Es gibt viele Babys, die ab einem gewissen Alter überwiegend oder - wie Deines - nur noch nachts Stillen. Das ist wohl von der Natur auch durchaus so gewollt, da unsere Vorfahren ja nomadisch lebten und ein größeres Baby, das nur noch stillte, wenn Mama sich nachts zum Schlafen hinlegte (und somit stundenlang "dauerverfügbar" war), tagsüber aber glücklich auf Mamas Rücken hockte und sich die ein oder andere Beere etc. in den Mund schieben ließ, durchaus Vorteile hatte. Darum wohl auch die verstärkte Prolaktinausschüttung beim nächtlichen Stillen.
Wenn man dann aber den "tollen" Ernährungs- und Schlafempfehlungen des 20. Jahrhunderts folgt, nach denen ein BAby angeblich ab einem halben Jahr nachts keine Nahrung und nichts zu trinken mehr braucht (ergo auch keine Milch), dann kann es bei einem ausgesprochenen Nachtstiller recht schnell dazu führen, dass man unbeabsichtigt komplett abstillt, obwohl das Baby durchaus noch mitten im besten Stillalter ist (und einem auch jeder Kinderarzt sofort sagen würde, dass ein Baby im ersten Lebensjahr natürlich noch sehr viel Milch braucht).
Wenn Du am nachts stillen nichts änderst, werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit noch lange stillen können. Und dass die Brüste sich irgendwann wieder weicher anfühlen hat nichts zu sagen - das ist kein Kriterium, da die meiste Milch eh beim Stillen gebildet wird. Ganz nach Bedarf halt - es ist eher ein Zeichen, dass sich das nun gut eingespielt hat.
Mahlzeiten ersetzt haben wir allerdings bewusst nie - ich habe immer angeboten zu Stillen und meist erst danach oder zwischen zwei Stillzeiten (so genau man das halt sagen konnte

) Beikost angeboten, wenn wir halt auch was aßen. Aber das ist auch von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, wie schnell da das Interesse erwacht - wir haben trotz Beikostangebot noch bis reichlich 12 Monaten fast nur gestillt... (aber auch überwiegend nachts!)