Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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bienenmeister
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von bienenmeister »

Sakura hat geschrieben:Sabbelschnuut, warte mal noch das halbe Jahr ab. Da kann sich soooooo viel tun. Und wie schon geschrieben wurde, sind Kinder mit 1 Jahr schon so verständig, dass sie nicht mehr immer und überall stillen müssen, sondern auch mal kurz darauf warten können, wenn es unterwegs gerade ungünstig ist. Im Gegenteil, oft hat man den Effekt, dass Kinder in dem Alter unterwegs so abgelenkt sind, dass sie das Stillen völlig vergessen, und es dann zu Hause, wo wieder Ruhe herrscht, nachholen.

Das dicke Fell... Wirst Du für viel mehr als nur das (Ab-)Stillen brauchen :roll: .
In diesem Sinne möchte ich dir auch nochmal Mut machen.

Mein Baby ist jetzt 11 Monate alt und allein schon aus der Laune heraus, dass ich nicht immer ein Stillshirt tragen möchte, bekommt er unterwegs Wasser aus einer Strohhalmflasche, ich habe Kräcker, Kekse etc. in einer Dose dabei, Birne und Apfel gehen auch immer gut.

Schon allein dadurch, dass Schnuffi unterwegs immer gut abgelenkt ist (im Rucksack getragen kann ich ihn eh nicht stillen, da reich ich ihm die Flasche hinter 8) ), "vergisst" er das Stillen auch zumeist, was zu Hause gierig und genüsslich nachgeholt wird.
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.... lost in translation ....
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Bananenkeks
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Re: AW: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von Bananenkeks »

kati77 hat geschrieben:Noch was:
dein baby ist ja noch sooo klein...in dem Alter ist es natürlich verführerisch, ihm ein dickes Gute Nacht Brei Fläschchen zu geben damit es durchschläft. Aber später...ich erinnere mich an genau vier Nächte, in denen wir eine Stunde wach waren, trotz Zähnen, Fieber und so weiter, andere Eltern erzählen von stundenlangen Spielesessions in der Nacht mit den Kleinen und sind sooo genervt...das liegt schon am Stillen, glaube ich. Es hat wahnsinnig viele Vorteile.

LG
Dem kann ich auch nur zustimmen. Wir stillen nun 15 Monate und hatten keine schlaflosen Nächte - abgesehen von Dauernuckel-Nächten bei Krankheit, aber dabei kann frau ja liegenbleiben und weiterschlafen (ich kann es jedenfalls meistens).

Wir stillen bei Bedarf eigentlich überall und mittlerweile "skrupellos". Die meisten Fremden schenken eher ein warmes Lächeln a la "hach, welch schönes Bild" oder schauen verlegen weg, wenn sie bemerken, dass da ein Stück nackte Brust zu sehen ist. Viele bemerken allerdings auch gar nichts. Man erwartet ja auch nicht unbedingt, das irgendwo eine Frau gerad ihre Brust freilegt ;-)
Es ist für mich viel weniger schlimm, für einen kurzen Moment blank zu ziehen als mit einem laut weinenden, unglücklichen Kind dazustehen.

Gegen Schamgefühl hilft sonst vielleicht auch ein großer Schal oder ein gutes Stillshirt?

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sabbelschnuut
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von sabbelschnuut »

Katha hat geschrieben:Zu dem weggehen: Dein Kind ist 7 Monate alt und isst schon Beikost. Dann kann es in Deiner Abwesenheit entweder essen und trinken - oder wartet, bis Du wieder da bist :)
Naja, "isst schon Beikost" ist zuviel gesagt - da handelt es sich um Mengen um die maximal 50 g, was ich an Brei in den Kleinen reinkriege, bevor er keine Lust mehr hat. Und wenn ich abends ausgehen würde, wäre mein Mann dabei, und der Kleine bei nem Babysitter, den er sonst nicht oft sieht (Oma, Patenonkel mit Freundin oder so). Von daher denk ich mir: Wenns dann auch noch keine Mumi gibt, wenn der Kleine undönig wird, wirds wirklich haarig für den jeweiligen Babysitter. Kuhmilch würde ich dem Kleinen erstmal nicht geben.

Aber nicht, dass hier etwas falsch verstanden wurde - das mit dem Weggehen stört mich wie gesagt nicht so! Hatte nur interessehalber gefragt, wie man das machen würde, wenn man nicht abpumpt, weil du das erwähnt hast, und ich mir das nicht vorstellen kann, wie das ohne Abpumpen gehen soll, Honigtopf. Sondern die anderen Mädels in der Clique waren so begierig darauf, endlich Brei zu füttern, um endlich mal wieder was trinken bzw. durchschlafen zu können - die anderen, nicht ich. Ich selbst hatte so einen schwierigen Stillstart mit vier Wochen Saugverwirrung bei dem Kleinen, dass ich so glücklich darüber bin, dass wir dann doch stillen, dass es mir auch nachts nichts ausmacht - und mir auch nichts ausmacht, dass ich nichts trinken kann bzw. nur mal nippen. Oder vielleicht dachtet ihr, dass ich mich mit den Mädels abends treffen würde, und kommt deshalb so aufs Weggehen? Die Treffen sind immer um die Mittagszeit herum, bis um ca. 15 Uhr, mit allen Babies dabei.

Danke, KinderKinder, für die guten Wünsche! :D (((())))

Ursi, deine Erfahrungen lassen auch hoffen. ;-)

Mamacita: Ja, da hast du auch wieder Recht, man verliert den Blick für das Schockierende. Wenn ich dran denke, was ich in meiner Schwangerschaft für einen Riesenbammel vor dem Stillen hatte - ich wusste nicht, ob ich das machen will, weil mir eine frühere Bekannte mal erzählt hat, sie hätte sexuelle Gefühle dabei und ich wollte auf gar keinen Fall niemals nicht meine Sexualität mit meinem Kind in Verbindung bringen. Ich hab das Ganze nur ausgehalten, weil ich immer gesagt hab "ich werd ausprobieren, wie das ist mit dem Stillen, und wenns nicht klappt, dann solls eben nicht sein". Und heute weiß ich, dass das (zumindest für mich) mit den sexuellen Gefühlen absoluter Quatsch ist und das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Ich möchte nicht ausschließen, dass es das möglicherweise auch gibt, und dass das auch okay ist für die Beteiligten, aber für mich hats eben nichts miteinander zu tun und ich bin echt froh, dass es so ist. Jedenfalls hat das Stillen an sich auch schon den Schrecken für mich verloren. Vielleicht gehts mir ja dann mit dem Langzeitstillen auch so.

Danke auch dir fürs Mut machen, bienenmeister ((()))

Bananenkeks: Naja, gutes Stillshirt hab ich eigentlich und auch Schals hab ich ausprobiert, aber die hängen nie so, dass man nix sehen würde, und grad wenn ich den BH öffnen muss bzw. beim Schließen nach dem Abdocken ist es eigentlich immer so, dass jemand, der hinkucken würde, auch alles sehen würde, weil ich ja in dem einen Arm auch immernoch das Kind irgendwo hab. :? Vielleicht hab ich auch nicht die richtige Technik drauf, ich dachte, das wird mit der Zeit besser, aber es ist auch jetzt nach nem halben Jahr immernoch so, dass bei diesen zwei Momenten immer alles blank liegt - und das ist mir tierisch unangenehm. Immer. :?
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WiLada
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Re: AW: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von WiLada »

Ich ziehe lieber ein dehnbares Top an und ganz normale oberteile drüber. Ich öffne wenn ich meine Tochter stille von oben reingreifend den BH und dann lege ich sie in Position, Top und BH kommen unter die Brust. Erst dann mache ich den pulli hoch undzwar nur so
weit es sein muss. Man sieht nichts. Sogar mein Mann hat garkeine Probleme damit wenn ich draußen stille und er ist sehr "streng" was meine Kleidung betrifft sprich Shirt mit tiefem ausschnitt oder mini - geht garnicht :twisted:


Wir waren übrigens jetzt paar mal weg. 2-3 mal abends. Und dann auch beim großen auch paar mal.
Undzwar wenn wir bei den schwiegereltern waren. Ich bringe die Kinder dort abends normal ins bett (einschlafstillen) und dann ziehen wir los. Handy immer dabei. Es war noch nie was. Sie ließen sich von Oma durch streicheln beruhigen oder rumtragen...idr werden sie aber nicht wach die ersten Stunden. Der große garnicht mehr.

Also hab geduld, das wird schon.


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nwsurgeon
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo,
Zum Auswärtsstillen hätte ich noch einen Tipp:
Ich trage schon ewig keine speziellen Stillshirts mehr, da ich finde, dass man damit gar nicht diskret stillen kann.
Ich öffne und schließe den Still- BH immer in dem ich von oben in meinen Ausschnitt greife währen mein Shirt noch, oder wieder, ganz runter gezogen ist. So kann man auch noch ein bisschen sortieren und niemand kann etwas sehen.
Beim Stillen positioniere ich erst das Kind (BH meist schon geöffnet) und ziehe dann das Shirt soweit hoch, dass das Kind andocken kann ( dabei kann auch die Brust noch mit der Hand abgedeckt werden, vor allem, wenn Du die Brustwarze eh noch mit der Hand etwas vorformst oder stützt) wenn das Kind angedockt hat, ziehe ich das Shirt wieder so weit runter, dass alles abgedeckt ist.
Nach dem Abdocken ziehe ich das Shirt direkt wieder runter.
So kannst Du wirklich ganz diskret stillen.
LG
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sabbelschnuut
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von sabbelschnuut »

Oho, das war mir gar nicht so klar, dass man auch stillen kann ohne den Kampf mit den Stillshirts.

Das mit dem dehnbaren Top hört sich gut an. Muss ich mal die Augen offen halten nach so etwas. Oder gibt es ne konkrete Quelle, wo man so was bestellen kann? (Bin leider ein recht-ungern-Klamottenkäufer :oops: )
Surgeon, bei deiner Methode wäre dann aber Bauch frei, oder?
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nwsurgeon
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von nwsurgeon »

Ich trage eh eher weit geschnittene Shirts, da geht das gut mit dem Hantieren. Etwas Bauch ist schon nackig, aber da liegt ja zum Großteil das Kind davor und je größer die Brust, umso weiter "unten" liegt ja das Kind. Sollte Dich der Rest nackter Bauch stören, dann kannst Du auch ein Schwangerschaftsbauchband unter dem Shirt tragen oder ein dünnes Top mit ganz tiefen Ausschnitt, dann bleibt der Bauch bedeckt.
LG
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von sabbelschnuut »

Ah, da würde mein Bauchband nochmal zum Einsatz kommen. Gute Idee! :-D
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Kinsale
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von Kinsale »

Ich kann Dir nur auch nochmal Mut machen. Man wächst da so rein - sollte es überhaupt so kommen. Mir fiel um den ersten Geburtstag rum am Schwersten, da hat meine ganze Pekipgruppe abgestillt, ich habe da fast noch voll gestillt. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann damit abgefunden dass mein Kind eben anders ist und habe mir dann auch nicht mehr groß Gedanken gemacht. Dass sie auch noch so viel getragen wurde fanden glaube ich auch alle komisch aber: ist der Ruf erst ruiniert... :wink:

Ich glaube so mit 20 Monaten haben wir fast nur noch zu Hause gestillt, unterwegs lies sie sich auch vorher schon prima vertrösten.

Und ich hätte mir das auch niemals vorstellen können, ich dachte mir einfach, jetzt stillst Du halt mal 6 Monate. Wie das danach weitergehen würde, habe ich mir nie überlegt :lol:
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Re: Womögllich Langzeitstillen, aber schäme mich

Beitrag von tania »

Kinsale hat geschrieben:Ich kann Dir nur auch nochmal Mut machen. Man wächst da so rein - sollte es überhaupt so kommen. Mir fiel um den ersten Geburtstag rum am Schwersten, da hat meine ganze Pekipgruppe abgestillt, ich habe da fast noch voll gestillt. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann damit abgefunden dass mein Kind eben anders ist

ganz ehrlich: ich glaube eher du bist anders ;-) die anderen kinder in der pekipgruppe haetten bestimmt gerne weitergestillt :( . aber ich weiss schon was du meinst. oft sind es die (ersten) kinder, die einen vom stillen und tragen ueberzeugen. wenn sie denn besonders hartnaeckig und "schwierig" sind oder aber die eltern besonders aufmerksam.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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