Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Fchen
ist nicht mehr wegzudenken
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Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Fchen »

Hallo,

mein Sohnkind wird pumpgestillt. Bislang habe ich ein monatliches Rezept vom KiA bekommen, was von der Krankenkasse anstandslos akzeptiert wurde. Heute wies mich die Apotheke darauf hin, dass ich mir nicht so viel Hoffnungen machen sollte, dass die Krankenkasse weiter die Mietgebühren für die Medela Symphony trägt, da mein Sohn nun über 6 Monate alt ist (er ist 8,5 Monate alt).
Ich kann sie natürlich auch privat leihen, allerdings läppert sich natürlich mit 1,92 € pro Tag gut was an :? .

An die Mütter, denen es vielleicht ähnlich geht/ging: Wie lange hat Eure Krankenkasse die Milchpumpe finanziert?
Mein KiA wird mir sicher weiter Rezepte ausstellen, das ist kein Problem.

Wie effizient sind "kleinere" Handpumpen im Vergleich zu den professionelleren Pumpen wie der Medela Symphony? Ist es eine Alternative, sich halt zB eine Medela Swing zu kaufen statt die Symphony privat zu mieten? Ich pumpe halt nach Möglichkeit immer die gesamte benötigte Milchmenge, ist das mit z.B. mit einer Medela Swing überhaupt machbar?
Er ist zwar durchaus beikostinteressiert und probiert viel, aber Hauptnahrung ist eindeutig noch ganz klar Milch, da kommt also durchaus eine gute Milchmenge zusammen.

Ich bin auch für andere Pumpenvorschläge offen. Da ich ja grundsätzlich noch eine gute Weile weiter pumpen möchte, würde ich auch nochmal in eine gute Pumpe investieren - bei der Symphony wird ja aber trotzdem vermutlich Leihen auch langfristig die günstigere Alternative sein :roll: .
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
mafrinian
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von mafrinian »

Ich habe für meine großen Zwillinge abgepumt,
sie waren Frühchen und wir waren leider auf einer stillunfreundlichen Station und
ich hab sie nicht zurück an die Brust bekommen.
Ich hab die Krankenkasse angefragt, ob sie mir eine Pumpe bezahlen würden,
dass es ja langfristig viel günstiger wäre...und auch begründet, dass ich weiter pumpen will,
weil die Muttermilch von meinen beiden ja viiiiiiiel besser vertragen wurde und wegen Allergien usw...
Sie haben dann aus Kulanz mir die Medela Pump and Style (so hieß die damals für Berufstätige, mit kleinem Kühlfach, in eine Tasche integriert,
weiß nicht, ob es sowas noch gibt, aber die ist sooooooooooooooo toll, hat mir bei meinen 3 weiteren Frühchen auch gute Dienste geleistet,
allerdings konnte ich die dann zu Hause bald stillen) zu großen Teilen finanziert. Den Rest hab ich aufbezahlt, war aber überschaubar und ich war super dankbar.
Hab für die beiden 18 Monate abgepumpt.
Versuchs doch mal mit einer Anfrage!
Viel Glück!
Viele liebe Grüße von

mafri
mit 5fach Glück :sling_doppel_2: :sling_doppel_2: :sling:
Fchen
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Fchen »

Was meinst Du denn mit Anfrage?
Es ist zumindest jetzt so, dass ich alle 4 Wochen ein Rezept einreichen muss. Die ersten Monate ging das direkt bei der KK durch, nach dem 4. oder 5. Rezept muss die Apotheke nun jedes Mal einen Kostenvoranschlag an die KK senden und diese entscheidet dann jedes Mal neu darüber. Ein ganz schöner Aufwand ist das jeden Monat.
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
kuscheltiger
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von kuscheltiger »

Ich habe die Große 16 Monate pumpgestillt und bis zum Ende ein Rezept bekommen.
Das wurde auch immer akzeptiert.
Allerdings hat sich seither wohl einiges geändert und bei der zweiten Tochter habe ich anfangs gepumpt, da war es nach 4 Wochen schon eher schwierig...
Viele Grüße vom kuscheltiger
mit großer Maus 02/09 und kleiner Maus 03/11
Fchen
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Fchen »

Ach, und Nachtrag, das ist natürlich besonders spannend für mich als Zwillingsmama.

Wie gut hat das Pumpen mit den Zwillingen geklappt? Ich meine das jetzt organisatorisch? Derzeit geht es bei mir wirklich fast nur noch, wenn mein Mann daheim ist, mehr als 3-4 mal schaffe ich es kaum noch und muss seit 2 Monaten oft mit Kunstmilch ergänzen. Ich würde mich freuen, wenn Du mal berichtest.
Magst Du auch erzählen, wie Du denn Punkt gefunden hast, dann mit 18 Monaten aufzuhören?
Ich würde gerne stillen, bis meine Tochter sich selbst abstillst... mit meinem pumpstillenden Sohn stelle ich es mir irgendwie schwieriger vor?
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
mafrinian
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von mafrinian »

Naja, mit Anfrage meinte ich einen freundlichen Brief an deine Krankenkasse,
am besten gleich mit einem Preis, was die Pumpe, die du möchtest kosten würde.
Und dazu halt die Gründe, warum du gern weiter pumpen möchtest...

Ich fand das mit dem Abpumpen ziemlich schwierig, besonders am Anfang und nachts :(
Erst den einen füttern, dann den anderen, dann abpumpen, dann Milch versorgen, dann war der erste wieder wach.
Oft musste einer ja weinen, weil ich pumpte oder den anderen versorgte.
Dazu die Berge an schmutzigen Flaschen und Pumpbestecken.
Puh, ich hab keine so tollen Erinnerungen an die erste Zeit. Leider hatten wir auch keinerlei Oma, Hilfe o.ä.,
wenn mein Mann abends kam, war ich oft noch ungeduscht, hatte nichts gegessen und war am Heulen.
Ich hab mir mit dem Abpumpen auch so einen Druck gemacht,
aber es waren meine ersten Kinder und ich wollte es halt gut machen und die Zwerge hatten die Kunstmilch so schlecht vertragen...
Ach ja, ich hab auch irgendwann Pre zugefüttert, besonders für den Nachschlag, weil ich die mühsam erarbeitete Milch nicht
wegkippen wollte.
Irgendwann war dann Routine drin und es ging leichter, ich hab dann auch nicht mehr so viel gepumpt, hatte aber am Morgen richtig große Mengen, solange mein Mann noch da war. Ich habe beidseitig abgepumpt ca. 20min und hatte damit viel mehr, als sie in 2 Portionen tranken und die Pre im Rücken hat auch Druck rausgenommen. Über Tag war es oft schwierig mit dem Pumpen, abends hab ich dann vor dem Einschlafen noch mal lange gepumpt-
Und die eigene Pumpe hat mir mehr Beweglichkeit (Hochzeitseinladung, Urlaub, längere Besuche) ermöglicht,
da bin ich heute noch dankbar dafür.
Mit Pumpen aufgehört habe ich, weil ich arbeiten gehen musste, als sie 18 Monate alt waren.
Da sie bis dahin aber ja schon anderes aßen und tranken, war das für mich dann ok.

Toll, dass du das überhaupt schaffst!
Du kannst echt megastolz auf die sein!
Wie machst du es denn? Hat jedes Kind seine eigene Brust? Oder pumpst du während des Stillens? Oder???

Ich hatte bei meinen Anlegversuchen immer das Gefühl, jetzt waren die Brüste grad leer gepumpt.
Ich hätte zumindest so ein Forum oder eine tolle Hebamme gebraucht...
Mach es so, dass es euch allen gut geht damit und versuch, es locker zu sehen,
ich wünschte, ich hätte das gekonnt, dann hätte ich die ersten Monate vielleicht mehr genießen können.
Alles Gute, auch für die Diskussion mit der Kasse.


P.S.
Bei den 2. Zwillingen, die ebenfalls Frühchen waren, habe ich darum nur kurz gepumpt, wären sie dann nicht an der Brust gewesen,
wären sie Flaschenkinder geworden, weil ich ja auch für die Großen noch Zeit brauchte.
Viele liebe Grüße von

mafri
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Lucccy
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Lucccy »

Fchen hat geschrieben:Ich kann sie natürlich auch privat leihen, allerdings läppert sich natürlich mit 1,92 € pro Tag gut was an :? .
Wenn die KK die Pumpe wirklich nicht mehr übernimmt, würde ich versuchen, mit der Apotheke zu "handeln". Eventuell kann man Dir ja als Langzeitnutzerin ein wenig entgegenkommen?
Fchen
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Fchen »

mafrinian hat geschrieben:
Ich fand das mit dem Abpumpen ziemlich schwierig, besonders am Anfang und nachts :(
Danke Dir für Deinen Bericht... es tut wirklich gut zu hören, dass es anderen auch nicht immer leicht fiel.
mafrinian hat geschrieben: Dazu die Berge an schmutzigen Flaschen und Pumpbestecken.
Ja, das kommt immer noch dazu :roll: .
mafrinian hat geschrieben: Irgendwann war dann Routine drin und es ging leichter, ich hab dann auch nicht mehr so viel gepumpt, hatte aber am Morgen richtig große Mengen, solange mein Mann noch da war. Ich habe beidseitig abgepumpt ca. 20min und hatte damit viel mehr, als sie in 2 Portionen tranken und die Pre im Rücken hat auch Druck rausgenommen. Über Tag war es oft schwierig mit dem Pumpen, abends hab ich dann vor dem Einschlafen noch mal lange gepumpt-
Ganz genauso ist es hier! Ich versuche jetzt auch nicht mehr, da hinterher zu kommen... ich pumpe nach dem Aufstehen, wenigstens 1 mal kurz tagsüber und dann abends. Was nicht reicht, wird als Pre ersetzt, bzw. jetzt schon ein bisschen über Beikost. Zu Beginn habe ich wesentlich öfter gepumpt... mit einem Kind im Tuch, das andere schlafend neben mir. Aber das geht jetzt einfach nicht mehr. Ich mag halt auch schöne Dinge mit beiden erleben und mich nicht den ganzen Tag neben die Pumpe stellen :roll: . Oder einfach nur kuschelnd mit ihnen liegenbleiben und nicht zur Pumpe schleichen....

mafrinian hat geschrieben: Wie machst du es denn? Hat jedes Kind seine eigene Brust? Oder pumpst du während des Stillens? Oder???
Ich habe so ziemlich alles durch. Am besten klappt es zweifellos, wenn ich parallel stille. Aber das habe ich dann doch aufgegeben, weil ich die schönen Stillmomente mit meiner Tochter nicht durch das Pumpen verderben wollte.
Jetzt ist es so: Meine Tochter stillt eine Seite. Wenn ich pumpe, dann beide Seiten - und die Seite intensiver, an der meine Tochter bei der letzten Stillmahlzeit nicht getrunken hat. Das klappt am besten.
mafrinian hat geschrieben: Ich hatte bei meinen Anlegversuchen immer das Gefühl, jetzt waren die Brüste grad leer gepumpt.
Das hat mich zu Beginn auch oft gestresst... was, wenn meine Tochter gleich stillen will und wegen dem Pumpen keinen neuen MSR auslösen kann? Aber das war nur mein Kopf... eigentlich war es dann in der Praxis recht unkompliziert.
mafrinian hat geschrieben: Alles Gute, auch für die Diskussion mit der Kasse.

Danke :P . Bin selbst gespannt, was ich erreichen kann...
Liebe Grüße,

Euer Fchen

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Sakura
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Sakura »

Hi Fchen,

was möglich ist und was geht, hängt natürlich immer von der entsprechenden Frau ab, davon, ob und wie gut sie beim Pumpen Milchspendereflexe auslösen kann, der produzierten Milchmenge....

Der Vorteil einer elektrischen Doppelpumpe ist, dass Du nur die halbe Zeit brauchst, der MSR schneller und beidseitig kommt, mehr Hormone ausgeschüttet werden. Es hat aber auch Nachteile: es ist laut, und Du sitzt fest.

Der riesige Vorteil einer Handpumpe ist, dass sie lautlos ist, Du kannst also neben Deinen schlafenden Babys sitzen, und sie werden es nicht hören. Je nachdem, wie leicht Deine Tochter ablenkbar ist, könntest Du auch pumpen, während sie an der anderen Seite stillt.
Der zweite, riesige Vorteil ist, dass Du damit absolut mobil bist. Du kannst beim Pumpen rumlaufen. Du kannst am Tisch beim Essen pumpen. Usw..
Der dritte riesige Vorteil ist, dass die Pumpe einhändig bedienbar ist. Du kannst also, wenn es sein muss, mit der anderen Hand die Kids bespaßen oder füttern oder was auch immer. Wenn Du wirklich kreativ wirst, müsste es sogar gehen, dass Du die Kids im Buggy schlafen schiebst, und dabei mit der anderen Hand diskret unter der Jacke und Stillshirt Milch abpumpst. Ich habe mal während eines Seminars diskret unter dem Stillshirt abgepumpt.

Ob das mit dem Rumlaufen etc. bei Dir funktioniert, hängt davon ab, wie gut Du Dich entspannen kannst und der MSR kommt. Aber ich habe die Flexibilität der Handpumpe so geschätzt, dass ich mir vorstellen könnte, dass sie Dir auch ZUSÄTZLICH zur elektrischen Doppelpumpe gute Dienste leisten könnte. Du könntest damit mehrmals am Tag noch zusätzlich mühelos ein bisschen Milch abpumpen, und damit die Pre-Menge für Deinen Sohn reduzieren.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Fchen
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Re: Pumpstillen - Pumpe, Krankenkasse,...

Beitrag von Fchen »

Hallo Sakura,

ich danke Dir sehr für Deine Antwort... sie bringt mich auf ganz neue Ideen.
Die Mobilität einer kleinen Pumpe habe ich bislang so gar nicht als Vorteil wahrgenommen.

Ich habe zB oft schon gedacht, dass ich prima beim Autofahren pumpen könnte (als Beifahrer natürlich) und dass es schade ist, dass es mit meiner Medela Symphony nicht machbar ist.

Einhändig die Zwerge zu bespaßen und mit der anderen Hand zu pumpen, das habe ich auch eine Weile praktiziert... hat prima geklappt, bis meine Kinder permanent die große Pumpe und das Kabel ansteuerten... die sind da ganz wild drauf :roll: . Mit einer Handpumpe wäre das vielleicht doch wieder machbar.

Gerade hab ich eine schöne kleine Nachtrunde mit meinen Hunden gemacht... auch wieder eine Gelegenheit zum pumpen?

Mal sehen... probieren werde ich es mal auf jeden Fall, denke ich. Selbst wenn es wirklich nur kleine Mengen ergeben sollte, wird ja zumindest stimuliert und mehrere kleine Mengen ergeben ja dann insgesamt dann vielleicht die 1-2 Pre Portionen, die ich mittlerweile oft ersetzen muss.
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
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