Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Moderator: Giraeffchen
- LaLeMi
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
(((Bienenmeister)))
Ein bisschen erinnerst du mich an mich vor 5 Jahren. Extrem bedürfnisstarkes Baby trifft auf Mutter, deren Bedürfnisse als Kind nicht gehört wurden. Tolle Kombi. Da unterschreibe ich in allem bei Mondenkind.
Eine kleine Hoffnung: häufig ist es tatsächlich so, das wenn ich denke, so geht das jetzt nun wirklich nicht mehr weiter und ich kann absolut nicht mehr, dann ändert sich was. Alles nur eine Phase.
Was ich aber glaube und auch das erinnert mich an mich : du tust alles, um ihn vermeintlich zufriedenzustellen und ignorierst dabei deine grenzen - und vermutlich auch seine, und er zeigt es, indem er schreit.
Das Beispiel mit dem Tag unterwegs incl Krabbelgruppe - du schreibst, du warst fix und alle. So ging es deinem Baby evtl auch . Ich wäre nach so einem Programm auch fertig - und mein Baby wohl auch. In manchem hat es bei uns gedauert, bis mein Baby sprechen konnte und erst recht, als dann das zweite da war . Meine große braucht nämlich zb ganz viel Ruhe, eigentlich. Sie ist auch schnell überreizt. Nichtsdestotrotz schien sie die Unternehmungen eine ganze zeit vermeintlich einzufordern. Ich glaubte eine ganze zeit, ich hätte ein Kind, das ständig Action will. Der Umstellungsprozess ( der in unserem fall eigentlich sogar von ihr ausging ) dauert. Ich glaube inzwischen, ihre und unsere grenzen geben den Kindern einen gewissen Rahmen, und ohne den sind sie auch haltlos. Sprich , dass ich die grenzen des Kindes sehe und akzeptiere , und meine auch kommuniziere. Und, auch ein so kleines versteht da ganz viel, wenn du es ihm sagst ! Es ist ein Lernprozess, und auch ich bin da noch mittendrin (und dieses eigene Grenzen und Bedürfnisse wahren bezieht sich ja bei weitem nicht nur aufs Kind, es ist nur oft der beste Sensor). Aber meine Tochter , oder beide, haben mir da auch schon viel gezeigt. Auf den Julia Dibbern - Karten ist zb ein Spruch "wenn du an deine grenzen kommst, freu dich, dass du dich kennenlernst" und letztlich ist es genau so. So verhält es sich auch vielleicht ein Stückweit mit dem Weinen ? Ich musste auch erst lernen, dass es manchmal auch einfach meine Aufgabe ist, weinen zu begleiten, nicht es immer zu verhindern. Manchmal wollen und müssen sie auch weinen. Manche Dinge sind frustrierend, traurig, doof für sie oder machen wütend, und das will und muss raus . Das musste ich aber auch erst einsehen - und aushalten lernen. Vielleicht ist es somit - wie bei euch in dem Beispiel mit dem Glas (und auch das konnte ich sein vor einigen Jahren)- teilweise so, dass man eigentlich den eigenen Schmerz über das weinen zu überwinden sucht und nicht das weinen selbst . Und ich glaube inzwischen, das Kinder das merken und somit erst recht weinen, weil sie sich da nicht recht abgeholt fühlen. Kannst du mit ihm da sprechen, in ich-Botschaften ? "Ich habe Durst und möchte jetzt trinken. Möchtest du auch einen Becher/etwas trinken ? Ich sehe, dass du wütend bist, weil du mein Glas nicht haben kannst." Letztlich wollen sie ja das -gesehen und wahrgenommen werden, in ihren echten Bedürfnissen, und die herauszufinden, ist unsere Herausforderung.
Ich würde auch abendliche Rituale einführen und recht früh abends beginnen, euch fertigzumachen, so dass er entsprechend zeit zum runterfahren hat. Eure Tage vielleicht auch mal bewusst langweilig gestalten (wenn DU das aushalten kannst). Ihm ganz viel sagen, erklären, zb nachts, dass ihr jetzt nicht mehr aufsteht und er doch bitte zu dir ins Bett zurückkommen soll. Er ist schon recht groß dafür, aber uns hat in dieser abendlichen schreiphase bei der großen das festhalten geholfen, sh www.geburtskanal.de, ich glaube in der alphabetischen Sortierung unter Schreibaby. (Kann ansonsten morgen gucken, geht nur vom Handy nicht gut). Mit dem ganzen ablenken und beruhigen und tragen hat sie stundenlang geschrien, mit halten wurde sie in 30 min ihr Entlastungsweinen los und schlief (mit etwas Abstand. Also nicht wie vorher aus Erschöpfung ). Insofern könnte ich mir vorstellen, dass er das für dich, für euch so anstrengende Abendprogramm spiegelt, auch als anstrengend empfindet. Auch hier würde ich wieder viel erklären, über meine gefühle und bedürfnisse sprechen . Bei Kind 2 habe ich das dann gemacht - und sie sieht inzwischen meine Belange und Gefühle auch viel viel mehr als die große das in dem alter oder einges darüber hinaus konnte. (OT weil es hier Anklang : unerzogen ist nur die abwesenheit von erziehung , nicht mehr, nicht weniger. es ist nicht die Missachtung eigener grenzen und der des Kindes. In dem Punkt ist auch Juul da nah dran. Leider wird das häufig missverstanden .) und wichtig : den druck rausnehmen. dich entspannen und versuchen, alles als vorübergehend und nicht so schlimm zu sehen . denn sie spiegeln auch das "ich kamn das geschrei nicht mehr hören, will meinen freien abend, will hier raud " - umso klammeriger werden sie und umso genervter mama. auch eon teufelskreis und schwer aufzulösen, kenne ich auch . alles gute euch !
Ein bisschen erinnerst du mich an mich vor 5 Jahren. Extrem bedürfnisstarkes Baby trifft auf Mutter, deren Bedürfnisse als Kind nicht gehört wurden. Tolle Kombi. Da unterschreibe ich in allem bei Mondenkind.
Eine kleine Hoffnung: häufig ist es tatsächlich so, das wenn ich denke, so geht das jetzt nun wirklich nicht mehr weiter und ich kann absolut nicht mehr, dann ändert sich was. Alles nur eine Phase.
Was ich aber glaube und auch das erinnert mich an mich : du tust alles, um ihn vermeintlich zufriedenzustellen und ignorierst dabei deine grenzen - und vermutlich auch seine, und er zeigt es, indem er schreit.
Das Beispiel mit dem Tag unterwegs incl Krabbelgruppe - du schreibst, du warst fix und alle. So ging es deinem Baby evtl auch . Ich wäre nach so einem Programm auch fertig - und mein Baby wohl auch. In manchem hat es bei uns gedauert, bis mein Baby sprechen konnte und erst recht, als dann das zweite da war . Meine große braucht nämlich zb ganz viel Ruhe, eigentlich. Sie ist auch schnell überreizt. Nichtsdestotrotz schien sie die Unternehmungen eine ganze zeit vermeintlich einzufordern. Ich glaubte eine ganze zeit, ich hätte ein Kind, das ständig Action will. Der Umstellungsprozess ( der in unserem fall eigentlich sogar von ihr ausging ) dauert. Ich glaube inzwischen, ihre und unsere grenzen geben den Kindern einen gewissen Rahmen, und ohne den sind sie auch haltlos. Sprich , dass ich die grenzen des Kindes sehe und akzeptiere , und meine auch kommuniziere. Und, auch ein so kleines versteht da ganz viel, wenn du es ihm sagst ! Es ist ein Lernprozess, und auch ich bin da noch mittendrin (und dieses eigene Grenzen und Bedürfnisse wahren bezieht sich ja bei weitem nicht nur aufs Kind, es ist nur oft der beste Sensor). Aber meine Tochter , oder beide, haben mir da auch schon viel gezeigt. Auf den Julia Dibbern - Karten ist zb ein Spruch "wenn du an deine grenzen kommst, freu dich, dass du dich kennenlernst" und letztlich ist es genau so. So verhält es sich auch vielleicht ein Stückweit mit dem Weinen ? Ich musste auch erst lernen, dass es manchmal auch einfach meine Aufgabe ist, weinen zu begleiten, nicht es immer zu verhindern. Manchmal wollen und müssen sie auch weinen. Manche Dinge sind frustrierend, traurig, doof für sie oder machen wütend, und das will und muss raus . Das musste ich aber auch erst einsehen - und aushalten lernen. Vielleicht ist es somit - wie bei euch in dem Beispiel mit dem Glas (und auch das konnte ich sein vor einigen Jahren)- teilweise so, dass man eigentlich den eigenen Schmerz über das weinen zu überwinden sucht und nicht das weinen selbst . Und ich glaube inzwischen, das Kinder das merken und somit erst recht weinen, weil sie sich da nicht recht abgeholt fühlen. Kannst du mit ihm da sprechen, in ich-Botschaften ? "Ich habe Durst und möchte jetzt trinken. Möchtest du auch einen Becher/etwas trinken ? Ich sehe, dass du wütend bist, weil du mein Glas nicht haben kannst." Letztlich wollen sie ja das -gesehen und wahrgenommen werden, in ihren echten Bedürfnissen, und die herauszufinden, ist unsere Herausforderung.
Ich würde auch abendliche Rituale einführen und recht früh abends beginnen, euch fertigzumachen, so dass er entsprechend zeit zum runterfahren hat. Eure Tage vielleicht auch mal bewusst langweilig gestalten (wenn DU das aushalten kannst). Ihm ganz viel sagen, erklären, zb nachts, dass ihr jetzt nicht mehr aufsteht und er doch bitte zu dir ins Bett zurückkommen soll. Er ist schon recht groß dafür, aber uns hat in dieser abendlichen schreiphase bei der großen das festhalten geholfen, sh www.geburtskanal.de, ich glaube in der alphabetischen Sortierung unter Schreibaby. (Kann ansonsten morgen gucken, geht nur vom Handy nicht gut). Mit dem ganzen ablenken und beruhigen und tragen hat sie stundenlang geschrien, mit halten wurde sie in 30 min ihr Entlastungsweinen los und schlief (mit etwas Abstand. Also nicht wie vorher aus Erschöpfung ). Insofern könnte ich mir vorstellen, dass er das für dich, für euch so anstrengende Abendprogramm spiegelt, auch als anstrengend empfindet. Auch hier würde ich wieder viel erklären, über meine gefühle und bedürfnisse sprechen . Bei Kind 2 habe ich das dann gemacht - und sie sieht inzwischen meine Belange und Gefühle auch viel viel mehr als die große das in dem alter oder einges darüber hinaus konnte. (OT weil es hier Anklang : unerzogen ist nur die abwesenheit von erziehung , nicht mehr, nicht weniger. es ist nicht die Missachtung eigener grenzen und der des Kindes. In dem Punkt ist auch Juul da nah dran. Leider wird das häufig missverstanden .) und wichtig : den druck rausnehmen. dich entspannen und versuchen, alles als vorübergehend und nicht so schlimm zu sehen . denn sie spiegeln auch das "ich kamn das geschrei nicht mehr hören, will meinen freien abend, will hier raud " - umso klammeriger werden sie und umso genervter mama. auch eon teufelskreis und schwer aufzulösen, kenne ich auch . alles gute euch !
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Himmelblume83
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Super geschrieben LaLeMi! Das unterschreibe ich komplett und hoffe, du kannst was daraus ziehen Bienenmeister. (())
** der große Bruder Joschua (Oktober 2008) ** die kleine Schwester Fiona (Juni 2012)
zertifizerte ClauWi Trageberaterin & ADTV Tanzlehrerin
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- Cocorella
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Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
LaLeMi das hast du wirklich super auf den Punkt getroffen und ich möchte gerade beim Thema Weinen da nochmal dick und fett unterschreiben.
Mein Sohn war ein Schreibaby und Schlafen war ewig mit Schreien verbunden. Ich habe hier einen Affentanz nach dem anderen veranstaltet, damit er nicht mehr weint. Irgendwann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass er das eh tut, egal was ich mache. Das hat dazu geführt, dass ich das Weinen annehmen konnte und gelernt habe es auszuhalten. Das hat wahnsinnig viel Entspannung reingebracht. Mein Sohn hat nicht unbedingt wirklich weniger geweint (irgendwann schon), aber ich konnte es ertragen.
Ich glaube, manche Babys müssen weinen. Sie brauchen das, warum auch immer. Unsere Aufgabe ist es, sie dabei zu begleiten. Stell dir vor, dir geht es nicht gut und du weinst und dein Partner erzählt dir einen Witz nach dem anderen um dich abzulenken. Das ist mal okay, aber auf Dauer würde ich mich nicht ernst genommen und veräppelt fühlen.
Und wie schon einige geschrieben haben, vergesst euch als Eltern nicht! In einer Familie müssen die Bedürfnisse aller ernst genommen werden, auch wenn die des Babys oft Vorrang haben. Aber je älter die Kinder werden, desto mehr dürfen auch die Bedürfnisse der Eltern wieder in den Vordergrund treten.
Dein Sohn wird lernen müssen, Frustration auszuhalten, da wirst du nicht drumrum kommen. Meiner steht am Beginn der Autonomiephase und er sinkt manchmal theatralisch auf die Knie und fängt an zu schluchzen, wenn er was nicht bekommt. Das heißt für mich, dass ich ihm da durchhelfe, aber nicht, dass ich ihm jeden Wunsch erfülle. Das geht schlicht nicht.
Nochmal alles Gute und viel Kraft für dich. Du liest dich so erschöpft. Ich hoffe, dass ihr bald einen Weg da raus findet.
Mein Sohn war ein Schreibaby und Schlafen war ewig mit Schreien verbunden. Ich habe hier einen Affentanz nach dem anderen veranstaltet, damit er nicht mehr weint. Irgendwann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass er das eh tut, egal was ich mache. Das hat dazu geführt, dass ich das Weinen annehmen konnte und gelernt habe es auszuhalten. Das hat wahnsinnig viel Entspannung reingebracht. Mein Sohn hat nicht unbedingt wirklich weniger geweint (irgendwann schon), aber ich konnte es ertragen.
Ich glaube, manche Babys müssen weinen. Sie brauchen das, warum auch immer. Unsere Aufgabe ist es, sie dabei zu begleiten. Stell dir vor, dir geht es nicht gut und du weinst und dein Partner erzählt dir einen Witz nach dem anderen um dich abzulenken. Das ist mal okay, aber auf Dauer würde ich mich nicht ernst genommen und veräppelt fühlen.
Und wie schon einige geschrieben haben, vergesst euch als Eltern nicht! In einer Familie müssen die Bedürfnisse aller ernst genommen werden, auch wenn die des Babys oft Vorrang haben. Aber je älter die Kinder werden, desto mehr dürfen auch die Bedürfnisse der Eltern wieder in den Vordergrund treten.
Dein Sohn wird lernen müssen, Frustration auszuhalten, da wirst du nicht drumrum kommen. Meiner steht am Beginn der Autonomiephase und er sinkt manchmal theatralisch auf die Knie und fängt an zu schluchzen, wenn er was nicht bekommt. Das heißt für mich, dass ich ihm da durchhelfe, aber nicht, dass ich ihm jeden Wunsch erfülle. Das geht schlicht nicht.
Nochmal alles Gute und viel Kraft für dich. Du liest dich so erschöpft. Ich hoffe, dass ihr bald einen Weg da raus findet.
- bienenmeister
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 31.07.2011, 00:06
- Wohnort: Kagamiyama
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Ich bin sprachlos!
Danke!
Habt tausend Dank für eure Worte!
Irgendwie wollte ich euch grad erzählen, wie prima heute erstmal alles geklappt hat, ich bin gewaschen, angezogen, geschminkt, habe den Haushalt gemacht, ja die ganze Wohnung ist AUFGERÄUMT, alle Maschienen laufen (Spüler, Trockner, WaMa), ich habe gefrühstückt (so mit echten frischen geschmierten Brötchen und KAFFEE!!!), das Kind hat gefrühstückt, es gab heute noch keinen Nervenzusammenbruch. Und ich habe meinem Kind erfolgreich (sprich ohne Tränen) verboten das Klo zu öffnen und mein Handy reinzuwerfen, er hat es ca 30 mal versucht und ich hab mich nebenher irgendwie noch geschminkt
Und dann lese ich eure lieben Worte und muss jetzt erstmal ein paar Tränen laufen lassen!
Ich kann das alles, mir fehlt offenbar einfach der Rückhalt im Alltag
Mit eurer Unterstützung habe ich es gestern geschafft, das Kind um 21 Uhr schlafen zu legen (Premiere) und das im Schlafzimmer und nicht auf der Couch. Ich bin sogar danach im WoZi geblieben und habe mich entspannt.
Ich muss das jetzt mal sacken lassen!
Danke!
Danke!
Habt tausend Dank für eure Worte!
Irgendwie wollte ich euch grad erzählen, wie prima heute erstmal alles geklappt hat, ich bin gewaschen, angezogen, geschminkt, habe den Haushalt gemacht, ja die ganze Wohnung ist AUFGERÄUMT, alle Maschienen laufen (Spüler, Trockner, WaMa), ich habe gefrühstückt (so mit echten frischen geschmierten Brötchen und KAFFEE!!!), das Kind hat gefrühstückt, es gab heute noch keinen Nervenzusammenbruch. Und ich habe meinem Kind erfolgreich (sprich ohne Tränen) verboten das Klo zu öffnen und mein Handy reinzuwerfen, er hat es ca 30 mal versucht und ich hab mich nebenher irgendwie noch geschminkt
Und dann lese ich eure lieben Worte und muss jetzt erstmal ein paar Tränen laufen lassen!
Ich kann das alles, mir fehlt offenbar einfach der Rückhalt im Alltag
Ich muss das jetzt mal sacken lassen!
Danke!
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
.... lost in translation ....
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.... lost in translation ....
- melanie76
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 16
- Registriert: 24.07.2012, 10:53
- Wohnort: Bremen
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Hallo,
hab mich gerade durch Deinen Thread gelesen, geschrieben wurde ja schon alles
Aber ich wollte nicht gehen ohne Dir zu gratulieren! Dazu das Du Dich wiedegefunden hast! Auch wenn wir jetzt Mütter sind und unsere Kinder unendlich lieben und alles für sie tun würden! Wir haben auch bedürfnisse und die dürfen wir nicht vergessen denn ich glaube nur so kann man dann wieder voll und ganz eine liebevolle mama ( und auch papa) sein! Und was ich da in Deinem letzten Bericht lese klingt doch phantastisch und so viel positiver und zuversichtlicher als Dein Anfangsbericht!
Liebe Grüsse und viel Kraft,Mut und Energie weiterhin!!!!!
hab mich gerade durch Deinen Thread gelesen, geschrieben wurde ja schon alles
Aber ich wollte nicht gehen ohne Dir zu gratulieren! Dazu das Du Dich wiedegefunden hast! Auch wenn wir jetzt Mütter sind und unsere Kinder unendlich lieben und alles für sie tun würden! Wir haben auch bedürfnisse und die dürfen wir nicht vergessen denn ich glaube nur so kann man dann wieder voll und ganz eine liebevolle mama ( und auch papa) sein! Und was ich da in Deinem letzten Bericht lese klingt doch phantastisch und so viel positiver und zuversichtlicher als Dein Anfangsbericht!
Liebe Grüsse und viel Kraft,Mut und Energie weiterhin!!!!!
- LaLeMi
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 13541
- Registriert: 18.06.2007, 15:25
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Das klingt prima
Sprich mit Deinem Mann; wenn man an einem Strang zieht, ist es für alle einfacher.
Sprich mit Deinem Mann; wenn man an einem Strang zieht, ist es für alle einfacher.
- joko
- Power-SuTler
- Beiträge: 6971
- Registriert: 20.10.2007, 12:38
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Das klingt super
Bei mir ist das auch immer so: wenn es gar nicht mehr geht, findet man irgendwie die Kraft,
etwas zu ändern.
Das merkt auch das Kind, wenn man wirklich ernst meint, was man sagt und tut..
LG
Bei mir ist das auch immer so: wenn es gar nicht mehr geht, findet man irgendwie die Kraft,
etwas zu ändern.
Das merkt auch das Kind, wenn man wirklich ernst meint, was man sagt und tut..
LG
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
- Minchen
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4677
- Registriert: 18.11.2008, 09:09
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Liebe Bienenmeisterin, ich hab's geahnt - weißt Du noch, was ich Dir über meinen Größen erzählte...
ich kenne all Deine Geschichten aus eigener Erfahrung.
Alle Antworten habe ich nicht gelesen, mag Dir aber meinen Senf auch noch dazu geben. Ich kam etwa fast genau zur gleichen Zeit mit meinem Großen hier im Forum an. Nahezu dieselben Themen. Daher mag ich Dir schreiben, was bei uns half.
Feste Tagesabläufe, feste Rituale, klare Struktur. Wir hatten auch viele Termine, er brauchte das. Er war zu Hause soooooo unzufrieden.
Manchmal bin Ich einfach nur mit ihm durch die Straßen gelaufen, damit er etwas sehen konnte und wir unterwegs waren. Mein Mann kam auch immer erst, wenn er schon im Bett war oder grad dabei. Aufputschen war bei uns GANZ schlimm. Er war dann total durch, weinte nur noch - schrecklich! Wir haben dann eingeführt, dass mein Mann entweder VOR dem Ins-Bett-Gehen kommt oder sich superleise reinschleicht und uns in Ruhe lässt. Alles andere ging nicht. Zu der Zeit lag ich manchmal zwei Stunden neben ihm, bis er schlief, meistens dann auch ohne stillen. Es war sehr sehr nervig. Ich hatte damals auch den Eindruck, mein Leben ist vorbei, aber da lass Dir versichert sein: das ist es nicht!
Mh, was hab ich abends gemacht? Mich hingelegt. Tür zu. Wenn er wieder auf stand, hab ich ihm gesagt, dass ich dann eben alleine schlafe und mich hingelegt und schlafend getan. Die ersten Male rannte er noch rum, irgendwann war ihm das zu doof. Dennoch dauerte es ewig und meist schlief ich vor ihm ein.
Und ja, ich hab auch an der Einstellung gearbeitet. Und öfter mal den Papa daneben liegen lassen. Dann konnte ich mal zwei Stunden entspannen. Meist hat er dann irgendwann angefangen zu quengeln, ich ging stillen und dann schlief er.
Wir haben auch den Schlaf zu der Zeit reguliert. Nur noch mittags und nicht mehr als zwei Stunden, nicht länger als 15 Uhr. Es kam nämlich noch hinzu, dass er immer schon zwischen 5 und 6 Uhr auf stand....
Im Grunde war am wichtigsten, dass ich ganz klar in allem war. Und nicht nur ich: auch mein Mann. Dass wir dasselbe mit ihm machen. Toben war dann tagsüber am WE (wenn mein Mann denn mal nicht lernen musste, man das war ne harte Zeit...).
Ich hab Dir damals schon gesagt, dass Du Dich wohl darauf einstellen müsst, dass es nicht leichter wird. Nur anders. Das ist bei bedürfnisstarken Kindern eben so.
Ich bin ja sehr dankbar dafür, denn durch ihn lerne ich seit langem sehr viel. Es hat sich bis heute nicht entspannt... Alleine einschlafen ging ein paar Wochen, jetzt müssen wir wieder stundenlang daneben liegen, uns wegschleichen und um halb zehn steht er wieder unten. Leben vorbei. Mal wieder... Und er wird bald fünf.
er ist der lauteste hier, der wütendste, der lebhafteste, der durchtrainierteste.
meist dreht sich alles um ihn. Aber er ist auch ganz wunderbar, wird mal ein toller junger Mann, da bin ich mir sicher. Solange müssen wir immer wieder neue Lösungen finden.
Das mit der Struktur haben wir beibehalten. Alles zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Rhythmen. Er muss wissen, was am Tag passiert, fragt auch jeden Morgen. Die anderen beiden können auch gut so in den Tag leben, das konnte er noch nie. Vielleicht hilft Euch das auch dauerhaft.
Und: immer wenn es am schlimmsten ist und Du am liebsten wegrennen würdest, braucht er Dich am meisten und Du musst ihm die meiste Liebe geben. Und das wird sich ebenfalls nicht ändern...
Ach ja, das mit dem Spiegeln: das macht mein Großer vorbildlich. Geht's mir nicht gut, leidet er...
Bisschen wirr zusammengestimmt, ich lieh krank im Bett (und der Große ist natürlich durchweg missgelaunt)... Ich hoffe, es hilft Dir dennoch!
Alle Antworten habe ich nicht gelesen, mag Dir aber meinen Senf auch noch dazu geben. Ich kam etwa fast genau zur gleichen Zeit mit meinem Großen hier im Forum an. Nahezu dieselben Themen. Daher mag ich Dir schreiben, was bei uns half.
Feste Tagesabläufe, feste Rituale, klare Struktur. Wir hatten auch viele Termine, er brauchte das. Er war zu Hause soooooo unzufrieden.
Mh, was hab ich abends gemacht? Mich hingelegt. Tür zu. Wenn er wieder auf stand, hab ich ihm gesagt, dass ich dann eben alleine schlafe und mich hingelegt und schlafend getan. Die ersten Male rannte er noch rum, irgendwann war ihm das zu doof. Dennoch dauerte es ewig und meist schlief ich vor ihm ein.
Und ja, ich hab auch an der Einstellung gearbeitet. Und öfter mal den Papa daneben liegen lassen. Dann konnte ich mal zwei Stunden entspannen. Meist hat er dann irgendwann angefangen zu quengeln, ich ging stillen und dann schlief er.
Wir haben auch den Schlaf zu der Zeit reguliert. Nur noch mittags und nicht mehr als zwei Stunden, nicht länger als 15 Uhr. Es kam nämlich noch hinzu, dass er immer schon zwischen 5 und 6 Uhr auf stand....
Im Grunde war am wichtigsten, dass ich ganz klar in allem war. Und nicht nur ich: auch mein Mann. Dass wir dasselbe mit ihm machen. Toben war dann tagsüber am WE (wenn mein Mann denn mal nicht lernen musste, man das war ne harte Zeit...).
Ich hab Dir damals schon gesagt, dass Du Dich wohl darauf einstellen müsst, dass es nicht leichter wird. Nur anders. Das ist bei bedürfnisstarken Kindern eben so.
Das mit der Struktur haben wir beibehalten. Alles zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Rhythmen. Er muss wissen, was am Tag passiert, fragt auch jeden Morgen. Die anderen beiden können auch gut so in den Tag leben, das konnte er noch nie. Vielleicht hilft Euch das auch dauerhaft.
Und: immer wenn es am schlimmsten ist und Du am liebsten wegrennen würdest, braucht er Dich am meisten und Du musst ihm die meiste Liebe geben. Und das wird sich ebenfalls nicht ändern...
Ach ja, das mit dem Spiegeln: das macht mein Großer vorbildlich. Geht's mir nicht gut, leidet er...
Bisschen wirr zusammengestimmt, ich lieh krank im Bett (und der Große ist natürlich durchweg missgelaunt)... Ich hoffe, es hilft Dir dennoch!
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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Mondenkind
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- Registriert: 25.09.2008, 17:33
Re: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Schön, du klingst ganz anders heute! Freut mich.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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- Minchen
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Re: AW: Kind 10,5 Monate ferbert sich selbst?
Johana, in welchem Alter? Ich finde es mit fast 5 bei meinem bedürfnisstarken Erstkind noch immer nicht wirklich einfacher-weder beim Schlafen (niemals allein, nur mit Körperkontakt, mittags eh nicht), noch beim Alltäglichen (viel Geschrei, kommandieren, schlechte Laune usw...). Ich hab das jetzt so angenommen, wirklich entspannt finde ich es trotz allem nicht...Johana hat geschrieben:Bienenmeister, vielleicht geht das am Thema vorbei, aber ich möchte es dennoch sagen: es wird leichter!!!
Natürlich kann es belastend und schwierig sein ein Kind mit Schulproblemen und so zu haben. Aber es wird körperlich und nervlich leichter. Mit etwas älteren Kindern fühle ich mich nicht mehr so fremdbestimmt. Ich werde seltener angeschrien! Ich kann schlafen wenn ich mùde bin ( zumindest ab und zu)...
Mich haben die ersten zwei Jahre nach Geburt der Kleinen sooo erschöpft! Sie haben viel geweint, wenig geschlafen...
Ja doch, es wird leichter.
Bei ruhigen Babys mag das anders sein. Ging mir auch so. Aber meine Kleinen Raketen waren nicht so zu genießen im Babyalter:oops: !
Genieß den Abend und tu dir was Gutes!
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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