Ich persönlich würde da überhaupt keine Quellen, Artikel etc. liefern. Wem es nicht vom gesunden Menschenverstand her einleuchtet, dass Zuckerwasser keine geeignete und "artgerechte"

Ernährung für ein kleines Baby ist, dem wird man wahrscheinlich auch mit Quellen nicht helfen können. Die Gefahr dabei ist die, dass Du Dich damit in eine Defensive bringst: sie sagen einfach, Du solltest XY tun - und erwarten von DIR, dass DU rechtfertigst, warum Ihr das NICHT macht? Das ist doch verkehrte Welt!
Wenn Du dennoch allgemein Deinen Eltern/Schwiegereltern was in die Hand drücken magst, das nicht zu lang ist, das Stillen deutlich befürwortet und - wie ich finde sehr wichtig - die meist flaschengebende und zeitig beifütternde Großelterngeneration dort abholt, wo sie steht, dann finde ich das Großelternfaltblatt der AFS ganz toll. Dort werden keine Vorwürfe formuliert und dennoch überzeugend argumentiert.
Faltblatt der AFS für Großeltern von Stillkindern
(am besten ausdrucken und gedrittelt falten - sonst liest sich die "erste Seite" für die Großeltern etwas verwirrend, weil ja das Titelblatt ganz rechts außen ist im aufgefalteten Zustand

)
Ich denke, man sollte immer wieder im Blick behalten, dass die eigenen Eltern/Schwiegereltern uns eben schlicht das raten, was sie damals mit ihren Kindern gemacht haben -
weil sie davon überzeugt waren, dass DAS das beste ist! Ganz klar ist es dann besorgniserregend, wenn die Enkel so ganz anders versorgt werden. Entweder man macht sich dann Sorgen ums Enkelkind ("weiß" man doch, dass die Milch spätestens nach X Wochen nicht mehr reicht, beigefüttert und Tee gegeben werden MUSS fürs gute Gedeihen - so bekam man das doch damals vermittelt! und bei den damaligen "Stillvorschriften" mit Zeitbegrenzungen, riesigen Stillabständen etc. konnte die Milch auch wirklich kaum bei einer Frau reichen!). Oder es kommt seitens der Kindergeneration so an, als wolle man sagen: "das was ihr damals gemacht habt mit euren BAbys war halt alles falsch - heute machen wir es richtig" - ein emotionales Minenfeld...
Ich denke, man kann nur immer wieder sagen, dass man es toll findet, dass die Eltern es damals mit einem selbst so gemacht haben, wie sie es nach den derzeitig verfügbaren Informationen und dem damaligen Informationsstand der Kinderärzte etc. als "Bestes" in Erfahrung bringen konnten. Und das man selbst es genauso machen möchte: nach dem heutigen Kenntnisstand und den einem selbst verfügbaren Informationen das Beste fürs Baby entscheiden. Und dann sagen, dass man sich über Anteilnahme und Tipps einerseits freut, aber andererseits auch darum bittet, dass akzeptiert wird, wenn man es dann trotzdem anders entscheidet.