Einschlafstillen - Durchschlafen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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littlesis
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Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von littlesis »

Hallo zusammen,
meine Mausi ist nun 6 Monate alt. Wir haben 4 Monate vollgestillt und dann langsam mit der Beikost angefangen. Inzwischen bekommt sie mittags Gemüse-Kartoffel(-Fleisch)-Brei, nachmittags milchfreien-Getreide-Obst-Brei und seit gestern Abend Milch-Getreide-Obst-Brei.
Ich stille weiter nach Bedarf, wobei sich das sehr unterschiedlich gestaltet. Manchmal isst sie nur wenig Brei und will dann sofort gestillt werden und manchmal dauert es 30-60 Minuten, bis sie möchte. Teilweise Trinkt sie zwischen Mittags- und Nachmittagsmahlzeit gar nicht.
Bisher habe ich so gegen 18Uhr gestillt bzw. gestern gab es das erste Mal Brei. Eine ganze zeitlang war das dann ihre letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen.
Das Einschlafen selbst war immer schon nicht so einfach bei ihr. Wir haben die ersten 12 Wochen nur getragen. :1: und konnten sie nur weglegen, wenn sie wirklich im Tiefschlaf war. Das ist mit der Zeit besser geworden und man konnte sie dann irgendwann auch hinlegen und sie schlief ein, wenn man neben ihr saß, ihr etwas vorsang und die Hand auf ihren Bauch legte. Wenn sie nochmals Hunger bekam, wurde sie gestillt und schlief dann meist darüber ein. Seit jeher geht schlafen allerdings mit Schreien einher. Während dieser Phase in der man sie hinlegen konnte, hat sie nur ein bisschen geknötert und gejammert. Wir haben das immer das "Einschlafjammern" genannt. Sie musste halt erzählen, was passiert ist und dass sie gleich einschläft. Alles kein Problem und weit entfernt, von dem was wir im Moment hier erleben. Einschlafen geht nur in der Trage oder an der Brust. Im Auto geht es inzwischen wieder besser, auch da war es eine zeitlang katastrophal. Kinderwagen ist von Anfang an schwierig gewesen. Das geht nur, wenn sie richtig müde ist... Also Trage und Stillen... Wenn mein Mann die Kleine ins Bett bringen möchte.... keine Chance. Sie besteht auf die Brust. Sie schreit sich dermaßen in Rage, dass wir Angst und Bange sind, dass sie erstickt. Sie geht jeden Abend um halb sieben ins Bett, schläft beim Stillen recht schnell ein, taucht dann in der Regel zwischen 22 und 23 Uhr wieder auf und will trinken. Beruhigen mit singen und streicheln funktioniert manchmal, dann schläft sie 1 Stunde weiter. Ab da ist allerdings dann zweistündiges Stillen angesagt. Ist auch weiter nicht problematisch, das erledigen wir im Halbschlaf, allerdings machen wir uns natürlich schon Gedanken, ob sich das von alleine legt und sie irgendwann einmal lernt alleine einzuschlafen. Bzw. ohne Schreien und ohne Stillen. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit sie "Einschlafzustillen", aber ich will mir auch nicht irgendwann vorwerfen, dass ich sie so sehr dran gewöhnt habe, dass sie das mit 3 immer noch braucht. Ich möchte definitiv das erste Lebensjahr über stillen, aber eigentlich würde ich auch gerne mal mehr als zwei Stunden am Stück schlafen :roll: und es wäre natürlich auch eine Erleichterung, wenn nicht nur ich sie ins Bett bringen könnte...
Prinzipiell Stille und Trage ich sehr gerne. Aber das Schreien beim Einschlafen kostet mich den letzten Nerv, da ich sie nicht leiden sehen kann und ich finde, dass Schlafen doch was Schönes sein soll... Jetzt könnte man natürlich sagen, dass man dann halt immer zum Einschlafen stillt und trägt, aber ich frage mich, ob sich dass dann von alleine einpendelt und sie das irgendwann auch "alleine" hinbekommt oder ob man ihr das nur noch mehr angewöhnt.
So, das ist lang und konfus geworden. Tut mir leid, aber ich bin etwas verzweifelt. Mein Instinkt sagt mir "weiter mit Stillen und Tragen" mein Mann "liegt mir in den Ohren" mit "da gewöhnt sie sich zu sehr dran". Wobei er allerdings auch möchte, dass sie ohne SChreien und ohne Ferbern oder ähnliches einschläft....
Mucki-Mausi 6/12 und kleiner Muck 1/16
AnF1982
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von AnF1982 »

Huhu!

Mein Großer ist lange Zeit nur auf dem Arm eingeschlafen. Zeitweise ist er einfach beim abendlichen Stillen eingeschlafen und konnte dann ins Bett gelegt werden, aber ich habe, außer im Urlaub, nie bewusst einschlafgestillt! Wobei ich das sicher getan hätte, hätte es sonst keine Möglichkeit gegeben ihn ins Land der Träume zu befördern :wink: Noch mit deutlich über einem Jahr hielt ich ihn mittags für den Mittagschlaf und abends zum Einschlafen in meinem Arm. Meist ging das sehr schnell und ohne irgendwelches "sich in Rage schreien", was er auch getan hat, wenn man ihn einfach nur ins Bett legen wollte. So lange er auf diese Art und Weise problemlos einschlief, sah ich eigentlich nie eine Notwendigkeit was daran zu ändern, wäre ja mit "Stress" verbunden gewesen :lol:
Er wollte nachts bis er 14 Monate alt war, 1x gestillt werden, ab da reichte es, wenn man ihn von seinem Bett mit in unseres genommen hat. Irgendwann war die Einschlafsituation abends mit dem Arm, zwar nicht mehr das Wahre, aber nur ins Bett und daneben sitzen bleiben ging irgendwie nicht und außerdem zog mein Mann nicht mit an "meinem" Strang, so dass jeder "Änderungsversuch" gescheitert ist :roll:
Mit etwa 20 Monaten hat er mal wieder bei seiner Oma übernachtet und bei ihr hat es plötzlich geklappt, ihn einfach nur ins Bett zu legen, sie blieb noch kurz bei ihm im Zimmer und konnte dann rausgehen und er ist eingeschlafen. Nachdem das zwei Nächte bei ihr super gut geklappt hat, haben wir daheim damit einfach weitergemacht und fortan schlief er abends und auch mittags allein in seinem Bett ein und schläft meistens auch durch, ohne das wir was von ihm "mitkriegen" :wink:

Der Kleine kann alleine einschlafen, allerdings weiß ich bis heute nicht, ob ich ihn dazu "erzogen" habe oder ob er vom Typ her einfach anders ist. Er wurde zu Beginn auch vom Papa in den Schlaf getragen, in den Schlaf stillen ging allerdings nie (von ganz am Anfang mal abgesehen). Dann war der Papa ne Woche lang nicht da und ich hab mich auf den Kopf gestellt, ihn getragen, ihn geschaukelt, gestillt, wenn er eingeschlafen war, war er spätestens wieder wach, wenn ich ihn ins Bett gelegt hatte :? Ich war mit den Nerven am Ende und so saß ich 4 Nächte neben seinem Bett und hab ihn beruhigt und gestreichelt, bis er irgendwann "gelernt" hat mit dem Schnuller einzuschlafen.
Klar finde ich es heute super praktisch, ihn ins Bett zu legen, Schnuller rein und man kann aus dem Zimmer gehen, tags wie nachts, allerdings denke ich, dass ich mir diesen "Stress" niemals gemacht hätte, wäre er einfach in meinem Arm eingeschlafen und hätte sich dann ablegen lassen.

Lange Rede kurzer Sinn: Solange du/ihr euch damit wohlfühlt, würde ich nichts ändern. Alleine einschlafen kann sie auch später noch lernen, wenn sie dazu bereit ist!

LG Anja
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LaOvejaNegra
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von LaOvejaNegra »

Das entwickelt sich ja auch immer weiter... Dein Kind wird größer und zeigt dir schon, was es zum Einschlafen braucht. Meine Große ist lange nur auf meinem Arm eingeschlafen, dann reichte es, wenn sich jemand neben sie gelegt hat. Jetzt dürfen wir sitzen :lol:
Ich würde mit da nicht zu viel Stress machen, irgendwann klappts bestimmt :)
Vielleicht probiert ihr einfach immer mal wieder, obs anders klappt, wenn dir das wichtig ist...
LaOvejaNegra mit der Großen (11/10) und der Kleinen (06/12)
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littlesis
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von littlesis »

Sich keinen Stress machen ist wahrscheinlich das Geheimnis :oops: Wenn mein mann beruflich unterwegs ist, machen wir das hier auch einfach so mit Ruhe und Stillen :5: vielleicht sollte ich echt auf mein Gefühl hören und damit weiter machen... Es wäre halt nur nett, wenn nicht nur ich die Kleine ins Bett bringen könnte... Zur Zeit haben wir uns auch drauf geeinigt, dass wir es immer Mal wieder probieren anders zu machen und ansonsten eben Stillen...
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von Lucccy »

Ich schließe mich an: die Kinder zeigen ihre Bedürfnisse und die verändern sich im Laufe der Zeit. Wir passen unser Zu-Bett-Geh-Ritual immer diesen veränderten Bedürfnissen an.
Und wenn Mama nicht da ist, können Kinder durchaus auch ohne Einschlafstillen klarkommen. Das funktioniert aber nicht im Probedurchlauf wo Mama im Wohnzimmer nebenan sitzt, sondern am besten, wenn man sich einfach traut, mal weg zu sein. Das kann ja auch bei den Nachbarn sein, so dass man im Notfall schnell wieder da ist.
Und das mit dem Durchschlafen kommt auch von alleine. Hier wurden die Stillabstände nachts ganz von alleine länger, auch wenn das bei Krankheit oder Zahnen dann kurzzeitig anders ist.
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littlesis
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von littlesis »

Das klingt beruhigend. Das dir Stillabstände nachts von alleine größer werden hoffe ich sehr.
Ab und an bin ich abends tatsächlich unterwegs. Mit Tragen bekommen die Omas und der Papa das dann auch irgendwie hin. Allerdings halt leider mit viel Geschrei. Das tut mir dann so leid für die Kleine. Da bekomm ich direkt ein schlechtes Gewissen, dass ich weg war ;-(



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Katha
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von Katha »

Wenn das Einschlafstillen eine schlechte Angwohnheit wäre, warum haben das dann so viele akinder von Geburt an als Angewohnheit? (Schreibt, glaub ich, Gonzales in "In Liebe Wachsen")
Das mit dem "Kinder verwöhnen" in den Köpfen sind Erziehungsvorstrllungen, die leider nicht so schnell aus den Köpfen rauskommen. (Such mal im Forum "Die Mutter und ihr erstes Kind", da sollte einiges kommen)
Lass Dich davon nicht verrückt machen ;)
(Nur kurz, Sorry)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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littlesis
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von littlesis »

Bin auch für kurze aufmunternde Worte dankbar... Man versucht ja immer sich nichts einreden zu lassen, aber das ist halt nicht so einfach.


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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von Apis »

Ich finde mit 6 Monate ist Eure Tochter noch sehr klein und ich persönlich kann mir einfach nicht vorstellen, dass verkehrt sein kann, was der Instinkt uns Müttern sagt. Die Natur ist doch wirklich klug :wink:.

Selber finde ich es zwar manchmal schon belastend diejenige zu sein, die unsere Tochter zu Bett bringt, aber ich weiß, dass das auch nur eine (zugegben längere :lol: )Phase ist. Und wenn ich nicht da bin, finden Papa, Oma oder Freundin auch Wege zum Schlaf. Irgendwie ist es doch verständlich, dass die Mama (als engste Bezugsperson in den ersten Lebensjahren) zum Einschlafen eingefordert wird - mindestens dann, wenn sie da ist. Und es wird vermutlich auch die Zeit kommen, wo der Papa besser ist, als Mama. Das dauert halt nur noch.
Im Vergleich zu einem normal langen Menschenleben sind die ersten Jahre doch wirklich kurz und man (/frau :wink: ) kann den Kindern soviel an Vertrauen und Sicherheit fürs Leben mitgeben, wenn auf das Grundbedürfnis nach Nähe und Kuscheln eingegangen wird. Da lohnt sich das allabendliche in den Schlaf Begleiten ganz sicher! Und rückblickend wird uns die Zeit später sicher weniger stressig vorkommen :lol: .
Liebe Grüße von Apis
mit großem Bruder (+* 8/09), kleiner Schwester (*9/11) und kleinster Schwester (*9/15)
LaOvejaNegra
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Re: Einschlafstillen - Durchschlafen

Beitrag von LaOvejaNegra »

Man setzt sich dann ja auch schnell selber unter Druck und denkt, das müsste doch funktionieren oder?
Das bringt euch allen aber nur Ärger, so wars bei uns. Irgendwann, so mit 9 Monaten glaube ich, war dann auch der Papa zum Schlafen in Ordnung. Und bei uns hats erst nur tagsüber geklappt, vielleicht fangt ihr mal damit an?
LaOvejaNegra mit der Großen (11/10) und der Kleinen (06/12)
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