Das musst und wirst Du lernen. Ich kenne das, ich hab mich aufgeraucht bis zum letzten, hatte nach einem Jahr mit Kind 10kg weniger als vor der Sws... Ich hab selten gegessen, weil mich sein Theater so angenervt hat. Weil ich dann nicht essen konnte. Und wohlgemerkt, ich bin eh nicht dick und war auch schon wieder schwanger... Auch bei Kind Nr. 2 hab ich das noch nicht wirklich gekonnt. Erst seit der Geburt von Nr 3 nehme ich meine Bedürfnisse ernster, nachdem ich mehrfach wahnsinnig krank war und irgendwann ziemlich zusammengeklappt bin. Lass es soweit nicht kommen! *knuddel* das wichtigste für ein entspanntes Miteinander ist eine entspannte und glückliche Mutter. Leider haben uns das meist Unsere eigenen Mütter nicht beigebracht...bienenmeister hat geschrieben:Das ich das nicht schaffe. Es geht mir einfach so auf die Nerven, dass er schreit, heult und tobt, dass ich keinen Schluck runterkriege. Ich muss so oft sein Gemotze ertragen, gerade weil ich mich ja nicht zu Hause verkrümel, sondern viel mit ihm rausgehe. Jedes Mal Anziehen, Wickeln, ihm Sachen die er nicht darf wegnehmen etc pp - alles wird mit Weinen und Motzen quittiert, und jedes Mal tue ich es trotzdem, ziehe ihn trotzdem an, wickel ihn auch wenn er schreit, als ob ich ihn misshandeln würde. Deswegen trage ich ihn dann irgendwann auf dem Arm, trinke nichts, weil ich einfach mal NICHTS hören will, kein Geheule, kein Geschrei - ich tue das um eine akkustische und taktile (er haut ja auch immer) Auszeit zu haben.Kleeblattmama hat geschrieben:Es gibt aber doch sehr viele Zwischenwege zwischen: "ich ignoriere die Bedürfnisse meines Kindes" und "mein Kind darf alles selbst bestimmen"!!
Natürlich ist dein Sohn in einem Alter, wo er alles haben will und alles interesant findet, was Mama oder Papa gehört. Trotzdem muss er aber auch den Unterschied zwischen "mein" und "dein" lernen. Im positiven Sinne!! Wenn du nicht möchtest, dass er aus deinem Glas trinkt, dann darf er das nicht. Punkt. Und dann trinkst du eben etwas, während er neben dir sitzt und motzt, und danach beschäftigst du dich wieder mit ihm, munterst ihn auf und tröstest ihn. Wo ist das Problem?
Offenbar bin ich einfach zu weich
Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Moderator: Giraeffchen
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Hallo Binenmeister,
ich schreib jetzt auch mal was und bin gespannt, wie dein gestriger Abend lief.
Unsere Kinder sind ja im ähnlichen Alter. Johnny schreit zwar nicht sooo viel aber ich erkenne auf jeden Fall Ähnlichkeiten!
Dieses im Dunkeln wegkrabbeln (unser FB liegt quasi aufm Lattenrost auf dem Boden) macht J. auch. Er dockt ab, ist schon benebelt und krabbelt los, zieht sich an unserem Nachttisch hoch und fängt an irgendwas abzuräumen und weint dabei.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er das gar nicht steuert, sondern dass er quasi schlafwandelt.
Ich nehme ihn dann immer wieder "an die Brust" Das muss ich manchmal bestimmt 10 Mal machen, er dockt sich ab, dreht sich um, krabbelt weg
Jetzt hat es sich gebessert. Seit ein paar Tagen dockt er ab, dreht sich um (da liegt dann mein Arm), er umklammert meinen Arm, versucht zu nuckeln und schläft quasi Luftnuckelnd ein....
Oh, und das Geschrei beim Anziehen und wickeln kenne ich. Bei mir gibts dann immer Handy, Schlüssel, Kabel, Fernseher oder was zu essen. Hilft aber nur manchmal. Ich ertrag das schreien dann auch echt kaum und bin froh, dass er das nur beim anziehen und wickeln macht...Ich merke aber, dass es schlimmer wird, umso mehr ich erwarte, dass er schreit (Mein Mann und ich spielen immer Schnickschnackschnuck, wer wickeln muss, wenn wir beide zu hause sind, weils so schlimm ist...)
Fühl dich gedrückt- das wird schon!!!
PS: Wir machen das auch so, wenn einschlafstillen nicht klappt, trägt der Papa. Das funktioniert super...
ich schreib jetzt auch mal was und bin gespannt, wie dein gestriger Abend lief.
Unsere Kinder sind ja im ähnlichen Alter. Johnny schreit zwar nicht sooo viel aber ich erkenne auf jeden Fall Ähnlichkeiten!
Dieses im Dunkeln wegkrabbeln (unser FB liegt quasi aufm Lattenrost auf dem Boden) macht J. auch. Er dockt ab, ist schon benebelt und krabbelt los, zieht sich an unserem Nachttisch hoch und fängt an irgendwas abzuräumen und weint dabei.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er das gar nicht steuert, sondern dass er quasi schlafwandelt.
Ich nehme ihn dann immer wieder "an die Brust" Das muss ich manchmal bestimmt 10 Mal machen, er dockt sich ab, dreht sich um, krabbelt weg
Jetzt hat es sich gebessert. Seit ein paar Tagen dockt er ab, dreht sich um (da liegt dann mein Arm), er umklammert meinen Arm, versucht zu nuckeln und schläft quasi Luftnuckelnd ein....
Oh, und das Geschrei beim Anziehen und wickeln kenne ich. Bei mir gibts dann immer Handy, Schlüssel, Kabel, Fernseher oder was zu essen. Hilft aber nur manchmal. Ich ertrag das schreien dann auch echt kaum und bin froh, dass er das nur beim anziehen und wickeln macht...Ich merke aber, dass es schlimmer wird, umso mehr ich erwarte, dass er schreit (Mein Mann und ich spielen immer Schnickschnackschnuck, wer wickeln muss, wenn wir beide zu hause sind, weils so schlimm ist...)
Fühl dich gedrückt- das wird schon!!!
PS: Wir machen das auch so, wenn einschlafstillen nicht klappt, trägt der Papa. Das funktioniert super...
Johnny (01/12)
In meinem Kopf sieht es aus wie in deinem Zimmer. (Element of Crime)
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Re: AW: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Ich möchte dir auch nochmal das Pantley-Buch empfehlen. Mit Hilfe des Buches habe ich eine Art Schlaf- und Müdigkeitsstatistik erstellt und dann gezielte die Tagesstrukturen darauf ausgelegt. Und ein Abendritual eingeführt. Das war vor einem Jahr. In der Zwischenzeit haben sich sowohl die Zeiten als auch die Rituale immer wieder geändert. Vielleicht war die Couch und die Wohnzimmergeräusche lange Zeit perfekt und vielleicht ist trotzdem jetzt was anderes nötig. Bei uns gab es auch Zeiten, in denen brauche Möpp totale Dunkelheit und dann kam ne Zeit, da wollte er auch immer und immer wieder aufstehen, bis ich völlig fertig war. Wir haben in solchen Momenten dann innegehalten und wieder genau geschaut: Was hat sich geändert? Wann ist er müde? Von wann bis wann würde ihm Schlafen gut tun? Jetzt gerade haben wir wieder umgestellt, weil er abends z.T. bis eins wach war! Morgens wollte er stattdessen immer länger schlafen und dann hat sich natürlich auch der Mittagsschlaf verschoben. Ich habe jetzt schon seit über einer Woche radikal den Wecker auf acht gestellt. (Ich weiß, das hört sich jetzt nicht so meeegafrüh an, aber wenn bis eins Action ist und danach die ganze Nacht durch im Stundentakt gestillt wird, ist das trotzdem ganz schön hart.) Wir sind dann aufgestanden und er war dann bald wieder müde, weil er ja geweckt wurde. Bis mindestens elf versuchen wir ihn dann wach zu halten, perfekt ist zwölf. Dann schläft er eine Stunde, maximal zwei, sonst wecken wir ihn wieder. Abends nicht zuu früh ins Bett, also sechs war zu früh, da wachte er wieder auf. Perfekt ist es jetzt, ab sechs Abendritual, essen, baden, ruhiges Spielen, Buch z.B. Und ab sieben ins Bett. Er schläft dann so gegen halb acht/acht ein.
Es brauchte einige Umstelltage, mittlerweile klappt es relativ gut. Hängt aber auch mit den Tagesaktivitäten zusammen. Zu aufregend s stört wieder die Routine.
Einschlafen klappt momentan sehr gut, indem wir, wie gesagt, die richtige Zeit treffen, im Bett ein gemütliches düsteres Licht oben an der Wand anmachen. Das ist gerade hell genug, dass ich noch ein bisschen lesen kann beim Stillen. Wenn er doch noch zu wach ist, versuch ich nicht aufzustehen, sondern mit ihm ein Buch zu lesen. Auch viermal, wenn es sein muss. Zur Not dann wenigstens im Zimmer zu bleiben. Ich leg mich dann im Notfall auf eine Matratze auf den Boden, lese und lasse ihn alleine spielen. Findet er natürlich nicht so gut, aber das einzige Angebot, dass ich ihm mache, ist Stillen im Bett. Oder Lesen im Bett.
Bei allen Versuchen sind wir aber nicht dogmatisch. Wenn es mal so gar nicht klappt, geh ich mit ihm auch wieder runter und wir lassen ihn rumflumpen. Aber wenn das zu häufig passiert, versuche ich wieder neu auszuloten, was jetzt nötig ist. Das Buch gibt dazu viele Hilfen.
Es brauchte einige Umstelltage, mittlerweile klappt es relativ gut. Hängt aber auch mit den Tagesaktivitäten zusammen. Zu aufregend s stört wieder die Routine.
Einschlafen klappt momentan sehr gut, indem wir, wie gesagt, die richtige Zeit treffen, im Bett ein gemütliches düsteres Licht oben an der Wand anmachen. Das ist gerade hell genug, dass ich noch ein bisschen lesen kann beim Stillen. Wenn er doch noch zu wach ist, versuch ich nicht aufzustehen, sondern mit ihm ein Buch zu lesen. Auch viermal, wenn es sein muss. Zur Not dann wenigstens im Zimmer zu bleiben. Ich leg mich dann im Notfall auf eine Matratze auf den Boden, lese und lasse ihn alleine spielen. Findet er natürlich nicht so gut, aber das einzige Angebot, dass ich ihm mache, ist Stillen im Bett. Oder Lesen im Bett.
Bei allen Versuchen sind wir aber nicht dogmatisch. Wenn es mal so gar nicht klappt, geh ich mit ihm auch wieder runter und wir lassen ihn rumflumpen. Aber wenn das zu häufig passiert, versuche ich wieder neu auszuloten, was jetzt nötig ist. Das Buch gibt dazu viele Hilfen.
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Bienenmeister, das freut mich sehr für euch, dass gestern Abend und heute alles so entspannt lief.
Mach unbedingt weiter so! Nimm dich und deine Bedürfnisse ernst, wie soll dein Sohn es sonst tun.
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Hi bienenmeister,
ich denke:
- Dein Kind schläft tagsüber zu viel
- Dein Kind ist mindestens bei den ersten Schlafversuchen noch nicht müde genug
- Dein Kind braucht ein Einschlafritual.
Letzter Punkt ist der komplizierteste, weil er nicht sofort funktionieren wird. Er muss gelernt werden, von Mama und Papa und Kind. Akzeptiert werden. Am Anfang strikt eingehalten, was schon mal anstrengend sein kann. Ein Ritual muss sich etablieren. Danach wirkt es aber Wunder. Buch anschauen finde ich persönlich in diesem Alter übrigens kein gutes Ritual (meine persönliche Meinung). Das ist nichts, was ruhig macht, das ist in diesem Alter sehr anregend und anstrengend. Bei uns war es das tägliche Bad, jeden Abend der gleiche Ablauf, JEDER Handgriff jeden Abend identisch, der Wunder gewirkt hat. Mittlerweile kann das auch mal variiert werden, ausfallen, bei Freunden stattfinden... Aber: gerade gestern abend war es spät, wir hatten keine Lust, Kind zu baden, und prompt hatte Kind Mühe, in den Schlaf zu finden.
Und sag mal: ist Eure Schlafzimmertür offen? Könnte Kind allein ins Schlafzimmer gehen und sich hinlegen, wenn er müde wird? Aber weiß er überhaupt, dass er im Schlafzimmer schläft? Schließlich schläft er ja laut Deinen Ansagen immer im Wohnzimmer ein.
Ich denke, er ist am Anfang noch nicht müde genug. Irgendwann wird er müde, aber er hat keinen Anhaltspunkt dafür, wo und wie er sich entspannen soll. Wo und wie er in den Schlaf finden kann. Er würde gern schlafen, aber er weiß nicht, wie es geht. Er weiß nicht, dass Du willst, dass er im Schlafzimmer schläft. Er weiß nicht, dass er stille liegen muss, um einschlafen zu können. Er weiß nur, dass die Müdigkeit körperlich weh tut, und er weint, weil ihn das quält und er es nicht abstellen kann. Er kann es nicht allein. Er braucht Deine Hilfe.
Wie oft und wie lange schläft er denn noch pro Tag? Wir mussten beim Mäusel schon ab 12 Monaten den Tagesschlaf begrenzen, wenn wir abends eine Chance haben wollten...
ich denke:
- Dein Kind schläft tagsüber zu viel
- Dein Kind ist mindestens bei den ersten Schlafversuchen noch nicht müde genug
- Dein Kind braucht ein Einschlafritual.
Letzter Punkt ist der komplizierteste, weil er nicht sofort funktionieren wird. Er muss gelernt werden, von Mama und Papa und Kind. Akzeptiert werden. Am Anfang strikt eingehalten, was schon mal anstrengend sein kann. Ein Ritual muss sich etablieren. Danach wirkt es aber Wunder. Buch anschauen finde ich persönlich in diesem Alter übrigens kein gutes Ritual (meine persönliche Meinung). Das ist nichts, was ruhig macht, das ist in diesem Alter sehr anregend und anstrengend. Bei uns war es das tägliche Bad, jeden Abend der gleiche Ablauf, JEDER Handgriff jeden Abend identisch, der Wunder gewirkt hat. Mittlerweile kann das auch mal variiert werden, ausfallen, bei Freunden stattfinden... Aber: gerade gestern abend war es spät, wir hatten keine Lust, Kind zu baden, und prompt hatte Kind Mühe, in den Schlaf zu finden.
Und sag mal: ist Eure Schlafzimmertür offen? Könnte Kind allein ins Schlafzimmer gehen und sich hinlegen, wenn er müde wird? Aber weiß er überhaupt, dass er im Schlafzimmer schläft? Schließlich schläft er ja laut Deinen Ansagen immer im Wohnzimmer ein.
Ich denke, er ist am Anfang noch nicht müde genug. Irgendwann wird er müde, aber er hat keinen Anhaltspunkt dafür, wo und wie er sich entspannen soll. Wo und wie er in den Schlaf finden kann. Er würde gern schlafen, aber er weiß nicht, wie es geht. Er weiß nicht, dass Du willst, dass er im Schlafzimmer schläft. Er weiß nicht, dass er stille liegen muss, um einschlafen zu können. Er weiß nur, dass die Müdigkeit körperlich weh tut, und er weint, weil ihn das quält und er es nicht abstellen kann. Er kann es nicht allein. Er braucht Deine Hilfe.
Wie oft und wie lange schläft er denn noch pro Tag? Wir mussten beim Mäusel schon ab 12 Monaten den Tagesschlaf begrenzen, wenn wir abends eine Chance haben wollten...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Vergiss mein Post, ich habe eben erst alle Beiträge gelesen.
Bienenmeister: ich würde Dir ganz ganz warm ein Buch empfehlen. Jesper Juul: Dein kompetentes Kind. Juul schreibt, dass man einem Kind keine Grenzen setzen muss, das macht das Leben schon ganz allein. ABER: man muss als Eltern seine persönlichen Grenzen wahren! Ich glaube, das ist der Punkt, an dem Du gerade knabberst.
Liebe Grüße
S.
Bienenmeister: ich würde Dir ganz ganz warm ein Buch empfehlen. Jesper Juul: Dein kompetentes Kind. Juul schreibt, dass man einem Kind keine Grenzen setzen muss, das macht das Leben schon ganz allein. ABER: man muss als Eltern seine persönlichen Grenzen wahren! Ich glaube, das ist der Punkt, an dem Du gerade knabberst.
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Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Ich schicks trotzdem mal noch ab:
Nicht ertragen kann ein Kind die unerklärliche Abwesenheit von Mama und Papa. Oder Schmerzen. Oder schwere Krankheit.
Aber Frustration kann ein Kind ertragen. Auch wenn es keinen Spaß macht. Kleiner, feiner Unterschied.
Und Du misshandelst Dein Kind nicht, wenn Du den Tagesschlaf regulierst oder begrenzt, keineswegs. Für Dein Kind ist es viel qualvoller, was Du vorherbeschreibst, wenn er nachts weinend durch die Wohnung rennt, und nicht weiß, wie er sich beruhigen kann.
Für mich klingt das, als ob Du es nicht schaffst, zu Deinem Kind JEMALS "nein" zu sagen. Ihm jemals irgendwas zuzumuten. Du musst Deinem Kind keine Grenzen setzen im Sinne von: ihn absichtlich ärgern, wie es noch vor einer Generation üblich war. Aber Dein Kind braucht Deine Führung, Deine Anleitung, für so vieles im Leben. Es kann vieles selbst bestimmen, aber es braucht Dich als starken Leitwolf, als den, der den Ton angibt. Möchte bei AnnaKatharina unterschreiben: Überlege Dir, wo DEINE Grenzen sind. Und dann sage das Deinem Kind. Liebevoll, aber klar. Und dann VERTEIDIGE Deine Grenzen.
Bei uns sind übrigens lange, anstrengende Wanderungen o.ä. tabu, seit Kind da ist. Den ganzen Tag unterwegs mit Kind, wie Du es beschreibst, da sind wir abends auch beide zu erschöpft, um uns noch sinnvoll ums Kind zu kümmern.
Dass Du mal kein Gemotze hören willst, kann ich SEEEEEEEHR gut verstehen. Aber: Dein Kind ist 1. mitten in der Trotzphase, und 2. so wie es klingt, keine Führung durch Dich gewohnt, beides vermehrt das meckern. Einfachstes Mittel: kauf Dir Ohropax. Kind motzt immer noch, aber für Dich ist es nur noch halb so schlimm.
Doch, das kann er ertragen. Es ärgert ihn in diesem Augenblick, das ganz sicher. Es macht ihn wütend. Aber er kann es ertragen.bienenmeister hat geschrieben:Aber es gelingt mir nicht, eine Grenze so zu ziehen, dass er es ertragen kann. Er kann es NICHT ertragen, dass er mein Glas nicht haben darf.
Nicht ertragen kann ein Kind die unerklärliche Abwesenheit von Mama und Papa. Oder Schmerzen. Oder schwere Krankheit.
Aber Frustration kann ein Kind ertragen. Auch wenn es keinen Spaß macht. Kleiner, feiner Unterschied.
Definitiv. Nichts mehr trinken geht definitiv über Deine Grenzen hinaus. Das ist ungesund, das ist unnatürlich, das ist nicht durchhaltbar, das geht gar nicht.Ist der Punkt erreicht, dass ich meine körperliche Überlegenheit nutzen sollte, zu trinken, ohne dass er die Flasche/ das Glas berühren darf und ich weitertrinke, auch wenn er sich dann wegbrüllt?
Und Du misshandelst Dein Kind nicht, wenn Du den Tagesschlaf regulierst oder begrenzt, keineswegs. Für Dein Kind ist es viel qualvoller, was Du vorherbeschreibst, wenn er nachts weinend durch die Wohnung rennt, und nicht weiß, wie er sich beruhigen kann.
Für mich klingt das, als ob Du es nicht schaffst, zu Deinem Kind JEMALS "nein" zu sagen. Ihm jemals irgendwas zuzumuten. Du musst Deinem Kind keine Grenzen setzen im Sinne von: ihn absichtlich ärgern, wie es noch vor einer Generation üblich war. Aber Dein Kind braucht Deine Führung, Deine Anleitung, für so vieles im Leben. Es kann vieles selbst bestimmen, aber es braucht Dich als starken Leitwolf, als den, der den Ton angibt. Möchte bei AnnaKatharina unterschreiben: Überlege Dir, wo DEINE Grenzen sind. Und dann sage das Deinem Kind. Liebevoll, aber klar. Und dann VERTEIDIGE Deine Grenzen.
Bei uns sind übrigens lange, anstrengende Wanderungen o.ä. tabu, seit Kind da ist. Den ganzen Tag unterwegs mit Kind, wie Du es beschreibst, da sind wir abends auch beide zu erschöpft, um uns noch sinnvoll ums Kind zu kümmern.
Dass Du mal kein Gemotze hören willst, kann ich SEEEEEEEHR gut verstehen. Aber: Dein Kind ist 1. mitten in der Trotzphase, und 2. so wie es klingt, keine Führung durch Dich gewohnt, beides vermehrt das meckern. Einfachstes Mittel: kauf Dir Ohropax. Kind motzt immer noch, aber für Dich ist es nur noch halb so schlimm.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
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Ikaya
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Hey,
ich habe (aus Zeitmangel) nicht die ganze Diskussion gelesen, möchte Dir aber trotzdem schreiben, was mir zu Deiner Situation einfällt. Wir kennen uns ja und Du auch die beiden Kinder. Mit der Großen hatten wir ähnliche Probleme wie Du jetzt mit A.
Was mir einfällt:
- Abendritual. Egal welches. Der einzige Sinn eines Rituals ist, dass das Kind weiss was als nächstes passiert. Weil es immer passiert. Immer und immer wieder. Ohne Ausnahme. Das Kind kann sich so darauf einstellen und macht mit. Er weiss, was von ihm "erwartet" wird. An Eurer Stelle würde ich das auch zeitlich weit früher einführen als 21:00 Uhr, denn es klingt für mich als würde A. abends einfach "orientierungslos" rumschlingern. So durchbrecht ihr auch den Kreis, seiner Erwartungen. Es wird nicht sofort klappen. Aber gebt euch mindestens 1-2 Wochen Zeit (mit "fertigem" Ritual, ohne Experimente und Änderungen). Es wird klappen.
- Macht: Ich finde es toll, dass Ihr keine Machtspiele spielen wollt. Aber vergesst nicht. Eltern haben natürlich Macht über ihre Kinder und müssen sie auch einsetzen. Denn Kinder sind keine fertigen Wesen mit einem klaren inneren Kompass, der ihnen zB sagt, wann sie müde sind und schlafen müssen. Kinder brauchen Regeln und Grenzen und klare und eindeutige Ansagen. Wenn Du A. beschreibst, kommt bei mir das Gefühl auf, dass er nach Orientierung und Hilfestellung schreit. Diese Form von Macht nicht auszuüben bringt das Kind in eine unnötige Hilflosigkeit und ist mE auch eine Form von Machtmissbrauch. Wenn auch eine verbreitete und gut gemeinte.
- Ort: Wenn A. im Schlafzimmer schlafen soll, dann lass ihn im Schlafzimmer einschlafen. Ohne Spielen, ohne Reden, ohne Musik, ohne oder mit wenig Licht. Es ist Nacht. Ruhezeit. Der Organismus nimmt das auch über die Umgebung (Dunkelheit, Stille) wahr. Auch das wird eine Zeit dauern. Aber bleib dabei, nimm Dir die Zeit, die Ruhe, ihm das Nahe zu bringen.
Stillen: Hat A. Wirklich Durst/Hunger oder mag er das Stillen einfach so gerne? Wenn zweites der Fall ist, kannst Du auch sanft (!) das Stillen durch eine andere „schöne“ Gewohnheit ablösen. Ich mag auch nicht mehr nachts ständig stillen. Mein Mann schläft jetzt neben der Kleinen und wenn sie aufwacht, kuschelt er mit ihr und trägt sie notfalls rum. Hat sie einfach lieb. Klar beschwert sie sich am Anfang und am ersten Abend auch laut. Das darf sie auch. Sie muss eine schöne Gewohnheit ablegen. Aber der Papa ist da und kuschelt. Gestern in der 3. Nacht ist sie öfter kurz aufgewacht, ist aber immer schnell und ohne weinen wieder eingeschlafen. Um 4 hat sie geweint und wollte nicht wieder einschlafen, also habe ich gestillt.
Wichtig ist: Liebevolle Konsequenz und Gelassenheit! Und immer immer da sein mit Körperkontakt. Die Kinder weinen nie (!!!) alleine.
Ich drück Dich und hoffe, dass es bald besser wird.
Ach ja. Und sag Deinem Mann von mir er soll Dich gefälligst unterstützen und Dir keine Steine in den Weg werfen!
ich habe (aus Zeitmangel) nicht die ganze Diskussion gelesen, möchte Dir aber trotzdem schreiben, was mir zu Deiner Situation einfällt. Wir kennen uns ja und Du auch die beiden Kinder. Mit der Großen hatten wir ähnliche Probleme wie Du jetzt mit A.
Was mir einfällt:
- Abendritual. Egal welches. Der einzige Sinn eines Rituals ist, dass das Kind weiss was als nächstes passiert. Weil es immer passiert. Immer und immer wieder. Ohne Ausnahme. Das Kind kann sich so darauf einstellen und macht mit. Er weiss, was von ihm "erwartet" wird. An Eurer Stelle würde ich das auch zeitlich weit früher einführen als 21:00 Uhr, denn es klingt für mich als würde A. abends einfach "orientierungslos" rumschlingern. So durchbrecht ihr auch den Kreis, seiner Erwartungen. Es wird nicht sofort klappen. Aber gebt euch mindestens 1-2 Wochen Zeit (mit "fertigem" Ritual, ohne Experimente und Änderungen). Es wird klappen.
- Macht: Ich finde es toll, dass Ihr keine Machtspiele spielen wollt. Aber vergesst nicht. Eltern haben natürlich Macht über ihre Kinder und müssen sie auch einsetzen. Denn Kinder sind keine fertigen Wesen mit einem klaren inneren Kompass, der ihnen zB sagt, wann sie müde sind und schlafen müssen. Kinder brauchen Regeln und Grenzen und klare und eindeutige Ansagen. Wenn Du A. beschreibst, kommt bei mir das Gefühl auf, dass er nach Orientierung und Hilfestellung schreit. Diese Form von Macht nicht auszuüben bringt das Kind in eine unnötige Hilflosigkeit und ist mE auch eine Form von Machtmissbrauch. Wenn auch eine verbreitete und gut gemeinte.
- Ort: Wenn A. im Schlafzimmer schlafen soll, dann lass ihn im Schlafzimmer einschlafen. Ohne Spielen, ohne Reden, ohne Musik, ohne oder mit wenig Licht. Es ist Nacht. Ruhezeit. Der Organismus nimmt das auch über die Umgebung (Dunkelheit, Stille) wahr. Auch das wird eine Zeit dauern. Aber bleib dabei, nimm Dir die Zeit, die Ruhe, ihm das Nahe zu bringen.
Stillen: Hat A. Wirklich Durst/Hunger oder mag er das Stillen einfach so gerne? Wenn zweites der Fall ist, kannst Du auch sanft (!) das Stillen durch eine andere „schöne“ Gewohnheit ablösen. Ich mag auch nicht mehr nachts ständig stillen. Mein Mann schläft jetzt neben der Kleinen und wenn sie aufwacht, kuschelt er mit ihr und trägt sie notfalls rum. Hat sie einfach lieb. Klar beschwert sie sich am Anfang und am ersten Abend auch laut. Das darf sie auch. Sie muss eine schöne Gewohnheit ablegen. Aber der Papa ist da und kuschelt. Gestern in der 3. Nacht ist sie öfter kurz aufgewacht, ist aber immer schnell und ohne weinen wieder eingeschlafen. Um 4 hat sie geweint und wollte nicht wieder einschlafen, also habe ich gestillt.
Wichtig ist: Liebevolle Konsequenz und Gelassenheit! Und immer immer da sein mit Körperkontakt. Die Kinder weinen nie (!!!) alleine.
Ich drück Dich und hoffe, dass es bald besser wird.
Ach ja. Und sag Deinem Mann von mir er soll Dich gefälligst unterstützen und Dir keine Steine in den Weg werfen!
- bienenmeister
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Ikaya, ich freue mich dass du dich meldest.
ICH hatte heute MIT MEINEM KIND einen fantastischen Tag. Es hat alles gut geklappt. Ich habe meine Bedürfnisse bejaht, durchgesetzt, unseren Tag gestaltet. Es gab keine Komplikationen. Ich fühle mich stark, ich fühle mich gut.
Ja. ICH kann das auch. Es hat viele Monate geklappt. Als er ganz new born war, ging es nur mit abendlichen Tragen, dann war es eine Zeit Schlafzimmer, dann waren es unsere gemütlichen TV-Abende. Und ich werde es auch jetzt schaffen. Nachdem ich mich an meine Forumsweiber gewandt habe, habe ich es gestern SOFORT geschafft, die Situation zu verändern, das Ruder wieder zu übernehmen. Also werde ich es auch in Zukunft schaffen.
Nachdem ich gestern das Kind in einer Punktlandung ins Bett verfachtet habe, habe ich mit meinem Mann rund 3 Stunden diskutiert, und zum eine Trilliardeste Mal kam der "geregelte Tagesablauf" auf den Diskussionsplan. Mein Mann hat zugestimmt, sich den Fred hier durchgelesen, sich überzeugen lassen, JA ES HÄTTE SCHON LÄNGST ETABLIERT SEIN MÜSSEN UND WIR SIND IN DER VERANTWORTUNG DAS SOFORT ZU ÄNDERN.
Alexander natürlich heute morgen um kurz vor sechs schon völlig durchgepuscht aufgewacht und bedurfte Betreuung. Wer ist aufgestanden? Ich
Habe ihn aufgefrischt, Frühstück gemacht, ihn neben Haushalt beschäftigt, als er nölig wurde auf den Rücken geschnallt. Gegen sieben ließ mein Mann sich kurz blicken, um etwas zu trinken und dann wieder ins Bett zu gehen
Ich habe ihn sofort zur Rede gestellt, was das soll, abgemacht war schließlich anderes. Er sei müde. Ja, das bin ich auch, auch meine Nacht war kurz. "Ja dann leg dich doch auch hin und schlaf!" (Alexander schlief schon wieder).
Ich habe ihm das nicht durchgehen lassen und ihn aus dem Bett gescheucht. Er hat sich aber nicht beugen lassen und ist nichtsnutzend durch die Wohnung geschliechen, vor mir flüchtend. Ich habe dann MEIN DING weiter gemacht und hatte heute wie gesagt einen guten Tag.
Aber ich werde das niemals durchhalten. Er fällt mir immer wieder in den Rücken, hält sich an keine Absprachen, er ist macht immer alles kaputt durch seine Unachtsamkeit. Dadurch fühle ich mich wertlos, meine Bedürfnisse werden tagtäglich missachtet und negiert.
Ich habe richtig Schiss wie das weitergehen soll! Ich sehe mich einfach in einer Woche wieder inderselben Sch***** sitzen, weil ich ohne die Unterstützung meines Mannes nicht klar komme. Ich kann das nicht, hier wie in einer WG zu leben, dieses "alleinerziehen mit Mann und Kind".
ICH hatte heute MIT MEINEM KIND einen fantastischen Tag. Es hat alles gut geklappt. Ich habe meine Bedürfnisse bejaht, durchgesetzt, unseren Tag gestaltet. Es gab keine Komplikationen. Ich fühle mich stark, ich fühle mich gut.
Ikaya hat geschrieben: Was mir einfällt:
- Abendritual. Egal welches. Der einzige Sinn eines Rituals ist, dass das Kind weiss was als nächstes passiert. Weil es immer passiert. Immer und immer wieder. Ohne Ausnahme. Das Kind kann sich so darauf einstellen und macht mit. Er weiss, was von ihm "erwartet" wird. An Eurer Stelle würde ich das auch zeitlich weit früher einführen als 21:00 Uhr, denn es klingt für mich als würde A. abends einfach "orientierungslos" rumschlingern. So durchbrecht ihr auch den Kreis, seiner Erwartungen. Es wird nicht sofort klappen. Aber gebt euch mindestens 1-2 Wochen Zeit (mit "fertigem" Ritual, ohne Experimente und Änderungen). Es wird klappen.
Ja. ICH kann das auch. Es hat viele Monate geklappt. Als er ganz new born war, ging es nur mit abendlichen Tragen, dann war es eine Zeit Schlafzimmer, dann waren es unsere gemütlichen TV-Abende. Und ich werde es auch jetzt schaffen. Nachdem ich mich an meine Forumsweiber gewandt habe, habe ich es gestern SOFORT geschafft, die Situation zu verändern, das Ruder wieder zu übernehmen. Also werde ich es auch in Zukunft schaffen.
Das ist natürlich MEINE Baustelle. Und ich muss das lernen. Ich bin von meiner übermächtigen Mutter zu viel missbraucht worden, aber ich bin zuversichtlich, dass ich lernen kann, eine gesunde Haltung gegenüber meinem Kind zu etablieren. Das Thematisieren hier im Forum oder mit "unerzogenen" Freunden im real life helfen mir dabei (DU fehlst mir!!!!).Ikaya hat geschrieben:- Macht: Ich finde es toll, dass Ihr keine Machtspiele spielen wollt. Aber vergesst nicht. Eltern haben natürlich Macht über ihre Kinder und müssen sie auch einsetzen. Denn Kinder sind keine fertigen Wesen mit einem klaren inneren Kompass, der ihnen zB sagt, wann sie müde sind und schlafen müssen. Kinder brauchen Regeln und Grenzen und klare und eindeutige Ansagen. Wenn Du A. beschreibst, kommt bei mir das Gefühl auf, dass er nach Orientierung und Hilfestellung schreit. Diese Form von Macht nicht auszuüben bringt das Kind in eine unnötige Hilflosigkeit und ist mE auch eine Form von Machtmissbrauch. Wenn auch eine verbreitete und gut gemeinte.
Es hat gestern sofort geklappt. Ich war, wie habe ich es hier gelesen, klar und deutlich. Es hat SOFORT geklappt. Übrigens auch heute Mittag, und da war es mangelns Verdunklungsmöglichkeiten taghell und ich habe nebeher einen aufgeweckten 3 Jährigern betreut.Ikaya hat geschrieben:- Ort: Wenn A. im Schlafzimmer schlafen soll, dann lass ihn im Schlafzimmer einschlafen. Ohne Spielen, ohne Reden, ohne Musik, ohne oder mit wenig Licht. Es ist Nacht. Ruhezeit. Der Organismus nimmt das auch über die Umgebung (Dunkelheit, Stille) wahr. Auch das wird eine Zeit dauern. Aber bleib dabei, nimm Dir die Zeit, die Ruhe, ihm das Nahe zu bringen.
Ich stille wesentlich weniger, wenn mein Mann nicht zugegen ist - das Thema kennst du ja schon ("du gibst dem Kind schon wieder nicht SEINE Milch"). Ich habe Alexander beigebracht durch einen Strohalm zu trinken.Ikaya hat geschrieben:Stillen: Hat A. Wirklich Durst/Hunger oder mag er das Stillen einfach so gerne? Wenn zweites der Fall ist, kannst Du auch sanft (!) das Stillen durch eine andere „schöne“ Gewohnheit ablösen. Ich mag auch nicht mehr nachts ständig stillen. Mein Mann schläft jetzt neben der Kleinen und wenn sie aufwacht, kuschelt er mit ihr und trägt sie notfalls rum. Hat sie einfach lieb. Klar beschwert sie sich am Anfang und am ersten Abend auch laut. Das darf sie auch. Sie muss eine schöne Gewohnheit ablegen. Aber der Papa ist da und kuschelt. Gestern in der 3. Nacht ist sie öfter kurz aufgewacht, ist aber immer schnell und ohne weinen wieder eingeschlafen. Um 4 hat sie geweint und wollte nicht wieder einschlafen, also habe ich gestillt.
Ich will jetzt nicht gemein und vereinfachend werden. ABER GENAU DAS IST MEIN GRÖSSTES PROBLEM!!!!!Ikaya hat geschrieben:Ach ja. Und sag Deinem Mann von mir er soll Dich gefälligst unterstützen und Dir keine Steine in den Weg werfen!
Nachdem ich gestern das Kind in einer Punktlandung ins Bett verfachtet habe, habe ich mit meinem Mann rund 3 Stunden diskutiert, und zum eine Trilliardeste Mal kam der "geregelte Tagesablauf" auf den Diskussionsplan. Mein Mann hat zugestimmt, sich den Fred hier durchgelesen, sich überzeugen lassen, JA ES HÄTTE SCHON LÄNGST ETABLIERT SEIN MÜSSEN UND WIR SIND IN DER VERANTWORTUNG DAS SOFORT ZU ÄNDERN.
Alexander natürlich heute morgen um kurz vor sechs schon völlig durchgepuscht aufgewacht und bedurfte Betreuung. Wer ist aufgestanden? Ich
Ich habe ihm das nicht durchgehen lassen und ihn aus dem Bett gescheucht. Er hat sich aber nicht beugen lassen und ist nichtsnutzend durch die Wohnung geschliechen, vor mir flüchtend. Ich habe dann MEIN DING weiter gemacht und hatte heute wie gesagt einen guten Tag.
Aber ich werde das niemals durchhalten. Er fällt mir immer wieder in den Rücken, hält sich an keine Absprachen, er ist macht immer alles kaputt durch seine Unachtsamkeit. Dadurch fühle ich mich wertlos, meine Bedürfnisse werden tagtäglich missachtet und negiert.
Ich habe richtig Schiss wie das weitergehen soll! Ich sehe mich einfach in einer Woche wieder inderselben Sch***** sitzen, weil ich ohne die Unterstützung meines Mannes nicht klar komme. Ich kann das nicht, hier wie in einer WG zu leben, dieses "alleinerziehen mit Mann und Kind".
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
.... lost in translation ....
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(miri)
- Profi-SuTler
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- Registriert: 24.03.2008, 21:24
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Biene, ich dachte erst, dass du und dein Mann ein gutes Team wären und war schon ein wenig neidisch, weil wir uns hier oft uneinig waren was das Kind und vor allem das Einschlafen betrifft.
Doch so wie du das jetzt beschreibst, klingt es auch nichts prickelnd und schon gar nicht nach Teamwork. Das tut mir leid, ich kenne das von meiner Freundin, sie war die einzige, die ihr leben nach der Geburt des Kindes umgestellt hat, der Freund lebt weiter wie bisher, geht abends fort und beschwert sich, wenn das Kind zu laut ist...
Ich hoffe du kannst an der Situation etwas ändern, vielleicht bestärkt dich ja schon der heutige Tag.
Ich Drücke dir die Daumen und hoffe, dass ihr es heute wieder so stressfrei schafft. Das hilft dem kleinen und dadurch auch dir.
Doch so wie du das jetzt beschreibst, klingt es auch nichts prickelnd und schon gar nicht nach Teamwork. Das tut mir leid, ich kenne das von meiner Freundin, sie war die einzige, die ihr leben nach der Geburt des Kindes umgestellt hat, der Freund lebt weiter wie bisher, geht abends fort und beschwert sich, wenn das Kind zu laut ist...
Ich hoffe du kannst an der Situation etwas ändern, vielleicht bestärkt dich ja schon der heutige Tag.
Ich Drücke dir die Daumen und hoffe, dass ihr es heute wieder so stressfrei schafft. Das hilft dem kleinen und dadurch auch dir.
Schliess ab, mit dem, was war, sei glücklich über das, was ist und offen für das, was kommt!
Das Leben ist schön! ...von "einfach" war nie die Rede.
Miriam mit Junior(05/09), Madame(01/13) und Sir(07/14)
Das Leben ist schön! ...von "einfach" war nie die Rede.
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