Bei mir hat es, glaube ich, auch ganz viel zu tun mit der Frage "Wer bin ich eigentlich?" und ist verbunden mit dem Wunsch nach "Ganzheit", Harmonie und Vollständigkeit.
Ich merke, dass das Fragen sind, die mich ständig umtreiben: passt das Tuch zu mir? passt es zu meinem Stapel? Ist es ausgewogen? In eine andere Richtung geht der Ellipsen-Sammeltick, denke ich. Da ging es mir um Vollständigkeit. Bei meinem Stapel geht es um Identifikation und Ausgewogenheit. Das sind irgendwie zwei Gedanken, die mich antreiben.

Und das sind irgendwie auch zwei Lebensthemen für mich, die Balance zwischen Vollständigkeit (Tendenz zu viel Besitz) und völliger Identifikation mit den Dingen (die Tendenz Besitz auf das Essenzielle zu reduzieren). Ich merke auch, dass ich mittlerweile meine Klamotten total nach meinen Tüchern kaufe. Wenn ich weiß, dass ein Tuch "very much me" ist, dann suche ich farblich passende Kleidung dazu. Ich habe im letzten Winter so mein Herz an Audrey verloren, dass ich unbedingt einen farblich passenden WOLLpullover brauchte.
Jetzt habe ich einen LEINENpullover gesucht, der zu meinen sommerlichen laguna-farbenen Tüchern passt. Wenn etwas zu meinen Lieblingstüchern passt, dann passt es zu mir... Ich glaube ich bin verrückt

Oder "trage" auf diese Weise mein Inneres nach außen, um es mir begucken zu können
