Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Potsdame
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Potsdame »

Steff hat geschrieben:
Zudem habe ich beim ersten Kind gelernt, dass der Darm erst nach 6 Monaten ausgereift ist und gerade bei früherer Beikosteinführung Unverträglichkeiten entstehen können, weil die Darmwände noch viel zu durchlässig für Allergene sind.
Durchs stillen gelangen die Allergene mit der Muttermilch auch alle zum Kind, aber in veränderter verträglicher Form.

Korrigiert mich bitte ggfs. So ist es inhaltlich ungefähr bei mir hängen geblieben.
es geht doch genau darum, dass diese erkenntnis wohl überholt ist.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
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Steff
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Steff »

Nein eben nicht, die von den Babynahrungsherstellern finanzierten Studien wollen uns das nur glauben machen.
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Fchen
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Fchen »

Steff hat geschrieben:Nein eben nicht, die von den Babynahrungsherstellern finanzierten Studien wollen uns das nur glauben machen.
Hast Du das Paper denn mal gelesen :wink: ?
Liebe Grüße,

Euer Fchen

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Re: AW: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von honigtopf2010 »

Wartet da mal auf jusl oder schick ihr ne PN, denn hier geht einiges durcheinander.

Grundsätzlich gehen die neuen Empfehlungen tatsächlich dahin, dass man ab dem vollendeten 4. Monat, aber keinesfalls darunter, beginnen kann die Beikost einzuführen. KANN nicht MUSS. Diese Empfehlung basiert auf der neu gewonnenen Erkenntnis, dass anders als bisher gedacht Kinder mit einem Allergierisiko nicht ZUSÄTZLICH von einer längeren Vollstillzeit profitieren, sondern., dass es für sie günstiger ist, wenn die Beikost noch während des Stillens eingeführt wird. Da aber die durchschnittliche Stilldauer in D. so gering ist und aus Beikost meist Anstattkost wird, nämlich dieses Mahlzeiten ersetzen, empfiehlt man nun lieber die frühe Einführung, damit diese Kinder von dem Vorteil wenigstens noch ein bisschen profitieren.

Du kannst diese Empfehlung auf allen gängigen Seiten von Stillverbänden und auch der Nationalen StillKommission finden. Ist mir zu mühsam mit dem Telefon grad - nun kommt das große ABER!

ABER auf den Seiten der Stillverbände findest du gleichzeitig auch eine Stellungnahme dazu. Denn eigentlich müsste die Logik ja dazu führen eine längere StillDauer zu empfehlen. Wird aber aus o.g . Grund - kurze durchschnittliche Stilldauer - nicht. Die Verbände empfehlen daher weiter nach den Richtlinien der WHO zu verfahren - also 6 Monate voll, dann parallele Einführung Beikost etc. Siehe hier:

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805

Es gibt noch weitere Füße auf denen das hinkt:

Nicht jedes Baby ist zu diesem Zeitpunkt schon beikostreif. Außerdem handelt es sich um Erkenntnisse, die für eine bestimmte Gruppe von Kindern, nämlich solche mit Allergierisiko, getroffen wurden. Also nicht pauschal für alle Kinder gelten sollte.

Die BabynahrungsIndustrie hat die Sache natürlich dankbar aufgenommen. Und die Ärzte scheinen an dieser Stelle nicht unbeeinflusst. Jedenfalls traue ich keinem Arzt, der den frisch gebackenen Eltern erst mal Produkte von HI** und Co. mitgibt. Das Argument, MutterMilch würde dann ja auch nicht mehr reichen, ist in diesem Zusammenhang oft genutzt aber eben auch falsch. Die in D. übliche Einführung beginnt mit Gemüse, dessen Kaloriendichte es bei Weitem nicht mit MutterMilch aufnehmen kann.

Meine Erfahrung beim Arzt: Stillen NICHT thematisieren. Da rein - da raus. Du wirst auch mit Argumenten und Zetteln NICHTS erreichen.
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Potsdame
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Potsdame »

Steff hat geschrieben:Nein eben nicht, die von den Babynahrungsherstellern finanzierten Studien wollen uns das nur glauben machen.
ich bin mir nicht sicher, ob das schlimmer ist als nicht-fundiertes blablubb von müttern die meinen alles besser zu wissen.

wenn man pauschal sagt kinder dürften vor 6 monaten nichts essen, sind ja auch kinder unnormal die länger brauchen um appetit auf speisen zu entwickeln.
im zweifelsfall sollte man das kind entscheiden lassen.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

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Re: AW: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von honigtopf2010 »

Ach, da hätte ich jetzt gerade gerne einen Gefällt-mir-Button! :grin:
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sandra86
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von sandra86 »

Danke nochmal für eure ganzen Antworten!
Ich fand es auch schade, dass mein Kinderarzt gar nicht auf die Beikostreife eingegangen ist. Na ja daran haben wir uns jetzt jedenfalls orientiert und da der Kleine schon Essen von meinem Teller geklaut hat, biete ich ihm einfach immer mal wieder was an und der knabbert gerne mal was mit! Ich mach mir jetzt jedenfalls keinen Druck mehr mit irgendwelchen Plänen!
Wenn mein KA mich nächstes Mal fragt, ob wir Beikost eingeführt haben, werde ich einfach Ja sagen!
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Re: AW: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von honigtopf2010 »

Das ist ein guter Plan :lol:
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sandra86
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von sandra86 »

Ja :)! Ich lerne... auf die Frage, ob er schon (!!) durchschläft antworte ich auch immer nur noch brav "Ja natürlich!" ;)
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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Athene79 »

Wäre es nicht besser, wenn man sagen würde, dass das Kind NICHT durchschläft? Denn je mehr das zugeben, desto weniger wird das als anomal angesehen.
Worüber ich mich wundere - vielleicht wisst Ihr das: Wenn doch alle Lebensmittel eingeführt werden sollen (und wie ich mich darüber freue :lol: ), warum steht dann auf Gläschen immer noch das "A" als Zeichen für "geeignet für allergiegefährdete Kinder"? Ich kann mir das nur so erklären, dass nur nichtstillende Mütter darauf achten müssen?
Liebe Grüße
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