Ich finde es ganz wichtig, dass du dich abgrenzt. Bedürfnisorientiert heisst ja nicht, dass du dich komplett aufgibst, um deinen Kind alle Bedürfnisse zu erfüllen. Natürlich die Bedürfnisse ernst nehmen und sie befriedigen. aber es gibt auch Bedürfnisse, die dein Kind noch nicht absehen kann und da bist du als vorausschauende Erwachsene gefragt. Nämlich das Bedürfnis, Respektvoll behandelt zu werden. Wenn du dich abgrenzt, zeigts du, dass du dir wichtig bist und diesen respektvollen Umgang pflegen möchtest. Gerade die Kinder, die das nicht gelernt haben, haben Probleme Grenzen zu akzeptieren und reagieren oft gegenüber vielem (Mitmenschen, Tieren aber auhc Gegenständen unachtsam.)
Dein Kind ist ja nun kein Säugling mehr und dürfte durchaus in Lage sein, Nein zu verstehen. (Nein zu akzeptieren, das ist ein anderes Thema und muss gelernt werden. Dafür bist du da!)
chennai hat geschrieben:also erklären und hand wegschieben nützt gar nix bzw. endet im schreikrampf. hand nehmen und streicheln nützt manchmal, werde es nun öfter mal einsetzen. spielzeug in die hand nützt ebenfalls manchmal, aber sie hat ja zwei hände, kann also durchaus mit einer das spielzeug festhalten, mit der anderen fummeln...
Ja, das wird anfangs anstrengend! Sie erlebt ja nun Frustrationen und sie weiss nicht, wie sie damit umgehen soll. Das ist eine der grossen Aufgaben, als Eltern unsere Kinder dabei zu begleiten. Aber Frustrationen gehören zum Leben und wenn wir gelernt haben, damit umzugehen, dann meistern wir das Leben wesentlich leichtfüssiger.
Begleiten heisst für mich, ich bleibe konsequent, aber ich tröste, streichele, schütze ggf. und bin präsent. Das ist wie gesagt anstrengend, aber es lohnt sich. Irgendwann kommt der Tag, da merkst du, ein Nein wird einfach akzeptiert!
Ich drücke dir die Daumen und sende dir Kraft durchzuhalten!
Es lohnt sich!
(Auch für dich, denn auch deine Bedürfnisse sind es wert gehört zu werden!)