ständig schwankende Milchmenge

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Phönix
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ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Hallo ihr lieben!

Ich hab folgendes Problem: meine Milchmenge schwankt zum Teil innerhalb von wenigen Tagen beträchtlich. Von prallen, harten Brüsten fast den ganzen Tag über auf schlaff und leer schon am Morgen. So trinkt dann auch meine Tochter: An einem Tag dreimal die gleiche Seite, bis der Druck endlich nachlässt, am nächsten Tag stillt sie beide Seiten und ist immernoch hungrig. Schon seit Beginn der Stillzeit ist es so, dass abends "weniger" da ist und sie viel länger nuckelt als morgens.
Noch dazu kommt, dass sie eher klein und leicht ist und zwischen U4 und U5 von der 50. auf die 25. Perzentile abgerutscht ist. Sie ist aber auch ein seeehr mobiles und agiles Kind, was schon immer nur beim schlafen stillhält.


Unser Stillstart war ein wenig holprig, da Maus aufgrund von KISS ihren Mund nicht richtig aufbekommen hat und Stillen dementsprechend schmerzhaft war. Wir hatten eigentlich nie große Probleme mengentechnisch gesehen, bis auf eine Woche um den 3. Monat herum, wo dann auch mal gar nix mehr lief, zuviel Stress, wie ich heute weiß. Zugefüttert wurde bei extremen Engpässen mit aufgetauter Frostmilch mit Löffel, Flasche wird komplett verweigert.
Wir stillen tagsüber so im 2 Stunden Rythmus etwa, manchmal mehr, manchmal weniger. Nachts kommt sie zwischen 1 und 3 mal, abhängig davon, wann sie eingeschlafen ist. Sie schläft tagsüber nie länger als 3 Stunden, 2 sind eher die Regel. Meist so 2 Stunden am Vormittag und dann nochmal 1 Stunde am nachmittag. Stilldauer sind nie mehr als 5 Minuten, außer ab und an zum einschlafstillen, da nuckelt sie dann aber eher als das sie stillt.
Stuhlgang hat sie aller 3,4 Tage einen crmigen Haufen. Pullern tut sie auch genügend, in Windeln kann ichs nicht ausdrücken, da teilzeitwindelfrei.
An Beikost isst sie so gut wie nichts, sie probiert gerne und viel unser Essen aus, erkundet aber noch mehr als das sie wirklich isst.

Meine Fragen: Woran liegen diese extremen Schwankungen? Ist das absacken ihres Gewichts ok oder bedenklich? (Die KIÄ meinte, ich solle doch unbedingt Brei zufüttern, der hätte doch soooviel mehr Nährstoffe... :roll: )

Es gibt Tage (so wie im Moment wieder), da ist so wenig da, dass sie abends irgendwann trotz Hunger und heftig am Daumen nuckelnd einschläft, nachdem sie mehrfach erfolglos versucht hat, zu trinken, sie kann dann einfach irgendwann keinen MSR mehr auslösen.

Achso, ich habe eine Stillberaterin, aber wies so ist, ist sie bis Montag im Urlaub. :cry:
Tochter (03/2012), Sohn (03/2014)

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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Mondenkind »

Hallo Esther, um den Gewichtsverlauf beurteilen zu können, bräuchte ich die Gewichte, kannst Du mir die geben?

Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten, weshalb die Milchmenge schwanken könnte. Hast Du Erkrankungen, zB was mit der Schilddrüse, Diabetes oder so was in der Art?

Aber gib mir doch mal die Daten, wie hier erklärt: Wie funktioniert Stillberatung im SuT?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Phönix
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Die Gewichtsdaten die ich noch habe:

19.03. 3350 g (Geburt, Hebamme)
21.03. 3120 g (Hebamme)
30.03. 3460 g (Hebamme, U2)
04.04. 3640 g (Hebamme)
23.04. 4320 g (KiÄ, U3)
31.05. 5400 g (Hebamme)
20.06. 5600 g (KiÄ, U4)
13.09. 6620 g (kiÄ, U5)

Erkrankungen sind keine bekannt. Aber es steht demnächst sowieso ne Blutabnahme wegen dem Eisenwert an, da kann ich ja die Schilddrüsenwerte mal mitbestimmen lassen?

Achso, Esther ist meine Tochter. ;)
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Mondenkind »

Äh, sorry :lol:

Also, die Gewichte:

Die Gewichtsabnahme in den ersten Tagen ist total normal- ein gutes Zeichen für gute Milchbildung.
Nach 2 Wochen seit ihr schon Deutlich über Geburtsgewicht- ebenfalls ein gutes Zeichen für gute Milchbildung.

Und dann:
220g in einer Woche, 680g in 3 Wochen, über ein Kilo in etwas über einem Monat, dann 200g in 3 Wochen. Und dann wird es langsamer. Wobei man 2 Werte im Abstand von knapp 3 Monaten auch nur bedingt bewerten kann. 85g/Woche sind aber ein normaler Wert für ein Kind von 6 Monaten.

Das ist total normal. Erstens nehmen die Kinder immer irgendwann langsamer zu, sonst könnten wir unsere 2jährigen nicht mehr tragen. Und Kinder, die anfangs stark zunehmen, bei denen relativiert sich das typischerweise irgendwann.

Kennst Du unseren Thread übers Gedeihen? Da steht es auch nochmal super erklärt. Stillmanagement und Stillhäufigkeit klingt auch normal. An Essen lutschen, manschen, ein Krümchen verschlucken, den Rest ausspucken, das ist auch normales Beikostverhalten in dem Alter- Essen ist oft auch erstmal Körpererfahrung, Ernährung wird es erst später.

Mit Deiner Brust, das kann unterschiedliche Gründe haben. Schwerwiegende Auswirkungen auf das Gedeihen Deiner Tochter kann ich aber nicht erkennen.

Hast Du wenig Fettgewebe an der Brust und mehr Drüsengewebe? Vielleicht bemerkst Du eine gewisse Prallheit nur einfach mehr als andere das tun würden?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von beuteltier »

Hallo,
ich habe genau das auch mit meinem Kleinen. Nur bin ich mir nicht sicher, ob die Milchmenge wirklich schwankt oder ob er nicht immer gleich viel trinkt oder... ich pumpe ja nicht ab und messe den Inhalt meiner Brust.
Jedenfalls: Ich hatte oft das Gefühl, es reicht ihmnicht. Es war meist abends, dass er nuckelt und zieht und dabei richtig schwitzt und ich wechsel zum vierten mal die Seite...dann kommt vll doch noch mal was und irgendwann schläft er ein. Es fühlt sich auch wirklich anders an als bloßes Saugbedürfnis, das meine ich unterscheiden zu können. Er hat auch nach jedem Löseversuch nachgeschnappt, und ich bin wirklich geduldig. Meine Brust fühlte sich leer und gummiartig an:P Das wra irgendwie anstrengend. Und dann einzwei Tage und viel Milchbildungstee später habe ich wieder EInschuß und so geht das auf und ab. JA, ich habe eher kleine Brüste und merke das deswegen mehr ?! Dann kommen alle, dennen ich das erzähle, mit zufüttern, das war mir aber mit 4,5 Monaten einfach noch zu früh. Schlafen ist von dne Zeiten her ähnlich, evtl unruhiger. Flasche wird auch verweigert. (Er trinkt jetzt aus derTasse, allerdings bislang erfolgreich nur Tee oder Wasser, vll hatte ich noch nicht den richtigen Zeitpunkt für Milch erwischt).
ALlerdingshat meiner ordentlich Gewicht für sein ALter, eher ober Grenze. Trotzdem macht mama sich so ihre Gedanken, ob er wohl genug bekommt, vll braucht er einfach noch mehr, wenn er so wächst?
Tatsächlich war es gerade auch eine anstrengende Zeit, mit Drehen und viel Quengeln am Tag, was mcih bewogen hat, einen Homöopathen udn Osteopathen aufzusuchen, da er sehr angespannt war. ICh kann jetzt nicht sagen, ob es mal wieder"eine Phase" war oder die Gabe von GLobolis das bewirkt hat, jedenfalls hat sich das Stillen wieder ienigermaßen normalisiert. Er ist aber sehr anhnglich und manchmal muß ich mich auch unbedingt mit ihm schlafen legen udn er hält meine Hand dabei und läßt mich nicht weg bzw. wacht er auf wenn ich versuchemcih wegzuschleichen.
Einen anstrengenden start hatten wir auch, Notkaiserschnitt und 6 Wochen offene Brustwarzen waren schwierig.

Also ich denke, dass du ja schon schreibst, dass die Milchmenge sich anpasst. Mir hat man anfangs gesagt, das sei Streß, aber DAS hat mich ehrlich gesagt gestreßt udn nach LalecheLiga stimmt das auch nicht, allein dein Baby regelt die Milchproduktion und darauf kannst du vertrauen. Traubensaft unterstützt nach meinem Homöopathen auch die Milchproduktion, Verhältnis 1:1 oder dünner, oder vll die Durchblutung der Brüste oder sowas. Jedenfalls genug trinken udn vertrauen. SOlange dein Baby die Windeln voll macht und gesund aussieht, brauchst du dich nicht zusehr soregn. Vll wächst sie auch gerade oder macht eine anstrengende Lernphase durch oder beides! DU hast jedenfalls genug Milch!
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von beuteltier »

oh ich hab das Datum so spät gesehenehen naja:D
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von beuteltier »

ach so udn was uns noch geholfen hat: ein ruhiger vertrauter Platz zum Stillen. Mir sind tags auch die Brüste übergelaufen weil er woanders als im Bett nicht gescheit getrunken hat. Erst wenn der Hunger riesig war und dann auch nur gerade so viel wie nötig um wieder zu gucken. Ich war dann immer froh, wahrscheinlich waren wir beide froh, wenn wir uns zum Stillen hinlegen konnten, unsere bevorzugte Position.
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von blueberry »

beuteltier hat geschrieben: ich pumpe ja nicht ab und messe den Inhalt meiner Brust.
Nur ganz kurz eine Klammerbemerkung dazu: Das würde auch gar nicht funktionieren ;) Früher hat man Frauen manchmal eine Pumpsitzung verordnet, um zu sehen, wieviel Milch sie haben - das ist aber wirklich totaler Quatsch! Die Milch wird nicth zwischen den Mahlzeiten gebildet und in der Brust gespeichert sondern während des Stillens gebildet - je häufiger das Baby einen Milchspendereflex bei der Mahlzeit auslöst, desto mehr Milch und desto fettiger wird die Milch (bei jedem MSR mehr Fettgehalt). Wenn man es mit der Pumpe nicht schafft, eine MSR auszulösen, kann man gerade mal die paar Milliliter abpumpen, die eben tatsächlich zwischen den Mahlzeiten gebildet werden - die sind meist wässrig und wirklich wenig. Wenn man also von der Milchmenge, die man mit einer Pumpe aus Brust holt, versucht, auf die Milchmenge zu schließen, die das Baby aus der Brust bekommt, wenn es selbst dran trinkt, wird man fast immer fürchterlich daneben liegen ;) (Es gibt Frauen, die stillen Zwillinge voll und bekommen kaum 10-20 ml Milch abgepumpt auf beiden Seiten - daran sieht man, wie unsinnig das mit dem "Nachmessen" der Milchmenge ist :wink: ) Nur damit sich keiner hier verunsichern lässt und mal "probepumpt" :lol:

Der Threadstarterin alles Gute, dass sich die gefühlte "Brustvölle" bald irgendwie einpendelt.
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von 4tiere »

beuteltier hat geschrieben:Jedenfalls: Ich hatte oft das Gefühl, es reicht ihmnicht. Es war meist abends, dass er nuckelt und zieht und dabei richtig schwitzt und ich wechsel zum vierten mal die Seite...dann kommt vll doch noch mal was und irgendwann schläft er ein. Es fühlt sich auch wirklich anders an als bloßes Saugbedürfnis, das meine ich unterscheiden zu können. Er hat auch nach jedem Löseversuch nachgeschnappt, und ich bin wirklich geduldig. Meine Brust fühlte sich leer und gummiartig an:P Das wra irgendwie anstrengend. Und dann einzwei Tage und viel Milchbildungstee später habe ich wieder EInschuß und so geht das auf und ab.
Könnte es nicht auch das abendlich Clusterfeeding sein?
Das haben wir immer wieder mal, sogar jetzt mit 13 Monaten ... :-(
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
Phönix
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Re: ständig schwankende Milchmenge

Beitrag von Phönix »

Mondenkind hat geschrieben:Mit Deiner Brust, das kann unterschiedliche Gründe haben. Schwerwiegende Auswirkungen auf das Gedeihen Deiner Tochter kann ich aber nicht erkennen.

Hast Du wenig Fettgewebe an der Brust und mehr Drüsengewebe? Vielleicht bemerkst Du eine gewisse Prallheit nur einfach mehr als andere das tun würden?

Ah ok, dann bin ich doch jetzt endgültig mal beruhigt, was die Gewichtsentwicklung betrifft. Ist nicht so einfach ,ruhig zu bleiben, wenn einen alle anderen versuchen kirre zu machen, weil man so ein kleines und leichtes Kind hat und Rundherum sind fast nur so 9 kg Brummer unterwegs.

Das heißt, es scheint ihr auch nicht zu Schaden, dass sie ab und an für 2,3 Tage mal weniger als normal bzw. fast "Diät" hat?

Woran merkt man den Unterschied zwischen Fett- und Drüsengewebe? Ich habe sehr sehr große, weiche Brüste, der Unterschied vor Schwangerschaft zu Stillend sind auch nochmal über 3 Körbchengrößen Zunahme gewesen.

Was mir heute auffiel: Kann die Milchmenge Zyklusbedingt so stark schwanken? Weil diese Probleme treten erst so extrem seit 2 Monaten auf, eben seitdem mein Zyklus wieder eingesetzt hat, vorher wars moderater. Seit heute ist meine Mens wieder da und das Problem hat sich fast vollständig über Nacht erledigt.
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