Stillen und beikost frage

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Rehbeinchen
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Stillen und beikost frage

Beitrag von Rehbeinchen »

Hallo ihr lieben,
Ich weiß har nicht ob ich hier richtig bin oder ob das Thema in den Bereich " Beikost" gehört. Also mein Schatz ist seitdem er 7,5 monate alt ist Beokost reif d.h er lässt sich mit Brei füttern und ißt gerne Fingerfood.
Weil er leider trotz div. maßnahmen ( apfel in allen variationen, pflaumenmus, viel wasser) sehr festen stuhl hat gebe ich ihm morgens nur eine Apfelspalte und Mittags gemüse-kartoffel-fleisch Brei.
So nun zur eigentlichen frage. In meinem umfeld sind die meisten Mütter schon am abstillen und füttern 3-4 Mahlzeiten am Tag und stillen nur noch nachts.
Ich hingegen stille eigentlich noch genauso oft wie vorher! Auch wenn mein Schatz satt ist möchte er wenn er müde ist oder einfach nähe brauch noch an die Brust. Er trinkt nur kurz ich sage immer er " snack't" nur .Es sagen schon alle das ich das Falsch mache mit der Beikost und dem Stillen :cry: ich hab das gefühl das er gerade jetzt wo er mobil wird nochmehr gestillt werden will.
Aber ist muttermilch im 1. Lebensjahr nicht die Hauptnahrung? Manche von den Babys im meiner Krabbelgruppe werden jetzt auch Nachts aktiv abgestillt indem sie wasser aus der Flasche bekommen,damit sie mit spätestens 1 Jahr gar keine milch ( außer kuhmilch) mehr bekommen.
Davon bin ich meeeiiillleeen entfernt. Klärt mich auf , bin ich auf dem Richtigen weg oder sollte ich etwas ändern? :6:
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Katha
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Re: Stillen und beikost frage

Beitrag von Katha »

Hallo,
generell - so wie ich das als Laie lese - bist Du auf dem richtigen Weg, in dem Sinne, dass Du Deiner Maus ihr eigenes Tempo lässt, Baby Lead Weaning praktizierst, der WHO-Empfehlung ensprichst.
Du bist auf dem falschen Weg, falls Du schnell abstillen möchtest ;-)
(viele Mütter wollen das bzw. denken, sie müssten das - alle machen es so, dt. Empfehlung, Körper für sich haben, "aber ich geh doch mit einem Jahr wieder arbeiten" - so machen.)
Das Buch "Mein Kind will nichts essen" gibt Argumentationshilfen, falls Dir jemand was anderes einreden will, bzw. relaxt (Wir haben mit Beikost ja erst angefangen, aber ich bin sehr froh, dass ich es schon gelesen habe, als der Kleine 12 Wochen alt war, hat mir viel Druck genommen.)
Das mit der Verstopfung und dann nur Mittags und Früh anbieten verstehe ich nicht ganz. Ist bei dem Gemüsebrei Karotte drin? Die wirkt bei einigen Kindern total stopfend. Würde Dein Kind sonst zu mehr Mahlzeiten mitessen?
Liebe Grüße
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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hanina
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Re: Stillen und beikost frage

Beitrag von hanina »

In meinen Augen machst Du nichts falsch. Ich kenne es so, dass Beikost die Muttermilch ergänzt nicht andersrum. Und zwar vom 7.-12. Monat. Erst im zweiten Lebensjahr macht das Essen den Hauptteil aus und nebenbei wird evtl noch gestillt. Trotzdem können es Andere anders machen. Hauptsache ist doch, was Du und Dein Kind möchtet. Du kennst Deinen Kleinen und machst es schon richtig ;-)
Mit kleinem Hasenmädchen (3/12) <3
Rehbeinchen
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Re: Stillen und beikost frage

Beitrag von Rehbeinchen »

Hallo, danke für die buch empfehlung. Also Mittags gibts keine Karotte sondern Brokkolie oder zucchini oder fenchel... Ich wollte damit nur sagen das ich mehr brei füttern könnte. Er würde auch nachmittags oder morgens etwas Brei essen . Als er beikost reif wurde ( was ja schon spät,im gegensatz zu anderen, war) war ich zu übermütig und hab die Breie recht schnell eingeführt . Das hatte zur folge das er Mega verstopfung hatte :-(
Jetzt geh ich die sache langsam an .das wollte ich damit sagen :-)
Sternschnuppe
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Re: Stillen und beikost frage

Beitrag von Sternschnuppe »

Hallo!

Ich bin auch der Meinung, dass jede Familie da den Weg finden muss, der zu ihr passt. Ich kann verstehen, dass du verunsichert bist, wenn dein Gefühl dir etwas anderes sagt, denn ich kenne das: Bevor ich zur Stillgruppe gekommen bin, kannte ich überwiegend Frauen, die es anders gemacht haben als ich, das kann ganz schön verunsichern.
Aber Beikost heißt Bei-kost und nicht Anstatt-kost. D.h. dass idR bei nach Bedarf gestillten Kindern die Muttermilchmenge im ersten Lebensjahr (deutlich) überwiegt. Und viele Kinder wollen häufig vor und nach der Beikostmahlzeit kurz stillen- das ist auch gut so!

Du kannst auch mal hier schauen: Grundinfo Beikosteinführung

Liebe Grüße

Julia
Zertifizierte ClauWi- Trageberaterin (GK 05/11, AK 10/11, Zerti 03/12)
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dieJojos
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Re: Stillen und beikost frage

Beitrag von dieJojos »

Hallo,
bei uns hat das auch immer sehr lange gedauert, bis die Beikost zur Hauptkost wurde. Ich habe meist erst angefangen, wenn die Kinder 7 Monate alt waren. Ich habe auch die stopfende Möhre weggelassen und lieber Kürbis genommen. mein Jüngster hat auch immernoch gestillt, nachdem er gegessen hatte.
Ich denke, du solltest dich nicht durch andere verrrückt machen lassen. Wenn er jetzt mehr stillt ist das doch auch ok. Ich kenne solche Kommentare auch.. "der kann doch schon das und das essen, ejtzt ist doch langsam mal genug mit Stillen, er ist doch schon so groß, warum stillst du denn nun IMMERNOCH"
Die WHO empfielt mindestens 6 Monate zu stillen, aber sie sagt nichts darüber aus, wie lange man das machen "soll".
Lass dich von deinem Umfeld nicht nerven, ihr habt beide euer eigenes Tempo. Ich finde nicht, dass du etwas ändern solltest!!!
Ich habe meine Kinder immer lange gestillt (1.Kd 12 Mo, 2.Kd. 18 Mo, 3. Kd. 26 Mo, 4. Ki.36 Mo und das 5.Ki ist gerade 8 Wochen), da habe ich auch so manche Kommentare hören müssen, bin also etwas abgehärtet.
LG
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