Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Wölkchen123
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Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Wölkchen123 »

Hallo,
ich habe in den letzten Tagen viel hier mitgelesen und bin recht froh, dass ich anscheinend nicht ganz allein mit meinem Problem bin. Dieses Forum ist ganz prima und der Zuspruch und die Tipps, die hier immer wieder gegeben werden, auch. Und etwas Zuspruch kann ich irgendwie gerade auch gut gebrauchen :oops: :?
Also, das Problem ist, dass kürzlich beim KiA festgestellt wurde, dass mein Kleiner (17Wochen) zu leicht ist. Daher soll ich nun soviel Pre-Milch zufüttern, wie er möchte, immer nach dem Stillen und parallel auch immer abpumpen um die Milchmenge zu erhöhen. Ich habe hier vor Ort eine gute Stillberatung, daher wollte ich hier jetzt nicht alle Gewicht-Daten posten und um konkreten Rat fragen. ich habe sowieso, seit die Nachsorgehebamme nicht mehr kam, nie zu hause gewogen, weil ich mich nicht unnötig verrückt machen wollte und weil ich das Gefühl hatte, dass er genug trinkt (stille nach Bedarf und das mind. 10x am Tag) Im Nachhinein bereue ich das sehr, denn dann hätte ich schon früher bemerkt, dass er nicht mehr zunimmt, oder abnimmt, wie auch immer. Jetzt wiege ich ihn täglich mit einer Leihwaage aus der Apotheke und auch beim Kinderarzt wird gewogen. inzwischen hat er schon gut zugenommen und ich weiß erstmal, dass es ihm gut geht und er nicht hungern muss (schrecklich, dass ich das früher nicht bemerkt habe, dass er nicht genug bekam :cry: )

Soweit so gut. Leider bin ich aber durch dieses ganze Prozedere mit dem Milch-anrühren, Stillen, Abpumpen, Wiegen, etc. ganz schön gestresst und komme eigentlich gar nicht mehr zum durchatmen (von so normalen Dingen wie Wickeln, Kindlein zum Schlafen bringen, mit ihm spielen, selbst was essen, genug selber trinken, mal auf Toilette :oops: mal abgesehen - das quetsche ich alles irgendwie in den Tag hinein )
Beim Pumpen kommt manchmal gar keine Milch oder nur sehr wenig und ich glaube, dass das auch daran liegt, dass ich zu gestresst bin. Ich weiß nur nicht wirklich, wie ich mich richtig entspannen soll, weil immer so viel zu tun ist. Mein kind will auch nicht sehr lange sich selbst überlassen werden und fordert viel Aufmerksamkeit, und wenn dann mal noch ein Kurs oder irgendwelche Termine oder Erledigungen anstehen, dann komme ich kaum mal zum Abpumpen, habe aber Angst, dass dadurch vielleicht meine Milch noch mehr zurückgeht, weil er ja jetzt die Pre-Milch kriegt und sich auch an der Brust nicht mehr so sehr anstrengt.

Hmm... ich bin gerade ziemlich geschafft und weiß nicht, wie ich wieder mehr Energie kriegen soll. Jetzt gerade sitze ich mit Kind ihm Tuch vorm Bauch, hin und her schwankend, damit er nicht aufwacht, vorm PC, esse nebenbei ein Käsebrot und tippe den Text zuende, den ich gestern schon angefangen hatte, aber nicht fertig bekam, weil wieder irgendwas war.

Also meine Frage an diejenigen, die auch Abpumpen und Pre-Milch zufüttern: Wie macht ihr das???
(Und wie macht man sich frei von Vorwürfen und Selbstzweifeln, weil das so schief gelaufen ist? :( )
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
Leila
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Leila »

Erste Frage: Was sagt denn deine Stillberatung zu der ganzen Sache? Und die Gewichtsdaten wären schon gut, damit sich die Beraterinnen hier ein Bild machen können. ;-) Inwieweit zufüttern nötig ist, weiß ich natürlich nicht, aber der ganze Stress drum herum kann sich durchaus negativ auf eure Stillbeziehung auswirken. :-( Ist er denn sonst gesund, fit, munter, hat genug nasse Windeln am Tag? Vielleicht magst du ihn öfter anlegen (denn jede zugefütterte Flasche reduziert im endeffekt deine Milchmenge)? Alles natürlich unter vorbehalt. Mh, ich denke, auf Dauer ist beides wirklich schwierig, mein erstes Ziel wäre es, die Menge zu erhöhen, also deine Milchmenge zu steigern.

Lieben gruß

Anja
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greenie bird
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von greenie bird »

ich fänd es auch schön, wenn Du noch die Daten schreiben würdest, denn es ist ja durchaus eher nicht normal, dass ein Kind, welches zufrieden erscheint nicht zunimmt. Denn ich glaube nicht, dass eine Mutter das sehen muss, dass das Kind dünner wird und da wäre eben interessant um wieviel Gewicht es sich überhaupt handelt.
Bei dem ganzen Aufwand, den Du da treiben sollst, kann ich mir vorstellen, dass das sehr stressig ist- nicht gerade günstig für die Milchbildung.


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Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Wölkchen123 »

ok, ich schau mal, dass ich heute noch die Gewichtsdaten, die ich habe, hier poste. Aber es ist nicht allzuviel, weil ich wie gesagt, nicht selbst gewogen hatte :oops: :( nur die Nachsorgehebamme und dann bei U3 und jetzt eben U4. Also verschiedene Waagen und ein sehr großer Abstand, leider.

Also dünn war er schon, oder eher zierlich, nicht so ein typisches "dickes" Baby. Aber er war immer sehr fröhlich, agil und munter. Aber die Kinderärztin meinte, dass Babys sich auch daran gewöhnen, wenn sie längere Zeit zu wenig bekommen und man am Verhalten nichts merken muss. Windeln hatte er immer mindestens 6 pro Tag, auch mind. 2xStuhlgang.

Es wurde auch eine Stillprobe gemacht, um zu sehen, wieviel er beim stillen trinkt, und das waren mal 60g mal 50g. Also viel zu wenig. Er schläft auch immer gern ein während des Stillens, daher dachte ich auch immer, dass er satt ist. Nur in den letzten Wochen schimpfte er öfter an der Brust, was ich aber auf einen Wachstumsschub geschoben habe, nicht daruf, dass vielleicht nicht genug Milch rauskommt. Nun denke ich aber schon, dass es das war. :(
sorry, muss mich wieder kümmern...
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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Katha
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Katha »

Auch nochmal ne Stimme f. das Posten der Daten, auch wie viel Du tgl. zufütterst und mit welcher Methode und seit wann genau.
Am Besten so wie hier beschrieben. Wie funktioniert Stillberatung hier im Sut?

Bin keine Stillberaterin, aber was hier immer wieder komm:
Ein oder zwei Wiegeproben sind nicht aussagekräftig.
Bei so wenigen Daten und unterschiedlichen Wagen.... Hat Dir die KiÄnicht erstmal. Gewichtskontrolle vorgeschlagen?

Die Expertinnen hier sind wirklich spitze und haben auch große Erfahrung mit der Auswertung von Daten.

Alles Liebe
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von jusl »

Hallo Wölkchen,

ich bin nicht ganz sicher, was genau Du Dir von Deinem Thread erhoffst (vielleicht kannst Du ja versuchen, das noch mal etwas klarer zu formulieren? ;-) Dann können wir vermutlich besser helfen.), aber vorab schon mal kurz hierzu:
Es wurde auch eine Stillprobe gemacht, um zu sehen, wieviel er beim stillen trinkt, und das waren mal 60g mal 50g. Also viel zu wenig.
Diese Schlussfolgerung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. :shock: :lol: 50 oder 60 g ist eine VÖLLIG NORMALE Mahlzeitengröße, von "viel zu wenig" kann da nicht ansatzweise die Rede sein.
Wenn Du täglich 10-12 mal stillst (ich nehme an, Du stillst auch nachts, und die Stillproben wurden tagsüber gemacht - nachts sind die Mahlzeitengrößen für gewöhnlich größer wegen des höheren Prolaktinsspiegels und wegen der entspannten Atmo), dann ergibt sich mit Deiner Mahlzeitengröße als Gesamttagestrinkmenge etwa 600-800 ml. Dies ist genau richtig (Quelle).
Das müsste Dir Deine Stillberaterin vor Ort eigentlich auch gesagt haben.

LG
Julia
Wölkchen123
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Wölkchen123 »

Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte.
jusl hat geschrieben:Hallo Wölkchen,

ich bin nicht ganz sicher, was genau Du Dir von Deinem Thread erhoffst (vielleicht kannst Du ja versuchen, das noch mal etwas klarer zu formulieren? ;-) Dann können wir vermutlich besser helfen.)
Ok, sorry dass das nicht so gut rüberkam. (Ich glaube, ich bin auch momentan etwas durcheinander) Also hauptsächlich wollte ich Tipps, wie man Stillen, Abpumpen, Milch anrühren und Zufüttern am besten zeitlich managen könnte, um zwischendurch auch mal Luft schnappen zu können. Ich dachte, ich muss halt irgendwie die neuen Umstände akzeptieren und "optimieren", damit ich irgendwann wieder entspannt sein kann (was ja für das Stillen so wichtig ist). Aber inzwischen weiß ich, dass mir das Ganze auf Dauer zu stressig ist, es frisst einfach zu viel Zeit und Nerven. Ich möchte vom Zufüttern unbedingt wieder wegkommen, weil ich das ganz furchtbar und traurig finde und meine Milchmenge steigern, damit mein Kind nicht wieder unterernährt wird :? Ich wollte immer möglichst lange voll stillen aber irgendwie glaube ich fast schon nicht mehr, dass wir dahin zurückkommen... Er scheint die Pre-Milch auch viel lieber zu trinken, als meine abgepumpte :-(

Aber hier erstmal die Gewichtsdaten:

15.4. Geburt 3740g (eigentlich hatte die Waage 3580g angezeigt, aber da er am nächten Tag 3740g wog und so eine Zunahme nicht sein kann, wurde dieses Gewicht als Geburtsgewicht genommen)
16.4. 3740g KH
18.4. 3640g KH U2
21.4. 3950g Hebamme
26.4. 4050g Hebamme
03.5. 4250g Hebamme
11.5. 4499g Hebamme
18.5. 4600g Hebamme
22.5. 4370g KiA U3
01.6. 4650g Hebamme
07.8. 5050g KiA U4
09.8. 5150g Apothekenwaage, morgens
12.8. 5430g Apothekenwaage, morgens
13.8. 5400g Apothekenwaage, morgens
14.8. 5470g Apothekenwaage, morgens
14.8. 5590g Gewichtskontrolle KiA
15.8. 5550g Apothekenwaage, morgens
16.8. 5630g Apothekenwaage, morgens
17.8. 5640g Apothekenwaage, morgens

Die Hebamme hat immer mit leerer Windel und Body gewogen, sonst immer nackt.

Seit der U4 füttere ich täglich ca. 400-500ml Pre und die abpepumpte Muttermilch zu (Mit dem Medela Calma Sauger). Beim Abpumpen komme ich jedoch meist nur auf ca. 30ml, und pro Tag wenns gut läuft auf 100-120ml :(
jusl hat geschrieben: 50 oder 60 g ist eine VÖLLIG NORMALE Mahlzeitengröße, von "viel zu wenig" kann da nicht ansatzweise die Rede sein.
Wenn Du täglich 10-12 mal stillst (ich nehme an, Du stillst auch nachts, und die Stillproben wurden tagsüber gemacht - nachts sind die Mahlzeitengrößen für gewöhnlich größer wegen des höheren Prolaktinsspiegels und wegen der entspannten Atmo), dann ergibt sich mit Deiner Mahlzeitengröße als Gesamttagestrinkmenge etwa 600-800 ml. Dies ist genau richtig (Quelle).
Das müsste Dir Deine Stillberaterin vor Ort eigentlich auch gesagt haben.
Das wusste ich nicht. Allerdings ist er ja so leicht also erscheint es mir logisch, dass ihm meine Milch nicht gereicht hat. Und er nimmt seit er Pre-Milch bekommt, ja auch kräftig zu.
Leila hat geschrieben:... jede zugefütterte Flasche reduziert im endeffekt deine Milchmenge...
ist das wirklich so? Auch mit häufigem Stillen und Abpumpen?
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von jusl »

Hallo Wölkchen,

also es ist völlig klar, dass "Stillen, Abpumpen, Milch anrühren und Zufüttern" eine Riesenaufgabe ist. Viel Entspannungspotential sehe ich da nicht... jeder einzelne Posten ist ein Zeitfresser. Aber Deine Einstellung, die kannst Du ändern. Weniger (enttäuschte) Erwartungen, weniger Druck, weniger schlechtes Gewissen. Ich bin sicher, DAS würde entstressen. (Ich weiß, das sagt sich leicht und ist aber schwer umzusetzen)

Ich geh mal der Reihe nach, zuerst zum Gewicht:

In den ersten 2 Monaten lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 170 g. Ein ganz normaler Wert, der keinen Hinweis auf ein Problem liefert.
In den folgenden 2 Monaten, von Juni bis August, war die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme mit rund 40-50 g in der Tat sehr niedig. Da stellt sich natürlich die Frage: Was ist in den zwei Monaten passiert? Klappte das Stillen in der Zeit reibungslos? Wurde pro Tag 8-12 mal erfolgreich gestillt? Gab es besondere Vorkommnisse? Auch ein Messfehler ist nicht unwahrscheinlich, denn dass das Baby in nur wenigen Tagen danach 350 g zugenommen haben soll, ist nicht gerade plausibel. ;-)
Seit der U4 füttere ich täglich ca. 400-500ml Pre und die abpepumpte Muttermilch zu (Mit dem Medela Calma Sauger). Beim Abpumpen komme ich jedoch meist nur auf ca. 30ml, und pro Tag wenns gut läuft auf 100-120ml :(
500 ml PRE ist echt viel. Der Gesamttagesbedarf Deines Babys ist nicht genau bekannt (der schwankt von Kind zu Kind stark, siehe verlinkte Quelle oben), aber dürfte realistischer Weise bei ca 700-800 ml liegen. Du fütterst derzeit also 50-70 % des Gesamttagesbedarf zu und deckst entsprechend nur noch 30-50 % des Gesamttagesbedarfs mit Muttermilch. Und das innerhalb so kurzer Zeit - das bedeutet, Ihr seid gerade mächtig auf Abstillkurs. Wenn Du gerne weiterstillen möchtest, ist hier schleunigst Gegensteuern angesagt.
ist das wirklich so? Auch mit häufigem Stillen und Abpumpen?
Also grundsätzlich ist es so: Das Angebot an produzierter Muttermilch hängt bekanntlich von der Nachfrage (= Stillen) ab. Je mehr ein Kind stillt und Muttermilch trinkt, desto mehr Muttermilch wird produziert. Derzeit fütterst Du 50-70 % zu, das hat zur Folge, dass Deine Milchproduktion auf 30-50 % des Vollstillniveaus heruntergefahren ist. Um die Muttermilchmenge wieder zu steigern, gibt es nur einen Weg: Erhöhte Nachfrage, das heißt, häufiger erfolgreich(!) Stillen als bisher. Für erfolgreiches Stillen müssen einige Faktoren zusammenkommen, v.a.:

* Keine Erkrankungen bei Mutter und Kind, die das Stillen beeinträchtigen,
* Häufig genug anbieten seitens der Mutter,
* Gute Trinktechnik seitens des Kindes

Ob diese alle erfüllt sind, ist bislang nicht gesichert. Vielleicht kannst Du dazu noch etwas schreiben? Wurdest Du medizinisch durchgecheckt, z.B. hinsichtlich der Schilddrüse? Trinkt Dein Baby noch GUT an der Brust? Denn die längere Verwendung von Flaschensaugern hat häufig zur Folge, dass das Stillverhalten des Babys darunter leidet. Stillfreundliche Zufüttermethoden wären also definitiv ratsam.

Wie bist Du zum Abpumpen gekommen? Was möchtest Du durchs Abpumpen bewirken?

Diese Punkte wären meine ersten Anlaufstellen. Was sagt denn Deine Stillberatung vor Ort dazu? (Erfahrungsgemäß verderben viele Köche den Brei ;-) - von daher wäre es evtl ratsam, das weitere Vorgehen vor Ort mit Deiner Beraterin abzusprechen)

LG
Julia
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Frau_Sandmann
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von Frau_Sandmann »

Wölkchen123 hat geschrieben: 18.5. 4600g Hebamme
22.5. 4370g KiA U3
01.6. 4650g Hebamme
Ist dir hier nicht aufgefallen, dass dein Kind innerhalb von 4 Tagen angeblich 230g abgenommen haben soll????
Zuvor auf der Waage deiner Hebamme hat dein Kind kontinuierlich zugenommen und befand sich auf seiner individuellen Gewichtskurve zwar schlank aber stetig. Es gibt nunmal schlanke und pummelige Babys. Das ist normal und hat nichts mit hungern zu tun.

Ganz ehrlich glaube ich, dass bei euch alles ok war und einfach der Fakt, dass auf 2 verschiedenen Waagen gewogen wurde hier eine eigentlich intakte Stillbeziehung zerstört wurde.

Du kannst versuchen wieder zum Stillen zurück zu kommen. Aber OHNE Flasche, sondern über eine stillfreundliche Zufütterungsmethode immer mehr die PRE ausschleichen.

Was sagt denn deine Stillberaterin dazu?
Viele Grüße von
Frau Sandmann
jusl
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Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern

Beitrag von jusl »

Ganz ehrlich glaube ich, dass bei euch alles ok war und einfach der Fakt, dass auf 2 verschiedenen Waagen gewogen wurde hier eine eigentlich intakte Stillbeziehung zerstört wurde.
Ja, das befürchte ich ehrlich gesagt auch. Die "gute" Zunahme der letzten Tage kann durchaus auch Überfütterung eines von Natur aus zarten Babys sein, dass eigentlich eine ganz andere Gewichtskurve hätte....

(Mag bloß "ZERstört" duch "GEstört" ersetzen ;-) - ich halte es durchaus für möglich, hier das Ruder noch mal herumzureißen)
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