Am schlimmsten finde ich, dass ich mich als recht gut informierte SuT-lerin dennoch habe sehr verunsichern lassen.
Das kann ich gut verstehen - ein sehr blödes Gefühl!
Von der Sache her hat Deine Gyn allerdings Recht. Heilmittel/Hilfsmittel usw. werden ärztlich nur bei entsprechender medizinischer Indikation verordnet. Hierbei ist natürlich gaaanz viel Auslegungssache - für ein Baby, dass z.B. wegen einer Erkrankung noch zwingend auf Muttermilchernährung angewiesen ist, würde man vom behandelnden Kinderarzt eine Pumpe verschrieben bekommen können, sozusagen egal wie alt das Kind ist. Der Gyn wiederum verordnet eigentlich nur hinsichtlich mütterlicherseits medizinischer Gründe, etwa bestimmte Brusterkrankungen o.ä.
Jedenfalls: Ein 8 Monate altes Kind kann in der Tat theoretisch problemlos mit morgens, abends und nachts Muttermilch und ansonsten tagsüber fester Nahrung ernährt werden. (Vorlieben des Babys o.ä. finden hier natürlich keine Berücksichtigung, das ist ja wenig überraschend) Entsprechend gibt es für das Verschreiben einer Pumpe keinen Grund. Vielleicht kannst Du es nicht als stillfeindlich ansehen, sondern eher pragmatisch als Folge eines knappen ärztlichen Budgets - d.h. das Geld was die Krankenkasse für Dich jetzt spart, kann für eine Mutter ausgegeben werden, die auf die Pumpe wirklich (med.) angewiesen ist.
Auch wenn die Ärztin inhaltlich Recht hatte - selbstverständlich ist das kein Grund, Dich blöd von oben, schräg und quer anzugucken. Sie hätte auch einfach sachlich erklären können, und dazu gute Vorschläge machen, wie Du auch ohne Pumpe auf Rezept Deine Stillbeziehung schützen kannst, z.B. mit dem Kauf einer günstigen gebrauchten Handpumpe, mit dem Hinweis auf Mutterschutzgesetz und Stillpausen oder mit dem Hinweis auf alternative Methoden per Hand...
Ich drücke Dir die Daumen, dass der Ärger schnell verfliegt und Du Arbeit und Stillen gut gemanagt bekommst. Hier im SuT findest Du viele Austauschthreads zu diesem Thema.
LG und alles Gute
Julia