Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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kleinerbär
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Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von kleinerbär »

Hallo ihr Lieben,

ich habe folgendes problem:

mein kleiner Bär ist noch vollgestillt (Ende 7. Monat); letzte Woche SO_Di hatte zuerst er Magen-Darm& Fieber; nach wievor voll gestillt_ dann hatte es mich erwischt/ richtig übel - habe 2 Tage gar nichts gegessen, nur getrunken; dann 2 Tage nur Hühnersuppe, und dann langsam mir Schonkost angefangen - heute wieder endlich normal gegessen.
Letze Woche bei der Erkrankung habe ich gemerkt dasss die Milch nicht reicht und dem hungrigen Bündel ( über 10 Kg und 78 cm) einige wenige Fläschchen PRE mit dazu gegeben ( wer kann schon krank ein hungriges Kind aushalten?).
Bislang hatten wir außer einem Nervenaufreibenen Stillstart - keine Stillschwierigkeiten. Nun dachte ich dass "ganz einfach" die Produktion wieder hochgeschraubt wird wo es mir besser geht; aber nichts da... Seit 3 Abenden müssen wir abends nun richtig zufüttern (100-200ml) , da der Kleine sonst brüllt>und ich meine richtig brüllen> vor Kohldampf (obwohl er dann schon beide Brüste getrunken hat ) - wir geben zuerst eine kleine Falsche; dann verlangt er aber immer noch mehr.

Nun bin ich etwas gefrustet, weil ich Angst habe das könnte jetzt eine Abwärtsspirale sein? Ungünstigerweise hält mich der Kleine zwischendurch nachts auch noch länger wach mit Gesschrei (auch bei satt); wahrscheinlich zahnt er gerade auch noch heftig (4 Zähne kommen durch) und ist tagsüber recht nöckelig (Zahnaua, weniger MIlch und genervte Mama könne auch was viel sein... :roll: ) , so dass die Harmonie gerade ziemlich flöten gegangen ist - Kind unzufrieden = Mama unzufrieden = wirkt sich dann auch nicht gerdade positiv auf die Milch aus... *Grmpf* find ich grad voll doof :cry:

>Habt ihr da Tipps zum ankurbeln der Produktion? Wär zwischendurch noch pumpen hilfreich? Aber dann wär ja nichts mehr beim nächsten mampfen da...
Oder kann diese "Phase" auch einfach wieder zu Ende sein und alles ist wieder wie vorher? Fühlt sich leider gerade nicht danach an.

Danke und Lg & gute N8
kimaja
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von kimaja »

Es melden sich bestimmt noch die Expertinnen aber hier mal meine Gedanken dazu.
Mir scheint er schon etwas alt um jetzt noch Pre Flaschen einzuführen . Ißt er denn schon irgendeinen Brei?
Wäre es eine Option einen gelöffelten Brei einzuführen an dem er sich satt essen kann und dann dazu noch stillen?

Wenn du erzählst, dass er nach beiden Brüsten noch mehr verlangt, will er dann gar nicht mehr stillen und beschert sich oder würde er doch noch Brust nehmen, also einfach wieder die erste Seite? Clusterstillen ist ja nicht unüblich, besonders beim Zähnen und Krankheiten, das würde dann auch die Milchproduktion ankurbeln wenn du ihn einfach weiter und weiter saugen lässt.

Ich wünsch euch ganz gute Besserung, bleib dran, ihr schafft das!
mit großem Jungen (2/10) und kleinem Jungen (6/12)
honigtopf2010
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Re: AW: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, hoffentlich habt ihr die Nacht halbwegs gut überstanden.
Also: natürlich KANN deine Milchmenge durch den Infekt beeinflusst sein - muss aber nicht. Es kann auch sein, dass hier zeitlich eine Bedarfssteigerung einfach zufällig gerade jetzt stattfindet. Erhöhen kannst du MilchLeistung NICHT indem du den Mehrbedarf durch PRE ersetzt. Sondern der müsste in irgend einer Weise - ideal STILLEN oder Pumpen - nachgefragt werden. Was konkret in eurem Fall sinnvoll ist, sagt sicher noch eine Expertin. Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an. Zunächst ist zu klären, ob es wirklich Hunger ist oder eben wegen Zähnen etc. auch andere Dinge zur UnZufriedenheit führen können. Generell ist es günstig beim Zufüttern auf saugfreie Methoden zu verzichten. Schau mal in der Suche nach SaugVerwirrung. Zu deiner Sorge, dass die Brust nach dem Pumpen leer ist. NEIN, das ist sie nicht. Denn der absolut größte Teil deiner Milch wird nicht auf Vorrat produziert und gespeichert, sondern während des Stillens. Nur ein Minianteil anlasslos dazwischen. Wenn du sonst nicht pumpst hast du vielleicht mehr Erfolg damit, dass ihr euch ins Bett kuschelt und die Sache durchsteht. Sonst ist deine Furcht vor dieser Spirale durchaus begründet.
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Mondenkind
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von Mondenkind »

Nun bin ich etwas gefrustet, weil ich Angst habe das könnte jetzt eine Abwärtsspirale sein?
Hallo, die Sorge ist nicht ganz unbegründet... :wink:
Die Milchproduktion wird vor allem durch eine Sache angekurbelt: Nachfrage. Sprich Anlegen, Anlegen, Anlegen. Dadurch müsste innerhalb von wenigen Tagen die Produktion wieder auf das vorherige Niveau zu bringen sein. Die Pre ist da definitiv kontraproduktiv, genauso wie der Flaschensauger. Nutzt ihr einen Schnuller? Auch den würde ich reduzieren, falls ihr ihn nutzt. Das Saugbedürfnis sollte vorwiegend an der Brust gestillt werden.

Zum abendlichen Hunger: meinst du nicht, das kann auch was anderes sein? Wenn er auch nachts ohne Hunger brüllt, wäre es für mich wesentlich einleuchtender, wenn es einfach eine andere Befindlichkeitsstörung wäre.

Zwischendurch pumpen kannst Du machen, würde ich aber nicht länger als 3 Tage machen, wenn es Stress ist, dann lass es. Am wichtigsten ist wirklich Anlegen und Ruhe reinbringen.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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4tiere
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von 4tiere »

Vielleicht ist es auch nur Zufall. Denn bei uns kommt es immer wieder mal zu solchen Abenden, selbst jetzt noch mit 15 Monaten haben wir abends manchmal Clusterfeeding. Und gerade in der Zeit als unsere Maus sieben Monate war, wir gerade so ein bisschen mit Beikost angefangen hatten, sie Zähne bekam, sie mobiler und vor allen dingen interessierter wurde, hatten wir solche Abende öfters. Letztendlich habe ich mich mit ihr ins Bett gelegt, Wechselstillen betrieben, zwischendurch gespielt und wenn es ganz schlimm wurde eben getragen. (Ich gestehe dass ich am Bett einen Fernseher habe, das hat mir die Zeit nicht lang erscheinen lassen.)
Und du schreibst ja selbst, dass er zahnt. Daher sende ich dir Zuversicht und Gelassenheit für die nächsten Abende. Es wird wieder besser! (Und in 16 Jahren denkst, ach wäre es schön, wenn er jetzt wieder so süss und klein wäre und er den Abend über an meiner Brüst läge ... ;-))
Bild-liche Grüße

Natalie
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Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
Sulamith
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von Sulamith »

kleinerbär hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,

ich habe folgendes problem:

mein kleiner Bär ist noch vollgestillt (Ende 7. Monat); letzte Woche SO_Di hatte zuerst er Magen-Darm& Fieber; nach wievor voll gestillt_ dann hatte es mich erwischt/ richtig übel - habe 2 Tage gar nichts gegessen, nur getrunken; dann 2 Tage nur Hühnersuppe, und dann langsam mir Schonkost angefangen - heute wieder endlich normal gegessen.
Letze Woche bei der Erkrankung habe ich gemerkt dasss die Milch nicht reicht und dem hungrigen Bündel ( über 10 Kg und 78 cm) einige wenige Fläschchen PRE mit dazu gegeben ( wer kann schon krank ein hungriges Kind aushalten?).
Bislang hatten wir außer einem Nervenaufreibenen Stillstart - keine Stillschwierigkeiten. Nun dachte ich dass "ganz einfach" die Produktion wieder hochgeschraubt wird wo es mir besser geht; aber nichts da... Seit 3 Abenden müssen wir abends nun richtig zufüttern (100-200ml) , da der Kleine sonst brüllt>und ich meine richtig brüllen> vor Kohldampf (obwohl er dann schon beide Brüste getrunken hat ) - wir geben zuerst eine kleine Falsche; dann verlangt er aber immer noch mehr.

Nun bin ich etwas gefrustet, weil ich Angst habe das könnte jetzt eine Abwärtsspirale sein? Ungünstigerweise hält mich der Kleine zwischendurch nachts auch noch länger wach mit Gesschrei (auch bei satt); wahrscheinlich zahnt er gerade auch noch heftig (4 Zähne kommen durch) und ist tagsüber recht nöckelig (Zahnaua, weniger MIlch und genervte Mama könne auch was viel sein... :roll: ) , so dass die Harmonie gerade ziemlich flöten gegangen ist - Kind unzufrieden = Mama unzufrieden = wirkt sich dann auch nicht gerdade positiv auf die Milch aus... *Grmpf* find ich grad voll doof :cry:

>Habt ihr da Tipps zum ankurbeln der Produktion? Wär zwischendurch noch pumpen hilfreich? Aber dann wär ja nichts mehr beim nächsten mampfen da...
Oder kann diese "Phase" auch einfach wieder zu Ende sein und alles ist wieder wie vorher? Fühlt sich leider gerade nicht danach an.

Danke und Lg & gute N8
hallo kleinerbär,

was super hilft ist bockshornkleekäse oder gemahlene bockshornkleesamen, die du dir als Tee aufgießen kannst. ich sag dir aber, der käse ist viel leckerer :wink:
also wenn du das tust, dann weiß du nicht mehr wohin vor lauter milch, ist bei mir immer so :D grüße
jusl
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von jusl »

@sulamith: sorry, aber woher nimmst Du das, dass Bockshornkleekäse und -tee "super hilft" und die Threadstarterin daraufhin nicht mehr wissen wird "wohin mit ihrer Milch"?!?..
In Tee ist die Dosierung mit Sicherheit zu gering für eine nachweisbare pharmakologische Wirkung, und auf Bockshornkleesamen sprechen generell keineswegs alle Frauen an.

Die medikamentöse Behandlung von zu geringer Milchbildung (dazu gehören auch wirksame Bockshornkleesamenpräparate) ist schweren Fällen vorbehalten, sonst hätte sie mondenkind auch erwähnt. Ich kann mich hier mondenkind nur vollumfänglich anschließen: Mir ebenfalls am sinnvollsten erscheint mir
mondenkind hat geschrieben:Am wichtigsten ist wirklich Anlegen und Ruhe reinbringen.
LG
Julia
kleinerbär
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von kleinerbär »

Hallo ihr Lieben,
danke für die Antworten -
Schnuller haben wir keinen-
tja diese Woche war insegsamt sehr anstrengend, und auch nachdem ich abends je über 2 h Clusterfeeding betrieben habe war da nichts zu machen und ich habe etwas zugefüttert... Aber tagsüber konnte ich die Frequenz gut hochsetzen (stündlich) so dass es heute schon nur noch 50 ml (mit Calma Sauger) zum zufüttern war, hoffe dass es bald vom Tisch ist... bringt dann immer nochmal Unruhe rein für mich( Aber der Kleine findet er es total "chic" mit der Flasche; liegt dann da und hält einhändig selbst die Flasche und trinkt zufrieden, als ob er nie was anderes gemacht hätte...)
Aber im Moment kommt halt viel zusammen die 4 Zähne drücken und zwacken (Chamomilla ist auch schon gegeben worden) , er ist im Motorik-Schub; er krabbelt so gut wie; was durch exessives Üben versucht wird (hier auch wieder Frust weil es noch nicht so klappt wie er will) sowie auch andere motorische Fertigkeiten verbessert wurden (von einer Hand in die andere schnell wechseln, etc) -
so dass es hoffentlich nur eine Phase ist-
aber es ist halt nach fast 8 Monaten immer von einer Phase zur nächsten Phase ein Wechsel, was sich bis zum 12 . Monat (wahrscheinlich 18. Lebensjahr ?!? :shock: ) nicht ändern wird - dass bis jetzt grade mal 2 Wochen so etwas wie "Ruhe" da war... das ist das was ich am Muttersein echt vermisse, einfach mal ne Pause... Füße hoch und Ruhe.

Danke nocheinmal und Lg
Mondenkind
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von Mondenkind »

Was isst er denn sonst noch so?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
kleinerbär
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Re: Weniger Milch nach Erkrankung-was tun?

Beitrag von kleinerbär »

Na ( leider ) isst er noch keine nennenswerte Mengen; mal ein bißchen Brot knabbern und an wenigen Tagen ist er auch mal was Brei; anosnsten vom Fingerfood -was es immer am Familientisch gibt - isst er so zwei Bissen, der Rest wird munter verteilt im gesamten Umfeld - vonn daher noch so gut wie voll gestillt ( Beikosteinführung seit 6 Wochen versucht - habe hier erfarhen, dass wir dann wohl BLW betreiben-ungeplant :) - ) was grundsätzlich auch nicht so schlimm ist, außer wenn er auch nachts stündlich oder mehr kommt.... Aber dafür ist es ganz praktisch wenn es ihm wie derzeit scheiße geht, mit stillen ist da immer was zu reissen ;)

Lg
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