schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

EhUSb

Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von EhUSb »

Ach, wie oll... :-( Ich hoffe, ihr seid dann noch gut nach Hause gekommen? Wir hatten gestern auf der Rückfahrt auch so eine Schreiattacke und sind dann schnell beim nächsten Parkplatz raus. Das Clarakind hatte mal groß gemusst und das war im Maxim Cosi offenbar sehr blöd. Sie schreit aber auch, wenn sie müde ist, sie schläft im Auto selten mal "einfach so" ein - ich sitze deswegen neben ihr und streichle sie oder singe... aber ja, an "autoferbern" habe ich auch schon ein paarmal gedacht... Wir hatten da schon ein paarmal sehr blöde Situationen, wenn Anhalten gerade nicht ging und ich muss zugeben, sie auch schonmal während der Fahrt aus dem Sitz genommen zu haben. :-(

Zur Schlafproblematik kann ich leider nix beitragen - bei uns war`s im Urlaub besser, aber kaum sind wir wieder zuhause - alles beim Alten. Ich bin echt gefrustet. Für euch hoffe ich auf die Schlafsprechstunde! Ich bin sicher, dort wird man euch helfen können - es klingt einfach verfahren, irgendwie, und sehr gefrustet. (Wäre ich übrigens auch.) Da schaukelt sich dann bestimmt auch einiges hoch - ich kann z.B. auch nicht gu schlafen, wenn der Clarapapa neben mir genervt und gefrustet liegt - aber wie iúm alles in der Welt lernt man denn, das zu akzeptieren?! Nach 10 Monaten schlecht schlafen hatte ich schon so oft irgendwas akzeptiert und dann kam etwas neues (stündlich aufwachen, schlecht einschlafen, nicht alleine im Bett bleiben, nachts rödeln...) und langsam mag ich nicht mehr. Ich fühle also mit und wünsche gute Besserung und dass Sander zuhause wieder besser schläft!!

ps. Schnuller... Clara nimmt einen, meist aber nur zum Einschlafen, wenn sie eh schon döselig ist. Sie damit zu beruhigen funktioniert leider nicht, sie nimmt ihn dann aus dem Mund und feuert ihn in die Ecke. :-)
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chris1179
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von chris1179 »

Noch was zum Thema Autofahren...

War bei uns gaaaaanz schlimm. Die ersten Wochen ihres Lebens hat sie im MaxiCosi geschlafen, das war aber schnell vorbei und jede Fahrt wurde regelrecht zum Höllenritt. Kein Wunder, dass ich monatelang nur das nötigste mit dem Auto gemacht habe und sonst fast nur zu Fuß oder mit den öffentlichen unterwegs war.

Wenn ich alleine mit ihr unterwegs war, musste sie leider auch schon mal 15-20 Minuten aushalten. Ich hab aber die komplette Zeit gesungen oder mit ihr geredet, sodass sie gehört hat, dass ich da bin. War mein Mann dabei, saß immer einer von uns hinten...meistens ich und ich hab sie dann über den MC gebeugt gestillt. Wenn sie tief geschlafen hat, konnte ich sie manchmal abdocken. Kamen wir an eine rote Ampel, musste ich den MC rütteln, damit sie nicht wieder aufwacht ;-)

Mittlerweile geht es aber sehr viel besser, sie hat sich wohl daran gewöhnt bzw. sie sitzt ja jetzt im Folgesitz und sieht dadurch deutlich mehr. Sie meckert zwar mal noch, schläft aber recht zuverlässig auch ein, wenn sie müde ist.
Liebe Grüße

Christina
mit meinen beiden Mädchen
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tussi
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von tussi »

ich bin auch schon mehrmals im auto nach hinten gekrabbelt u hab ihn aus seinem sitz genommen, weil er sonst die ganze restliche strecke nach hause geschrien hätte. das hatten wir nämlich auch schon. bei solchen fahrten hab ich dann ebenfalls iwann angefangen rotz u wasser zu heulen. besser ist es geworden, seitdem wir ihn vorne auf dem beifahrersitz hatten, wo er entweder mama o papa beim fahren u hinten seine schwester sehen konnte. da meiner rückenlage nie mochte, weil sie ihm angst gemacht u den mororeflex ausgelöst hat, war maxi cosi eigentlich immer out. seit er seinen neuen kindersitz hat, ist autofahren überhaupt kein problem mehr.
lg tussi

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Stankade
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von Stankade »

Hallo liebe Alessi,

drück Dich ganz feste ((((alessi)))).
Ich kann Dich total gut verstehen und Du Arme machst das auch schon 3 Monate länger mit als ich.
Ich bin der Ansicht wenn es nicht mehr geht, Du auf dem Zahnfleisch kriechst und Eure Beziehung leidet, dann solltet ihr etwas ändern. Klar, irgendwann gibt sich das, es bringt Sander nur auch nichts wenn er bis dahin eine Mama hat die fix und fertig ist oder Du irgendwann umkippst.
Ihr seid ja bald zur Schlafsprechstunde und das ist doch schon mal ein guter Weg, ich drücke Euch feste die Daumen, dass ihr dort gute, umsetzbare Tips an die Hand bekommt.

Zur Autofahrt: Habe das heute auch hinter mir und es ist echt fürchterlich. Wir sind 400 km gefahren und haben 3x gehalten. Abschnallen (mich oder sie) tue ich nicht. Ich sitze neben ihr und streichle sie, singe und versuche sie so zu beruhigen bis der nächste Parkplatz kommt, dann nehme ich sie raus. Ich bin mir auch vorgekommen als würde ich sie ferbern, aber so ist es nicht. Sander war ja nicht allein, Du warst für ihn da.
Mir geht da die Sicherheit einfach vor.
In meiner Verzweiflung hab ich auch den Schnuller wieder probiert aber wie zu erwarten war wurde er in hohem Bogen ausgespuckt :wink:

Ich hoffe mal, Eure heutige Nacht läuft gut und Du kannst etwas Kraft tanken.
LG
Stankade

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alessi_a
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von alessi_a »

Danke ihr Lieben!
Hier daheim können wir mit der Schlafsituation besser umgehen, da mehr Zimmer, ich darf dann morgens nochmal schlafen und es geht echt. Der Urlaub hat ihn ganz schön durcheinander gebracht, so viel neues und er will ja auch wirklich alles wissen!!
Heute in der Wohnung war er wieder der King auf dem Thron. Man hat richtig gemerkt, wie er es genossen hat, wieder zuhause zu sein. Ging euch, Stankade, glaub ich auch so, gell?
Ich bin gespannt, ob die Nächte wieder ruhiger werden, gestern Nacht wusste er ja noch gar nicht, dass er wieder zuhause war, weil ich ihn schlafend vom Auto hoch in die Wohnung getragen habe. Naja, und heute waren wir bei Freunden, schon wieder schlafend hochgetragen :)
Ich habe beobachtet, dass er extrem unsere Nähe sucht. Mein Mann ist heute kurz aus der Whg raus und Sander hat ihm ganz erschrocken nachgeschaut und dann geweint, dass sein Papa nicht mehr da war!! Das haben wir noch nie gehabt. Gut, er hatte ihn jetzt 8 Tage sehr viel um sich, aber irgendwie doch rührend, oder? Mann, die Kleinen sind so auf uns fixiert und abhängig, da wird mir ganz anders.
Im Auto schreit er übrigens auch mehr, wenn wir beide vorne sitzen und er als einziger hinten. Fahre ich mit ihm alleine, war es bisher eigentlich nicht so schlimm, besonders seit Einfühung des neuen Sitzes. Maxicosi ging gar nicht mehr und schwer/gross genug für den neuen Sitz war er auch schon.

Zur Schlafsprechstunde: heute hab ich den Fragebogen ausgefült, der in der Post lag. Die fragen da so Sachen wie:
-wo schläft das Kind (eigenes Bett, eigenes Zimmer)
-ist es beim Verlassen der Mutter/Vater des Zimmers noch wach
-wird ihr Kind nachts gestillt
und noch andere Sachen, die darauf hindeuten, dass die Brust weg muss, wenn wir ruhige Nächte haben wollen. Ich bin wirklich mal gespannt. Ich will eine Verbesserung und will auch ehrlich bald nachts nicht mehr stillen, denn er trinkt eh so gut wie nix. Aber auf eine harte Tour lass ich mich nicht ein.
Also kein Schlaftraining!!
alessi mit dem Zirkusdirektor! *07.10.11
und ganz neu mit Blumenmädchen Heide-Marie *30.6.2014



"Was ich im Leben liebe, ist der Schlaf." Bild
"Dann ist es aussichtslos", sagte der kleine Prinz.
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Stankade
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von Stankade »

alessi_a hat geschrieben:Danke ihr Lieben!
Hier daheim können wir mit der Schlafsituation besser umgehen, da mehr Zimmer, ich darf dann morgens nochmal schlafen und es geht echt. Der Urlaub hat ihn ganz schön durcheinander gebracht, so viel neues und er will ja auch wirklich alles wissen!!
Heute in der Wohnung war er wieder der King auf dem Thron. Man hat richtig gemerkt, wie er es genossen hat, wieder zuhause zu sein. Ging euch, Stankade, glaub ich auch so, gell?
Ich bin gespannt, ob die Nächte wieder ruhiger werden, gestern Nacht wusste er ja noch gar nicht, dass er wieder zuhause war, weil ich ihn schlafend vom Auto hoch in die Wohnung getragen habe. Naja, und heute waren wir bei Freunden, schon wieder schlafend hochgetragen :)
Ich habe beobachtet, dass er extrem unsere Nähe sucht. Mein Mann ist heute kurz aus der Whg raus und Sander hat ihm ganz erschrocken nachgeschaut und dann geweint, dass sein Papa nicht mehr da war!! Das haben wir noch nie gehabt. Gut, er hatte ihn jetzt 8 Tage sehr viel um sich, aber irgendwie doch rührend, oder? Mann, die Kleinen sind so auf uns fixiert und abhängig, da wird mir ganz anders.
Im Auto schreit er übrigens auch mehr, wenn wir beide vorne sitzen und er als einziger hinten. Fahre ich mit ihm alleine, war es bisher eigentlich nicht so schlimm, besonders seit Einfühung des neuen Sitzes. Maxicosi ging gar nicht mehr und schwer/gross genug für den neuen Sitz war er auch schon.

Zur Schlafsprechstunde: heute hab ich den Fragebogen ausgefült, der in der Post lag. Die fragen da so Sachen wie:
-wo schläft das Kind (eigenes Bett, eigenes Zimmer)
-ist es beim Verlassen der Mutter/Vater des Zimmers noch wach
-wird ihr Kind nachts gestillt
und noch andere Sachen, die darauf hindeuten, dass die Brust weg muss, wenn wir ruhige Nächte haben wollen. Ich bin wirklich mal gespannt. Ich will eine Verbesserung und will auch ehrlich bald nachts nicht mehr stillen, denn er trinkt eh so gut wie nix. Aber auf eine harte Tour lass ich mich nicht ein.
Also kein Schlaftraining!!
Ja genau, sie hat sich dann erst mal fröhlich auf ihrer Krabbeldecke herum gewälzt und gequietscht :)
Die Kleinen fühlen sich halt in ihrere gewohnten Umgebung immer noch am wohlsten.
LG
Stankade

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Minchen
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von Minchen »

Mannomann, ich weiß gar nicht, was ich Dir noch schreiben soll.

Ich finde das Verhalten Deines Sohnes aber auch "normal", vielleicht, weil ich es selbst so kenne. Anstrengend, aber normal. Das größte Problem ist Deine Einstellung dazu. Warum leidet Eure Beziehung? Weil Du müde bist und genervt? Weil Ihr beide nicht genug schlaft? Versuch doch einfach mal, den Druck rauszunehmen. Ja, einfach sagt sich so leicht dahin, das IST nicht einfach, ich weiß. Aber Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht und Dein Sohn schläft nicht besser, nur weil DU es willst. Ganz im Gegenteil, er spürt Deine Unruhe, Deine Genervtheit und wird unruhiger und angespannter. Ich weiß noch sehr gut, wie das bei uns war. Ich war schon angespannt, wenn ich abends zu ihm ins Bett ging, weil ich wusste, ich bekomme wieder keinen Schlaf, werde müde sein und gereizt. Und ich hab auch so ziemlich alles versucht, wir waren beim Osteopathen, beim Heilpraktiker undundund.... Tagesablauf strukturieren, Mahlzeiten strukturieren, alles versucht, alles ohne Ergebnis. Außer dem, dass ich endlos gestresst war, weil ich ENDLICH Ruhe nachts wollte.
Bis zu dem Zeitpunkt, als mir hier irgendjemand riet, mich damit abzufinden, es anzunehmen und damit zu leben. Zuerst fand ich den Rat bescheuert, aber irgendwann ist es zu mir durchgedrungen. Nein, mein Kind schlief dann nicht wesentlich besser. Aber ich war plötzlich entspannter dabei. War nachts nicht mehr genervt, was zumindest dazu führte, dass ich auch schnell weiterschlafen konnte, anstatt zum 100. Mal auf die Uhr zu gucken. Morgens hab ich auch nicht mehr geschaut, sondern den Kleinen meinem Mann in die Hand gedrückt und mich umgedreht. Das hat es für mich vereinfacht.

Dein Kind ist wie es ist - und es klingt wirklich original wie mein Sohn (ich kenne diese Autoschreigeschichten mit Stillen irgendwie verrenkt überm Sitz und Deine Urlaubsgeschichte könnte ebenfalls von mir sein). Nimm ihn so an wie er ist. Dazu gehört leider auch sein Schlafverhalten - ich bin mir sicher, dass da vieles auch mit dem Wesen an sich zu tun hat. Meiner kann Eindrücke auch nur schwer filtern, ist forschend, laut, fordernd, wild usw. Ein tolles Kind. Anstrengend, aber wahnsinnig toll. :D Es wird nicht einfacher werden, selbst wenn er irgendwann schläft. Deswegen schreibe ich Dir das hier auch. Fang nicht an, gegen ihn zu kämpfen, sondern gehe den Weg mit ihm. Das fängt in dem Alter mit seiner Anspannung an (man muss sich auch mal überlegen, was sie in dem Alter so alles zu verarbeiten haben) und lässt anschließend auch nicht wirklich nach.
Das war jetzt etwas OT, aber vielleicht hilft es Dir.

Diese Babyzeit ist wirklich schnell vorbei - das klingt immer nach nem dummen Spruch, weil man sich das nicht vorstellen kann, wenn man da mitten drin steckt. Aber leider ist es SO wahr. Und manchmal kann ich heute schon wehmütig daran zurückdenken, dass ich mir meinen Großen einfach an die Brust gelegt hab in der Nacht und es war Ruhe - heute ist das schwieriger... :wink:

Halt durch, es geht vorrüber und Du wirst es schaffen! Ich habe es auch überlebt und in kurzen Abständen sogar noch zwei schlechte Schläfer bekommen - wenn man eh schon nicht schläft, ist es doch auch egal... :lol:

Ich drück Dich.
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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AW: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von Johana »

Minchen, wunderbare Worte :grin:!!!

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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Minchen hat Recht! Ich kann da nur zustimmen.

Und meine Großer war drei Jahre lang ständig wach - er schlief nie länger als zwei STunden am Stück, im ersten Jahr nur mit Körperkontak und meist stündlichem Stillen.
Er fuhr bis er drei Jahre alt war nur brüllend Auto.
Ich sitze immer noch meist hinten - habe mich da so dran gewöhnt.
Ja, man kann im Autositz stillen - ich habe mich sogar mal abgeschnallt, weil wir nicht halten konnten und er schon blau war......Ich bin allein nie mit ihm gefahren.
In den ersten Monaten konnten wir nicht mal gemeinsam zum Einkaufen fahren- weil er eben sofort losbrüllte. Pausen nutzten gar nichts, sobald er angeschnallt war, brüllte er weiter.
Tochter war ein wenig besser, aber Autofahren im ersten Lebensjahr haben wir bei allen drei Kindern so weit es möglich war vermieden.

Ich kenne so war - und im Rückblick war es so schnell vorbei.

Mein ehemaliges sehr bedürfnisstarkes 24-h-Kind ist jetzt ein Pubertist, der kaum morgens aus dem Bett zu bekommen ist 8)
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Re: schlaeft immer weniger nachts und das auch noch SCHLECHT

Beitrag von alessi_a »

Minchen hat geschrieben:Mannomann, ich weiß gar nicht, was ich Dir noch schreiben soll.

Ich finde das Verhalten Deines Sohnes aber auch "normal", vielleicht, weil ich es selbst so kenne. Anstrengend, aber normal. Das größte Problem ist Deine Einstellung dazu. Warum leidet Eure Beziehung? Weil Du müde bist und genervt? Weil Ihr beide nicht genug schlaft? Versuch doch einfach mal, den Druck rauszunehmen. Ja, einfach sagt sich so leicht dahin, das IST nicht einfach, ich weiß. Aber Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht und Dein Sohn schläft nicht besser, nur weil DU es willst. Ganz im Gegenteil, er spürt Deine Unruhe, Deine Genervtheit und wird unruhiger und angespannter. Ich weiß noch sehr gut, wie das bei uns war. Ich war schon angespannt, wenn ich abends zu ihm ins Bett ging, weil ich wusste, ich bekomme wieder keinen Schlaf, werde müde sein und gereizt. Und ich hab auch so ziemlich alles versucht, wir waren beim Osteopathen, beim Heilpraktiker undundund.... Tagesablauf strukturieren, Mahlzeiten strukturieren, alles versucht, alles ohne Ergebnis. Außer dem, dass ich endlos gestresst war, weil ich ENDLICH Ruhe nachts wollte.
Bis zu dem Zeitpunkt, als mir hier irgendjemand riet, mich damit abzufinden, es anzunehmen und damit zu leben. Zuerst fand ich den Rat bescheuert, aber irgendwann ist es zu mir durchgedrungen. Nein, mein Kind schlief dann nicht wesentlich besser. Aber ich war plötzlich entspannter dabei. War nachts nicht mehr genervt, was zumindest dazu führte, dass ich auch schnell weiterschlafen konnte, anstatt zum 100. Mal auf die Uhr zu gucken. Morgens hab ich auch nicht mehr geschaut, sondern den Kleinen meinem Mann in die Hand gedrückt und mich umgedreht. Das hat es für mich vereinfacht.

Dein Kind ist wie es ist - und es klingt wirklich original wie mein Sohn (ich kenne diese Autoschreigeschichten mit Stillen irgendwie verrenkt überm Sitz und Deine Urlaubsgeschichte könnte ebenfalls von mir sein). Nimm ihn so an wie er ist. Dazu gehört leider auch sein Schlafverhalten - ich bin mir sicher, dass da vieles auch mit dem Wesen an sich zu tun hat. Meiner kann Eindrücke auch nur schwer filtern, ist forschend, laut, fordernd, wild usw. Ein tolles Kind. Anstrengend, aber wahnsinnig toll. :D Es wird nicht einfacher werden, selbst wenn er irgendwann schläft. Deswegen schreibe ich Dir das hier auch. Fang nicht an, gegen ihn zu kämpfen, sondern gehe den Weg mit ihm. Das fängt in dem Alter mit seiner Anspannung an (man muss sich auch mal überlegen, was sie in dem Alter so alles zu verarbeiten haben) und lässt anschließend auch nicht wirklich nach.
Das war jetzt etwas OT, aber vielleicht hilft es Dir.

Diese Babyzeit ist wirklich schnell vorbei - das klingt immer nach nem dummen Spruch, weil man sich das nicht vorstellen kann, wenn man da mitten drin steckt. Aber leider ist es SO wahr. Und manchmal kann ich heute schon wehmütig daran zurückdenken, dass ich mir meinen Großen einfach an die Brust gelegt hab in der Nacht und es war Ruhe - heute ist das schwieriger... :wink:

Halt durch, es geht vorrüber und Du wirst es schaffen! Ich habe es auch überlebt und in kurzen Abständen sogar noch zwei schlechte Schläfer bekommen - wenn man eh schon nicht schläft, ist es doch auch egal... :lol:

Ich drück Dich.
DANKE, Minchen und auch an die anderen.
Du weisst, dass ich dir gut zuhöre und es beschäftigt mich, was du schreibst. Mir ist es dann fast peinlich, dass ich so rumnerve mit dem Schlafthema. Aber vielleicht ging es dir damals auch in dieser Beziehung ähnlich.

Als Sander 8 Wochen alt war, hat mir die Mütterberaterin mit einem mitleidig-verständnisvollem Blick gesagt: "Mit dem werden sie immer etwas mehr Mühe haben." Mich hat damals wahnsinnig geärgert, v.a. weil sie mir 3 Wochen davor zu Unrecht zum Zufüttern geraten hat. Also hab ich sie danach nie wieder für voll genommen. Aber, und das deckt sich mit dem, was du schreibst:

Er ist weniger pflegeleicht, er ist wild, er ist neugierig, er ist fordernd, er will bei allem dabei sein und nix verpassen und das macht ihm zu einem ganz tollen Baby. Er ist unheimlich lustig und strahlt über das ganze Gesicht, mit allen und jedem. In dieser Beziehung habt ihr wohl wirklich recht. Es wird nie ganz leicht werden, denn wir haben kein angepasstes Kind (er hat auch keine angepasste Mutter, die IHRER Mutter wiederum das Leben, besonders wenn es um Schlafen ging, zur Hölle gemacht hat :roll: --> so das musste mal gesagt werden)

Ich möchte vielleicht noch erwähnen, dass mich am meisten die Wachphasen mürbe machen, denn mir rennt morgens die Zeit davon zum Schlafen und auch, dass er so früh wach ist. Das Stillen nachts ist mir eigentlich relativ egal. Nur, ich werde aller Voraussicht nach ab September wieder 3 Tage in der Woche arbeiten. Frag mich halt, wie das gehen soll bei diesen Nächten....

Ich überleg mir, ob ein Teil des Schlafproblems daher kommt, dass ich irgendwo noch nicht ganz akzeptiert habe, dass ich mehr Mühe habe mit Kind als ohne Kind. Dass sich mein Leben grundlegend verändert hat und dass ich ihn manchmal gar nicht so geniessen kann, sondern froh bin, wenn er mir Freiraum gibt. Ich weiss nicht, ob das jetzt für euch Sinn macht. Aber was ich zu sagen versuche ist, dass irgendwo ein Rest Distanz oder irgendwas da ist, das mich daran hindert, alles so zu nehmen, wie es ist.

Damit wäre ich mal wieder bei Tussi: ich hatte nach der doofen Geburt auch ein Buch von Brigitte Meissner gelesen. Hab sehr unter dem KS gelitten und dass ich nicht dabei war, als der Kleine auf die Welt kam etc. Mittlerweile hab ich die negativen Gedanken allerdings ziehen lassen. Zumindest glaube ich das, denn ich habe Frieden geschlossen mit dem KS und mir tut es im nachhinein leid, dass ich die ersten Wochen, statt mich über das Kind zu freuen, so viele negative Gedanken mit mir rumgeschleppt habe.

Und da war noch das Pumpen, weil Stillen nicht geklappt hat.... Jedenfalls praktiziert sie nicht weit weg von mir und sie begleitet KS-Frauen bei weiteren Geburten, wenn man eine Spontangeburt unbedingt möchte und bietet auch Traumaverarbeitung an. Ich würde das evtl in Betracht ziehen, je nachdem, wie ich mich fühle. Aber dafür muss erstmal eine 2. Schwangerschaft her und wenn ich mit dem Thema ankomme, schaut mein Mann nach links und nach rechts, um die imaginäre Person zu suchen, denn er fühlt sich so gar nicht angesprochen 8)
alessi mit dem Zirkusdirektor! *07.10.11
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