Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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baadermeisterin
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von baadermeisterin »

ganz ehrlich bienenmeister, bei MIR wär langsam echt der Ofen aus mit Deinem Mann!
Was glaubt der eigentlich, wer er is??

Aber gut, ich will versuchen konstruktiv zu sein:

- was willst Du für Unterstützung von Deinem Mann?
-> mach Dir darüber Gedanken und schreib sie auf. am Besten ganz konkret Sachen, also zB. Sonntags steht er auf, scheißegal wie die Nacht war oder er geht am Wochenende mit A. spazieren, damit Du mal 2h Deine Ruhe hast etc.

- was kann er besser mit A.?
-> Du hast glaub ich geschrieben, dass er zb. besser mit ihm isst? schreib auch das auf, das sowas seine Aufgabe wird

-was kannst Du besser mit A.?
-> gleiches Prozedere....

Ich würde an Deiner/Eurer Stelle einen ziemlich konkreten, detaillierten Plan erstellen, in dem Aufgaben das Kind und den Haushalt betreffend aufgeteilt werden. Dinge, die einer besser kann, einem leichter fallen, aber so dass BEIDE etwas tun.
So wie Du es immer beschreibst, is Dein Mann bei der Diskussion einsichtig, aber die Umsetzung klappt nicht. Vielleicht hilft ihm ein plan, eine schriftliche "Vereinbarung" zwischen Euch.

und falls er sich daran nicht halten kann, würde ich von ihm verlangen, dass er sich dann aber auch bitte aus allem raus halten kann!!!
Denn sein Verhalten ist in meinen Augen Null partnerschaftlich, er unterstützt Dich nicht, sondern macht es Dir noch extra schwer und stellt Dein Verhalten in frage.
Er sollte aber mit Dir an einem Strang ziehen, Dir den Rücken frei halten und Kraft geben.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass ihr einen Weg findet, ZUSAMMEN Eltern zu sein!!!
Sarah (05/80) mit Paul (06/08) und Fridolin (02/12)
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TragIchStille
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Re: AW: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von TragIchStille »

Ich habe jetzt alles weitestgehend überflogen...bei meiner Großen habe ich mal ein Schlaftagebuch geführt, habe eine Woche lang aufgeschrieben wann sie wieviel schläft und es war egal, ob mit oder ohne Mittagsschlaf, damals waren es immer 14h. Das hat mir bei der Schlaf- und Tagplanung sehr geholfen. Sie ist heute noch sehr temperamentvoll und ich muss einschlafbegleiten weil sie es sonst nicht schafft.
Ihr Bruder ist auch so...jetzt auch 10 Monate alt und hat momentan auf 2 Schläfchen reduziert. Er ist 6 Uhr wach, schläft um neun und zw. 12 und 2 nochmal. 18 ist er allerdings wieder fix und fertig...ich kann bei ihm die Uhr nach stellen, nachts sinds 12h...ich versuche jeden Tag was zu ändern, die Zeiten zu schieben, damit ich morgens wenigstens bis 7 schlafen kann - nix zu machen.
Ich denke einfach, es gibt den inneren Rhythmus und vllt hilft es dir auch, mal aufzuschreiben wann er wieviel schläft...
Glücklicherweise habe ich abends durchs Stillen immernoch ein Ritual was funktioniert, tagsüber geht das nicht. Da brüllt er genauso und entweder ich fahre Auto oder ich schaukle ihn im MaxiCosi:oops:, was anderes geht nicht. Nur leider wächst er da jetzt raus und ich hoffe, ich kriegs auch anders hin. Tragen findet er doof, dafür ist er zu aktiv. Er kuckt sich um aber schlafen würde er da nicht.

Was mir aber auch noch aufgefallen ist...er lässt sich so gar nicht hinlegen? Oder hat da schon jmd gefragt und ich habs überlesen?
Großkind 28.12.2008 (ET+10)
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Sakura
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Sakura »

[quote="bienenmeister"]ICH hatte heute MIT MEINEM KIND einen fantastischen Tag. Es hat alles gut geklappt. Ich habe meine Bedürfnisse bejaht, durchgesetzt, unseren Tag gestaltet. Es gab keine Komplikationen. Ich fühle mich stark, ich fühle mich gut. (...) habe ich es gestern SOFORT geschafft, die Situation zu verändern, das Ruder wieder zu übernehmen.


Ich freue mich total für Dich!!! :D


Das andere.... das kenne ich auch *seufz*. Ich rede auch wie ein Buch, dass es uns ALLEN mit geregeltem Tagesablauf besser geht. Dass es Unsinn ist, wenn das Mäusel zeitig aufwacht, erst 12 Uhr mit Kochen anzufangen, weil sie zu diesem Zeitpunkt schon a) müde und b) hungrig wie ein Wolf ist, was natürlich in maximaler Motzigkeit resultiert, was das Kochen dann zu einer Qual macht. Nun ja. Hilft nix. Mein Mann ist eher der gemütliche. Das spannende ist - als ich wochenlang im Krankenhaus war, ging es auch mit seiner Methode. Wobei er da wohl gemerkt hat, dass ein bissl Rhythmus schon besser ist. Ich habe aber gemerkt, dass es mit seiner Methode auch geht. Meine Methode hat den Nachteil, dass ich mir teilweise Stress am Tag mache, um alles pünktlich zu schaffen. Seine Methode hat halt mehr Stress mit quengeligem Kind, aber meistens funktioniert es doch besser als gedacht. Seitdem ist unsere Abmachung: wenn es nach ihm geht, dann muss er auch die Konsequenzen tragen, z.b. mit motzigem Kind auf dem Arm kochen.

Baadermeisterins Vorschlag, wer kann was mit Kind besser, finde ich ziemlich sinnvoll.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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novi
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von novi »

Sakura hat geschrieben:Ich schicks trotzdem mal noch ab:
bienenmeister hat geschrieben:Aber es gelingt mir nicht, eine Grenze so zu ziehen, dass er es ertragen kann. Er kann es NICHT ertragen, dass er mein Glas nicht haben darf.
Doch, das kann er ertragen. Es ärgert ihn in diesem Augenblick, das ganz sicher. Es macht ihn wütend. Aber er kann es ertragen.
Nicht ertragen kann ein Kind die unerklärliche Abwesenheit von Mama und Papa. Oder Schmerzen. Oder schwere Krankheit.
Aber Frustration kann ein Kind ertragen. Auch wenn es keinen Spaß macht. Kleiner, feiner Unterschied.

Ist der Punkt erreicht, dass ich meine körperliche Überlegenheit nutzen sollte, zu trinken, ohne dass er die Flasche/ das Glas berühren darf und ich weitertrinke, auch wenn er sich dann wegbrüllt?
Definitiv. Nichts mehr trinken geht definitiv über Deine Grenzen hinaus. Das ist ungesund, das ist unnatürlich, das ist nicht durchhaltbar, das geht gar nicht.


Und Du misshandelst Dein Kind nicht, wenn Du den Tagesschlaf regulierst oder begrenzt, keineswegs. Für Dein Kind ist es viel qualvoller, was Du vorherbeschreibst, wenn er nachts weinend durch die Wohnung rennt, und nicht weiß, wie er sich beruhigen kann.

Für mich klingt das, als ob Du es nicht schaffst, zu Deinem Kind JEMALS "nein" zu sagen. Ihm jemals irgendwas zuzumuten. Du musst Deinem Kind keine Grenzen setzen im Sinne von: ihn absichtlich ärgern, wie es noch vor einer Generation üblich war. Aber Dein Kind braucht Deine Führung, Deine Anleitung, für so vieles im Leben. Es kann vieles selbst bestimmen, aber es braucht Dich als starken Leitwolf, als den, der den Ton angibt. Möchte bei AnnaKatharina unterschreiben: Überlege Dir, wo DEINE Grenzen sind. Und dann sage das Deinem Kind. Liebevoll, aber klar. Und dann VERTEIDIGE Deine Grenzen.

Bei uns sind übrigens lange, anstrengende Wanderungen o.ä. tabu, seit Kind da ist. Den ganzen Tag unterwegs mit Kind, wie Du es beschreibst, da sind wir abends auch beide zu erschöpft, um uns noch sinnvoll ums Kind zu kümmern.

Dass Du mal kein Gemotze hören willst, kann ich SEEEEEEEHR gut verstehen. Aber: Dein Kind ist 1. mitten in der Trotzphase, und 2. so wie es klingt, keine Führung durch Dich gewohnt, beides vermehrt das meckern. Einfachstes Mittel: kauf Dir Ohropax. Kind motzt immer noch, aber für Dich ist es nur noch halb so schlimm.
Sakura, ich finde das hast Du sehr gut geschrieben.
Sonnige Grüsse, novi
mit Maxi (10/2007), Midi (10/2009) und Mini (04/2011)
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bienenmeister
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von bienenmeister »

(miri) hat geschrieben:Biene, ich dachte erst, dass du und dein Mann ein gutes Team wären und war schon ein wenig neidisch, weil wir uns hier oft uneinig waren was das Kind und vor allem das Einschlafen betrifft.
Doch so wie du das jetzt beschreibst, klingt es auch nichts prickelnd und schon gar nicht nach Teamwork. Das tut mir leid, ich kenne das von meiner Freundin, sie war die einzige, die ihr leben nach der Geburt des Kindes umgestellt hat, der Freund lebt weiter wie bisher, geht abends fort und beschwert sich, wenn das Kind zu laut ist...
Ich hoffe du kannst an der Situation etwas ändern, vielleicht bestärkt dich ja schon der heutige Tag.
Ich Drücke dir die Daumen und hoffe, dass ihr es heute wieder so stressfrei schafft. Das hilft dem kleinen und dadurch auch dir.
Das kann ich von meinem Mann wirklich nicht behaupten. Der Teufel steckt im Detail. So wie ich meine Bedürfnisse nicht gegenüber meinem Kind, meiner Mutter, teils auch Freunden durchsetzen kann (bin eine Ja-Sagerin :roll: ), so kann ich es auch nicht gegenüber meinem Mann. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, wenn ich ihn immer nur geduldig respektiere, dann kommt es auch irgendwann zurück. Das war a) dumm und b) hat es nicht funktioniert. Denn es ist AUCH so, dass ich das heute morgen nicht habe durchgehen lassen, ist auch Premiere für mich :oops: Ich habe mich dabei unwohl gefühlt, das Herz schlug mir bis zum Hals, ich hatte Angst gehabt, eine Dummheit zu begehen.

Ich kann an einer Hand abzählen wie oft mein Mann abends weg war und er war dann immer bis null Uhr zu Hause. Er hat seine wichtige Auslandsreise nach Japan gecanceld und sich krankschreiben lassen, um hier bei uns sein zu können. Nach der Geburt war er acht Wochen zu Hause, ununterbrochen.

Wir sind in vielen Dingen ein tolles Team, wir haben viele gemeinsame Themen, aber auch Unterschiede, sodass uns nie der Gesprächsstoff ausgeht. In der Küche kochen wir Hand in Hand, wir lachen und spielen, rechnen und stricken zusammen.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass er diese Dinge nicht tut, um mich zu ärgern oder Macht mir gegenüber auszuüben. Es ist nicht so, dass er sich schlafen legt, während ich putze, sondern dass er irgendwie die Überzeugung hat, naja, sie kann ja auch schlafen, wenn sie möchte, und keiner putzt - das ist für ihn auch in Ordnung :roll: Er kann das, was ich nicht kann, er tut Dinge nicht leichtfertig gegen seinen Willen. Und ja, er ist ein totaler Schludrian und seine Unfähigkeit zur Kontinuität ist unglaublich nervtötend.

mehr schaff grad nicht, Kind weint
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Misurina
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Misurina »

bienenmeister hat geschrieben:Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass er diese Dinge nicht tut, um mich zu ärgern oder Macht mir gegenüber auszuüben. Es ist nicht so, dass er sich schlafen legt, während ich putze, sondern dass er irgendwie die Überzeugung hat, naja, sie kann ja auch schlafen, wenn sie möchte, und keiner putzt - das ist für ihn auch in Ordnung :roll: Er kann das, was ich nicht kann, er tut Dinge nicht leichtfertig gegen seinen Willen. Und ja, er ist ein totaler Schludrian und seine Unfähigkeit zur Kontinuität ist unglaublich nervtötend.
ich denk auch nicht, so wie Du ihn beschreibst, dass er das macht um Dich zu ärgern. Aber ich glaube, dass er es sich zu einfach macht.
Meiner macht das auch gerne in der Richtung, er ist müde, legt sich hin, ich habe beide Kinder an der Backe. Er ist krank, dann legt er sich hin, ich hab die Kinder. Er will duschen, er geht duschen.
Ich dagegen: halt mal die Kleine, ich möchte duschen. Oder: steh endlich auf, ich möchte auch schlafen, aber ich kann nicht, weil ich die Kinder nicht alleine lassen kann. Morgens muss ich ihn zum Bett rausdrängeln. Das nervt und hinterlässt ein doofes Gefühl, ich die Bittstellerin, die sich nur duschen, hinlegen kann, wenn er "funktioniert" und die Kinder bespasst. Und er macht es dann halt einfach, wenn es passt.

Ich will nicht mit meinen Problemem rumsülzen in Deinem Thread, ich schreib es aber, weil ich das hier ganz oft lese, bzw. aus meinem Umfeld kenne. Die Männer machen es sich einfach oft leichter, bequemer. Dann müssen wir Frauen eben unbequem sein und uns da ein Stück zur Wehr setzten. Dafür musst Du Dich sicher nicht schlecht fühlen!
bienenmeister hat geschrieben:Denn es ist AUCH so, dass ich das heute morgen nicht habe durchgehen lassen, ist auch Premiere für mich :oops: Ich habe mich dabei unwohl gefühlt, das Herz schlug mir bis zum Hals, ich hatte Angst gehabt, eine Dummheit zu begehen.
Mach das ruhig weiter so, damit er versteht, dass er seinen Teil beitragen muss. Es IST anstrengend kleine Kinder zu haben, und wenn man alles alleine machen muss, obwohl ein anderer da ist, ist man noch genervt dazu! Dieses Alleinerziehend mit Partner-Gefühl, von dem Du bereits schriebst.

Zu dem Schlafproblem
: Wenn manche Babys abends weiter bespielt werden, ist das Zeitfenster zum (einigermaßen) leicht einschlafen vorbei und dann wird es länger dauern und schwieriger werden. Und jedesmal wenn wieder so ein Zeitfenster verpasst ist, werden diese Babys hochgepushter und quengeliger und aufgedrehter, ein Teufelskreis. Wahrscheinlich ist es an Dir, darauf zu achten und Deinem Mann Einhalt zu gebieten, denn Du kennst Alexander besser als jeder andere. (sorry, wieder ego: bei uns genauso!)
Und zum Einschlafen im WoZi, das hat bis vor kurzem bei uns noch toll geklappt, aber jetzt, mit 9 Monaten reicht das geringste Geräusch von Mann oder der Großen, dann schläft sie nicht ein, wird quengeliger, schläft danach nur noch mit gleichzeitig Schuckeln, Rumgehen und dabei Stillen ein.
Mit Festhalten und Begrenzen hab ich bei beiden Kindern in solchen Situationen gute Erfahrungen gemacht.

Ich wünsch Euch, dass ihr reden könnt und er sich passender einbringen kann! glg
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Mondenkind »

Ich erinnere mich jetzt übrigens auch, das Einschlafen vorm Fernseher ging bei uns von einem TAg zum anderen nicht mehr. Beim 2. Kind gabs das dann ja eh nie.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von bienenmeister »

Misu, danke! Doch find schon hilfreich zu lesen, wenn andere Paare Parallelen haben. Dann fühle ich mich nicht ganz so außerirdisch.

Also die Nummer mit dem morgens-liegen bleiben und dann raußschmeißen hat doch was gebracht. Am nächsten Tag hat Papa Alexander und mich aus dem Bett geholt, wir hatten nämlich verschlafen. Ich musste mich aber "ordentlich" mit meinem Mann vertragen, er war doch sichtlich erschüttert und diese latente Streitstimmung hat nix gebracht.

- Tagesschlaf begrenzen klappt sehr gut! Und meine Ängste diesbezüglich waren völlig unbegründet, er war nie nölig wenn ich ihn wach gemacht habe.

- Liebevolle Konsequenz hilft sofort. Die gesamte Grundstimmung ist besser, oh wunder, mit einmal kann ich Wasser trinken wann ich will und das Kind kann die paar Sekunden abwarten, manchmal sogar ohne Weinen :o

- dunkles Zimmer hat leider wieder nichts gebracht :( begrenzendes Halten hat ihn beruhigt, aber er konnte so nicht einschlafen. ich habe auf diese weise zwei stunden lang versucht das Kind zum Schlafen zu bringen, erfolglos. Als Papa ablösen sollte, hat Baby natürlich sofort den Papa zum Spielen aufgefordert, das ist denke ich schon Gewohnheit, mit Papa wird gespielt, nicht geschlafen. Wir haben uns als Eltern dann beide aufs Bett gesetzt und ihn Krabbeln lassen und ihn immer wieder verbal freundlich aufgefordert zu uns zu kommen. Er ist jammerig geworden und hat auch wieder geweint :? Aber dann ist er irgendwann doch an dem Punkt gewesen, dass ich ihn in den Schlaf stillen konnte. Aber ich habe das Gefühl die Zeit des Einschlafstillens geht zu Ende :(

- heute hats nochmal mit Stillen geklappt, er schläft seit einer Stunde
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Kleeblattmama
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Kleeblattmama »

Ich möchte dir einfach nochmal Mut zusprechen!

letzlich musst du einen Weg finden, der dich, dein Kind und im besten Falle auch noch deinen Mann glücklich macht, oder mit dem ihr zumindest gut umgehen könnt.

Bei meinem 4. Kind hat es vor allem der 9jährigen Schwester geholfen, dass ich ihr erklärt habe, dass Babies eben manchmal weinen, motzen und schrecklich unzufrieden sind, ohne dass sich das ändern lässt. Sie hatte auch eine starke Tendenz, die Kleine dann aktiv zu bespielen, was manchmal sher kontraproduktiv war. Das ging soweit, dass sie mit mir Streit anfing, weil ich die Mini "schreien lasse" (sie lag neben mir im Arm, während ich Hausaufgaben von den Großen kontrolliert habe, zb.), und das konnte meine große Tochter gar nicht hören.
Aber gerade allein mit 4 Kids muss eben auch das Baby zwischendurch mal ein kleines bißchen warten. Und da darf sich die Mini auch beschweren, ändern lässt es sich dadurch aber nicht.

Genauso sehe ich das auch bei euch beiden. Natürlich könntest du auf die nächsten Jahre alle deine Bedürfnisse zugunsten deines Sohnes zurückstellen. Das halte ich persönlich aber für sehr ungesund. Also muss ein Mittelweg her. Und ich glaube, genau den suchst und findest du momentan, also, weiter so!

Liebe Grüßed
die kleeblattmama
Mama mit ihrem Glückskleeblatt 9/02, 8/04, 5/07 und 2/11

Wenn deine Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.
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Stina82
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?

Beitrag von Stina82 »

Ich hab hier auch so einen "bequemen" Mann, der ohne mit der Wimper zu zucken auf dem Sofa liegen kann, während ich mit dem Kind auf dem Rücken das Haus putze (und dann gibts da auch noch andere Parallelen ;)). Das wird immer extremer, je weniger ich ihn "hebe". Also je mehr ich an ihm rumkritisiere u ihn deswegen runter mache (das ist nämlich mein Problem), desto phlegmatischer wird er. Das Ganze wird dann ein Teufelskreis. Mittlerweile kommen wir aus dem aber sehr gut wieder raus. Immer wenn er so wird, gehe ich erstmal in mich und schaue, wies bei mir aussieht u dann mecker ich nicht rum, sondern frage ihn, was an mir oder seinem Umfeld macht, dass er gerade so unheimlich faul ist. Dann können wir das mittlerweile oft ohne gegenseitige Vorwürfe lösen und mittlerweile bin ich von seiner Energie und seinem Tatendrang wirklich beeindruckt.

Er ist übrigens auch nie "mit Absicht" faul. Er ist dann einfach weniger umsichtig und hilfsbereit. Dass er auch ganz anders kann, merke ich jetzt immer mehr. Ich hoffe, dass ihr da gemeinsam einen ähnlichen Weg findet!
Gruesse aus Schweden von Stina mit dem Goldstern (03/11) und dem Mini (09/13)

Clauwi Trageberaterin
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