4 Jahre und Einschlafbegleitung

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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mayra
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4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von mayra »

Mein Großer schläft noch bei uns im Familienbett. Wir, d.h er, der Kleine und ich, gehen zusammen ins Bett, lesen noch was, stillen dann und seit neuestem schläft der Kleine dann recht schnell ein (hat den Mittagsschlaf abgeschafft ;-)). Danach will der Große meist nochmal stillen (beide gleichzeitig ist mir eher unangenehm, deswegen docke ich ihn da recht schnell ab), was ich meistens zulasse. Aber er schläft nicht mehr dabei ein. Er möchte, dass ich da bleibe, bis er einschläft... aber das dauert. Und es nervt mich. Gehe ich raus (akzeptiert er so lala, nicht immer eben), schläft er total schnell ein, er kuschelt sich dann bei den schlafenden Bruder.

Jetzt frag ich mich ja schon, ob das "normal" ist? Wenn er die gewünschte "Begleitung" hat, kann er ewig nicht einschlafen, ist er allein, gehts ratzfatz (hör ihn gut übers Babyphone). Wie kann ich ihm das sagen, dass ich ihn ja offensichtlich mit meiner Anwesenheit vom Schlafen abhalte??? Ich will ihn ja einerseits nicht "abweisen", aber es ist wirklich Fakt und schon so oft so gewesen, dass ich das jetzt als "gegeben" ansehe, dass er mit mir nicht gut einschlafen kann.

??? Hat jemand eine Idee? Oder kennt das vom eigenen Kind? Danke... :D
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carrymeclose
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von carrymeclose »

Das ist bei meiner 3.5 jaehrigen aehnlich. Ich sage aber manchmal bei ihr ganz ehrlich, dass ich jetzt ein bischen Zeit fuer mich haben mag und gehe dann. Klappt nicht immer, dass sie es akzeptiert, aber imme oefter.

Also in Eurem Fall wuerde ich weniger aus seiner Sicht argumentieren ('du kannst dann schneller einschlafen'...), das wird er nicht verstehen koennen. Ich wuerde ganz bei DIR bleiben und wenn es Dich wirklich stoert sagen, 'ich moechte jetzt ein bischen Zeit fuer mich haben/ mit Papa alleine sein/ noch Duschen/ was lernen...

In den Faellen, wo meine Tochter dann doch darauf besteht, dass ich bei Ihr bleibe, dann einigen wir uns auf 1-2 Geschichten und dann sage ich dass ich jetzt ein Erwachsenes Buch fuer mich lesen moechte (oder alternativ lernen, schlafen muss..) und ich schenke ihr dann keine grosse Aufmerksamkeit mehr. Ich mache dann im Schlafzimmer was, was ich selber auch wirklich machen moechte. Und dann stoert es mich auch irgendwie nicht, wenn sie laenger braucht. Aber oft geht es dann auch schnell.

Bei uns ist es uebrigens so, dass ich mit dem Kleinen in einem Zimmer schlafe und mein Mann mit der Grossen. Meistens bringt mein Mann dann die Grosse ins Bett, aber manchmal mach ich das auch. Auch ich habe tandem gestillt und immer abends beide einschlafbegleitet, aber mittlerweile achte ich wirklich mehr drauf, was ICH eigentlich jetzt machen will. Das akzeptiert meine Tochter jetzt eigentlich ganz gut. Vorher ankuendigen hilft auch. (wir lesen jetzt ein Buch und dann moechte die Mama lernen...)
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mayra
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von mayra »

Er akzeptiert es auch fast immer wenn ich gehe... Aber ich habe immer das Gefühl, er ist eigentlich sehr traurig darüber, auch wenn er das nicht sagt. Ich finde es auch traurig, dass mich das so "nervt" :( Eigentlich gehts ja nur um eine relativ kurze Zeit... aber dennoch, bleibe ich, bin ich auch nicht "glücklich" und mache es nicht gern, freudig, sondern bin recht schnell genervt... :(

Heute sagte ich ihm, ich müsse dringend auf Toilette. "Ja, aber du kommst wieder" "Ich schaue rein, wenn ich fertig bin und wenn du noch wach bist, komme ich rein" Hab ich natürlich nicht gemacht :oops: Er hat dann noch 1-2x leise nach mir gerufen, das war aber direkt nach dem Rausgehen, darauf hab ich nicht reagiert. Ich fühl mich einfach ganz schlecht dabei, aber andererseits, s.o. auch nicht "besser", wenn ich dabeibleibe.

Ich wäre so froh, er würde endlich den "Sprung" machen, dass er es allein packt... wann schafft er das nur?

Ich dachte, wir bauen ein Etagenbett für Weihnachten, dann wird vielleicht "einfacher", auch dass er dann vielleicht ausziehen würde ins KiZi. Erzählte ihm das, und er meinte "au ja, und ich schlafe dann UNTEN" :roll: "der L. soll oben schlafen, sonst kann ich nachts nicht aufstehen, wenn ich Pipi muss". Cleverer Kerl, aber ein noch nicht mal 3jähriger kann einfach nicht oben schlafen... :( Also haben wir das mit dem Etagenbett wieder ad acta gelegt. :(
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carrymeclose
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von carrymeclose »

hmm...also es hoert sich halt schon so an, als ob es Dir nicht so gut geht wie es laeuft momentan. Irgendwie spuert das Dein Sohn doch auch. Auch das 'Verhandeln' darum ob und wielange Du bei ihm bleibst...da spuert er doch dann auch dass Du irgendwie wiederwillig bleibst.

...so aehnlich war das in unserer Tandemstillzeit mit dem Stillen. Ich hatte es dann ganz klar vor Augen auf einmal, dass es schlimmer ist fuer mein Kind, wenn ich es wiederwillig mache und immer verhandelt wird, das Stillen oft verweigern muss...da stillte sie noch viel....wir waren dann beide viel gluecklicher als ich ganz klar das Stillen eingeschraenkt habe mit klaren Regeln (nur noch Abends zum Einschlafen). Unsere Beziehung hat sich dann insgesamt verbessert..

Was ich meine...schau dass es Dir gutgeht, so dass Du nicht mehr genervt bist von den Abenden. So dass Du Dich auf die Bettgehzeit freust...das wird dann auch gut sein fuer Deinen Sohn.

Wenn Du absolut nicht den Schritt zum alleine einschlafen lassen gehen magst, dann bleibe, aber mache was fuer Dich, worauf Du Lust hast.
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von carrymeclose »

...wollte noch hinzufuegen, dass ich Dich wirklich gut verstehen kann und dass auch mir es nicht immer leicht faellt, da meine Grenze zu ziehen. Manchmal ist da dann wieder die Unsicherheit...man muss da auch erst mal ankommen.
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mayra
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von mayra »

Ja, vielleicht ist das wirklich die Lösung. Ich hab doch jetzt ein Smartphone, vielleicht sollte ich solange surfen oder ein Hörbuch runterladen? Ob das klappt? Dass er dann trotzdem einschläft... er braucht immens Körperkontakt, würde am liebsten in mich reinkrabbeln. Manchmal ist das auch ok für mich, ich kann ihn dann lange halten. An anderen Tagen nervt es mich, er erscheint mir dann so abhängig, wie ein Baby, das er ja aber nicht mehr ist... :?
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Alja
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von Alja »

Mein Mann un dich sind vor Kind immer gemeinsam schlafen gegangen, mein Mann schläft auch nicht gern allein. Ich finde das vollkommen normal- aus anthropologischer sowie aus psychologischer Sicht. Warum sollte das bei einem Kind anders sein? Schlafen in Geborgenheit ist eben einfach schöner...
Mich hat es früher auch genervt sogar bis hin zur Aggression- vielleicht schaffst du es ihn als das zu sehen was er ist: ein Mensch, der eben am liebsten im Arm des Menschen einschläft, den er am meisten liebt auf der Welt. Sieh es als die Liebeserklärung an, die es ist :D
"Durch Strukturen, wie Schulpflicht und Noten, sind die Grunderfahrungen, die die Kinder der heutigen Zeit machen, Unfreiheit (ich muss zu Schule), Unmündigkeit (ich werde von anderen beurteilt), Ohnmacht (ich kann nichts an der Struktur ändern) und Einsamkeit (ich muss mich alleine gegen andere durchsetzten). Das Schulsystem, das eingeführt wurde, um den Menschen ein Mindestmaß an Bildung zukommen zu lassen, ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass die vielen heutigen Probleme und Herausforderungen, mit denen sich die Menschheit konfrontiert sieht, nicht gelöst werden."
Emil Funkenflieger
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Re: 4 Jahre und Einschlafbegleitung

Beitrag von carrymeclose »

dann dauert es halt erst mal laenger, wenn Du nebenher was anderes macht...na und. Irgendwie muss man sich einfach frei machen von so Erwartungen, wie ein Kind einzuschlafen hat. Am besten alleine und ganz schnell. Warum nicht erst Waesche zusammenfalten im Schlaf-/Kinderzimmer, im Bett Internet surfen, was Lernen. Hab ich alles schon gemacht. Aber ich habe gesagt, dass ich jetzt kein Buch mehr lesen mag (meine Tochter wuerde da am liebsten 10 am stueck lesen..) und war ganz langweilig, hab mich nur auf mich konzentriert. Ich lerne gerade zur Stillberaterin und dan kommet es mir ganz gelegen. Ich lerne dann immer abends im Bett neben ihr. Oder les nen Roman. Und dann ist mir egal wielange es dauert bei ihr. Sie geht ja noch nicht in die Schule.
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