Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

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klimaforscherin
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Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von klimaforscherin »

Fliegenpilz hat geschrieben:Mir geht es hier aber echt darum, wie man da "richtig" handelt. Also zufüttern ja/nein, pumpen ja/nein usw. Wie es also "richtig" geht, denn ich kenne mittlerweile sauviele ehemals Schwangere mit GD die nicht stillen.
Entschuldige, dann habe ich dich falsch verstanden. In deinem Stillbericht hast du allgemein Gründe gesucht, ich bin davon ausgegangen, dass eine gut eingestellte GD kein Hindernis ist, aber jetzt bin ich mir da nicht sicher.
Grüße
klimaforscherin
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Cosima

Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Cosima »

Hallo!

(((Fliegenpilz)))) Du hast alles richtig gemacht!
Fliegenpilz hat geschrieben:Hallo!

Wie sieht er denn aus, der optimale Stillstart nach einem insulinpflichtigen aber perfekt eingestellten GD?
Vorallem bei zartem und sehr schläfrigem Kind (<2800g) mit Neugeborenengelbsucht - aber ohne Trinkschwäche!

Würde mich über einen Austausch und Anregungen freuen weil ich in letzter Zeit wieder viel darüber nachdenke, was schief gelaufen sein könnte...
Jetzt nur kurz, später mehr: Also das passt ja auch genau auf mich: insulinpflichtige GD und Neugeborenengelbsucht hatten wir auch. A. hat etwas Glukoselösung nach der Geburt bekommen, aber der Stillstart war gut. Probleme hat erst die Neugeborenengelbsucht mit sich gebracht.

Was verstehst Du unter "Neugeborenengelbsucht - aber ohne Trinkschwäche"? Wenn das Kind sehr schläfrig aufgrund des Ikterus war, dann kurbelt es die Milchproduktion nicht richtig an.
Fliegenpilz
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Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Fliegenpilz »

Sie hat nicht schwach oder kraftlos gesaugt, das meine ich damit, dass sie keine Trinkschwäche hatte. Aber sie hat eben den ganzen Tag geschlafen.

Problem beim GD ist halt immer das zufüttern in den ersten Tagen. Macht mans oder geht man das Risiko ein? Und man will dem Kind ja auch jeden unnötigen Piekser ersparen... Ich fand das eine ganz furchtbare Situation.
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Cosima

Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Cosima »

Hallo!
Problem beim GD ist halt immer das zufüttern in den ersten Tagen. Macht mans oder geht man das Risiko ein?
Ich denke, dass die Ärzte dies anhand der Blutzuckerwerte des Kindes dies abwägen müssen, ob Zufüttern wirklich nötig ist.
Fliegenpilz hat geschrieben: Und man will dem Kind ja auch jeden unnötigen Piekser ersparen... Ich fand das eine ganz furchtbare Situation.
A. hatte auch ganz zerstochene Fersen. :( Es war für mich furchtbar.
Fliegenpilz hat geschrieben:Aber sie hat eben den ganzen Tag geschlafen.
Wurden die Billi-Werte aus dem Blut bestimmt? Ich vermute, Phototheraphie hattet Ihr keine. Ich frage, weil in machen KHs bei Neugeborengelbsucht auch gleich zugefüttert wird, dass das gelb schneller weggeht. :roll:
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Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Fliegenpilz »

Bili waren fast immer die Blitzwerte, sie hatte auch gar keine starke Gelbsucht, aber sie war halt nur am schlafen.

Die Werte wurden ja genommen, dann sollten wir Primergen zufüttern und danach waren die Werte natürlich immer okay. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob nicht das auch Teilschuld hat.
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jusl
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Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von jusl »

Fliegenpilz hat geschrieben:Hallo!

Wie sieht er denn aus, der optimale Stillstart nach einem insulinpflichtigen aber perfekt eingestellten GD?
Vorallem bei zartem und sehr schläfrigem Kind (<2800g) mit Neugeborenengelbsucht - aber ohne Trinkschwäche!

Würde mich über einen Austausch und Anregungen freuen weil ich in letzter Zeit wieder viel darüber nachdenke, was schief gelaufen sein könnte...
Hallo Fliegenpilz,

der optimale Stillstart bei Diabetes sieht exakt so aus wie für jedes andere Neugeborene:
geschützte Privat- und Intimsphäre, erstes Stillen unmittelbar nach der Geburt, keinerlei körperliche Trennung von Mutter und Kind, spätestens ab Tag 2 mind. 8-12 mal stillen in 24 Stunden. Weitere Info dazu findest Du hier: klick.

Der einzige Unterschied ist, dass das Fachpersonal wachsam(er) sein muss hinsichtlich einer Hypoglykämie bzw. sich abzeichnender Stillprobleme, die eine Hypoglykämie nach sich ziehen können. Stillfachleute sind sich da einig:
1. Routinemäßiges Zufüttern ist keine sinnvolle Maßnahme nach Gestationsdiabetes.
2. Die Gefahr für Hypoglykämie beim Baby ist nach einen guten Stillstart sehr gering.

LG
Julia
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Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von AnnaH »

jusl hat geschrieben: Der einzige Unterschied ist, dass das Fachpersonal wachsam(er) sein muss hinsichtlich einer Hypoglykämie bzw. sich abzeichnender Stillprobleme, die eine Hypoglykämie nach sich ziehen können. Stillfachleute sind sich da einig:
1. Routinemäßiges Zufüttern ist keine sinnvolle Maßnahme nach Gestationsdiabetes.
2. Die Gefahr für Hypoglykämie beim Baby ist nach einen guten Stillstart sehr gering.

LG
Julia
Danke Julia ;) *gleich mal auf den Zettel schreib* Wieder was dazu gelernt ;)
Lieben Gruß

Anna und die Räuberin
(Im Moment nur Mobil Online, ,man verzeihe mir die Schreibfehler)
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und dem Frechdachs(04)ganz weit weg und doch immer bei mir.
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Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Fliegenpilz »

Genau so lief es bei uns, aber es kam und kam keine Milch, auch Zuhause dann nicht.
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jusl
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Re: Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von jusl »

Dann liegt nahe, dass Dein Stillprobleme ihre Ursache woanders als im Diabetes hatten, würde ich sagen. Hattest Du denn weitere Diagnostik? Hormonuntersuchungen, Ultraschall?
Fliegenpilz
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Optimaler Stillstart nach Gestationsdiabetes

Beitrag von Fliegenpilz »

Nein gar nichts. Ich war total überfordert mit diesen Problemen und habe das immer auf mich geschoben, dass ich eben was falsch mache. Dass man da noch weitergehende Diagnostik betreiben könnte war mir gar nicht bewusst.
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