MaMaJa, ich gebe dir total recht, aber wo du gerade schreibst
solange es sie nicht stört, störts mich auch nicht (mehr)
- oft wollen Erwachsene aber auch nicht erkennen, wenn Gekuschel und Gegrabsche Kinder stört. Meine Erfahrungen beziehen sich nicht auf Fremde, sondern auf den Familien-internen Kreis. Das ist etwas ganz anderes und passt nicht zum Thema, denn Großeltern sind ja keine Grabscher

, sondern haben das Kind lieb. Aber mein Schwiegervater wollte immer mit meiner Tochter kuscheln, wenn sie eh schon schlecht drauf war und geweint hat und auch heute noch sehe ich es manchmal bei meinen Eltern, dass sie Talita küssen oder knuddeln wollen und ihre Signale einfach nicht wahrhaben wollen - und das, obwohl sie sich mittlerweile sehr wehrt und auch "Nein" sagt. Und dazu ermuntere ich sie auch. Ich finde es erstaunlich, wie ausgeprägt bei manchen Erwachsenen das Bedürfnis nach Nähe zum Kind sein kann und dann einfach nicht wahrgenommen wird, wenn das Grenzen überschreitet.
Zum Thema: ich möchte nicht von fremden Menschen angefasst werden und deswegen möchte ich auch nicht, dass Fremde mein Kind anfassen. Das ist einfach Teil meiner Prägung und Persönlichkeit. Auch das mag in anderen Kulturen anders sein, aber deswegen muss es noch lange nicht für mich okay sein. Beim ersten Besuch bei den Eltern meines Mannes hat mir meine (bis dahin völlig unbekannte!!!) Schwiegermutter in spe aber so was von an den Po gelangt - also, das geht bei mir GAR NICHT

Auch wenn sie sich noch so freut, dass ihr Ältester eine Frau nach Hause bringt

Meine Meinung ist, dass jeder über das Maß an körperlicher Nähe, das er zulässt, selbst entscheiden können sollte. Und solange mein Kind das noch nicht kann, tue ich das, und drehe mich weg, wenn ich das Gefühl habe, mir oder meinem Kind kommt jemand zu nahe. Ich mag solche Vertrautheiten einfach nur da, wo sie hingehören.