Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

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Lariya
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Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von Lariya »

Hallo ihr,

ich habe mich eben hier registiert in der Hoffnung eventuell Hilfe zu finden bei euch :oops: .

Dienstagnacht kam meine kleine Tochter zur Welt. Die Geburt dauerte ziemlich lang da meine Wehen nicht so wollten wie sie mussten, sodass ich nach 12 Stunden Wehen eine Tablette zur Einleitung bekam. Danach wurde sie stärker. Ich brauchte anschließend erst einen Schmerztropf und dann schlussendlich doch eine PDA. Danach war die Kleine innerhalb von nicht mal 1 Stunde auf der Welt.
Schon ein paar Minuten nach der Geburt im Kreissaal dockte sie an meiner Brust an und auch 2 Stunden nicht mehr ab. Es klappte fand ich wirklich super :).
Nach 4 Stunden und weil es mir gut ging bin ich ambulant nach Hause gegangen. Abends schon kam meine Hebamme.

So, jetzt zu meinem Problem:
Am ersten Tag hatten wir so unsere Koordinationsprobleme bezüglich des Andockens. Es tat echt weh und sie mochte auch nicht so Recht. Sie hatte auch noch Fruchtwasser gespuckt und laut meiner Hebamme war ihr wohl auch übel. Ihr Magen grummelte auch ständig und sie verkrampfte sich.
Gestern dann habe ich sie in den Schlaf gestillt und mit ihr so auch geschlafen. Das klappte toll, das Anlegen auch. Die Brüste waren nachts auf einmal richtig weich und irgendwie "größer". Da wusste ich erstmal wieder nicht wie ich sie da richtig "dran bekommen soll". Aber heute den ganzen Tag klappte es dann recht super. Im Grunde war sie heute ausschließlich an meiner Brust, schlief immer mal wieder ein, dockte ab, trank dann wieder, usw. Man konnte sie kaum ablegen, aber das ist für mich auch völlig okay.
Meine Hebamme meinte sie trinkt recht gut und dockt auch richtig an.

Beim Wiegen hatte sie heute leider etwas mehr als die 10% Abnahme, doch so richtig beunruhigt ist sie deshalb noch nicht. Sie meinte sie wollte halt am Anfang nicht trinken und wenn mein Milcheinschuss dann jetzt kommt müsste sich das regeln. Ich hoffe das sehr. Mein Wunsch war und IST vollzustillen. Ich will nicht zufüttern. Ich gebe wegen der Gefahr einer Saugverwirrung auch extra keinen Schnuller.

Was mir Sorge bereitet ist das sie zwar scheinbar trinkt, aber überhaupt nicht richtig volle Windeln hat. Anfangs war halt das Kindspech ein paar Mal, dann ein paar nasse Windeln. Zwischendurch jetzt bisschen Stuhlgang und etwas flüssig. Aber sonst nicht viel. Sie windet sich eben auch immer noch viel, der Bauch scheint ihr wirklich Probleme zu machen. Ich massiere öfter im Uhrzeigersinn ohne Öl (das scheint sie auch oft gut zu finden dann und ein paar Pupse verlassen den Körper). Aber mir macht das Sorge denn in meinem GVK hieß es doch die brauchen pro Tag 6-8 nasse Windeln :( .

Ich habe einfach Angst das ich doch nicht genug Milch habe und mein Milcheinschuss eventuell nicht kommen wird. Vor der Schwangerschaft hatte ich auch PCO, wer weiß ob dass das nicht behindert?

Heute hat mir meine Hebamme dann noch die Wickelkreuztragetechnik gezeigt, die wollte ich morgen nochmal binden, heute war sie so aufgeregt und mochte gar nicht weg von meinem Arm und meiner Brust. Und ich möchte sie nicht stressen oder so.

Okay, das war jetzt ein sehr langer Text.
Vielleicht hat ihn aber jemand gelesen und mag etwas dazu schreiben? :oops:


LG
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Katha
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von Katha »

Liebe Lariya,

Herzlich Willkommen Dir und Glückwunsch zu Geburt Deiner Maus.

Wollt Dich nicht wegklicken, auch wenn keine Expertin.
Wg. Der 10 Prozent kommt sicherlich Deine Hebamme morgen. Drück fest die Daumen, dass Gewicht gestiegen. Ansonsten war 1 Tag nach unter 10 Prozent Zeitpunkt, an dem meine Hebmme meinte, dass man etw machen müsste.
Wir haben es schon in der Nacht (kl. Hase kam mitternacht, wenn das die 1. Nacht war, dann war das die 4.) vorher gemacht, einfach weil er die 3. Schon vor Hunger so jämmerlich geweint hat.
Haben dann über Spritze und am Finger saugen, aber sehr wenig, damit Hunger gestillt und intuitiv hat es unser Kind dann damit gut sein lassen. Hatten dann nochmal ein Wenig gemacht und kamen dann auf ca 70 ml (ich würde mittlerweile Becher oder Löffel wählen, aber das hatte unsdie Hebamme nicht gezeigt und wusste da weniger als heute).
Am nächsten Tag hatte Hase dann 100g zugenommen, das war tolles Gefühl, weil Teil auch vom Kolostrum gekommen sein musste. Und an dem Tag kam dann der Milcheinschuss. Hatten dann noch einmal einige Tage später , als ich vom Clustern am Nachmittag so ausgelaugt, aber da
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Katha
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von Katha »

Mist, auf Absenden gekommen:

...nochmal Pre gegeben, weil ich vom Clustern zu fertig war (Hebamme hattemir das nicht erklärt, dass Clustern auch gut, aber anderes Thema).

Was ich damit sagen will, damit Du die Nacht hoffentlich weniger Angst:

Selbst wenn Du zufüttern müsstest, das heißt nicht, dass ihr danach nicht vollstillen könnt!!!!
Falls wirklich, stillfreundluche Methode wählen (guck mal Link im Stillwissenhttp://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=148337
Hase ist auch nicht saugverwirrt, wenigstens bislang nicht, und falls er es irgendwann mal werden sollte (mach mir da auch immer noch Sorgen) weil er ab 8. Woche ca. 1x Woche Fläschen mit gepumpter Milch kriegt.
Falls morgen Ansage kommt (von Heb, den Experten hier), dass Zufüttern Sinn machen sollte, ist das nicht der Anfang vom Ende desVollstillens auf immer.
Und hier wird Dir von den Stillberaterinnen weitergeholfen!

Milcheinschuss kommt, wenn mich richtig erinnere, im Mittel meist nach 3-5 Tagen Milcheinschuss. Bist also noch völlig in der Norm. Die meisten Kinder können das auch abwarten(Hase war halt ungeduldig).
Mach Dir nicht so viel Sorgen, dass der Milcheinschuss nicht kommt. Ich versteh die Angst total, aber Druck kann ihn wohl auch rauszögern. Fast alle Frauen haben einen, fast alle können bei richtiger Betreuung vollstillen, warum solltest ausgerechnet Du das nicht können? :D

Hoffe, ich Nachteule konnte Dich ein wenig aufbauen!

Alles Liebe und frohen Milcheinschuss :5:
(einstweilen im Bett viel Kuscheln um viel Anlegen ;) )
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Livina
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von Livina »

Zwecks zufüttern hast du ja schon eine gute Antwort.

Wir haben bis heute, Johanna ist fast 11 Monate alt, nie 6-8 volle Windeln. Und meine kleine Maus ist ziemlich speckig. Meine Stillberaterin meinte mal, dass diese Empfehlung von früher ist. Also aus der Zeit wo nur mit Stoffwindeln gewickelt wurde. Die sind ja viel schneller richtig naß als so Wegwerfwindeln.
Und die ersten Tage ohne Milcheinschuss kann erst recht nicht viel in der Windel sein.
Lg Carina mit Johanna (06/2011)
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von klimaforscherin »

Herzlichen Glueckwusch!
Ich frag mich gerade, ob es sich um einen Messfehler handeln könnte?
10% in 2Tagen? Oder kann es Durstfieber sein? Ist sie warm eingepackt, evt zu warm?
Ich glaube, von den Pipiwindeln kann man vor dem Milcheinschuss noch nicht viel sagen, Kolostrum ist ja nicht so viel...
Grüße
klimaforscherin
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femianca
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von femianca »

Ich hab mal gelesen, wenn man bei Papierwindeln wissen will, wie viel "voll" ist, dann soll man mal 5 EL Wasser auf eine Windel tun. Dann hat man einen realistischen Vergleich.

Mit der Gewichtsabnahme - ich hab auch schon mal 12 und 15% als Untergrenzen gelesen. Die Waagen können ja auch unterschiedlich sein.

ich würd erstmal weiter ganz viel anlegen, damit der Milcheinschuss kommt, und abwarten, was Waage und Hebamme heute sagen.
Bei mir kam er bei der großen Maus erst am 6. Tag, und danach ging das Zunehmen los.

Falls es trotzdem auf Zufüttern hinausläuft, haben Dir ja einige schon was zu geschrieben, die sich da auskennen.

Ich wünsch Dir, dass bald alles gut ist!
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morgenstern
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von morgenstern »

Schau erstmal was deine Hebamme sagt. So wie es klingt hat sie dir das Zufüttern ja noch nicht angedroht sondern sieht es noch entspannt.
Meine Hebamme war bei einer Freundin auch sehr geduldig und hat ihr später gesagt, dass sie am Anfang ihres Berufsleben ihr auch schneller zum zufüttern geraten hätte, mit der Zeit
kam aber die erfahrung, dass die Gewichtszunahme auch einfach mal ein paar Tage länger dauern kann.

Wegen den 10%. Du hattest ja eine PDA und damit sicherlich auch ne Infusion. Die kann dein Kind etwas aufgeschwemmt haben, so dass es jetzt vielleicht auch erstmal nur überflüssiges
Wasser verloren hat.
Mein Sohn hat auch in 48 Stunden nach der Geburt über 10% abgenommen und ich musste daraufhin zufüttern (im Krankenhaus). Nur ein paar Tage damit er wieder genug Kraft zum selbsttrinken hat.
Jetzt stillen wir bereits 5 Monate voll. Also bitte nicht verzweifeln. Ja ich weiß, ich war am Boden zerstört als ich ihm die Flasche geben musste (und abpumpen) und ich hätte meinen eigenen
jetzigen Worten nicht getraut aber es ist tatsächlich nicht der Anfang vom Ende des Stillens. Mit stillfreundlichen Zufüttermethoden ist es natürlich vieel besser aber was wusste ich schon und ich war im
Krankenhaus sowieso mit der gesamten Situation überfordert.
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MaareMum
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von MaareMum »

Ich finde, das klingt doch eigentlich schonmal toll (in meinen Stillmama-Ohren, ich bin keine Stillberaterin).
Und was heisst schon "volle Windeln"? Bei uns wird heute noch eine Windel nur voll und prall, wenn sie über Nacht dran war. Ansonsten könnte man immer meinen, es wär nix drin. Die WWW-Dinger saugen so unendlich viel auf.
Und dann stell dir mal vor, wie viel so ein winzig kleiner Wurm pinkeln muss, damit solche Mengen zustande kommen. Wenn man aber davon ausgeht, dass der Magen etwa Walnussgröße hat und dass die gerade am Anfang ja nur wenige Milliliter trinken, wo soll es herkommen?
Und Stuhlgang kann ja bei Stillkindern auch tagelang nicht sein. Ich war da am Anfang in der Klinik auch unsicher, aber die Schwestern da meinten immer, solange das Kolostrum gekommen ist und die Windeln nass (nicht voll) sind, machen sie sich keine Sorgen (bei uns war das praktisch, in der Klinik gabs so Pampers, die hatten einen Indikatorstreifen, da hat man gesehen, ob die Babys gepinkelt haben, denn der Windel hätte man es wie gesagt lange nicht angesehen).
Ich würd da auch einfach der Hebamme vertrauen.
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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MaareMum
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von MaareMum »

Blabla, ich schreib Unsinn. Ich meine natürlich, solange das Mekonium gekommen ist, also das Kindspech...
Gruß, MaareMum
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Lariya
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Re: Stillen, Angst und kaum nasse Windeln?

Beitrag von Lariya »

Danke euch für die vielen Antworten :) Besonders habt ihr mir die Unsicherheit wegen den vollen/nassen Windeln genommen. Das hat mich wirklich arg irritiert.

Also heute trinkt die Kleine nochmal viel besser, so langsam ist der Dreh wirklich raus und die Hebamme meinte heute sieht schon perfekt aus und wir sind ein eingespieltes Team. Mittlerweile fühl ich mich da auch immer sicherer, auch wenn sie zwischendurch immer meckert weil die Brust nicht will wie sie und wir da nicht in eine Richtung koordinieren.

Bei der PDA hatte ich keine Infusion, zumindest kann ich mich nicht erinnern. Obwohl doch, Glukose habe ich glaub ich bekommen?!?

Wieviel nehmen die denn sonst in welcher Spanne ab?

Heute hatte sie 1x eine richtig nasse Windel und 3x "Stuhlgang" wobei ich glaube das könnte immer noch das Mekonium sein. Eben hatte sie wieder eine richtig nasse Windel. Es wird ja vielleicht. Hoff ich.

Leider hat sie eben nochmal 10g abgenommen seit gestern. Die Hebamme bringt nun morgen das Brusternährungsset mit und falls sie noch etwas abgenommen hat dann muss ich zufüttern. Okay, mit dem Set kann ich leben. Ich will nur einfach vollstillen.

Die Hebamme gab mir vorhin noch den Tip das wenn die Kleine einschläft an der Brust und nur noch nuckelt ich sie nochmal abdocke und sie sich andockt, weil dann trinkt sie nochmal "richtig". Habe ich eben erstmal fleißig gemacht und sie machte das auf einmal auch von Alleine - so als ob sie das verstanden hat und die Pre nicht will die mein Freund gekauft hat eben noch schnell.

So, sie weint. Ich dock sie nochmal fleißig an. Und dann soll sie trinken, trinken und trinken. Und ich futter nun auch noch ganz viel weil ich heute noch viel mehr Hunger und Durst habe. Kann ja auch nicht schaden.
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