Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
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- Keelis
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Ich bin keine Stillberaterin, habe aber eine sehr ähnliche Geschichte hinter mir. Vielleicht macht es dir ja Mut, wenn du liest das du nicht alleine bist?!
Unser Sohn kam im Februar zur Welt. Ich wollte unbedingt stillen und habe viel darüber gelesen. Irgendwie hörte ich überall nur wie toll, angenehm und entspannend das stillen doch wäre. Bei uns klappte es von Beginn an nicht richtig. Jos war sehr saugschwach, sein Lippenbändchen musste durch trennt werden und ich konnte nur mit Hütchen überhaupt stillen. Zu dem kam meine Milchbildung nur schleppend in Gang, obwohl Jos eigentlich gefühlt ununterbrochen geclustert hat. Nach dem KS kam ich mir also auch auf dem Gebiet des stillens wie eine Versagerin vor, weil ich pumpen musste, mit Hütchen stillen musste und ich irgendwann vor lauter Erschöpfung sogar zur Flasche gegriffen habe.
Außerdem hatte ich keine Unterstützung. In meinem Umfeld stillt kaum einer und meine Hebamme war auch etwas überfordert.
Bei uns wurde es erst dann besser als ich aufgehört habe mich unter Druck zu setzen. Ich habe aufgehört mich selber Fertig zu machen, weil der Haushalt liegen geblieben ist, ich mit Hütchen stille und beim pumpen eben nichts kommt. Ich habe einfach akzeptiert das es bei uns anders läuft und mir unseren Weg gesucht. Dazu gehörte auch das ich nicht mehr gepumpt habe, sondern am Abend Pre gefüttert habe um selber mal ein paar Stunden zu schlafen.
Dazu gehörte auch, das ich unseren Kinderarzt ignoriert habe, der mir zum abstillen geraten hat. Ich habe das viele clustern als Kuschelzeit begriffen und nicht mehr als Mittel zur Milchbildung. Ich bin nicht nervös geworden, weil das Baby nicht so schnell sein Geburtsgewicht zugenommen hat, wie es laut Lehrmeinung sollte.
Eine außenstehende Person brachte die Wende, in dem sie mir sagte, ich solle doch endlich anfangen die gemeinsame Zeit zu genießen. Ich müsse doch vor Stolz platzen das ich das mit dem stillen so durch ziehe, obwohl es so schwierig sei. Ich solle aufhören es mir selber so schwer zu machen in dem ich irgendeinem Ideal nach jagen würde. Mir wurde klar wie Recht sie hatte. Ich hatte mich und uns so dermaßen blockiert, weil alles anders gelaufen ist als ich es mir gewünscht hatte.
Also habe ich mich hingesetzt und einfach nur gestillt. Ich habe nicht mehr versucht die Hütchen los zu werden, ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich zugefüttert habe und keine Angst mehr, ich würde dadurch nicht mehr genug Milch haben. Ich habe akzeptiert, das ich mein möglichstes gebe und gehofft es würde reichen.
Irgendwann platze der Knoten und der Kleine brauchte keine Pre mehr und die Zeiten zwischen dem Clustern wurden länger. Ich hatte aber auch Glück das der Kleine ein ziemlicher Brummer wurde, so war das Gewichtsthema bald keines mehr.
Ich wünsche dir von Herzen, das ihr bald euren Takt findet. Es wurde ja schon viel geschrieben. Es sind nicht alle Babys gleich und nicht jede Stillbeziehung verläuft Lehrbuchmäßig.
Für euren persönlichen Weg zu kämpfen lohnt sich, aber sich unter Druck zu setzen kann auch viel zerstören, wenn man zu viel will. Klingt paradox, ich hoffe es kommt rüber, wie ich es meine.
Versuche dich zu entspannen.... Trotzdem bzw. gerade weil du es nicht so leicht hast. Fange an eure Stillzeit zu genießen. Stillen ist kuscheln, Nähe und nicht nur Nahrungsaufnahme. Mache dir das deutlich.
Wir haben z.B gar nicht angerührt, dazu hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe trinkfertige Pre gekauft. Aufwärmen, Calma Sauger drauf, fertig.
Ich habe nicht mehr gepumpt, weil mich das Wahnsinnig gemacht hat. Es kam nichts und ich fand es schlimm mich nur noch als Milchmaschine zu fühlen. Statt dessen habe ich meinen Sohn lieber clustern lassen, dabei gelesen oder Fern gesehen.
Sei stolz auf Dich, du gibst nicht auf! Lasse dich nicht von außenstehenden verunsichern, die nicht mal erkennen das unterschiedliche Waagen unterschiedliche Messergebnisse bringen und die dir nicht sagen, das Babys Individuen sind und sich mit unter nicht in Durchschnittskurven pressen lassen. Viel Erfolg für euch und eure ganz individuelle Stillbeziehung!
Unser Sohn kam im Februar zur Welt. Ich wollte unbedingt stillen und habe viel darüber gelesen. Irgendwie hörte ich überall nur wie toll, angenehm und entspannend das stillen doch wäre. Bei uns klappte es von Beginn an nicht richtig. Jos war sehr saugschwach, sein Lippenbändchen musste durch trennt werden und ich konnte nur mit Hütchen überhaupt stillen. Zu dem kam meine Milchbildung nur schleppend in Gang, obwohl Jos eigentlich gefühlt ununterbrochen geclustert hat. Nach dem KS kam ich mir also auch auf dem Gebiet des stillens wie eine Versagerin vor, weil ich pumpen musste, mit Hütchen stillen musste und ich irgendwann vor lauter Erschöpfung sogar zur Flasche gegriffen habe.
Außerdem hatte ich keine Unterstützung. In meinem Umfeld stillt kaum einer und meine Hebamme war auch etwas überfordert.
Bei uns wurde es erst dann besser als ich aufgehört habe mich unter Druck zu setzen. Ich habe aufgehört mich selber Fertig zu machen, weil der Haushalt liegen geblieben ist, ich mit Hütchen stille und beim pumpen eben nichts kommt. Ich habe einfach akzeptiert das es bei uns anders läuft und mir unseren Weg gesucht. Dazu gehörte auch das ich nicht mehr gepumpt habe, sondern am Abend Pre gefüttert habe um selber mal ein paar Stunden zu schlafen.
Dazu gehörte auch, das ich unseren Kinderarzt ignoriert habe, der mir zum abstillen geraten hat. Ich habe das viele clustern als Kuschelzeit begriffen und nicht mehr als Mittel zur Milchbildung. Ich bin nicht nervös geworden, weil das Baby nicht so schnell sein Geburtsgewicht zugenommen hat, wie es laut Lehrmeinung sollte.
Eine außenstehende Person brachte die Wende, in dem sie mir sagte, ich solle doch endlich anfangen die gemeinsame Zeit zu genießen. Ich müsse doch vor Stolz platzen das ich das mit dem stillen so durch ziehe, obwohl es so schwierig sei. Ich solle aufhören es mir selber so schwer zu machen in dem ich irgendeinem Ideal nach jagen würde. Mir wurde klar wie Recht sie hatte. Ich hatte mich und uns so dermaßen blockiert, weil alles anders gelaufen ist als ich es mir gewünscht hatte.
Also habe ich mich hingesetzt und einfach nur gestillt. Ich habe nicht mehr versucht die Hütchen los zu werden, ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich zugefüttert habe und keine Angst mehr, ich würde dadurch nicht mehr genug Milch haben. Ich habe akzeptiert, das ich mein möglichstes gebe und gehofft es würde reichen.
Irgendwann platze der Knoten und der Kleine brauchte keine Pre mehr und die Zeiten zwischen dem Clustern wurden länger. Ich hatte aber auch Glück das der Kleine ein ziemlicher Brummer wurde, so war das Gewichtsthema bald keines mehr.
Ich wünsche dir von Herzen, das ihr bald euren Takt findet. Es wurde ja schon viel geschrieben. Es sind nicht alle Babys gleich und nicht jede Stillbeziehung verläuft Lehrbuchmäßig.
Für euren persönlichen Weg zu kämpfen lohnt sich, aber sich unter Druck zu setzen kann auch viel zerstören, wenn man zu viel will. Klingt paradox, ich hoffe es kommt rüber, wie ich es meine.
Versuche dich zu entspannen.... Trotzdem bzw. gerade weil du es nicht so leicht hast. Fange an eure Stillzeit zu genießen. Stillen ist kuscheln, Nähe und nicht nur Nahrungsaufnahme. Mache dir das deutlich.
Wir haben z.B gar nicht angerührt, dazu hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe trinkfertige Pre gekauft. Aufwärmen, Calma Sauger drauf, fertig.
Ich habe nicht mehr gepumpt, weil mich das Wahnsinnig gemacht hat. Es kam nichts und ich fand es schlimm mich nur noch als Milchmaschine zu fühlen. Statt dessen habe ich meinen Sohn lieber clustern lassen, dabei gelesen oder Fern gesehen.
Sei stolz auf Dich, du gibst nicht auf! Lasse dich nicht von außenstehenden verunsichern, die nicht mal erkennen das unterschiedliche Waagen unterschiedliche Messergebnisse bringen und die dir nicht sagen, das Babys Individuen sind und sich mit unter nicht in Durchschnittskurven pressen lassen. Viel Erfolg für euch und eure ganz individuelle Stillbeziehung!
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Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Habt vielen Dank für Eure Antworten! Jetzt geht es mir schon ein wenig besser. Und ich versuche mal schnell zu schreiben, solange mein Kleiner sich nicht beschwert..
Ob er noch gut trinkt, weiß ich nicht. Manchmal schon, dann höre ich ihn mehrmals schlucken und er ist ruhig dabei. Dann wieder ist er hektisch, ungeduldig, schreit, zieht den Kopf weg und er bekommt den MSR nicht ausgelöst (glaube ich) und dann klappt das Stillen einfach nicht mehr. Ich bin inzwischen auch total unsicher geworden, wann er Hunger hat oder nicht. Diese "mütterliche Intuition" ist mir irgendwie abhanden gekommen, was ich richtig schlimm finde.
Ich wünschte, ich wäre häufiger zum Wiegen zum KiA gegangen, aber irgendwie war mir das alles zu stressig. Hab lange gebraucht, bis ich mich mit Kind rausgetraut habe und habe alles un-dringende erstmal vermieden...
ja, das stimmt, leider! Ich weiß auch, wie wichtig Stressvermeidung fürs Stillen ist, aber seit 2 Wochen fühle ich mich dauergestresst und komme nur selten raus aus der Gedankenspirale, dass ich eine Versagerin bin und nicht gemerkt habe, dass er (vermutlich) Hunger hatte und dass mit unserem Stillen etwas nicht in Ordnung ist... Naja, aber ich versuche es weiter!!jusl hat geschrieben:...Aber Deine Einstellung, die kannst Du ändern. Weniger (enttäuschte) Erwartungen, weniger Druck, weniger schlechtes Gewissen. Ich bin sicher, DAS würde entstressen. (Ich weiß, das sagt sich leicht und ist aber schwer umzusetzen)
Hmm, genau weiß ich es natürlich nicht, ich weiß ja auch nicht, wann genau der "Einknick" passiert ist, bzw. ob er am Ende vllt. sogar abgenommen hat und vorher shconmal mehr gewogen hatte. Ich weiß nur, dass er gegen Ende schon häufiger an der Brust gemeckert hat und im Nachhinein denke ich, dass da nicht genug Milch kam. Ich habe es aber damals eher auf einen Wachstumsschub geschoben oder die Hitze. Ich glaube, er hat oft einfach nur genuckelt, ohne richtig zu trinken, aber das habe ich nicht so gemerkt. Und er ist sehr oft beim Stillen eingeschlafen, so dass ich dachte, er hat genug. Vielleicht ist er aber nur aus Erschöpfung eingeschlafenjusl hat geschrieben: In den folgenden 2 Monaten, von Juni bis August, war die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme mit rund 40-50 g in der Tat sehr niedig. Da stellt sich natürlich die Frage: Was ist in den zwei Monaten passiert? Klappte das Stillen in der Zeit reibungslos? Wurde pro Tag 8-12 mal erfolgreich gestillt? Gab es besondere Vorkommnisse? Auch ein Messfehler ist nicht unwahrscheinlich, denn dass das Baby in nur wenigen Tagen danach 350 g zugenommen haben soll, ist nicht gerade plausibel.
Oh je, das finde ich ziemlich schockierendDerzeit fütterst Du 50-70 % zu, das hat zur Folge, dass Deine Milchproduktion auf 30-50 % des Vollstillniveaus heruntergefahren ist.
Hmm, also die Schilddrüse ist momentan auch meine Befürchtung, ich versuche das so bald wie möglich checken zu lassen aber weiß nicht, wann ich das schaffe. (Muss mir erst nen neuen Hausarzt suchen und zu meiner Gynäkologin ist es ne ziemlich weite Anfahrt, die ich bisher wegen des Stresses gescheut hatte) Ich versuche das gleich Anfang nächster Woche anzugehen.Für erfolgreiches Stillen müssen einige Faktoren zusammenkommen, v.a.:
* Keine Erkrankungen bei Mutter und Kind, die das Stillen beeinträchtigen,
* Häufig genug anbieten seitens der Mutter,
* Gute Trinktechnik seitens des Kindes
Ob diese alle erfüllt sind, ist bislang nicht gesichert. Vielleicht kannst Du dazu noch etwas schreiben? Wurdest Du medizinisch durchgecheckt, z.B. hinsichtlich der Schilddrüse? Trinkt Dein Baby noch GUT an der Brust? Denn die längere Verwendung von Flaschensaugern hat häufig zur Folge, dass das Stillverhalten des Babys darunter leidet.
Ob er noch gut trinkt, weiß ich nicht. Manchmal schon, dann höre ich ihn mehrmals schlucken und er ist ruhig dabei. Dann wieder ist er hektisch, ungeduldig, schreit, zieht den Kopf weg und er bekommt den MSR nicht ausgelöst (glaube ich) und dann klappt das Stillen einfach nicht mehr. Ich bin inzwischen auch total unsicher geworden, wann er Hunger hat oder nicht. Diese "mütterliche Intuition" ist mir irgendwie abhanden gekommen, was ich richtig schlimm finde.
Mir wurde es empfohlen um die Milchproduktion anzulegen, vorallem nach dem Stillen soll ich pumpen. Eventuell bekommt er so mehr von der gehaltvolleren Milch, die ja erst später gebildet wird? (D.h. wenn ich ihn die abegpumpte Milch später füttere)Wie bist Du zum Abpumpen gekommen? Was möchtest Du durchs Abpumpen bewirken?
Ja, deshalb wollte ich ja ursprünglich hier auch nur ein paar Tipps zum Zeitmanagement. Aber ich finde es doch ganz gut, dass Du die Gewichtsdaten ausgewertet hast. Meine Stillberaterin hier hat sich die gar nicht so genau angeschaut. Sie weiß nur, dass er zu Beginn gut zugenommen hatte und nun eben zu leicht ist. Sie hat mir all das geraten, was ich jetzt mache (bis auf das tägliche Wiegen, sie meinte, ich soll die Waage wieder zurückgeben um mich nicht weiter unter Druck zu setzen und die Schilddrüse hat sie auch angesprochen.)Was sagt denn Deine Stillberatung vor Ort dazu? (Erfahrungsgemäß verderben viele Köche den Brei- von daher wäre es evtl ratsam, das weitere Vorgehen vor Ort mit Deiner Beraterin abzusprechen)
Das ist mir schon aufgefallen. Bei der KiÄ hatte ich das Hebammengewicht nicht mehr im Kopf und ich denke auch wenn ich dort was gesagt hätte, hätten sie es mit den verschiedenen Waagen begründet. Meine Hebamme war dann auch verwundert, aber hat es so hingenommen und gemeint, ich solle mich nicht unnötig verrückt machen.Frau_Sandmann hat geschrieben:Ist dir hier nicht aufgefallen, dass dein Kind innerhalb von 4 Tagen angeblich 230g abgenommen haben soll????Wölkchen123 hat geschrieben: 18.5. 4600g Hebamme
22.5. 4370g KiA U3
01.6. 4650g Hebamme
Zuvor auf der Waage deiner Hebamme hat dein Kind kontinuierlich zugenommen und befand sich auf seiner individuellen Gewichtskurve zwar schlank aber stetig. Es gibt nunmal schlanke und pummelige Babys. Das ist normal und hat nichts mit hungern zu tun.
Oh, Dein Wort in Gottes Ohr! (Ich wäre so froh wenn Du recht hättest.) Ich weiß nicht, ob wirklich alles ok war. Schließlich, wenn man nur die KiÄ-Wiegewerte nimmt, hat er ja in über 2 Monaten nur 680g zugenommenGanz ehrlich glaube ich, dass bei euch alles ok war und einfach der Fakt, dass auf 2 verschiedenen Waagen gewogen wurde hier eine eigentlich intakte Stillbeziehung zerstört wurde.
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
@Keelis: Hab vielen Dank für Deine Geschichte und das Mutmachen! Es hilft mir wirklich. Das schlechte Gewissen und die Unsicherheit loswerden, möchte ich auch gern.
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Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Ach so, ich habe da noch eine Verständnisfrage: Wie ist das genau mit der Vor- und Hintermilch? Wenn er z.B. nur 3 Minuten trinkt, danach nur nuckelt und nix rauskommt und er einschläft und dann nach 15 Minuten aufwacht und wieder ein bissl trinkt... usw. Bekommt er dann was von der Hintermilch oder wieder nur dünnere Vormilch?
Wie lange muss ein Baby kontinuierlich saugen, bis die Hintermilch kommt? Und beim Abpumpen genauso, wenn pro MSR nur kurz, also vielleicht 1 Minute Milch fließt, dann wieder eine Weile nix und dann wieder 1 Minute lang. Habe ich so Chancen, dass da auch Hintermilch dabei ist?
Wie lange muss ein Baby kontinuierlich saugen, bis die Hintermilch kommt? Und beim Abpumpen genauso, wenn pro MSR nur kurz, also vielleicht 1 Minute Milch fließt, dann wieder eine Weile nix und dann wieder 1 Minute lang. Habe ich so Chancen, dass da auch Hintermilch dabei ist?
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jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Nee, nicht fürs Stillen, sondern FÜR DICH!Ich weiß auch, wie wichtig Stressvermeidung fürs Stillen ist
Ja, mütterliche Intuition ist aber auch zu viel verlangt in der aktuellen Krise. Dafür gehen wir das ja hier jetzt systematisch an - mit den ersten Erfolgen wird auch Deine Intuition wieder besser, ganz bestimmt.Ob er noch gut trinkt, weiß ich nicht. Manchmal schon, dann höre ich ihn mehrmals schlucken und er ist ruhig dabei. Dann wieder ist er hektisch, ungeduldig, schreit, zieht den Kopf weg und er bekommt den MSR nicht ausgelöst (glaube ich) und dann klappt das Stillen einfach nicht mehr. Ich bin inzwischen auch total unsicher geworden, wann er Hunger hat oder nicht. Diese "mütterliche Intuition" ist mir irgendwie abhanden gekommen, was ich richtig schlimm finde.
Gut! Denn wenn körperlich etwas nicht in Ordnung sein sollte, ist ein schlechtes Gewissen usw. doch erst recht völlig fehl am Platze. Und wenn Du kerngesund bist, ist es ebenso gut - dann kannst Du besten Gefühls den Weg zurück zum Vollstillen antreten.Hmm, also die Schilddrüse ist momentan auch meine Befürchtung, ich versuche das so bald wie möglich checken zu lassen aber weiß nicht, wann ich das schaffe. (Muss mir erst nen neuen Hausarzt suchen und zu meiner Gynäkologin ist es ne ziemlich weite Anfahrt, die ich bisher wegen des Stresses gescheut hatte) Ich versuche das gleich Anfang nächster Woche anzugehen.
Hm, ob der Tipp hier so gut gepasst hat. Du machst Dir große Sorgen, die Gewichtsdaten sind definitiv auffällig, und Du hast in den letzten Wochen beinahe unfreiwillig abgestillt. Von "unnötig verrückt machen" kann hier also keine Rede sein in meinen Augen. Im Gegenteil: Früheres Eingreifen wäre sinnvoll gewesen und hätte viel vom aktuellen Stress verhindern können.Meine Hebamme war dann auch verwundert, aber hat es so hingenommen und gemeint, ich solle mich nicht unnötig verrückt machen.
Das ist von Frau zu Frau EXTREM unterschiedlich, deshalb ist es unmöglich, eine Zeitangabe à la "mindestens x Minuten lang trinken!" zu machen. Es gibt Schnelltrinker, die holen sich innerhalb von 3 Minuten KOMPLETT die Milch, die sie brauchen. Wenn der MSR nach wenigen Sekunden einsetzt und das Baby kräftig trinkt, kann der Magen nach wenigen Minuten randvoll sein. Genauso gibt es Mütter, bei denen der MSR erst nach 10-15 Minuten einsetzt, das Kind trinkt nur zart. Hier dauern die Mahlzeiten dann 10 mal so lang.Wie ist das genau mit der Vor- und Hintermilch? Wenn er z.B. nur 3 Minuten trinkt, danach nur nuckelt und nix rauskommt und er einschläft und dann nach 15 Minuten aufwacht und wieder ein bissl trinkt... usw. Bekommt er dann was von der Hintermilch oder wieder nur dünnere Vormilch?
Wie lange muss ein Baby kontinuierlich saugen, bis die Hintermilch kommt? Und beim Abpumpen genauso, wenn pro MSR nur kurz, also vielleicht 1 Minute Milch fließt, dann wieder eine Weile nix und dann wieder 1 Minute lang. Habe ich so Chancen, dass da auch Hintermilch dabei ist?
Generell gilt:
* Ein ausgelöster MSR ist NOTWENDIG für eine erfolgreiche Stillmahlzeit, nicht nur, um das Baby satt zu machen, sondern auch um die Milchproduktion anzukurbeln.
* Eine Frau muss den MSR als solchen nicht unbedingt spüren. Aber beim Stillen SIEHT UND HÖRT man, dass der MSR eingesetzt hat: das Baby saugt und schluckt für eine Weile kräftig und rhythmisch.
* Beim Pumpen zeigt sich der MSR dadurch, dass plötzlich für eine Weile Milch fließt, oder dass für eine Weile die Milch deutlich stärker fließt als vorher.
* Oft wird beim Stillen oder Pumpen der MSR zwei- oder mehrfach ausgelöst. Das merkt man daran, dass es erst stark fließt, dann nicht oder kaum, und dann wieder stärker (= 2. MSR).
Beim schlechten Gewissen können wir Dir leider nicht helfen. Die Erkenntnis, dass Du ungünstig beraten worden bist und nach bestem Wissen und Gewissen danach gehandelt hast und es deshalb keinen Grund für ein schlechtes Gewissen gibt, muss sich BEI DIR SELBST festsetzen.Das schlechte Gewissen und die Unsicherheit loswerden, möchte ich auch gern.
Aber bei der Unsicherheit können wir Dich unterstützen.
LG
Julia
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Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Hallo Julia,
danke fürs Erklären, jetzt bin ich mal wieder etwas schlauer.
Ich hab mir heute Blut abnehmen lassen und weiß hoffentlich in 2 Tagen, ob meine Schilddrüse i.O. ist.
Außerdem hab ich in den letzten Tagen versucht, die Pre-Menge zu reduzieren, auch weil ich mir eingebildet hatte, dass er wieder mehr an der Brust trinkt. (Eine Stillprobe ergab mal 120g, da hab ich mich riesig gefreut, aber vielleicht war das auch nur ne Eintagsfliege...) Aaaber, manchmal ist es so, dass er weint, wenn die Flasche leer ist, so dass ich ihm dann schweren Herzens nochmal was nachgebe. Bei reiner MuMi ist das noch nicht vorgekommen
Meine Stillberaterin hier meint ja, dass ich nicht an Pre-Milch sparen soll, sondern immer soviel nachgeben, wie er will... (so wie die KiÄ empfohlen hatte) Aber mir wiederstrebt das, nachdem was Du geschrieben hattest, sehr.
Liebe Grüße (ich melde mich dann in 2 Teagen wieder!)
danke fürs Erklären, jetzt bin ich mal wieder etwas schlauer.
Ich hab mir heute Blut abnehmen lassen und weiß hoffentlich in 2 Tagen, ob meine Schilddrüse i.O. ist.
Außerdem hab ich in den letzten Tagen versucht, die Pre-Menge zu reduzieren, auch weil ich mir eingebildet hatte, dass er wieder mehr an der Brust trinkt. (Eine Stillprobe ergab mal 120g, da hab ich mich riesig gefreut, aber vielleicht war das auch nur ne Eintagsfliege...) Aaaber, manchmal ist es so, dass er weint, wenn die Flasche leer ist, so dass ich ihm dann schweren Herzens nochmal was nachgebe. Bei reiner MuMi ist das noch nicht vorgekommen
Liebe Grüße (ich melde mich dann in 2 Teagen wieder!)
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Uff, das ist ECHT VIEL. Völlig egal ob Eintagsfliege oder nicht(Eine Stillprobe ergab mal 120g, da hab ich mich riesig gefreut, aber vielleicht war das auch nur ne Eintagsfliege...)
Ja, den Konflikt sehe ich. Sorry da kann ich nicht viel tun - über das Dir sinnvoll erscheinende Vorgehen musst Du selbst entscheiden.Meine Stillberaterin hier meint ja, dass ich nicht an Pre-Milch sparen soll, sondern immer soviel nachgeben, wie er will... (so wie die KiÄ empfohlen hatte) Aber mir wiederstrebt das, nachdem was Du geschrieben hattest, sehr.
Freu mich!Liebe Grüße (ich melde mich dann in 2 Teagen wieder!)
LG
Julia
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Wölkchen123
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immer noch ratlos
So, hier bin ich wieder. Habe vorhin das Ergebnis bekommen, dass meine Schilddrüsenwerte in Ordnung sind. Nun bin ich zwar froh darüber aber auch etwas ratlos. Es wäre immerhin eine Erklärung gewesen.
Ich weiß nun nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ihm einfach soviel wie er mag an Pre-Milch zuzufüttern, wiederstrebt mir wie gesagt. Ich hab in den letzten Tagen versucht, das etwas zu reduzieren und bin bei ca. 300ml gelandet (genaue Menge schwankt etwas und ist immer noch zu viel
).
Ich habe das Gefühl, dass es abends, nachts und morgens eventuell ganz gut mit dem Stillen klappt, d.h. da höre ich ihn auch mehrmals schlucken beim Trinken und vorallem abends nachdem er im Bett liegt und nachts sind meine Brüste auch viel praller als tagsüber. Ist ja auch logisch weil er tagsüber viel häufiger trinkt. Letzte Nacht hat er so fest geschlafen, dass ich ihn vorsichtig kitzelnd so wach gehalten habe, dass er nach und nach so viel getrunken hat, bis meine Brust nicht mehr spannte. Von allein hätte er da wohl gar nichts gewollt.
Außerdem (ich weiß jetzt nicht, ob ich das schon geschrieben hatte) schläft er fast jedesmal nach oder beim Stillen ein. Meine Vermutung ist, dass er dadurch vlt. nicht genug Milch bekommt, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn zum Weitertrinken animieren soll. Seite wechseln versuche ich schon immer, aber dann wacht er kurz auf, nuckelt halbherzig und schläft wieder ein. Der MSR wird dann nicht nochmal ausgelöst (Das weiß ich auch durch das Abpumpen, da sehe ich, dass der erste MSR relativ schnell kommt, ein zweiter eventuell auch noch, aber dann dauerts ewig). Wenn er dann allerdings eine Weile geschlafen hat und dann noch ne Weile wach war, hat er manchmal plötzlich so viel Hunger/Durst, dass es ganz schnell gehen muss und wenn er dann an der Brust nicht gleich satt wird, schreit er natürlich und hat auch keine Geduld, auf den nächsten MSR zu warten

Früher habe ich immer angenommen, dass er satt ist, wenn er einschlief, inzwischen denke ich, dass es ihm einfach nur zu anstrengend war, es weiter zu versuchen.
Puh, ich bin seit Tagen nur am Herumüberlegen und Interpretieren, weil ich das so gern in den Griff kriegen würde. Soll ich mal über 24h Wiegeproben machen? Könnte nachts allerdings schwierig werden, weil er quasi mit bei mir im Bett schläft und ich oft nicht richtig wach werde beim Stillen. Und er würde heftigst protestieren wenn ich ihn nachts auf ne Waage legen wöllte
Über Ideen und Vorschläge wäre ich sehr dankbar!!
Ich weiß nun nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ihm einfach soviel wie er mag an Pre-Milch zuzufüttern, wiederstrebt mir wie gesagt. Ich hab in den letzten Tagen versucht, das etwas zu reduzieren und bin bei ca. 300ml gelandet (genaue Menge schwankt etwas und ist immer noch zu viel
Ich habe das Gefühl, dass es abends, nachts und morgens eventuell ganz gut mit dem Stillen klappt, d.h. da höre ich ihn auch mehrmals schlucken beim Trinken und vorallem abends nachdem er im Bett liegt und nachts sind meine Brüste auch viel praller als tagsüber. Ist ja auch logisch weil er tagsüber viel häufiger trinkt. Letzte Nacht hat er so fest geschlafen, dass ich ihn vorsichtig kitzelnd so wach gehalten habe, dass er nach und nach so viel getrunken hat, bis meine Brust nicht mehr spannte. Von allein hätte er da wohl gar nichts gewollt.
Außerdem (ich weiß jetzt nicht, ob ich das schon geschrieben hatte) schläft er fast jedesmal nach oder beim Stillen ein. Meine Vermutung ist, dass er dadurch vlt. nicht genug Milch bekommt, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn zum Weitertrinken animieren soll. Seite wechseln versuche ich schon immer, aber dann wacht er kurz auf, nuckelt halbherzig und schläft wieder ein. Der MSR wird dann nicht nochmal ausgelöst (Das weiß ich auch durch das Abpumpen, da sehe ich, dass der erste MSR relativ schnell kommt, ein zweiter eventuell auch noch, aber dann dauerts ewig). Wenn er dann allerdings eine Weile geschlafen hat und dann noch ne Weile wach war, hat er manchmal plötzlich so viel Hunger/Durst, dass es ganz schnell gehen muss und wenn er dann an der Brust nicht gleich satt wird, schreit er natürlich und hat auch keine Geduld, auf den nächsten MSR zu warten
Früher habe ich immer angenommen, dass er satt ist, wenn er einschlief, inzwischen denke ich, dass es ihm einfach nur zu anstrengend war, es weiter zu versuchen.
Puh, ich bin seit Tagen nur am Herumüberlegen und Interpretieren, weil ich das so gern in den Griff kriegen würde. Soll ich mal über 24h Wiegeproben machen? Könnte nachts allerdings schwierig werden, weil er quasi mit bei mir im Bett schläft und ich oft nicht richtig wach werde beim Stillen. Und er würde heftigst protestieren wenn ich ihn nachts auf ne Waage legen wöllte
Über Ideen und Vorschläge wäre ich sehr dankbar!!
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Nee nee, freu Dich lieber über den negativen (also gutenHabe vorhin das Ergebnis bekommen, dass meine Schilddrüsenwerte in Ordnung sind. Nun bin ich zwar froh darüber aber auch etwas ratlos. Es wäre immerhin eine Erklärung gewesen.
Das hört sich sehr gut an. Weiter so.Ich habe das Gefühl, dass es abends, nachts und morgens eventuell ganz gut mit dem Stillen klappt, d.h. da höre ich ihn auch mehrmals schlucken beim Trinken und vorallem abends nachdem er im Bett liegt und nachts sind meine Brüste auch viel praller als tagsüber. Ist ja auch logisch weil er tagsüber viel häufiger trinkt. Letzte Nacht hat er so fest geschlafen, dass ich ihn vorsichtig kitzelnd so wach gehalten habe, dass er nach und nach so viel getrunken hat, bis meine Brust nicht mehr spannte. Von allein hätte er da wohl gar nichts gewollt.
Nicht folgende zwei Dinge vermischen:Außerdem (ich weiß jetzt nicht, ob ich das schon geschrieben hatte) schläft er fast jedesmal nach oder beim Stillen ein. Meine Vermutung ist, dass er dadurch vlt. nicht genug Milch bekommt, aber ich weiß auch nicht, wie ich ihn zum Weitertrinken animieren soll. Seite wechseln versuche ich schon immer, aber dann wacht er kurz auf, nuckelt halbherzig und schläft wieder ein.
1. Es ist völlig NORMAL, dass Babys beim oder nach dem Stillen einschlafen. Exakt so ist das gedacht.
2. Manchmal sind junge Säuglinge ZU SCHLÄFRIG um kräftig zu saugen. Weil sie nicht kräftig genug saugen, kommen sie nicht an genug Milch heran, davon werden sie noch schwächer, ihr Stoffwechsel fährt in den Sparmodus runter, Gedeihprobleme und Gesundheitsstörungen sind die Folge. Dieser Teufelskreis sollte unbedingt durchbrochen werden. Eine wirksame und höchst sinnvolle Methode ist dann das Wechselstillen, kombiniert mit Wecktipps für schläfrige Neugeborene.
Das ist ganz normal. Viele Frauen nehmen nur einen ersten MSR wahr, evtl. noch einen zweiten und mehr nicht. Völlig OK.Der MSR wird dann nicht nochmal ausgelöst (Das weiß ich auch durch das Abpumpen, da sehe ich, dass der erste MSR relativ schnell kommt, ein zweiter eventuell auch noch, aber dann dauerts ewig)
Tipp (der gilt praktisch sowieso IMMER, für JEDES Baby): Wenn ein Baby wach geworden ist, DIREKT IMMER ERSTMAL das Stillen anbieten. Auf nichts warten. Ein entspanntes Baby lässt sich viel leichter anlegen und trinkt deutlich besser als ein Baby, dass bereits aufgeregt ist und vor Hunger schreit.Wenn er dann allerdings eine Weile geschlafen hat und dann noch ne Weile wach war, hat er manchmal plötzlich so viel Hunger/Durst, dass es ganz schnell gehen muss und wenn er dann an der Brust nicht gleich satt wird, schreit er natürlich und hat auch keine Geduld, auf den nächsten MSR zu warten![]()
Diese Annahme ist nicht gesichert. Weiter oben berichtetest Du ja, dass es mit dem Stillen eigentlich ganz gut klappt. Versuch's in den nächsten Tagen mal konsequent mit SOFORT Stillen, sobald er wach wird (und ebenso, wenn wach ist und bloß IRGENDEINEN Ton von sich gibt). Wenn er Dir schläfrig und schlapp vorkommt, Wechselstillen und die Wecktipps mit sportlichem Ehrgeiz durchgehen - das ist wirklich sehr effektiv.Früher habe ich immer angenommen, dass er satt ist, wenn er einschlief, inzwischen denke ich, dass es ihm einfach nur zu anstrengend war, es weiter zu versuchen.
Das ist sehr verständlich. Momentan ist noch Rätselraten und Ausprobieren angesagt. Aber keine Sorge, das bleibt nicht so. Dranbleiben!Puh, ich bin seit Tagen nur am Herumüberlegen und Interpretieren, weil ich das so gern in den Griff kriegen würde.
Ich rate hier in diesem Fall klar ab. Wiegeproben liefern Infos, sicherlich, aber die selben Infos bekommt man auch auf anderem Wege, und das DEUTLICH STRESSÄRMER. Stillproben selbst haben Risiken und Nebenwirkungen und können sich durchaus NACHTEILIG auf den Stillerfolg auswirken. Sie sollten daher nur mit strenger Indikationsstellung durchgeführt werden. Ausführliche Info dazu findest Du auch in unserer Grundinfo Gedeihen, Gewichtsentwicklung und korrektes Wiegen, lies mal!Soll ich mal über 24h Wiegeproben machen?
Eben.Und er würde heftigst protestieren wenn ich ihn nachts auf ne Waage legen wöllte![]()
Mein Vorschlag ist: Geh die Sache strukturiert und systematisch an. Du hast eine gute Babywaage daheim? Das wäre gut. Wiege Dein Baby einmal täglich unter gleichen Bedingungen (z.B. immer morgens nach dem Aufstehen mit frischer Windel). Notiere Dir die Zufüttermengen. Außerdem die Stillhäufigkeit an dem Tag und wie es so lief. In etwa so:
25.4. 3150 g 400 ml 10x gestillt, manchmal Andockprobleme
26.4. 3180 g 370 ml 12x gestillt, alles OK
...
Dann hast Du eine gute Dokumentation, und man erkennt leicht, ob alles OK ist oder Bedarf zum Eingreifen besteht. Eine kontrollierte, risikofreie Verringerung der Zufüttermenge ist so ebenfalls möglich (ca 10-20 ml täglich weniger anbieten als am Tag zuvor).
Was hältst Du von diesem Vorgehen?
LG
Julia
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Wölkchen123
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 753
- Registriert: 09.06.2012, 21:58
Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Hallo Julia,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Ich schreib jetzt nur kurz, weil mein Sohn grad schläft und das erfahrungsgemäß nicht mehr lange und ich ihn danach gleich anlegen will.
Ich wollte nur sagen, dass ich sehr sehr froh über Deine Unterstützung bin. Danke!!!
Bevor ich ausführlicher antworte wenn wieder Zeit ist: von der Dokumentation halte ich sehr viel, habe das so ähnlich schon die letzten 2 Wochen gemacht. Ich weiß nur in einigen Fällen nicht, bis wann man noch von einer Stillmahlzeit spricht. Manchmal wird eine Stunde lang gestillt, eingeschlafen, aufgewacht, genuckelt, eingeschlafen,..... ist das dann 1x Stillen? Oder manchmal trinkt er nur ganz kurz, so 5 Minuten und dabei weiß ich nichtmal, ob er wirklich 5 Minuten getrunken hat oder vielleitcht nur 1 Minute und 4 Minuten genuckelt...
echt verflixt, dass man da nicht reingucken kann.
Zur Waage:Wir haben eine aus der Apotheke geliehen, die zeigt 2 Stellen hinter dem Komma an, also 5,67 z.B.... Eigentlich dürfte ich dann ja nicht 5670g schreiben, oder? Ich wiege ihn immer morgens nach dem Aufstehen, nackt, aber manchmal hat er vorher im Bett noch was getrunken, manchmal hat er grad ne Windel vollgemacht, manchmal nicht. Finde ich leider auch nicht so gut vergleichbar, aber reicht das trotzdem?
Ich meld mich dann später nochmal zu den anderen Punkten, jetzt ist er nämlich wieder wach.
Liebe Grüße!!
vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Ich schreib jetzt nur kurz, weil mein Sohn grad schläft und das erfahrungsgemäß nicht mehr lange und ich ihn danach gleich anlegen will.
Ich wollte nur sagen, dass ich sehr sehr froh über Deine Unterstützung bin. Danke!!!
Bevor ich ausführlicher antworte wenn wieder Zeit ist: von der Dokumentation halte ich sehr viel, habe das so ähnlich schon die letzten 2 Wochen gemacht. Ich weiß nur in einigen Fällen nicht, bis wann man noch von einer Stillmahlzeit spricht. Manchmal wird eine Stunde lang gestillt, eingeschlafen, aufgewacht, genuckelt, eingeschlafen,..... ist das dann 1x Stillen? Oder manchmal trinkt er nur ganz kurz, so 5 Minuten und dabei weiß ich nichtmal, ob er wirklich 5 Minuten getrunken hat oder vielleitcht nur 1 Minute und 4 Minuten genuckelt...
Zur Waage:Wir haben eine aus der Apotheke geliehen, die zeigt 2 Stellen hinter dem Komma an, also 5,67 z.B.... Eigentlich dürfte ich dann ja nicht 5670g schreiben, oder? Ich wiege ihn immer morgens nach dem Aufstehen, nackt, aber manchmal hat er vorher im Bett noch was getrunken, manchmal hat er grad ne Windel vollgemacht, manchmal nicht. Finde ich leider auch nicht so gut vergleichbar, aber reicht das trotzdem?
Ich meld mich dann später nochmal zu den anderen Punkten, jetzt ist er nämlich wieder wach.
Liebe Grüße!!
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14


