Hilfe für eine Freundin

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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samsara
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von samsara »

Vielleicht hilft ihr vor dem Stillen Brust erwärmen und danach kühlen (mit Magerquark evtl.?). Vor allem das Erwärmen, zB unter der Dusche, und danach gleich Anlegen, hat bei mir immer Besserung gebracht. Hatte das Gefühl, der Zwerg trinkt auch leichter, weil's dann irgendwie einfacher fließt.
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MaareMum
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Re: AW: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von MaareMum »

Ja, das will sie jetzt versuchen. Das hat ihr immerhin die Hebi auch gesagt :)

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avoila
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von avoila »

Ich kann das Zögern deiner Freundin verstehen. Sie hat sich die Hebamme ausgesucht, nah bestem Gefühl und Wissen. Sie schreibt ihr vermutlich eine ungeheure Kompetenz zu und kann sich nur schwer vorstellen, dass die Frau deren Job sich um das Wohlergehen von Säuglinge dreht, vom stillen keine Ahnung hat, sondern eher andere (Stillmütter, stillberaterinnen). Sich dann im wochenbettgefühlschaos gegen die selbstgewählte Autorität aufzulehnen, erfordert viel Willen und Entschlossenheit. Es heißt nämlich nichts anderes dem anderen die Kompetenzen zu entziehen und zu sagen ich weiß es besser (und sei es nur in dem ich auf andere Ratgeber höre), in einer Situation in der man selbst eigentlich unsicher ist.
Sei geduldig mit deiner Freundin...


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Maryam+Leo
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von Maryam+Leo »

Vielleicht magst du deine Freundin mal hier ins Forum einladen ?
Da kann sie sich vielleicht auch mit Müttern austauschen deren Kinder gleich alt sind ;) und den Problemchen
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MaareMum
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Re: AW: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von MaareMum »

Ja, ich bin geduldig, es tut mir aber einfach wahnsinnig leid.
Maryam+Leo hat geschrieben:Vielleicht magst du deine Freundin mal hier ins Forum einladen ?
Da kann sie sich vielleicht auch mit Müttern austauschen deren Kinder gleich alt sind ;) und den Problemchen
Siehe erster Post ;)

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greenie bird
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von greenie bird »

wenn sie die Mahlzeiten herauszögert, ist ihr Baby vielleicht wirklich etwas müde? Alle Listen und Uhren wegschließen. (und die Nummer der Hebamme verbrennen :evil: )
ich hoffe sie vertraut Dir bald, denn mehr Ahnung als die Entbindungsfrau hast Du ja in Sachen Stillen.


ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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MaareMum
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von MaareMum »

Jetzt hab ich grad mit dem Mann telefoniert.
Sie hatten wohl ne Horror-Nacht mit nur Wärmen und Kühlen und Stillen.
Jetzt war wohl nochmal die Hebamme da. Und das hat mir der Mann übersetzt, was die Hebamme gesagt hat:

"Die Brüste sind total fertig und überstrapaziert und hören wahrscheinlich bald auf mit Milchspenden. Der Milchfluss ist total durcheinander und die Milch fliesst total unregelmäßig.
Erst sind sie prall und das Baby trinkt gut, dann beim nächsten Mal sind sie leer und das Baby bekommt nix raus und strengt sich auch nicht an und schläft direkt ein. Und dann sind sie wieder prall aber das Baby denkt, es muss sich ja eh nicht anstrengen weil eh nix kommt und dann schläft es direkt wieder ein und regt den Milchfluss nicht an. Sie (die Mutter) soll jetzt beim nächsten Stillen danach Pre (aus der Flasche) geben, wenn das Kind nicht satt geworden ist. Dann beim nächsten Stillen wieder danach Pre, wenn wieder nicht satt und dann abpumpen. Und dann dem Baby die abgepumpte Milch noch geben statt Pre (wobei beim Pumpen wohl eh nix mehr kommt). Das wäre das Schonprogramm für die Brüste, die total fertig wären
"

?????? Hääääääääää ????? Schonprogramm für die Brüste???? Milchfluss total durcheinander?????????? Sowas gibts nicht wirklich, oder? Der Milchfluss ist doch eh nicht "regelmäßig" dachte ich, sondern vom Kind abhängig.
Aber wie gesagt, das ist das, was der Vater mir jetzt erzählt hat. Ob die Hebamme das wirklich so gesagt hat, weiss nicht nicht, ausser natürlich das weitere Vorgehen.

Ich hab jetzt nochmal eindringlichst auf die Laktationsberaterinnen verwiesen. Der Vater meinte, das sei jetzt nicht das Wichtigste, sie müssten erstmal schlafen, morgen und Montag würde nochmal die Hebamme kommen, und dann würden sie da anrufen. Da bin ich geplatzt und hab gesagt, dass die Mutter, wenn das so weitergeht, bis Montag abgestillt hat, weil sie völlig den Nervenzusammenbruch bekommt. Und dass ich glaube, dass die Hebamme ein altmodisches Stillwissen hat, von dem, was ich immer von den beiden erzählt bekomme. Und dass sie da jetzt sofort oder zumindest heute noch anrufen sollen, wenn sie weiter stillen möchten.
Ich hoffe, er hats verstanden. Er ist leider vom Typ Besserwisser und die Energie der Mama ist glaubich auf dem Nullpunkt.

Ich bin jedenfalls mit meinem Latein am Ende. Aber ich glaub, ich werd mich jetzt mal schlau machen, wie man Stillberaterin wird. Das hat mich jetzt noch mehr angefixt (ich hab da vorher schon drüber nachgedacht).

Danke fürs zuhören, auch wenn hier über die 3-Ecken-Beschreibung vermutlich keiner rettende Ideen hat.
Gruß, MaareMum
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greenie bird
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von greenie bird »

Wie blöd- eine Katastrophe! Ja, pumpen schont die Brust :shock: aber wenn sie sich gern auf jemanden verlassen, dessen Tipps offensichtlich (!) nicht mal helfen, dann weiß ich auch nicht...aber es ist auch nicht das erste mal, dass ich sowas erlebt habe...leider. :(
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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juleika
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von juleika »

Oh weh,
das hört sich ganz nach mir vor 5 Monaten an... :?

Was ist denn das "Hauptproblem" deiner Freundin, die Schmerzen oder die Angst, daß Baby nicht genug bekommt?
Naja, bedingt ja auch einander, aber bei mir waren am Anfang definitiv die Schmerzen das größte Problem und darüber dann eine sich immer fester einschleichende Überzeugung, daß da was falsch läuft und daß ich das nicht richtig hinbekomme. - Obwohl ich mehrmals bei ner IBCLC war.
Ich hab in der Zeit natürlich viel im Stillbuch und überall gelesen, und die einhellige Aussage, "Schmerzen dürfen nicht sein, dann ist das falsch" hat mich glaub ich noch mehr unter Druck gesetzt... Zum Glück haben wir weiter gemacht und nach 1 Monat waren die Brustwarzen nicht mehr wund und die Schmerzen wurden weniger, nach 2-3 Monaten hatte ich dann kaum mehr Probleme. (Da hatte ich mich dann leider nur durch so Abpumpversuche und schlechte Beratung seitens einer Kinderärztin in den Gedanken Ich-hab-nicht-genug-Milch reingesteigert...)
Also, wollte nur sagen, daß mir damals vielleicht der Gedanke geholfen hätte, das bleibt nicht so, die Schmerzen hören auf, auch wenn sie länger gingen, als die lehrbuchmäßigen 1-2 Wochen.
Im Nachhinein haben mir dann auch einige andere junge Mütter gesagt, daß sie über einen Monat Schmerzen beim Ansaugen hatten... das hilft vielleicht beim Durchhalten!

Ich hoffe, die beiden überstehen das Wochenende und machen weiter (am besten ohne Pumpen)!
Versuch doch vllt nochmal, deine Freundin zu animieren, hier rein zu schauen oder zu ner Stillgruppe zu gehen,
der Austausch mit anderen Frauen, die ein ähnliches Problem kennen, kann entlastend und motivierend sein,
ich hätte mir damals gewünscht, das Forum hier schon gekannt zu haben... :)

Viel Glück den beiden!
Julia mit Maya (06/12) und Mira (06/15)
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MaareMum
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Re: Hilfe für eine Freundin

Beitrag von MaareMum »

Ja, sie hat einerseits panische Angst vor den Schmerzen und andererseits glaubt sie, ihr Kind bekommt nicht genug / ihre Milch reicht nicht aus bzw kommt nicht raus.

Ich hab ihr auch gesagt, sie soll das Pumpen sein lassen sondern in den Stillpausen lieber entspannen und schlafen. Denn die Brüste sind (wenn man fühlt) voll mit Milch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das Pumpen notwendig ist. Es macht ihr nur einfach noch mehr Stress in den Stillpausen.
Und die paar gepumpten Tropfen aus der Flasche machen das Kind dann auch nicht satter.

Hab grad mit ner anderen Freundin gesprochen, die Gynäkologin ist und diese Hebamme kennt. Sie meint, die hat eigentlich schon Ahnung und sie glaubt eher an ein Kommunikationsproblem, weil die Hebamme recht zackig und pragmatisch ist.
Wenn das so ist, ob dann eine Stillberaterin mehr Erfolg hat?

Ich werd morgen nochmal versuchen hinzufahren.
Ich glaub, das Wichtigste überhaupt ist inzwischen, da irgendwie Stress rauszubekommen. Denn die Eltern sind grad maximal Still-Gestresst und am absoluten Anschlag. Und dass das nicht förderlich ist, ist ja allgemein bekannt.
Gruß, MaareMum
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