Milch (mehr) da ist und er nur noch schreit und sich nicht beruhigen lässt. Wahrscheinlich ist das aber wirklich eher ein Kopf-Problem. Ich werde Fingerfood ebenfalls ausprobieren. Allerdings werde ich uns noch etwas mehr Zeit geben, denn ich habe nicht das Gefühl, dass er schon so richtig beikostreif ist. Ich werde ihm einfach ab und zu die Möglichkeit zum Essen geben und mal sehen was er daraus macht, sowohl Fingerfood als auch Brei.
Ansonsten werde ich stillen wann immer es geht. Auch nachts macht mir nicht so wirklich was aus, weil er sehr schnell trinkt und ich danach schnell weiter schlafen kann. Im Moment üben wir auch das Stillen im Liegen, wobei ich das gepuckt sehr schwierig finde. Aber das wird schon werden.

Tja, dass er beim Papa bleiben soll. Da mein Mann extrem viel arbeitet, sieht unser kleiner Mann seinen Papa abends maximal für 1/2 bis 1 Stunde und am Wochenende. Ich habe einfach oft das Gefühl, er akzeptiert den Papa zwar zum Spielen und zum Umziehen/Windeln wechseln, aber nicht wirklich in den Situationen wo er Trost braucht oder schlafen soll. Aber wir arbeiten dran und auch ich gebe mir Mühe immer mehr loszulassen.

Und ja, beim nächsten Kind will ich verbeamtet sein und dann gibts ne ganz klassische Elternzeit und auch nur eine Teilzeit-Stelle! Und ja ein wenig Selbstvorwurf ist da sicherlich dabei. Ich würde es lieber anders haben, aber es ist nicht immer alles so einfach :| .
Mama mit Papa und kleinem Pirschelbär (08/2012)

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