Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

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FCF
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

Ich geb euch ja grundsätzlich recht. Wollte aber einfach in die Diskussion entwerfen, dass es auch anders sein KANN. Dass es eben Kinder gibt, die sich früher von der Mutter lösen als andere. Und ich weiß, dass das oft nicht leicht ist. Vor allem, und das einzugestehen ist erstmal ein harter Brocken, heißt es in dem Fall, die eigenen Bedürfnisse hintanzustellen und dem Kind dieses Stück Selbständigkeit so viel früher als erwartet zu ermöglichen.

Ich wünsche dir, dass es nur ein kurzes Intermezzo ist!!! und falls (unwahrscheinlicher Weise :wink: ) doch nicht, dass ihr euch in einer neu gestalteten Beziehung neu kennenlernen könnt! :D

Ps: Flasche kannte meine, weil ich manchmal auch weg musste und Becher/Löffel etc hier aus verschiedenen Gründen nicht durchführbar waren.
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blueberry
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von blueberry »

FCF hat geschrieben:
blueberry hat geschrieben:Beim Lesen des letzten Postings
FCF hat geschrieben:Meine Mittlere hat sich mit 11 Monaten abgestillt. [...]
Mit 11 Monaten hat sie dann plötzlich die Brust abgelehnt und nur mehr die Flasche genommen. [...]
fiel mir auf, dass das natürlich ein Widerspruch in sich ist. Sich zur (von Mama und Papa ja als Stillalternative eingeführten) Flasche hin abzustillen ist NICHT das gleiche, wie ein Kind, das sich selbst abstillt. Dass auch Stillstreiks nicht das Gleiche sind wie "natürliches Abstillen", wurde ja schon mehrfach geschrieben.

Vielleicht ist dieser Thread dazu ganz nützlich, um die Begriffe klarer zu bekommen:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 0#p1339318
Naja, demnach stillt sich ein Kind ab, das.keine Brust mehr will/braucht und auch keine Flasche als Ersatz. Meine Maus hat zwar noch ganz kurz aus der Flasche getrunken, einfach weil ich dachte, dass so ein kleines Kind dann zumindest das noch braucht, aber sie hat nach ganz kurzer Zeit auch sie Flasche verweigert und das wars dann. Sie hat es weder für die Ernährung noch für die Kuscheleinheiten mehr gebraucht. Einzig den Nucki hat sie immer noch, aber der war ihr immer schon wichtig gewesen. Ihr Saugbedürfnis allein übers Stillen zu befriedigen hätte sie überfordert, so wie sie generell mit zu viel körperlicher Nähe überfordert ist. (Kann man schwer glauben, dass es sowas gibt, nicht?)
Was ein Stillstreik ist, weiß ich durchaus - haben wir hier auch alles schon durch :wink:
Okay, dann korrigiere ich mich - dann hat sie sich halt zum Nuckel hin abgestillt, denn der ist in ihrem "natürlichen Bauplan" genausowenig vorgesehen gewesen wie die Flasche - und wenn sie jetzt immernoch ein so starkes Saugbedürfnis hat und ihr der Nuckel "schon immer wichtig" war, dann hat Dein Kind eben schlicht eine Präferenz für den Nuckel entwickelt statt für die Brust oder Flasche. Sind ja auch drei verschiedene Arten, sein Saugbedürfnis zu stillen - das sie offenbar aber eben immernoch hat. Und "sich selbst" oder "natürlich" abstillen heißt aber eben, dass das Kind diesem Saugbedürfnis entwicklungsmäßig entwachsen ist. Nichts anderes wollte ich sagen. Das ist ja auch alles okay so und niemand sagt, dass das falsch wäre, wenn ein Kind eben am Nuckel nuckelt statt als Kleinkind noch zu stillen. Ich wollte nur wie schatzperle schon vermutete, die Begrifflichkeiten klären. Und weder "zum Nuckel hin abgestillt" noch "zur Flasche hin abgestillt" noch "Stillstreik" würden eben unter "sich selbst abgestillt" fallen. :wink:
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FCF
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

Gut, dann verstehe ich die hier gebrauchten Begriffe besser. Danke. Für mich war Schnuller immer eher ein Zusatz zu Stillen/Flasche... als ein direkter Ersatz
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

Zu schnell geschickt: und kindgesteuertes Abstillen war für mich immer eher mit der Frage verknüpft, ob das Kind an die Brust will oder etwas anderes bevorzugt...
Und sorry an die TE für das OT!
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jusl
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von jusl »

Hallo FCF,

ja, in der Tat werden hier (nicht nur hier ;-)) die Begriffe in der Art und Weise gebraucht, wie blueberry erläutert hat. Denn der springende Punkt ist ja bei dem hier:
und kindgesteuertes Abstillen war für mich immer eher mit der Frage verknüpft, ob das Kind an die Brust will oder etwas anderes bevorzugt...
, dass ja schon flaschengewöhnte Neugeborene eben nicht "an die Brust wollen" sondern in aller Regel EINDEUTIG "etwas anderes bevorzugen" (ihre gewohnte Flasche nämlich). Hier macht der Begriff des "kindgesteuerten Abstillen" wirklich gar keinen Sinn mehr - denn hier hat das Kind nichts "gesteuert". Es hatte ja gar keine Wahl (und eine willentliche "Wahl" kann ein junger Säugling ohnehin nicht treffen).

Der Begriff "Kindgesteuertes Abstillen" (= "sich selbst abstillen") hat strenggenommen nur Sinn, wenn die normale Stillzeit nicht durch andere künstliche Sauger wie Schnuller oder Flasche gestört wird, einfach weil diese die Stillzeit nachweislich statistisch verkürzen. Umgewöhnungs- und Saugverwirrungsaspekte haben daran einen ganz erheblichen Anteil. (und die hat das Kind logischerweise nicht "gesteuert")

LG
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

jusl hat geschrieben:Hallo FCF,

ja, in der Tat werden hier (nicht nur hier ;-)) die Begriffe in der Art und Weise gebraucht, wie blueberry erläutert hat. Denn der springende Punkt ist ja bei dem hier:
und kindgesteuertes Abstillen war für mich immer eher mit der Frage verknüpft, ob das Kind an die Brust will oder etwas anderes bevorzugt...
, dass ja schon flaschengewöhnte Neugeborene eben nicht "an die Brust wollen" sondern in aller Regel EINDEUTIG "etwas anderes bevorzugen" (ihre gewohnte Flasche nämlich). Hier macht der Begriff des "kindgesteuerten Abstillen" wirklich gar keinen Sinn mehr - denn hier hat das Kind nichts "gesteuert". Es hatte ja gar keine Wahl (und eine willentliche "Wahl" kann ein junger Säugling ohnehin nicht treffen).

Der Begriff "Kindgesteuertes Abstillen" (= "sich selbst abstillen") hat strenggenommen nur Sinn, wenn die normale Stillzeit nicht durch andere künstliche Sauger wie Schnuller oder Flasche gestört wird, einfach weil diese die Stillzeit nachweislich statistisch verkürzen. Umgewöhnungs- und Saugverwirrungsaspekte haben daran einen ganz erheblichen Anteil. (und die hat das Kind logischerweise nicht "gesteuert")

LG
Julia
Ganz verstehe ich es immer noch nicht (ich würde es aber gerne verstehen!) Wenn ein Kleinkind, kein Neugebores mit Saugverwirrung etc., nicht mehr von der Brust trinken will sondern seine Nahrung am Familientisch zu sich nimmt und zB. abends zum Einschlafen einen Schnuller nimmt (der klar in der Natur nicht vorgesehen ist, den es aber nun mal zur Verfügung hat und sich holt), warum ist das dann nicht die Entscheidung des Kindes? Es könnte ja am die Brust, aber zeigt deutlich, dass es das nicht will.
Geht es nicht eben darum, dad Kind dad Tempo bestimmen zu lassen?
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blueberry
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von blueberry »

Schnuller, Brust, Stillhütchen, Flasche, Kuscheltierohren, Daumen, ... - all diese Dinge machen ein unterschiedliches Mundgefühl, der Druck auf den Gaumen ist unterschiedlich, das Material fühlt sich unterschiedlich an etc. Wenn ich unterschiedliche Dinge anbiete, damit das Kind daran saugen kann, wird es über kurz oder lang passieren, dass sich das Kind für EINES davon entscheiden wird, an dem es eben sein Saugbedürfnis am besten befriedigt bekommt. Das fällt dann entweder unter "erfolgreiches muttergeleitetes Abstillen zur Flasche/Schnuller/... hin" - wenn das Abstillen auf diesem Wege beabsichtigt war, oder es fällt unter "Saugverwirrung", wenn das Abstillen auf diesem Wege nicht beabsichtigt war, sondern versehentlich (im Unwissen über die Risiken der Saugverwirrung) passiert ist.

Was da m.E. auch oft mit reinspielen wird (von der Präferenz, die ein Kind nach einigen Mahlzeiten/Tagen/Wochen oder auch erst Monaten für eine Saugtechnik entwickelt), ist, dass in vielen Familien das eine immer bei Bedarf verfügbar ist (z.B. bekommen viele Kinder sehr bereitwillig immer den Schnuller oder ihren Kuschelhasen etc., wenn sie weinen: im Kinderwagen, in der Babyschale, unterwegs, ...), während das andere (mehr oder minder streng) kontingentiert wird (bei vielen Babys die Schnuller, Flasche und Stillen gleichzeitig kennen, ist es das Stillen, das am ehesten "erkämpft" werden muss: erst wenn Kinderwagenschuckeln, auf den Arm nehmen, im Auto singen, Schnuller immer wieder reinstecken etc. NICHT dazu geführt haben, dass das Baby aufhört zu weinen, ERST DANN wird gestillt. Oder unterwegs trotzdem die Flasche gegeben).

Ich könnte mir vorstellen (ganz allgemein - nicht auf irgendwelche konkreten Mama-Kind-Paare hier im Thread bezogen), dass ein Kind dann letztlich den Schnuller als den wesentlich verlässlicheren Tröster empfindet als die (kontingentierte) Mama-Brust und darum auch ein Teil der emotionalen Bedürfnisse, die üblicherweise vom Stillen versorgt werden, auf den SChnuller/das Trostobjekt übergehen.

Denn Stillen ist eben eine Mischung aus: angeborenes Saugbedürfnis befriedigen, Kuscheln und Mamanähe tanken, Nahrung bekommen - UND Zuverlässigkeit und Trost erfahren (dann saugen dürfen und Nahrung bekommen, wenn man es braucht). Ich kann unterschiedliche Teile dieses "Pakets" durch Alternativangebote ersetzen - ganz bewusst oder unbeabsichtigt.
Solange das Kind aber ein Saugbedürfnis hat und im gängigen Stillalter ist (also bis drei, vier Jahren Alter) und darum das Stillen oder eine der ihm angebotenen Stillalternativen nutzt und darauf nicht verzichten kann, würde ich nicht von "natürlichem Abstillen" sprechen, sondern eher von Präferenzbildung/Prägung. Das eigentliche Stillbedürfnis ist bei diesem Kind ja noch nicht weg - und das wäre eben Teil des "natürlichen Abstillens". Nicht, dass das Kind irgendwann lieber den Schnuller als die Mamabrust nimmt, Einfach weil das Saugen ansich (zum Trost, zum Einschlafen, um Sicherheit zu erfahren) eben noch deutliches Zeichen des "Stillbedürfnisses" ist.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von blueberry »

schiebe ein "abgesehen" am Schluss der zweiten Klammer nach :oops:
blueberry hat geschrieben:(von der Präferenz, die ein Kind nach einigen Mahlzeiten/Tagen/Wochen oder auch erst Monaten für eine Saugtechnik entwickelt, abgesehen)
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

Alles gut und schön, aber: wieso ist es eine Saugverwirrung, wenn ein Kleinkind beschließt, für sich eine andere Variante als die Brust zu wählen? Daumenlutschern etwa steckt ja auch keiner den Daumen in den Mund und trotzdem lutschen auch nach Bedarf gestillt Kinder manchmal aus eigenem Antrieb am Daumen. Oder, wie in meinem Fall, dad Baby drei Monate lang unglücklich ist, bis wir irgendwann mal einen Nucki ausprobiert haben u.d das Kind ab diesem Moment so zufrieden war, weil es Nuckeln UND einfach in Ruhe daliegen konnte. Da war der Schnuller nicht angewohnt, sondern wurde sofort beim ersten zögerlichen Versuch zum "Retter".

Ihr seid natürlich mit den Fachtermini besser vertraut, aber ich möchte dennoch den Gebrauch dieser Begriff hinterfragen. Meine Erfahrung zeigt mir einfach, dass es auch die bewusste Entscheidung eines Kindes für alternative Sau.gobjekte gibt
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Re: Natürliches Abstillen mit 11 Monaten?

Beitrag von FCF »

Sorry, wieder zu schnell: würde es "absaugen" heißen, konnte ich das alles vorbehaltlos hinnehmen, aber Stillen hat halt doch mit der Brust zu tun...

Meint bitte nicht, dass ich euch nerven will, ich versuche wirklich meine Gedanken zu entwirren...
:oops:
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