Camille1984 hat geschrieben:Danke schonmal an euch.
Es ist einfach beruhigend, dass man nicht alleine ist und es bei anderen Stillmamas auch klappt.
@honigtopf:
Die Eingewöhnung beginnt am 01. April. Er ist dann 8 Monate alt. Die Eingewöhnung wird nach dem Berliner Modell sein und die Tagesmutter rechnet bei so kleinen Kindern mit maximal 4 Wochen. Leider akzeptiert er als Bezugspersonen derzeit fast ausschließlich mich, bei der Oma gehts auch, beim Papa und Opa nur manchmal.
Die Tagesmutter würde mit Sicherheit abgepumpte MuMi geben. Hab zwar noch nicht gefragt, aber sie schien insgesamt sehr kooperativ. Nur ich will eben definitiv kein Fläschchen. Welche Alternativen hab ich für die MuMi?
Bei Fingerfood hab ich einfach Bedenken, dass er nicht satt wird, MuMi aus dem Fläschchen will und dann irgendwann nicht mehr stillt

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Leider wird er von Anfang an relativ lange gehen müssen. Morgens müssen wir ihn spätestens um 6.30 hinbringen. Dann kann er dort nochmal etwas schlafen (falls er das denn möchte

). Abholen frühestens um 14.00 eher aber 15.00 und teilweise sogar 16.00. Zum Teil können ihn auch meine Eltern etwas früher abholen. Aber dann ist er ja auch nicht bei mir, also eben auch Betreuung. Und wenn er Vertrauen zur TaMu hat, glaube ich, ist da kein großer Unterschied wo er ist.
Ich freu mich auf weitere Anregungen und Meinungen

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Ok, also, ich kann natürlich nur von unseren Erfahrungen sprechen. Klar, du musst früh in die Schule, also früh abgeben. Vielleicht können hier ja sogar deine Eltern schon einspringen. Nur ein paar Wochen mal morgens zu Euch kommen den Kleinen eine bis zwei Stunden betreuen und dann zur Tagesmutter bringen. Dann nehmt ihr für Euch im Alltag den Stress raus und der Zeitraum ist einfach absehbar. Nur mal so als Idee.
Ich erzähl dir, wie es bei uns war:
Zum Zeitpunkt der Eingewöhnung, die insgesamt auch ca. vier Wochen dauerte, hatte unser Kind NOCH NIE allein eine Stunde mit anderen Menschen als uns verbracht. Lag sicher mehr an uns, als an ihr. Mit der Tagesmutter hat es trotzdem gut geklappt. Sie hatte auch NOCH NIE irgendwo anders geschlafen. Auch das lernte sie langsam aber sicher. Anfangs schlief sie bei der TaMu auf dem Bauch am Küchentisch, dann mit ihr im Familienbett, dann im eigenen Bett dort. Dort bekam sie auch einen Schnuller, den sie zu Hause nur noch beim Autofahren und manchmal beim Rückentragen hatte. Auch das klappte. Die Essenseingewöhnung dauerte ca. zwei Wochen. Unser Kind aß KEINEN BREI. Sehr selten mal einen Milchbrei, ansonsten lagen die Mengen zwischen einem kleinen halben Becher voll mit Nudeln und ein paar Apfelschnitzen und, doch manchmal auch, ein wenig Getreide-Obst-Brei - aber wirklich selten. Nun waren unsere Zeiten nicht so lang wie eure - dennoch will ich dir da einfach Mut machen.
Vielleicht stillst du morgens. Und gibst abgepumpte Milch mit, die er prima aus einem normalen Becher trinken kann. Da brauchst du wirklich kein Fläschchen. Ist doch toll, dass die TaMu das macht! Und wenn ihr jetzt schon Brei einführt, gib ihm doch einfach einen Becher mit ein wenig Wasser dazu. Das haben die Kleinen ganz fix raus.
"Bei Fingerfood hab ich einfach Bedenken, dass er nicht satt wird, MuMi aus dem Fläschchen will und dann irgendwann nicht mehr stillt"
Den Satz verstehe ich eigentlich nicht richtig. Bezieht sich das auf meinen Vorschlag, ihm auch etwas anderes zu geben? Es gibt Kinder, die essen ganz beachtliche Mengen Fingerfood - die mögen bloß einfach keinen Brei. Und zwischen fünf Nudeln mit Butter oder einem halben Glas Karottenbrei dürfte kalorisch kein Unterschied bestehen

Mir ging es vielmehr darum zu sagen, dass ihr mit der Beikost gerade am Anfang steht.
Und du willst ja, dass er durch Beikost satt wird, also musst du zwangsläufig Stillmahlzeiten ersetzen. Wenn Du aber daneben jede Gelegenheit zum Stillen nutzt: Morgens zum Aufstehen, Nachmittags beim Abholen, zum Trost bei Krankheit und ganz wichtig auch NACHTS (so du nicht an deine Grenzen mit dem Schlaf gelangst), dann habt ihr sehr gute Chancen weiter zu stillen. Natürlich hast du Recht: Muttermilch ist im ersten Lebensjahr das Hauptnahrungsmittel.
Jetzt sagst du, es ist noch schwierig, wenn er "nur" allein beim Papa bleiben soll. Das wäre für mich ein Punkt, wo ich in dem Alter auch an mir arbeiten musste, loszulassen. Als ich das geschafft hatte, ging der Rest von allein und Papa musste halt auch erst mal üben und erfahren, dass nicht um die nächste Ecke eine rettende Brust ist. Dann lernte er für sich sie auch in solchen Situationen zu beruhigen.
Ihr schafft das - ganz bestimmt. Und es ist manchmal einfach so im Leben. Ich stille die Große noch immer, obwohl sie auch früh zur Tagesmutter ging. Demnächst zieht hier ein neuer Mitbewohner ein und ich werde diesmal nicht einmal klassische Elternzeit haben. Nimm dir den Druck, es klang so ein wenig entschuldigender Selbstvorwurf mit in deinem Post. Das wird schon!