Ersticken in der Trage?

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Maegwin
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Maegwin »

Katha hat geschrieben:Schlafsack, damit sich die Kleenen nichts über den Kopf ziehen.
Kinder können sich auch im Schlafsack drehen.

Dann dürfte man beim Stillen und CoSleeping nie einschlafen.

Und irgendwie müssen die Mäuse ja schlafen. Oder?
Katha, ich hatte beim Schlafsack auch an das übern-Kopfziehen gedacht.

Leider lässt sich das Risiko für SIDS halt nur minimieren, aber nicht ausschalten. Meine bauchwehgeplagten Jungs durften auch ab und an mal am Bauch schlafen, wohl war mir dabei aber nicht.
mit kleinem Kerlchen 01/10
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greenie bird
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von greenie bird »

war jetzt schon eine expertenantwort dabei? habt ihr wirklich schon mal von einem SIDS fall im TT gehört?
SIDS ist im übrigen nicht 'normales' ersticken. ich weiß nicht warum stupsnasen vorbeugend sein sollen- vor allem sind die nasen der babys sehr weich und wenn sie platt gedrückt sind, dann ist das wie bei uns erwachsenen- die löcher sind dann eben anders geformt, aber nicht zu- versucht das mal bei euch, dann muss schon noch stoff von unten über den löchern liegen und dann wäre es ganz klassisches ersticken und immernoch kein SIDS.
mein sohn hat sich mit 2-3 monaten manchmal im schlaf an der brust festgesaugt (also eingeatmen so dass die nase verschlossen war) er hat sich immer rechtzeitig bewegt um die nase wieder frei zu haben für den nächsten atemzug. es ist auch nie nachts passiert, aber dann, wenn ich weggedöst bin dabei oder nicht geguckt habe.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Captainsparrow »

Es gibt Fälle von SIDS im Tragetuch und ich kenne einen Fall in der Manduca auf dem Rücken, ja. Generell ist es zwar so dass der ständige Kontakt mit dem Kind sowie die Bewegung eine gewisse Vorbeugung bewirken, aber keinen 100%igen Schutz.
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Katha
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Katha »

Den Kopf drehen würde beim kl. Hasen aber meist ebenso wenig funktionieren wie auf den Rücken drehen, wenn er sich jetzt auf den Bauch gedreht hat: dann wacht er auf oder dreht sich sehr schnell zurück!

Überspitzt gesagt: sollte ich ihn dann hinferbern?
Ist wirklich ne Frage, bei aller Angst davor, kann ich mein Kind doch nicht zwingen.
Oder wie handhabt Ihr das zb auf dem Rücken.

Und dann weiß ja immer noch niemand, woran SIDS tatsächlich liegt.
FB wird ja tw. genannt, aber in Japan gibt es kaum Fälle, obwohl das dort total verbreitet (plus westliche Welt, also ähnliche Schadstoffe).

Ich hatte die ersten Wochen total schiss (gerade weil wir Zwillingssternchen hatten), aber irgendwann dachte ich, dass ich nicht nur Angst haben kann, sondern meinem Kind Zuversicht mitgeben will.

Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

Und auch ich fände Mod-Meinung nochmal total interessant.
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Captainsparrow

Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Captainsparrow »

Niemand sagt Du sollst Dein Kind irgendwohin ferbern. Risikofaktoren fûr SIDS sind ja mittlerweile gut bekannt, und CO2 Rückatmung ist ein großer davon. Trotzdem haben die allermeisten Babys eine funktionierende Aufwachfunktion sobald sie CO2 Rückatmen, warum sie bei manchen Kindern nicht funktioniert weiss man nicht. Ich hatte selbst so ein Kind bei dem sie nicht funktioniert hat, er konnte mit der Sauerstoffsättigung in die 60er gehen ohne dass es ihn gestört hat. Das hat sich mit ca. anderthalb verwachsen. Trotzdem frage ich mich manchmal was man denn hören môchte als Mutter.... Dass hundert andere Mütter schreiben es macht überhaupt nichts wenn das Kind CO2 Rückatmet oder auf dem Bauch schläft??? Das sind nunmal Risikofaktoren, und wenn man den einen nicht ausschalten kann, muss man die anderen Minimieren. Aber ich denke man sollte zumindest versuchen das Kind an Rückeage zu gewöhnen oder den Kopf zur Seite zu drehen, mit etwas Geduld gelingt es in vielen Fällen, aber halt nicht in allen. Dann ist es wie es ist, dann gibt es ein erhöhtes Risiko für ein Bestimmtes aber dennoch sehr seltenes Ereignis, aber es gibt jede Menge Bedrohungen , man kann nunmal nicht alle ausschalten. Trotzdem sollte man versuchen SO GUT ES GEHT das Risiko zu minimieren, alles andere macht keinen Sinn.
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Katha
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Katha »

chrissi hat geschrieben:Niemand sagt Du sollst Dein Kind irgendwohin ferbern. Risikofaktoren fûr SIDS sind ja mittlerweile gut bekannt, und CO2 Rückatmung ist ein großer davon. Trotzdem haben die allermeisten Babys eine funktionierende Aufwachfunktion sobald sie CO2 Rückatmen, warum sie bei manchen Kindern nicht funktioniert weiss man nicht. Ich hatte selbst so ein Kind bei dem sie nicht funktioniert hat, er konnte mit der Sauerstoffsättigung in die 60er gehen ohne dass es ihn gestört hat.
Bitte nicht missverstehen: ich weiß, dass Du nichts mit ferbern meintest.
Aber wie kann man denn die Mäuse daran gewöhnen?
Kl. Hase ist anfangs nur auf der Seite an der Brust eingeschlafen. Beim umlegen wurde er wach und hat meist dann auch geweint. Hab es immer wieder probiert, aber geholfen hat es nichts.
Nun dreht er sich oft von selbst auf den Rücken, um zu schlafen.
Aber schlafend immer mal wieder auf den Bauch.
Auch da hilft das Umlegen eher nicht.

Mir fällt nichts ein, wie ich es anders machen könnte.

Wie hat man denn das mit der Sättigung Deines Sohnes rausgefunden?

Liebe Grüße
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Captainsparrow

Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von Captainsparrow »

Mein Sohn hatte ein sog. ALTE, er kam dann ins Krankenhaus und dort wurde das festgestellt, er musste dann am Monitor schlafen bis er 2 war und wir mussten ihn immer wachrütteln oder pieksen wenn er einen Atemstillstand hatte.
Wie man ein Kind daran gewöhnt? Da gibt es kein Patentrezept, und es funktioniert auch nicht immer. Meine beiden Apnoekinder haben auf dem Bauch geschlafen sobald sie sich drehen konnten, was natürlich der Supergau war da dabei die Apnoerate gerade mein Großen EXTREM angestiegen ist. Ich habe immer versucht sie umzudrehen, aber irgendwann ging es nicht mehr. Der Arzt im Kinderschlaflabor meine dann eben alle anderen Faktoren ausschalten (wobei Familienbett dort nie als definitiver Risikofaktor genannt wurde sonder nur, dass das Kind im Schlafsack schlafen soll und auf dem Rücken auf einer relativ harten Unterlage). Im Tragetuch hat es aber erstaunlich gut funktioniert mit dem Kopf-Drehen und er war getragen auch immer recht stabil von den Werten.
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greenie bird
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von greenie bird »

aber wenn sie sich selbst drehen können, dann gilt diese "Regel" doch schon nicht mehr und es ist ca. zwei Jahre her, da wurde die bauchlage rehabilitiert, so dass es eben doch kein erhöhtes Risiko gibt. jetzt geht das Thema ja schon wieder etwas weiter, aber mein Sohn konnte aufgrund seiner KiSS nicht auf der Seite oder dem Rücken schlafen- es war ein harter weg bis dahin, aber anders hätte ich gar keinen Schlaf bekommen, also schlief er auf dem Bauch bis es auch auf der Seite ging. Auch wenn meine Kinder nun die Lage wechseln, so sind sie- wie ich- auch immernoch eine ganze zeit bauchschläfer.
im Tuch habe ich aber auch immer versucht den Kopf zu einer Seite zu drehen, weil es mich auch beruhigte.


ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
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posy
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von posy »

Wir stricken gerade an einer wissenschaftlich fundierten Stellungnahme. Noch ein wenig Geduld... 8)

Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Risiko sehr gering ist, sofern es sich um ein gesundes Baby handelt.

Aber wenn irgendwelche Krankheiten oder Besonderheiten bekannt sind, nimmt man darauf ja Rücksicht beim Tragen. So z.B. bei Frühgeborenen, bei denen man immer darauf achtet, dass man das Gesichtchen sehen kann, falls das Baby Stresszeichen o.ä. zeigt.

Auch ein Kind, was sich stark ankuschelt oder mit dem Gesicht quasi ins Tuch atmet, bekommt genügend Luft. Haltet Euch doch einmal ein Tuch vor Nase und Mund und atmet - es ist ganz ähnlich, wenn man im Winter durch einen Schal atmet, wenn es sehr kalt ist.

Normal entwickelte Babys haben einen bestimmten Reflex im Fall eines Sauerstoffabfalls im Blut, der sie vor dem Ersticken bewahrt. Und das würdet ihr in jedem Fall spüren.

Soweit erst einmal - wie gesagt, es kommt noch mehr.
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
frau schneider
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Re: Ersticken in der Trage?

Beitrag von frau schneider »

hallo sternchen 2010,

fast alle eltern, die ihr baby tragen wollen, stellen sich irgendwann diese frage. und das ist ja auch gut so.
es gibt ein paar dinge, die du beim tragen beachten kannst, um so weit wie möglich vorzubeugen:
- dein baby aufrecht tragen
- dein baby wirklich fest einbinden, um ein zusammensacken (das erschwert die atmung) zu verhindern
- den kopf zum stützen nicht ganz ins tuch packen, sondern die kopfkante nur einen finger breit über das ohr ziehen
- das köpfchen zur seite drehen
das gilt für gesunde (neugeborene) kinder im tt. bei th´s muss man schauen, wie geeignet diese tatsächlich für das baby ist, was die haltung betrifft (wie gut wird es gestützt (zusammensacken)?, wie kann luft an babys näschen (träger, rückenpaneel, kopfstütze)?

es gibt einen sehr interessanten artikel von dr. sears zum thema sids:
http://www.attachment-parenting.de/waru ... dr-w-sears

es gibt eine studie der sporthochschule köln, die keinen klinisch relevanten unterschied bezüglich der sauerstoffsättigung im vergleich tt zu kiwa zeigt.
http://pediatrics.aappublications.org/c ... a8542841cd

glg vom see
frau schneider
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