Umso interessanter zu lesen, dass es eben doch anders funktionieren kann. Aber ihr praktiziert das auch definitiv anders als eben z.B. die Nachbarn hier, bei denen das Kind keinen - oder so gut wie keinen - Kontakt zu Landessprachlern hat. Da seh ich es durchaus kritisch.
Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
- christina
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Meredith, meine Antwort war auch auf greenie bird bezogen, die eben nach ner zweiten Meinung gefragt hatte.
Wie gesagt, ich wusste nicht, dass es auch anders funktionieren kann und kannte bisher nur Negativbeispiele, bei denen Familien EINE Sprache - nicht die Landessprache - gesprochen haben und die Kinder sich dann garnicht zurechtfanden.
Umso interessanter zu lesen, dass es eben doch anders funktionieren kann. Aber ihr praktiziert das auch definitiv anders als eben z.B. die Nachbarn hier, bei denen das Kind keinen - oder so gut wie keinen - Kontakt zu Landessprachlern hat. Da seh ich es durchaus kritisch.
Umso interessanter zu lesen, dass es eben doch anders funktionieren kann. Aber ihr praktiziert das auch definitiv anders als eben z.B. die Nachbarn hier, bei denen das Kind keinen - oder so gut wie keinen - Kontakt zu Landessprachlern hat. Da seh ich es durchaus kritisch.
Mit Maikäferinchen 2009, Regentonnenmopsi Juni 2012 und Miniraupe April 2015
"Ein Kind oder zwei Kinder zu beaufsichtigen ist viel anstrengender, als vier oder fünf. Ich glaube, dass viele Eltern ein schweres Leben haben, weil die anderen Kinder fehlen." - Remo Largo
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- Latascha
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich denke als Familiensprache wie das Kind es sich wünscht und du allein mit dem Kind deutsch, das könnte doch ganz gut funktionieren?!
Liebe Grüße
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
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Latascha
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich hab dich schon verstanden
ich hab mich auch schon gefragt, ob Minority Language At Home nur dann Sinn macht, wenn mindestens einer innerhalb der Familie die Umgebungssprache beherrscht. Ohne eine solche Brücke bewegt sich das Kind ja quasi zwischen zwei isolierten Sprachinseln, ohne dass ein Austausch stattfindet - das stelle ich mir sehr schwierig vor fürs Kind!
- youtee
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Also ich hätte total gerne eine Familiensprache zuhause, aber das Englisch meines Mannes ist leider zu schlecht für so etwas. Ich denke, wenn der nicht-muttersprachliche Teil die andere Sprache gut kann (und dabei meine ich wirklich gut, denn ich kenne da ein negatives Beispiel wo es nicht so ist und das ist wirklich nicht so schön), dann ist das doch schön. Ich habe auch immer der OPOL-Fraktion angehört, aber wenn ich das jetzt so lese denke ich "warum eigentlich nicht?" solange keine Fehler eingeübt werden.
Und wegen einem 2-jährigen, das die Umgebungssprache nicht versteht mache ich mir überhaupt keine Sorgen! Wenn es mit 7 noch so ist, dann ja. Aber 2 ist noch sooooo klein. Ich habe mit 2 mit Sicherheit nicht meine Umgebungssprache verstanden! (und habe in dieser Umgebungssprache später einen guten Schulabschluß gemacht und studiert). Die Kleinen packen das in den meisten Fällen sehr gut. Ausnahmen - und alle Varianten - gibt es logischerweise immer, aber ich denke, daß merkt man eh erst später wenn es Probleme geben sollte.
Und wegen einem 2-jährigen, das die Umgebungssprache nicht versteht mache ich mir überhaupt keine Sorgen! Wenn es mit 7 noch so ist, dann ja. Aber 2 ist noch sooooo klein. Ich habe mit 2 mit Sicherheit nicht meine Umgebungssprache verstanden! (und habe in dieser Umgebungssprache später einen guten Schulabschluß gemacht und studiert). Die Kleinen packen das in den meisten Fällen sehr gut. Ausnahmen - und alle Varianten - gibt es logischerweise immer, aber ich denke, daß merkt man eh erst später wenn es Probleme geben sollte.
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
- murkelchen
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Wir praktizieren OPOL. Allein schon deshalb, weil mein Finnisch (Papa- und Umgebungssprache) zu schlecht war (und meiner Ansicht nach immernoch ist). Wenn es eine Familiensprache geben würde, wäre da Finnisch möglich und Englisch. Letzteres finde ich ungünstig, weil wir eben beide keine Englischmuttersprachler sind. Wenn ich nun auch aufhören würde mit ihnen Deutsch zu sprechen, würde das ja keiner mehr tun (bis auf meine deutschen Freunde, die ich alle 4 Wochen bis 2 Monate mal sehe) und sie würden es gar nicht lernen. Das würde ich sehr schade finden.
Tja...und ob Finnisch mal unsere Familiensprache wird...ich würde es mir wünschen, aber verbessern muss ich mich da vorher und ich möchte eh, dass das erst passiert, wenn sämtliche Kinder aus dem "Sprechlernalter" grob raus sind, eben wenn sich beide Sprachen gut verfestigt haben.
Tja...und ob Finnisch mal unsere Familiensprache wird...ich würde es mir wünschen, aber verbessern muss ich mich da vorher und ich möchte eh, dass das erst passiert, wenn sämtliche Kinder aus dem "Sprechlernalter" grob raus sind, eben wenn sich beide Sprachen gut verfestigt haben.
LG von Jenni
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- youtee
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Aber dann hättet Ihr ja Familiensprache und Umgebungssprache gleich?
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
- murkelchen
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ja, genau. Deswegen WENN dann wirklich erst, wenn auch Deutsch sich so gefestigt hat, dass ich keine Sorge haben muss, dass es völlig verlernt wird. Aber eigentlich muss ich sagen, fänd ich es blöd.
Gleichzeitig finde ich es auch blöd, dass es sprachlich hier keine Einheit ist. Eltern miteinander englisch, Kinder mit Mutter (und umgekehrt) deutsch, Kinder mit Vater (und umgekehrt) finnisch. Kinder miteinander beides. Für uns ganz normal, für Aussenstehende vermutlich etwas wirr.
Sollten die Kinder irgendwann entscheiden, sie hätten gerne Finnisch für uns alle, dann würde ich das vermutlich mitmachen, aber ich hoffe eben, dass sie dann die deutsche Sprache nicht völlig verlernen.
Aber naja, alles graue Theorie, bisher sind alle ganz zufrieden so wie es ist.
Sollten die Kinder irgendwann entscheiden, sie hätten gerne Finnisch für uns alle, dann würde ich das vermutlich mitmachen, aber ich hoffe eben, dass sie dann die deutsche Sprache nicht völlig verlernen.
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LG von Jenni
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- christina
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Murkelchen, gerade so find ichs wieder toll! Das sind ja direkt 3 Sprachen! 
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Clauwi GK 2011
- youtee
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Finde ich auch gut, Murkelchen! Aber natürlich wißt Ihr selbst, was sich für Euch gut und richtig anfühlt. (und die Außenstehenden, die sind doch egal)
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Genau diese Konstellation liegt hier bei uns auch vor mit den gleichen Ueberlegungen meinerseits, nur das bei uns Umgebungssprache Franzoesisch ist.murkelchen hat geschrieben:Wir praktizieren OPOL. Allein schon deshalb, weil mein Finnisch (Papa- und Umgebungssprache) zu schlecht war (und meiner Ansicht nach immernoch ist). Wenn es eine Familiensprache geben würde, wäre da Finnisch möglich und Englisch. Letzteres finde ich ungünstig, weil wir eben beide keine Englischmuttersprachler sind. Wenn ich nun auch aufhören würde mit ihnen Deutsch zu sprechen, würde das ja keiner mehr tun (bis auf meine deutschen Freunde, die ich alle 4 Wochen bis 2 Monate mal sehe) und sie würden es gar nicht lernen. Das würde ich sehr schade finden.
Tja...und ob Finnisch mal unsere Familiensprache wird...ich würde es mir wünschen, aber verbessern muss ich mich da vorher und ich möchte eh, dass das erst passiert, wenn sämtliche Kinder aus dem "Sprechlernalter" grob raus sind, eben wenn sich beide Sprachen gut verfestigt haben.
Ich haette gern Deutsch als Familiensprache damit es nicht zu kurz kommt (bin im Prinzip der einzige deutsprachige Kontakt meiner Kinder), aber leider versteht das mein Freund nicht, so dass es mehr oder weniger dreisprachig bleiben wird.
LG Clermontine mit Sohn (09/09) und Tochter (04/12)