Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

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klimaforscherin
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von klimaforscherin »

Ich denke, dass mit dem anfaulten heißt, dass der Körper hohe Dosen nicht vollständig aufnehmen kann, ist das richtig?
38000 IE ohne Mangel, whow! Und das nur, damit eine Dosis zur Prophylaxe beim Kind ankommt? Ui.

Warum steht eigentlich bei embryotox nichts?
Grüße
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Tragling
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von Tragling »

klimaforscherin hat geschrieben: 38000 IE ohne Mangel, whow! Und das nur, damit eine Dosis zur Prophylaxe beim Kind ankommt? Ui.
Nein, nein, das hast Du falsch verstanden :wink:

Hier gings nicht um die Prophylaxe beim Kind, bei dieser hohen Dosis ging es - wenn ich mich richtig erinnere - um eine ganz schlechte Knochendichte, die ja auch mit diesem Mangel einhergeht.

Mir geht es primär auch nicht um die Prophylaxe beim Kind, sondern darum, dass es mir besser geht. Ohne der Kleinen zu schaden natürlich.
Ich würde aber deswegen nicht abstillen, sondern dann eher selbst nichts einnehmen... solange es irgendwie geht.
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klimaforscherin
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von klimaforscherin »

Ne, ist schon klar, du willst deinen Mangel beheben. Die 38000 OK, die waren also auch für einen Mangel.

Naja, nix einnehmen kann ja nicht die Lösung sein. Es geht ja eher darum, dass jemand qualifiziertes sagt, WIE die Einnahme sinnvollerweise erfolgt.
Und die tägliche Einnahme, die der Reprotoxmensch bei Mondenkind vorgeschlagen hat, scheint doch sehr sinnvoll zu sein.
Grüße
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bienenmeister
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von bienenmeister »

Sanjarok hat geschrieben:Ich frage mich, wo der Mangel herkommt... Ernährst du dich ausgewogen? Fände ich schon wichtig, bei 4-6 Stillmahlzeiten am Tag auch noch, auch wenns nimmer so oft ist.
Ich ernähre mich... sagen wir mal vorbildich und habe ebenfalls einen akuten Mangel und muss tabletten nachschmeißen. Dank meiner Ernährung dachte ich immer, ich sei gefeit, aber das Kontrolle ist in dem Punkt besser als vermuten.
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Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
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blueberry
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von blueberry »

Vitamin D hat mir der Ernährung nichts zu tun - das wird in der Haut bei Sonneneinstrahlung gebildet. Und da wir nicht mehr halbnackt den gesamten Tag Sommers wie Winters draußen verbringen, ist es trotz unserer hellen Haut hier in Mitteleuropa für uns fast unmöglich KEINEN Mangel zu entwickeln. Zumal wir im Sommer ja auch (sinnvollerweise wegen des HAutkrebsrisikos) Sonnenschutz verwenden.

Vitamin B 12 Mangel kann z.B. entstehen, wenn man nicht genügend Magensäure bildet (oder Mittel nimmt, die gegen Magensäure wirken). Und auch einige Darm-Erkrankungen können z.B. zu einem Mangel führen, weil in all diesen Fällen das Vitamin B 12 aus der Nahrung nicht resorbiert wird (oder nicht ausreichend). Wichtig ist dann, dass natürlich die Substitution nicht auch noch oral erfolgt - wär ja völlig für die Katz ;) Dann muss Vitamin B 12 z.B. subkutan gespritzt werden - es gibt da Depot-Präparate. In diesem Artikel kann man sich einlesen - ein Mangel wird oft erst spät gemerkt und kann irreversible neurologische STörungen verursachen.

Bei Eisenpräparaten, die oral genommen werden muss man auf Stoffe achten, die die Eisenaufnahme hemmen und diese dann nicht zur selben Zeit essen. Der Wikipedia-Artikel ist da glaub ganz gut, wenn ich das richtig erinnere...
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Tragling
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von Tragling »

Ach Du meine Güte, das wird immer komplizierter :shock:

Vielen Dank für die Zusatzinfos!

ich fühl mich zwar grad etwas überfordert - aber das ist einfach mein Allgemeinzustand zur Zeit :oops: - ich werde abends versuchen, mich durch zu lesen!

Das mit der Magensäure wusste ich zB nicht - tatsächlich habe ich die letzten Wochen Medikamente gegen Gastritis bekommen... :?
Die sind jetzt aber aus und wenn alles richtig arbeitet, sollte man dann schon einen Anstieg feststellen können.
Ich werde in ca 3 Monaten versuchen, dass ein Kontrollblutbild gemacht wird, dann sollte man schon sehen, ob die Einnahmen etwas bewirken, denke ich.
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blueberry
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von blueberry »

Naja, wegen ein paar Wochen wird da kein Mangel entstehen - die B12-Speicher sind normalerweise recht groß und es dauert laaange (Jahre!) bis da ein Mangel im Blut feststellbar wird. Sorry, vielleicht war der Artikel im Ärzteblatt zu lang. Vielleicht ist der Wikipedia-Artikel schneller durchschaubar - grad bei Eisenmangelmüdigkeit ;)

Ich zitier mal und verlink es Dir auch:

[quote]Der tägliche Mindestbedarf ist im Vergleich zu den meisten anderen Vitaminen sehr viel geringer, er beträgt nur ca. 3 Mikrogramm für einen Erwachsenen. Bei Schwangeren und Stillenden wird ein erhöhter Bedarf von 3,5–4 µg angenommen.[22] Ein Mangel an Vitamin B12 entwickelt sich sehr langsam, bei völligem Stopp der Zufuhr in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren, da die biologische Halbwertszeit des Vitamins B12 450–750 Tage beträgt.

Das Vitamin wird ständig mit Gallensäuren in den Dünndarm abgegeben und an dessen Ende – dem Ileum – mithilfe des Intrinsic-Faktors wieder aufgenommen. Der Bedarf ergibt sich also aus den Mengen, die im Ileum nicht wieder rückresorbiert werden konnten, abzüglich der Mengen, die möglicherweise schon dort durch Mikroorganismen produziert werden.

Falls es zur Störung bei der Bildung des Intrinsic-Faktors kommt, kann das Vitamin gar nicht mehr aufgenommen oder rückresorbiert werden, wodurch sich die Speicher im Organismus sehr schnell leeren. Die meisten Fälle von Mangel an Vitamin B12 werden durch Störungen bei der Bildung des Intrinsic-Faktors verursacht.[/quote]


http://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine

Wenn Du einen schon im Blut feststellbaren Mangel hast, würde ich allerdings wirklich bei der Ärztin mal genau nachhaken, wo der herkommt! Ohne Ursachenforschung da einfach mal ein Präparat zum SChlucken zu verordnen finde ich zu kurz gegriffen, ehrlich gesagt. Mir wurde damals nach dem Blutbild mein über Jahre eingenommenes Magenmittel als Ursache erklärt (Protonenpumpenhemmer Omeprazol - steht bei dem Medikament auch unter Nebenwirkungen im Beipackzettel, dass es die Vitamin-B12-Aufnahme hemmt. Bei meiner letzten Apotheke wurde ich gleich gefragt, ob ich das langjährig nehme und ob mein B12 Spiegel in Ordnung ist. Aber nur einer von vier Hausärzten hat mich das je gefragt, obwohl ich nun bald 10 Jahre das Zeug nehme!! :? )
. Der Arzt, der das damals ermittelte mit dem B12 sagte mir deshalb gleich, dass Einnehmen darum nichts bringe würde und ich musste es spritzen (ähnlich wie insulin - nicht kompliziert).
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von blueberry »

(wobei es mich dran erinnert, das mein letzter Check ein Jahr her ist und ich meinen neuen Hausarzt da nochmal ansprechen sollte :oops: )
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von blueberry »

ohweh, und ein "s" für "dass" hinterherschieb :lol:
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Re: Großer Vit D3 Mangel bei mir - was nun?

Beitrag von Tragling »

Vielen Dank, ich werde mir das alles ausdrucken, damit ich es öfter lesen u mir dann mal merken kann und vor allem, dass ich das dann bei der nächsten Kontrolle parat habe.

Eine blöde Frage hab ich noch: angenommen, die Werte bessern sich nicht merklich und mein Arzt sieht trotzdem keinen weiteren Hinterfragung- Handlungsbedarf ausser ev. weitere Medikamente.

Zu welchem Arzt geht man da? Ein Internist? Welcher Arzt, welche Arztgruppe beschäftigt sich damit?

Es ist halt so, dass egal bei welchem Arzt ich die letzten 1,5 Jahre genau wegen dieser Problematik war (diese Erschöfpung, die Antriebslosligkeit, das ständige Gefühl des "nicht könnens") wirklich JEDER dieser Ärzte hat mich gefragt:
"Stillen Sie noch?" - nach dem ich das bejaht hatte, dann meist ein gönnerhaftes:
"Dann schläft Ihr Kind auch bestimmt noch nicht durch?" Nach einer Bestätigung meinerseits und wenn ich dann noch ev zufügen (n muss) dass ich seit 2 jahren meist im 2-Stden-Takt schlafe:

"Da haben Sie es. Stillen Sie sofort ab. Das ist nur noch eine Gewohnheit, ohne Wert, Sie gehen daran kaputt, dem Kind bringt es nichts..." etc.
Die ganze Bandbreite aller Vorurteile. Ja natürlich macht so eine Nacht über so einen Zeitraum müde - aber nicht so. Und ich habe auch immer das Gefühl, dass die kurzen Stillunterbrechungen i d Nacht NICHT mein primäres Problem sind.
Und danke, ich benötige keine Antidepressiva und ich möchte auch keine Tablette zum Abstillen nehmen :shock:

Ich hab für solche Diskussionen einfach keine Kraft mehr. Und ich bin sowas von satt, was ich bei den letzten Besuchen wieder mit Halbwahrheiten und schlichtweg Falschauskünften regelrecht erschlagen wurde, das ist unglaublich.

Es kann doch aber nicht meine Aufgabe sein, einen Arzt darauf hinzuweisen, dass er im Unrecht ist??? Und das egal, ob ich beim Kinderarzt, Hausarzt oder Gyn bin???

Entschuldigt. Das tut ja hier gar nichts zur Sache.

Ich danke Euch vielmals für Eure Hilfe - und das war sie wirklich! Danke für Euer Bemühen für Infos, Euer Zusammenfassen und Eure Inputs.
Es wäre mir sehr schwer gefallen, hätte ich mir das alles selbst suchen müssen - zumal die Kleine u ich zusätzlich noch eine schwierige Phase miteinander haben und ich grad alle Kraft dafür brauche.
Ich werde mir das alles mit meinem Befund in eine Mappe legen, jetzt die Medikamente nehmen, hoffen dass ich mich bald wieder besser fühle und dann starte ich in 3 Monaten in die nächste Runde. Und kann dann hoffentlich wieder besser argumentieren.
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