5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

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nanimi
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5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von nanimi »

Hallo, ich hoffe, ihr könnt mir etwas helfen.

Mein Zwerg ist jetzt 5 Monate alt und ich habe nun eine sehr geringe Gewichtszunahme festgestellt.
Hier erstmal die Daten:

02.09.12: 3.340 g - 49 cm (U1)
10.09.12: 3.290 g (U2)
05.10.12: 3.660 g (U3)
06.12.12: 4.880 g (U4)
23.01.13: 5.230 g
27.01.13: 5.245 g
01.02.13: 5.255 g - ca. 62 cm

Bis zur U4 ist ist die Zunahme zwar relativ gering, aber noch im Rahmen. Ich muss erwähnen, dass wir alle recht klein sind. Ich bin 1,62 m und hatte vor dieser Schwangerschaft 49,5 kg, mein Mann ist 1,72 m. Die große Schwester kam mit 3.080 g und 47 cm auf die Welt. Heute ist sie mit 13 kg auf ca. 90 cm zwar nicht mehr so zierlich, aber immer noch recht klein für bald 3 Jahre.
Ich hatte vor der U4 etwas Angst, weil ich befürchtete, die KiÄ sagt, ich muss zufüttern. Ich hab zu Hause die Kurve der WHO, da lag er schon unter der 3. Perzentile, im U-Heft lag er aber gut in der Kurve, keine Ahnung warum die Kurven so unterschiedlich sind. Ich war ganz überrascht, aber überglücklich, dass die KiÄ zufrieden war. Umso mehr erschrocken war ich nun aber, als ich ihn vor knapp 2 Wochen mal gewogen hab. :(
Ich habe ihn gewogen, weil er nur noch wässrigen Stuhl hatte, zwar gelblich und auch mit ein paar festen Bestandteilen, aber doch überwiegend richtig flüssig, wie Wasser halt. Das hat mir Sorgen gemacht, ich schob es aber erst mal auf die Zähne. Der 2. Zahn kam dann, aber der Stuhlgang blieb so, und das sehr oft am Tag (davor hatte er ca. alle 3 Tage, dann aber ordentlich). Dazu hat er auch sehr viel Luft im Bauch, ist nachts sehr unruhig, weil er pupsen oder aufstoßen muss. Die Nächte früher waren immer sehr entspannt.
Wegen des Durchfalls und weil er mir nun immer schon auf den Teller sprang, habe ich ihm die letzten Tage Banane gegeben, die soll ja stopfen und ist kalorienreich. Erst mal nur so aus der Hand, und dann seit 2 Tagen als Brei mit großzügig Öl (nach diesem Post - Beikost für untergewichtige Kinder). Leider musste ich feststellen, dass er noch den Zungenstoßreflex hat. Trotzdem futtert er Banane echt gerne, macht immer schön seinen Mund auf und schimpft, sobald der Löffel weg ist. Getreidebrei hab ich noch nicht (wollte ja eigentlich ganz entspannt wieder mit BLW starten), im o.g. Post soll das mit dem Obst zusammen gegeben werden. Wozu ist das denn genau wichtig? Ich möchte eigentlich keine allzu starke Sättigung erreichen, denn ich hab vor, noch lange zu stillen. Und gibt es wirklich keinen Unterschied zwischen den Fetten? Ist es tatsächlich egal? Durch die Banane kommt nun natürlich auch Bananenbrei wieder raus, aber trotzdem kommt auch immer noch wie Wasser mit raus. Krank scheint er mir aber nicht.

Ich bin sehr traurig, dass es scheinbar wieder nicht so recht klappen will. Die Große war sehr zart und saugschwach, die Milchproduktion kam nicht in Gang. Wir mussten zufüttern, weil sie immer mehr abnahm. Der Plan war, dass sie durchs Zufüttern zu Kräften kommt und wir dann immer mehr reduzieren können; parallel pumpte ich auch ab. Leider kamen wir nie vom Zufüttern los. Sobald ich die Ersatzmilch wegließ, nahm sie ab. Zum Schluss waren es nur noch um die 60ml am Tag, aber weglassen ging nicht, erst als sie Beikost aß. Ich fütterte also 8 Monate lang Pre mit Fingerfeeder zu. Das BES kam damals nicht zur Sprache. Ich war am Boden zerstört, es war keine schöne Zeit. Erst als es die EM nicht mehr gab, ging es mir besser und wir hatten noch eine sehr schöne und intensive Stillzeit. Tochterkind hat übrigens vor ein paar Wochen das letzte Mal gestillt :wink: (aber mittlerweile hat sie es verlernt, es kam nix mehr raus). Sie stillte die komplette Schwangerschaft durch, Ende März musste ich es aber reduzieren, da ich beim Stillen immer einen harten Bauch bekam. Das war mir nicht geheuer. Dann als keine Milch mehr da war, stillte sie trotzdem weiter und ich fand es gut. Ich hatte die Hoffnung, dass der Zwerg es dann leichter hat, weil die Brust ja schon weiß, was sie tun soll. Er war auch von Anfang an sehr kräftig, saugt wirklich gut, ich höre ihn schlucken, habe keine Schmerzen - kein Vergleich zur Tochter als Säugling. Er ist fröhlich und agil, dreht sich und robbt. Er pullert und kackt viel.

Ich weiß nicht, warum ich meine Kinder nicht speckig bekomme. :cry:
Überall lese ich, dass die Zusammensetzung der Milch immer gleich ist. Gibt es denn auch Ausnahmen? Meine abgepumpte Milch damals hatte keine sehr dicke abgesetzte Fettschicht. Ich ernähre mich normal (eigentlich zu viel Schokolade zur Zeit :oops: ), trinke Malzbier, habe noch nie geraucht, nehme keine Medikamente o.ä. (nur Vit. D). Als ich mich zur KiWu-Zeit aufgrund viel zu kurzer 2. ZH und sehr starker unerklärlicher Gewichtsabnahme beim Endokrinologen komplett durchchecken ließ, wurden lediglich ein erhöhter Prolaktin-Wert (wen wundert's? :roll: ) und ein Vitamin D Mangel festgestellt. Ich sollte dann 1 Jahr lang Vit. D einnehmen, dann war ich aber plötzlich schwanger, es kam also gar nicht erst zu einer Einnahme.
Ich glaube nicht, dass es an der Milchmenge liegt. Er trinkt wirklich gut und kann auch jederzeit an die Brust. Er darf nach dem Stillen noch so lange dran nuckeln wie er will, schläft nach dem Trinken auch an der Brust und ist eigentlich so gut wie ständig an mir dran. Einen Schnuller hat er nicht. Die Hebi vermutete, dass er vielleicht ein schlechter Kostverwerter ist - viel rein, viel wieder raus. Die Osteopathin, bei der wir mehrmals waren wegen seines starken Muskeltonus, einer Blockade an der Stirn und einem verengten Tränenkanal (schnelle Geburt, viel Druck auf den Kopf), sah ihn auch stillen und fand es prima, wie er das macht und meinte, er könnte auch einen sehr hohen Energieverbrauch haben.

So, nun hab ich viel geschrieben; ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen zu schreiben ansonsten einfach fragen. Danke fürs Lesen und Glückwunsch an alle, die es bis hierher geschafft haben. :wink:
Wie gehe ich denn nun weiter vor? Täglich wiegen und beobachten? Ist das gut mit der Banane (er isst nun den 3. Tag 2x täglich je eine halbe zermatschte mit Öl) oder wäre etwas anderes an Beikost angebrachter, oder gar besser Pre?! (Das möchte ich eigentlich nicht mehr.. :oops: :( ) Welche Gründe gäbe es denn für den wässrigen Stuhl? Muss ich mir große Sorgen machen?
Ich danke euch schon mal für eure Hilfe.
Liebe Grüße,
Nani
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jusl
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von jusl »

Hallo nanimi,

ich kann Deine Sorge gut verstehen. Der Punkt ist: Durch die Fakten ist nicht beurteilbar, ob Dein Baby einfach aus Anlage heraus zart ist und ansonsten alles bestens ist, oder ein Problem vorliegt, medizinisch oder füttertechnisch, welches irgendwelche Maßnahmen erfordert. Beides ist möglich. In solchen Fällen, wenn man es schlichtweg nicht weiß, die Gewichtsentwicklung aber besorgniserregend ist, bleibt "testweise Zufüttern" eigentlich als einzige Handlungsoption übrig. Dazu vielleicht folgende Hinweise:
Ich habe ihn gewogen, weil er nur noch wässrigen Stuhl hatte, zwar gelblich und auch mit ein paar festen Bestandteilen, aber doch überwiegend richtig flüssig, wie Wasser halt. Das hat mir Sorgen gemacht, ich schob es aber erst mal auf die Zähne.
Diese Beschreibung klingt nach VÖLLIG NORMALEM Muttermilchstuhl. Durchfall hingegen stinkt zumeist ganz schlimm übel nach "krank" - wenn man sich fragt "Ist das Durchfall oder nicht?" ist es normalerweise keiner. ;-)
Getreidebrei hab ich noch nicht (wollte ja eigentlich ganz entspannt wieder mit BLW starten), im o.g. Post soll das mit dem Obst zusammen gegeben werden. Wozu ist das denn genau wichtig
Wo steht das?? Find ich nicht in dem Link. ;-)
Leider musste ich feststellen, dass er noch den Zungenstoßreflex hat. Trotzdem futtert er Banane echt gerne, macht immer schön seinen Mund auf und schimpft, sobald der Löffel weg ist.
Versuch mal rauszufinden, ob er wirklich mehr Banane essen möchte, oder ob er deshalb schimpft, weil weiter auf dem Löffel herumlutschen wollte. ;-) Falls er wirklich essen mag: Super, dann mal weiter so.
Ich möchte eigentlich keine allzu starke Sättigung erreichen, denn ich hab vor, noch lange zu stillen.
Diese Aussage verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Du befürchtest, dass Dein Baby zu wenig Nahrung kriegt. Dann SOLLTE es doch satt werden vom Essen, oder? Und Du stillst dazu unverändert weiter.
Er ist fröhlich und agil, dreht sich und robbt. Er pullert und kackt viel.
Prima. Rauskommen kann nur, was mal reinkam. ;-) Wahrscheinlich kommt also genug rein.
Ich weiß nicht, warum ich meine Kinder nicht speckig bekomme. :cry:
Ich auch nicht, aber ein Teil des Problems könnte sein, wenn Du die Speckmenge Deines Babys als DIREKTES Ergebnis Deiner mütterlichen Leistungen auffasst. ;-)
Vielleicht ist mit Deinem Baby und Deiner Milch alles in allerbester Ordnung, und es ist nur aus genetischer Anlage heraus zart.
Wie gehe ich denn nun weiter vor? Täglich wiegen und beobachten?
Klares nein zum täglichen Wiegen! Das ist bei Babys in dem Alter komplett sinnfrei. Meine (kernsgesunde, bestens genährte) Tochter nahm von 6-12 Monate keine 800 g zu - diese 4,5(!) g täglich kann kein Mensch mit keiner Waage der Welt messen.

Ich sehe folgende Möglichkeiten:
1. Das Kind beim KiA gründlich durchchecken lassen auf alle möglichen Ursachen für geringe Gewichtszunahme. Das sind Allergien, Stoffwechselstörungen, chronische Erkrankungen usw.
2. Einige Wochen lang testweise hochkalorisch zufüttern - bei gleicher Stillfrequenz, aber mehrmals täglich, das ist wichtig.

Und danach Bilanz ziehen:
* Wenn Dein Baby damit mehr zunimmt, schön, dan stillt Ihr weiter und freut Euch über die Beikost.
* Wenn Dein Baby damit auch nicht mehr zunimmt (und der KiA bestätigt gute Gesundheit), ebenfalls schön, dann hast Du eben ein von Natur aus zartes Kind.

Was meinst Du zu diesem Vorgehen?

LG
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von klimaforscherin »

Hallo Nanimi,
zu zwei Punkten mag ich noch etwas sagen:
nanimi hat geschrieben: Überall lese ich, dass die Zusammensetzung der Milch immer gleich ist. Gibt es denn auch Ausnahmen? Meine abgepumpte Milch damals hatte keine sehr dicke abgesetzte Fettschicht.
Die Zusammensetzung ist nicht immer gleich, sie ändert sich sogar innerhalb einer Stillmahlzeit.
nanimi hat geschrieben: ) und ein Vitamin D Mangel festgestellt. Ich sollte dann 1 Jahr lang Vit. D einnehmen, dann war ich aber plötzlich schwanger, es kam also gar nicht erst zu einer Einnahme.
Bitte geh nochmal zum Arzt, auch wenn es nichts mit dem Stillen zu tun hat, und lass den Vitamin D-Mangel beheben. (Am besten lass gleich ein großes Blutbild machen.)
Eine gesunde Mama ist doch wichtig für ihre Kinder.
Grüße
klimaforscherin
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nanimi
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von nanimi »

Mensch, ihr seid echt klasse! Danke für die Antworten! :D Ich liebe dieses Forum!
jusl hat geschrieben:Diese Beschreibung klingt nach VÖLLIG NORMALEM Muttermilchstuhl. Durchfall hingegen stinkt zumeist ganz schlimm übel nach "krank" - wenn man sich fragt "Ist das Durchfall oder nicht?" ist es normalerweise keiner. ;-)
Das ist tatsächlich normal?? Ich kannte bisher nur breiig mit MuMi-Krümel, sonnengelb bis ockerfarben, gelegentlich auch mal ins grünliche, als der 1. Zahn kam schleimig. Aber gut zu wissen. Gestunken hat es nicht, eigentlich wie immer, so angenehm süßlich. Krass, wie sehr man bei KACKE ins Detail gehen kann und sich deshalb auch noch total verrückt macht. :roll: Ist man beim 3. Kind endlich entspannter?!
jusl hat geschrieben:
Getreidebrei hab ich noch nicht (wollte ja eigentlich ganz entspannt wieder mit BLW starten), im o.g. Post soll das mit dem Obst zusammen gegeben werden. Wozu ist das denn genau wichtig
Wo steht das?? Find ich nicht in dem Link. ;-)
Ich meinte diesen Satz:
jusl hat geschrieben:Obst- oder Gemüsebrei PUR ist NICHT empfehlenswert, sondern da sollte IMMER eine Fettzugabe dazu, PLUS weitere Kohlenhydrate, also z.B. Getreide oder Kartoffel.
Oder hab ich da was missverstanden? Weiter oben ist ja von Getreidebrei die Rede. Oder was kann man da sonst mit dazugeben? Ich steh vielleicht aufm Schlauch. :oops:
jusl hat geschrieben:Versuch mal rauszufinden, ob er wirklich mehr Banane essen möchte, oder ob er deshalb schimpft, weil weiter auf dem Löffel herumlutschen wollte. ;-) Falls er wirklich essen mag: Super, dann mal weiter so.
Ich hatte deine Antwort vorhin bereits überflogen, so konnte ich das beim Abendessen gleich mal testen. Beim Banane zermatschen war er auf meinem Arm und hat dabei schon geschmatzt. Dann überließ ich ihm beim Essen mehrmals den Löffel; als nix mehr drauf war, hat er ihn nach kurzer Zeit weggeworfen und wieder gemeckert. Nachdem wieder was drauf war, war wieder Ruhe. So langsam hat er es auch drauf, vom Löffel zu essen. Noch gestern schob er kleine Stückchen wieder raus, vorhin hat er fein "gekaut". Nach der halben Banane gabs natürlich noch die Brust und er wirkte sehr zufrieden und entspannt.
jusl hat geschrieben:
Ich möchte eigentlich keine allzu starke Sättigung erreichen, denn ich hab vor, noch lange zu stillen.
Diese Aussage verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Du befürchtest, dass Dein Baby zu wenig Nahrung kriegt. Dann SOLLTE es doch satt werden vom Essen, oder? Und Du stillst dazu unverändert weiter.
Vielleicht hab ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Natürlich soll er keinen Hunger leiden, aber so wirklich hungrig erscheint er mir nicht mal (oder es täuscht, weil er es nicht anders kennt :? ), ich hab eher Sorge, dass irgendwelche Nährstoffe oder eben ganz simpel Fett fehlt. Ich möchte durchs Zufüttern bloß keinesfalls Abstillen.
jusl hat geschrieben:Ich sehe folgende Möglichkeiten:
1. Das Kind beim KiA gründlich durchchecken lassen auf alle möglichen Ursachen für geringe Gewichtszunahme. Das sind Allergien, Stoffwechselstörungen, chronische Erkrankungen usw.
2. Einige Wochen lang testweise hochkalorisch zufüttern - bei gleicher Stillfrequenz, aber mehrmals täglich, das ist wichtig.

Und danach Bilanz ziehen:
* Wenn Dein Baby damit mehr zunimmt, schön, dan stillt Ihr weiter und freut Euch über die Beikost.
* Wenn Dein Baby damit auch nicht mehr zunimmt (und der KiA bestätigt gute Gesundheit), ebenfalls schön, dann hast Du eben ein von Natur aus zartes Kind.

Was meinst Du zu diesem Vorgehen?
Damit kann ich sehr gut leben! :D Ich hatte schon befürchtet, ich müsste sofort handeln und ihn mit Pre vollstopfen. Da "stopfe" ich lieber mit richtiger Nahrung :wink: , gut dass er schon älter ist, denn diese Zufütter-Sch.. hab ich ja schon durch. Da bebeikoste ich ihn lieber.
Zu 1.: Wie sehr eilt das? Meinst du, es ist vertretbar, das zur U5 Anfang März machen zu lassen und bis dahin 2. zu praktizieren? Ich persönlich würde das vom Bauchgefühl her so machen. Du hast da aber sicher mehr Erfahrung und kannst bestimmt besser abschätzen, ob es ein Risiko und fahrlässiges Handeln wäre, noch 4 Wochen zu warten.
Gibt es denn eine Allergie auf MuMi? Was sag ich da am besten zur KiÄ: Einfach nur, dass sie ihn mal gründlich durchchecken soll auf o.g. Dinge? Oder dass ich ein Blutbild möchte, wo was genau untersucht werden soll? Oder wird sie dann schon wissen, was zu tun ist? Ärzte sind ja auch immer schnell angekratzt in ihrer Autorität. :roll:
Und noch zu 2.: Gibt es irgendwelche Getreidebreie, die für den Start empfehlenswert sind, also besonders gut verdaulich sind? Alles, wo "nach dem 4. Monat" draufsteht? Ich dachte fürs erste an Hirse und später 3-Korn-Brei. Puh, sowas hatten wir bei der Großen nie, ich fühl mich wie eine Erstlingsmama. :roll:
Und es ist wirklich egal, welches Fett? Es gibt keinen Unterschied in der Verträglichkeit oder ob pflanzlich oder tierisch?

Klimaforscherin, danke auch noch für deine Antwort!
Wegen des Vit. B Mangels nehme seit der Geburt täglich 1 Vigantolette 1000. Und das nun 1 Jahr lang. Meinst du denn, ich sollte das jetzt schon nochmal checken lassen? Gibt es noch andere Möglichkeiten, den Mangel zu beheben? Hast du damit auch Probleme? Im Moment fühle ich mich eigentlich nicht schlecht.
OT: Herzlichen Glückwunsch noch zu Nr. 2! Wir hatten zusammen im Wunschbaby 2012 Thread gehibbelt. :wink:
Liebe Grüße,
Nani
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von klimaforscherin »

nanimi hat geschrieben:Klimaforscherin, danke auch noch für deine Antwort!
Wegen des Vit. B Mangels nehme seit der Geburt täglich 1 Vigantolette 1000. Und das nun 1 Jahr lang. Meinst du denn, ich sollte das jetzt schon nochmal checken lassen? Gibt es noch andere Möglichkeiten, den Mangel zu beheben? Hast du damit auch Probleme? Im Moment fühle ich mich eigentlich nicht schlecht.
OT: Herzlichen Glückwunsch noch zu Nr. 2! Wir hatten zusammen im Wunschbaby 2012 Thread gehibbelt. :wink:
Danke Dir!
Du meinst Vitamin D? Ich bin kein Arzt, aber ist nicht 500 IE zur Rachitisprophylaxe bei Babys? 1000 IE entsprechend bei Erwachsenen? Ich würde es schon checken lassen, vor Allem, wenn du die 1000 IE auf eigene Faust nimmst. Ich frage mich einfach, ob die Dosis ausreicht? Jetzt im Winter so oft in die Sonne gehen (wo ist sie denn?) oder Solarium? Denke nicht, dass das bei Mangel ausreicht.
Vor 2 Wochen hat mein HA ein großes Blutbild gemacht (wegen 2 Stillkindern), alles prima. :D
Aber vor 1 Jahr hatte der klimaforscher Vit. D-Mangel. Glücklicherweise hat es der HA erkannt.
Grüße
klimaforscherin
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von jusl »

Ich meinte diesen Satz:
jusl hat geschrieben:Obst- oder Gemüsebrei PUR ist NICHT empfehlenswert, sondern da sollte IMMER eine Fettzugabe dazu, PLUS weitere Kohlenhydrate, also z.B. Getreide oder Kartoffel.
Oder hab ich da was missverstanden? Weiter oben ist ja von Getreidebrei die Rede. Oder was kann man da sonst mit dazugeben? Ich steh vielleicht aufm Schlauch. :oops:
:lol: Das ist so gemeint, dass Obst- und Gemüsemus nicht PUR gegeben werden sollte (sondern besser mit der oben genannten Anreicherung). Von Getreidebrei als solchem ist da nicht die Rede.
Getreidebrei kann pur mit Fettzugabe gegeben werden, oder auch mit Obst und Fett zusammen, oder auch mit Gemüse und Fett zusammen, oder auch mit Fleisch und Fett zusammen. Nach Belieben eben. ;-)
Natürlich soll er keinen Hunger leiden, aber so wirklich hungrig erscheint er mir nicht mal (oder es täuscht, weil er es nicht anders kennt :? ), ich hab eher Sorge, dass irgendwelche Nährstoffe oder eben ganz simpel Fett fehlt. Ich möchte durchs Zufüttern bloß keinesfalls Abstillen.
Diese Sorge halte ich für komplett unbegründet. Ein Baby, das Bedarf für feste Nahrung hat, SOLLTE ESSEN! Das Stillen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Wer lange stillen will, sollte einfach darauf achten, dass durch die feste Nahrung das Stillen nicht ERSETZT wird, sondern lediglich ERGÄNZT.
Zu 1.: Wie sehr eilt das? Meinst du, es ist vertretbar, das zur U5 Anfang März machen zu lassen und bis dahin 2. zu praktizieren? Ich persönlich würde das vom Bauchgefühl her so machen. Du hast da aber sicher mehr Erfahrung und kannst bestimmt besser abschätzen, ob es ein Risiko und fahrlässiges Handeln wäre, noch 4 Wochen zu warten.
Dazu kann ich keine Empfehlung aussprechen. Stell Dir vor, Du hast einen Verdacht, dass Dein Baby krank sein könnte, und ich sage dann "ach, warte ruhig noch 4 Wochen!" und bei der Untersuchung kommt dann tatsächlich eine Krankheit raus. Dann heißt es: "Die im SuT hat gesagt, ich soll nicht zum Arzt gehen!.." No way! :lol: Natürlich ist es viel wahrscheinlicher, dass Dein Baby gesund ist - einfach weil es sowieso viel wahrscheinlicher ist, dass jemand gesund ist als krank. Aber wenn Du Dir Sorgen machst, musst Du SELBST entscheiden, ob und wann Du Dich deswegen an einen Arzt wendest.
Gibt es denn eine Allergie auf MuMi?
Auf Mumi selbst nicht, aber manchmal reagieren Babys hochallergisch auf Fremdeiweißspuren in der Muttermilch. Sehr unwahrscheinlich bei Euch, keine Frage, aber ein Check sollte erwogen werden.
Was sag ich da am besten zur KiÄ: Einfach nur, dass sie ihn mal gründlich durchchecken soll auf o.g. Dinge? Oder dass ich ein Blutbild möchte, wo was genau untersucht werden soll? Oder wird sie dann schon wissen, was zu tun ist? Ärzte sind ja auch immer schnell angekratzt in ihrer Autorität. :roll:
"Ich möchte absolut sichergehen, dass mein Baby nur aus Anlage heraus zart ist und kein medizinisches Problem hat, dessen Folge die geringe Gewichtszunahme ist. Welche Untersuchungen schlagen Sie vor, um mögliche med. Probleme auszuschließen?"
Und noch zu 2.: Gibt es irgendwelche Getreidebreie, die für den Start empfehlenswert sind, also besonders gut verdaulich sind?
Sämtliche Instant-Flocken (die werden mit heißem Wasser angerührt) sind geeignet. Hirse, 3-Korn, Hafer... alles bestens.
Und es ist wirklich egal, welches Fett?
Im Rahmen des Beikost: Ja.

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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von nanimi »

klimaforscherin hat geschrieben:Du meinst Vitamin D? Ich bin kein Arzt, aber ist nicht 500 IE zur Rachitisprophylaxe bei Babys? 1000 IE entsprechend bei Erwachsenen? Ich würde es schon checken lassen, vor Allem, wenn du die 1000 IE auf eigene Faust nimmst. Ich frage mich einfach, ob die Dosis ausreicht? Jetzt im Winter so oft in die Sonne gehen (wo ist sie denn?) oder Solarium? Denke nicht, dass das bei Mangel ausreicht.
Vor 2 Wochen hat mein HA ein großes Blutbild gemacht (wegen 2 Stillkindern), alles prima. :D
Aber vor 1 Jahr hatte der klimaforscher Vit. D-Mangel. Glücklicherweise hat es der HA erkannt.
Ja, klar, Vit. D, es war spät.. :oops:
Hm, im Dezember 2011 wurde mir das so verordnet. Ob die Dosis noch ausreicht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber war da nicht was mit Verkalkung bei zu viel? :? Direkte Sonne hab ich eigentlich seit der Geburt der Großen kaum mehr gehabt, ich war ja ab da so gut wie nur noch mit Kind. Die Große hat auch sehr blasse Haut, so wie ich, und bei mir gehts mit Sonnenbrand recht schnell. Aber ich werd das mal checken lassen, vielen Dank für den Tipp! :)
Welche Symptome hatte dein Großer denn, wie hat es der HA gemerkt?
Liebe Grüße,
Nani
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von nanimi »

jusl hat geschrieben:Dazu kann ich keine Empfehlung aussprechen. Stell Dir vor, Du hast einen Verdacht, dass Dein Baby krank sein könnte, und ich sage dann "ach, warte ruhig noch 4 Wochen!" und bei der Untersuchung kommt dann tatsächlich eine Krankheit raus. Dann heißt es: "Die im SuT hat gesagt, ich soll nicht zum Arzt gehen!.." No way! :lol: Natürlich ist es viel wahrscheinlicher, dass Dein Baby gesund ist - einfach weil es sowieso viel wahrscheinlicher ist, dass jemand gesund ist als krank. Aber wenn Du Dir Sorgen machst, musst Du SELBST entscheiden, ob und wann Du Dich deswegen an einen Arzt wendest.
Ja, das dachte ich mir schon und kann es 100% nachvollziehen! :) Es hätte ja sein können, ich sei da zu entspannt und du sagst, ich sollte sofort zur KiÄ.
Wir werden also erstmal mit hochkalorischer Beikost weitermachen und am Freitag mal wiegen, dann haben wir einen Vergleichswert nach 1 Woche. Mal sehen.

Gestern hab ich noch einen 1A Bio-Hirsebrei gekauft, am Abend mal ne kleine Portion mit Wasser angerührt und dem Zwerg erwartungsvoll angeboten. - Fand er doof. :roll: Ich fands auch nicht dolle. Hab dann noch etwas Banane druntergematscht, aber er blieb bei seiner Meinung. Ich habs dann also selber gelöffelt, ich werfe so ungern Lebensmittel weg. Tja, mal gucken, ob er das überhaupt irgendwann mal mag, wahrscheinlich werden wir eines Tages damit Nudelsoßen andicken oder sowas. :lol:
Heute hat er eigentlich gar nix Beiköstiges gegessen, er hatte auch die Banane verschmäht. Nur ein Stück Zwieback hat er dem Papa weggenommen, das war regelrecht Mundraub. 8)

Mal schauen. Ich bin dank deiner lieben Worte wieder viel ruhiger geworden; hab ganz, ganz herzlichen Dank!! :D
Liebe Grüße,
Nani
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von nanimi »

Ich wollte zwar erst morgen (Freitag) wiegen, aber der Zwerg musste heut früh dringend gebadet werden... :roll:
Hier also die Gewichtsdaten mit neuem Gewicht nach 6 Tagen und dabei zusätzlich ca. 5 Bananen plus entsprechend Öl:

02.09.12: 3.340 g - 49 cm (U1)
10.09.12: 3.290 g (U2)
05.10.12: 3.660 g (U3)
06.12.12: 4.880 g (U4)
23.01.13: 5.230 g
27.01.13: 5.245 g
01.02.13: 5.255 g - ca. 62 cm
07.02.13: 5.325 g

So, das sind also plus 70 g in 6 Tagen, davor waren es 25 g in 9 Tagen. Da hat sich also was getan, sicherlich als positiv zu werten.
Welche Schlüsse kann ich denn nun aber daraus ziehen? Heißt das, dass ihm die Milch tatsächlich nicht reicht? Und reichen die 70 g pro Woche aus oder sollte es nicht doch noch mehr sein? Wann sollten die Babys ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben? Mit 6 Monaten? Das schafft er nie! Da bräuchte er ja 60 g täglich! :shock:

Wie gehts nun am besten weiter? So wie bisher oder die Beikostmenge erhöhen?
Liebe Grüße,
Nani
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Re: 5 Monate - plötzlich extrem niedrige Gewichtszunahme :-(

Beitrag von jusl »

So, das sind also plus 70 g in 6 Tagen, davor waren es 25 g in 9 Tagen. Da hat sich also was getan, sicherlich als positiv zu werten.
Welche Schlüsse kann ich denn nun aber daraus ziehen?
Noch gar keine. 6 Tage als Messzeitraum sind definitiv zu kurz; alle bislang zustande gekommenen Messwerte könnten aus purem Zufall zustandegekommen sein. Ich schrieb oben im Posting:

jusl hat geschrieben: 2. Einige Wochen lang testweise hochkalorisch zufüttern - bei gleicher Stillfrequenz, aber mehrmals täglich, das ist wichtig.
Eine aussagekräftige Bilanz ist wirklich erst NACH Ablauf dieses Zeitraums möglich.
Hier also die Gewichtsdaten mit neuem Gewicht nach 6 Tagen und dabei zusätzlich ca. 5 Bananen plus entsprechend Öl:
Sorry, lass mich zur Sicherheit noch mal nachfragen: 5 Bananen täglich, oder 5 Bananen innerhalb dieser 6 Tage? Die Kalorienzahl einer Banane entspricht ungefähr 150 ml Muttermilch (hängt natürlich von der Größe der Banane ab). Als tägliche Zufüttermenge ist das sehr wenig, wenn man möglichst schnell einen nennenswerten Effekt sehen möchte.
Und reichen die 70 g pro Woche aus oder sollte es nicht doch noch mehr sein? Wann sollten die Babys ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben? Mit 6 Monaten? Das schafft er nie! Da bräuchte er ja 60 g täglich! :shock:
Richtig, das ist völlig unrealistisch - bei gesunder Ernährung geht es auch gar nicht darum, irgendwelche statistischen Planziele zu erreichen, sondern darum, dass ein Baby einfach BESTMÖGLICH versorgt ist und sich entsprechend gesund entwickeln kann. Übermäßiges Mästen eines dünnen Babys, womöglich noch mit Süßigkeiten usw., ist völlig sinnfrei und nicht empfehlenswert. Sinnvoll hingegen ist das konsequente Anbieten hochkalorischer Kost, mehrmals täglich (wichtig!), in einer für das Baby individuell geeigneten Darreichungsforum, damit es nach Bedarf sich ohne Einschränkung die Kalorien holen kann, die es braucht.
Wie gehts nun am besten weiter? So wie bisher oder die Beikostmenge erhöhen?
Beikostmenge erhöhen - so lange das Baby gerne essen mag, weiter zu essen geben. Und ansonsten einfach so weiter machen wie bisher, weiter stillen nach Bedarf, und etwa einmal pro Woche wiegen. In einigen Wochen können wir dann genaueres sagen.

Geht das so in Ordnung für Dich?

LG
Julia
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