Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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annbee
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von annbee »

Wenn Kinder eine Sprache besser als die Eltern können, finde ich das auch nicht schlimm. Aber Sprache hat für mich auch etwas mit Identität oder Zugehörigkeitsgefühl zu tun. Verstehst du was ich meine?
Also werde ich einfach weiter Deutsch mit ihr plappern, wenn sie mich mal zu Wort kommen lässt :lol: und hoffen, dass sie das alles irgendwo abspeichert und dann wieder vorholen kann, wenn sie es braucht.
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greenie bird
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von greenie bird »

ich glaub schon, dass ich verstehe, denn schließlich hat man ja als Eltern manchmal auch Dinge zu besprechen bzw. diskutieren und wenn man das dann auf einer Sprache machen muss, die einem von beiden nicht so bequem ist, dann kann das vermutlich schon Probleme machen. Das Anfühlen wird normaler je öfter man es macht. Also wenn man irgendwann doch die andere Sprache nutzt.


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Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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Leah_Lion
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Leah_Lion »

Mein Sohn (2,5) spricht aktuell in Deutsch in ganzen Sätzen, gute Grammatik, kann sich wirklich gut ausdrücken, sehr verständlich. Auf Englisch, obwohl seit Geburt damit aufgewachsen und momentan 6-7h täglich nur mit seinem Au pair verbringend, spricht er zwar viele einzelne Wörter, aber bringt sie kaum in Zusammenhang außer einzelne Verbindungen, die immer zusammen benutzt werden. Er versteht alles, antwortet hauptsächlich aber auf deutsch, wenn in Sätzen, dann in deutschen mit den englischen Hauptwörtern drin.

Kennt ihr das? Ich bin etwas verwirrt. Vor allem, weil der Unterschied soooo groß ist.
Leah mit großem Sohni (12/09) - und
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greenie bird
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von greenie bird »

ich habe mal gehört, dass die Kinder sich sprachlich bis zum dritten Geburtstag am Vater orientieren und erst ab da an der Mutter. Und Kinder, deren Väter viel mit ihnen sprechen und/ oder Geschichten vorlesen, sollen später einen größeren Wortschatz haben. Mein Mann war die ersten zwei Jahre praktisch kaum da und meine Große ist bisher nicht so sprachtalentiert. Wer weiß woran manche Kinder sich orientieren oder was Sprachfähigkeit fördert? Schwierig...


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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von KiWi2010 »

Ich hoffe wirklich das J mir auch später antworten wird und nicht alles auf niederländisch plappert ...
Er versteht alles auf beiden Sprachen aber er wird natürlich auch merken das ich ebenfalls fliessend Niederländisch spreche ( kennen hier keine andere deutschen eltern). Er wird ab November in einen Spielkreis gehen wo noch 2 anders sprachige Kinder sind aber die Eltern sprechen gar kein Niederländisch.

Er plappert wirklich den ganzen Tag aber nur einige Wörter sind wirklich zu verstehen. Weiss jmd. ob 2sprachige Kinder später sind mit Sprechen oder obs hier einfach am Kind liegt? Wenn ich J mit Kindern vergleich die +/- sein Alter haben spricht er doch recht undeutlich.
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christina
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von christina »

Man sagt nen halbes Jahr später... hab ich jedenfalls gelesen mal. Bei uns kams wirklich erst etwas später als bei anderen.

Seitdem wir übrigens bei meinen Schwiegereltern in Slowenien waren vor 2 Wochen spricht sie nun fließend Slowenisch. Sie musste wohl kapieren, dass das wirklich eine Gebrauchssprache ist und nicht nur Papa mit ihr, oder Mama und Papa untereinander so reden. Ihre Cousins und ihre Großeltern verstehen sie ja auch auf Deutsch garnicht. ;) NAch einer Woche gings immer besser und nun redet sie mit dem Papa alles auf Slowenisch. Das ist SO TOLL! Ich kanns noch garnicht fassen! Manche Wörter kann sie noch nicht, dann mischt sie, das ist aber ok und wir helfen ihr logischerweise. Sie wiederholt dann auch das Wort sofort. :) Manchmal will sie auch mit mir auf Slowenisch reden, machen wir dann auch. :)
Übrigens wohnten wir die ersten beiden Lebensjahre auch in Slowenien undich war die einzige, die Deutsch mit ihr sprach. Dennoch fing sie eindeutig mit Deutsch das Reden an und behielt das auch bei bis jetzt. Deutsch aktiv, Slowenisch passiv (verstehen, aber nicht reden).

Ich bin total begeistert wie einfach das klappt und wie einfach Kinder wirklich verschiedene Sprachen so nebenbei lernen!! Ich hoffe mit dem Minimops wird das auch so gut klappen! :)
Mit Maikäferinchen 2009, Regentonnenmopsi Juni 2012 und Miniraupe April 2015

"Ein Kind oder zwei Kinder zu beaufsichtigen ist viel anstrengender, als vier oder fünf. Ich glaube, dass viele Eltern ein schweres Leben haben, weil die anderen Kinder fehlen." - Remo Largo
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von youtee »

Meine Tochter hat auch etwas später gesprochen. Aaaaaaber, sie hatte in der Zeit einen zweisprachigen Freund, deutsch-chinesisch, und der hat total FRÜH gesprochen, und zwar beides und richtig. Also würde ich sagen, daß es auf's Kind ankommt.
Mein Sohn, Anfang August 2 geworden, spricht die letzten ca. 4 Wochen auf einmal viel und auch ziemlich deutlich. (ob das nun spät oder früh oder passend ist weiß ich nicht auswendig...)
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Nusserl »

Meine Tochter war auch spät dran. Und hat aber toll aufgeholt.
Der Kia hat gesagt, dass es eigentlich keine Verzögerung geben sollte. Kommt anscheinend aufs Kind drauf an.
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greenie bird
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von greenie bird »

ich denke auch, es gibt eben sprachtalente und Kinder, die sich nicht dafür interessieren sondern eben nur benutzen. es gibt auch Kinder, die erst "sammeln" also anfangs kaum sprechen und spät anfangen, dann aber auch wortgewaltig.


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Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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milkshake
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von milkshake »

Ich bin sehr glücklich, daß ich den Aufwand betrieben habe (zur Erinnerung, wer uns nicht kennt: der Papa lebt in den USA und spricht nur Englisch, ich lebe allein mit Töchterchen in D und wir sprechen D+E)! Mit ihren 6,5 Jahren spricht sie nun fast fließend Englisch (mit "fast" meine ich, daß sie immer noch grammatikalische Fehler macht und einige Vokabeln nicht kennt) - sie skypt locker ganz allein mit ihrem Papa (einmal wöchentlich) und hat auch schon mit ihrer amerikanischen Freundin geskypt!

Es lohnt sich also am BAll zu bleiben. Nur mal als kleine Motivation für die "Kritiker" die mir immer den Vogel gezeigt haben (anfangs habe ich nur Englisch mit meiner Tochter gesprochen, der Vaterkontakt kam erst mit 3,5 Jahren zustande).
Flieg, geliebte Susi, flieg!
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°°° Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! (Erich Kästner) °°°
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