"Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
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- bienenmeister
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Ich finde es sehr schön, dass deine Schwester so positiv da herangeht und du auch! Ich bin mit meinem ersten Kind schwanger und auch wenn ich nicht weiß, wie stillen ist, berührt mich eurer Umgang damit sehr.
Auch wenn Stillen intim ist, kann ich hier einige Argumente nicht verstehen. Ich sehe da mehr einen hungrigen Säugling und eine Brust, die ihn stillen kann - da braucht man sich doch keine Gedanken darüber machen, ob das jetzt fremd ist oder nicht. Ich würde das auch für eine fremde Frau oder ein fremdes Baby machen und genauso wichtig finden, dass jemand das für mich und mein Baby tun würde, wenn ich in Not bin.
Eine direktere Form von Hilfe und Zuwendung zu einem Menschen kann ich mir gerade gar nicht vorstellen.
Auch wenn Stillen intim ist, kann ich hier einige Argumente nicht verstehen. Ich sehe da mehr einen hungrigen Säugling und eine Brust, die ihn stillen kann - da braucht man sich doch keine Gedanken darüber machen, ob das jetzt fremd ist oder nicht. Ich würde das auch für eine fremde Frau oder ein fremdes Baby machen und genauso wichtig finden, dass jemand das für mich und mein Baby tun würde, wenn ich in Not bin.
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mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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- hazelnut
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Ich finde Euren Umgang mit der Situation auch klasse ! Und ich finde es auch sehr gut dass ihr Euch vorher Gedanken zu den Eventualitäten macht. Dann seit ihr nach der Geburt umso entspannter und vorbereitet und deine Schwester
ist bestimmt auch beruhigter
Ich bin auch der Meinung, dass reife Frauenmilch besser ist als Formula . Und gerade von einem Familienmitglied ... Beute ganz fremden Frauen hätte ich wegen übertragbarer Krankheiten evtl. Angst... Aber so nah wie ihr euch seid....
Es war früher wenn ich meiner Schwiegerfamilie so zuhöre übrigens teils recht verbreitet dass auch auf Entbindungsstationen das Nachbarbettbaby angelegt wurde wenn der Milcheinschuss nicht so schnell kam. Meine Kollegin hat mit ihrer Massenproduktion;-) die Zwillinge ihrer Zimmergenossin nach der OPmiternährt ... Sie haben danach bei der Mutter getrunken....
Ich wünsche Euch alles Gute und dass es nicht so schlimm wird!
ist bestimmt auch beruhigter
Ich bin auch der Meinung, dass reife Frauenmilch besser ist als Formula . Und gerade von einem Familienmitglied ... Beute ganz fremden Frauen hätte ich wegen übertragbarer Krankheiten evtl. Angst... Aber so nah wie ihr euch seid....
Es war früher wenn ich meiner Schwiegerfamilie so zuhöre übrigens teils recht verbreitet dass auch auf Entbindungsstationen das Nachbarbettbaby angelegt wurde wenn der Milcheinschuss nicht so schnell kam. Meine Kollegin hat mit ihrer Massenproduktion;-) die Zwillinge ihrer Zimmergenossin nach der OPmiternährt ... Sie haben danach bei der Mutter getrunken....
Ich wünsche Euch alles Gute und dass es nicht so schlimm wird!
LG von Hazelnut (30) mit kleinem Grinsefisch (10/09) an der Hand, kleiner Maus (07/12) auf dem Arm und Sternchenhimmel im Herzen
The sea is deep and the world is wide. Oh how I long to sail...
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- tania
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
also ich hatte erst vor ein paar tagen wieder ein neugeborenes auf dem arm und ich hab es nicht lange halten können, der hat seinen kopf sooo in richtung meiner (noch stillenden) brust gedreht - den hab ich gleich der mama in die arme zurückge(worfen)legt. und wenn die mutter nicht verfügbar ist - natürlich stillen dann! eindeutig das bedürfnis des kindes! und die neuneinhalb monate schwangerschaft - diese beziehung störst du nicht mit dem ersten stillen.
ich hatte bei meinem sohn nach der geburt (wir waren getrennt, intensiv usw) sehr deutlich das gefühl, dass er kein bonding braucht, er war sich sehr sicher, wer seine mutter ist, was deren funktion ist und dass er nicht von mir getrennt sein sollte. wegen ständigem schreien haben sie ihn dann auch früher als vorgesehen auf mein zimmer verlegt nach einigen tagen.seitdem schrie er dann nicht mehr
ich hatte viel größere probleme mit dem bonding. ich würde da einfach weiter reden reden reden drüber, damit ihr euch beide absolut sicher seid, wie es der mutter mit allen möglichen optionen geht. und "fremd"stillen finde ich völlig normal, angemessen und schön.
ich hatte bei meinem sohn nach der geburt (wir waren getrennt, intensiv usw) sehr deutlich das gefühl, dass er kein bonding braucht, er war sich sehr sicher, wer seine mutter ist, was deren funktion ist und dass er nicht von mir getrennt sein sollte. wegen ständigem schreien haben sie ihn dann auch früher als vorgesehen auf mein zimmer verlegt nach einigen tagen.seitdem schrie er dann nicht mehr
tania mit sohn *09 und sohn *12
- minamarie
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
wurde auch direkt nach der geburt operiert -maus war halb 9 da, nach ca 2stunden ab in op und gegen 15uhr ganz langsam erwacht-auch die nächsten 2tage konnt ich mich kaum rühren aber dank der stillfreundlichen schwestern usw hat alles problemlos geklappt mit vollstillen bis dato 
- Minja
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Hallo!
Nun kann ich euch berichten wie es gelaufen ist...
Die "böse" Zyste hat weder die Restschwangerschaft, noch die Geburt gestört oder behindert! Heute nacht um 0:17Uhr kam meine kleine Nichte zur Welt. Meine Schwester hat vier Tage und Nächte Wehen hinter sich gehabt und hat das großartig gemacht, ich bin immer noch ganz berührt von dieser Erfahrung, diese Intensive Zeit mit ihr erlebt zu haben. Leider gab es überraschend sechs Stunden nach der Geburt Komplikationen. Wohl sehr selten dieser Art. Es ist ein großes Gefäß im Scheidengewebe geplatzt, sie hatte furchtbare Schmerzen. Als ich heute morgen ins Krankenhaus kam wurde sie operiert. Ich habe mich dann ums kleine gekümmert. (der Vater will momentan nichts von dem Kind wissen)
Ich habe sie einmal kurz angelegt, weil es so aussah als wenn es länger dauert bis meine Schwester wieder stillen kann, sie war da bereits zwei Stunden weg. Aber dann ging die Tür auf und sie kam aus dem Aufwachraum zurück auf die Station. Somit war stilltechnisch alles wieder im Lot. Ihre Tochter hat ein starkes nuckelbedürfniss und beide stillen super, für den ganzen Stress den sie hinter sich haben.
Wir haben uns aber trotzdem gedacht, das wir unsere Kinder wenn sie es wollen auch gegenseitig stillen werden. Es macht uns beiden nichts aus, wenn sich die Situation ergibt werde ich meine Nicht stillen, genauso kann sie meine große Stillen- die nun auch schon ne weile immer ganz neugierig auf die Brüste meiner Schwester ist und Interesse daran zeigt auch da mal zu nuckeln.
und da ich gerade dabei bin- noch ne Frage an die Experten- bekommen die Kinder die von verschiedenen Frauen gestillt werden, denn auch mehr verschiedene Abwehrstoffe???
Danke euch allen für eure lieben Worte!
LG Minja
Nun kann ich euch berichten wie es gelaufen ist...
Die "böse" Zyste hat weder die Restschwangerschaft, noch die Geburt gestört oder behindert! Heute nacht um 0:17Uhr kam meine kleine Nichte zur Welt. Meine Schwester hat vier Tage und Nächte Wehen hinter sich gehabt und hat das großartig gemacht, ich bin immer noch ganz berührt von dieser Erfahrung, diese Intensive Zeit mit ihr erlebt zu haben. Leider gab es überraschend sechs Stunden nach der Geburt Komplikationen. Wohl sehr selten dieser Art. Es ist ein großes Gefäß im Scheidengewebe geplatzt, sie hatte furchtbare Schmerzen. Als ich heute morgen ins Krankenhaus kam wurde sie operiert. Ich habe mich dann ums kleine gekümmert. (der Vater will momentan nichts von dem Kind wissen)
Ich habe sie einmal kurz angelegt, weil es so aussah als wenn es länger dauert bis meine Schwester wieder stillen kann, sie war da bereits zwei Stunden weg. Aber dann ging die Tür auf und sie kam aus dem Aufwachraum zurück auf die Station. Somit war stilltechnisch alles wieder im Lot. Ihre Tochter hat ein starkes nuckelbedürfniss und beide stillen super, für den ganzen Stress den sie hinter sich haben.
Wir haben uns aber trotzdem gedacht, das wir unsere Kinder wenn sie es wollen auch gegenseitig stillen werden. Es macht uns beiden nichts aus, wenn sich die Situation ergibt werde ich meine Nicht stillen, genauso kann sie meine große Stillen- die nun auch schon ne weile immer ganz neugierig auf die Brüste meiner Schwester ist und Interesse daran zeigt auch da mal zu nuckeln.
und da ich gerade dabei bin- noch ne Frage an die Experten- bekommen die Kinder die von verschiedenen Frauen gestillt werden, denn auch mehr verschiedene Abwehrstoffe???
Danke euch allen für eure lieben Worte!
LG Minja
große Motte 01/11, Flummi 05/14 und Knöpfchen 10/20
-
EhUKr
Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Liebe Minja, herzlichen Glueckwunsch zur Nichte und schoen, dass trotz Komplikationen alles gut gelaufen ist. Toll, dass du deine Schwester unterstuetzen kannst.
- kruemelchen
- Dipl.-SuT
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Wie schön das alles gut gegangen ist und ich finde es so toll, wie ihr das macht!
- bienenmeister
- Dipl.-SuT
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Herzlichen Glückwunsch!
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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- Minja
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Danke, ich bin die Glücklichste Tante der Welt und mir ist an dauernd zum Weinen zumute, vor Glück. Es ist unbeschreiblich eine Geburt so mitzuerleben. Nach der Geburt meiner Tochter das schönste was mir passiert ist...
große Motte 01/11, Flummi 05/14 und Knöpfchen 10/20
- Nachtfrau
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Re: "Fremde" Muttermilch für Neugeborenes ok?
Herzlichen Glückwunsch!
Ich durfte auch die Geburt meiner ältesten Nichte miterleben, und auch wir haben unsere jeweils mittleren Kinder ein paarmal gegenseitig gestillt.
Jetzt stille ich gelegentlich meine Enkeltochter, und mein Sohn hat zwei oder drei mal bei seiner Schwester getrunken. Das kann schon praktisch sein und verbindet auch.
Ich durfte auch die Geburt meiner ältesten Nichte miterleben, und auch wir haben unsere jeweils mittleren Kinder ein paarmal gegenseitig gestillt.
Jetzt stille ich gelegentlich meine Enkeltochter, und mein Sohn hat zwei oder drei mal bei seiner Schwester getrunken. Das kann schon praktisch sein und verbindet auch.



