was würdet ihr tun??

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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maionn
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was würdet ihr tun??

Beitrag von maionn »

ihr lieben,
ich brauch mal wieder eure meinung...
aktuell haben wir folgende situation:
miakind ist im januar 2 geworden, wir stillen noch jeden mittag zum einschlafen, wenn sie vor 60 min aufwacht darf sie nochmal stillen, oft dann dauergenuckel bis längstens 2 stunden :|
abends stillen auf dem sofa, danach min. 30 minuten buch schauen bis max. 1.5 stunden bis die äuglein zu fallen.
dann schläft sie max. 4 stunden, dann geht der horror los. dauernuckeln mit pech 6 stunden, wenn ich sie ablegen kann sitzt sie entweder nach 30 sekunden und will "bust" oder sie schafft mit glück 40 minuten.
wir hatten -wenige- nächte wo sie nach dem aufwachen immer mal wieder 2 stunden geschafft hat. das ging vorallem kurz nachdem wir das einschlafstillen am abend abgeschafft hatten. seit einem monat circa verkürzen sich die abstände ....

ICH KANN NICHT MEHR!! ganz abstillen schaff ich aber auch nicht. dann kriege ich sie mitags gar nicht mehr ins bett.

morgen fahre ich führ 10 tage nach bayern zu meinen eltern DIE chance in einem haus wo keine nachbarn sind die man stören kann was zu verändern. da habe ich auch die chance mittags schlaf nach zu holen wenn die absillnächte zu dolle werden...

aber was verändere ich?
schafft mein sehr willensstarkes mädchen es zu verstehen dass es nur noch mittags zum einschlafen, abends auf der couch und evtl?? ab 6 uhr morgens wieder milch gibt? oder gibt es kinder für die das ganz abstillen vielleicht einfacher ist??

ich fühl mich schlecht weil ich meinem kind was wegnehmen werde was vielleicht noch nicht "dran" ist....
aber ich kann das so nicht mehr - 2 jahre dauermüde, genervt und deshalb manchmal echt am rande des wahnsinns...

mein mann ist mir übrigens kaum eine hilfe - der kann sein mädchen nicht weinen hören ... (noch ein grund es bei meinen eltern ohne ihn anzupacken)

ach mensch... alles doof

danke fürs lesen meines wirren geschreibsels und vielleicht hat jemand einen tipp oder schreibt wie er es gemacht hat??

liebe grüße von der müden maionn....
Liebste Grüße von Marion und dem tollen Mädchen Mia (1/10)
... gestillt, familiengebettet, getragen und unendlich geliebt!!


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... und wenn du angst hast, sei neugierig!!
Casi
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Re: was würdet ihr tun??

Beitrag von Casi »

Hallo liebe Maionn,
mensch das hört sich ja echt heftig an. Mir ging es mit den Zwillingen eine Zeit lang ganz ähnlich und ich kann voll verstehen wie man sich fühlt, wenn man nicht mehr kann.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Kind auch mit zwei Jahren ruhig noch nachts stillen darf/kann aber nur solange es für beide Parteien noch tragbar ist. Wenn du für dich entscheidest, dass du was ändern musst, dann bin ich mir sicher, dass deine Maus das durchaus schon verstehen kann. Das heißt allerdings nicht, dass die nächtliche Entwöhnung vom Stillen einfach und problemlos verläuft. Ich habe meine Kinder nachts abgestillt. Wir stillen abends zum Einschlafen, manchmal morgens beim Aufwachen und tagsüber je nach Lust und Laune. Ich hab auch nen Erfahrungsbericht dazu geschrieben im Thread Schlaf, Kindlein, schlaf. Der Titel ist "nächtliches abstillen nach Gordon-Ein Erfahrungsbericht". Ich möchte das "Programm" hier nicht anpreisen aber vielleicht magst du mal nachlesen und dann entscheiden, ob das was für euch sein könnte.
Ich wünsch dir viel Kraft und schicke dir liebe Grüße :-)
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Miracleine
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Re: was würdet ihr tun??

Beitrag von Miracleine »

Ich habe gerade nicht viel Zeit und Konzentration.

Nur eine indiskrete Frage: Ihr bastelt nicht zufällig an neuem Nachwuchs? Benjamin war anderthalb als wir mit Üben angefangen haben. Die ersten drei Zyklen hat er, insbesondere rund um den ES, massiv mehr gestillt, und dabei vor allem nachts immer für einige Tage dauergestillt. Ich hatte das Gefühl, er wollte instinktiv eine SwS verhindeern. Im vierten Zyklus konnte er sie dann aber nicht mehr verhindern. 8) Da hat er einpaar Tage nach ES zwar mit dem Dauerstillen aufgehört, hat ab tagsüber deutlich öfter gestillt. Er war der erste, der es instinktiv wußte. 8)
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
annanna
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Re: was würdet ihr tun??

Beitrag von annanna »

nur kurz, weil du "ablegen" schreibst: stehst du auf zum stillen? wäre im liegen stillen eine möglichkeit? und danach im schlaf körperkontakt halten? meine tochter schläft z.B. viel besser wenn sie meinen arm an ihrem kopf spürt.

ansonsten: ich denke dass nächtliches abstillen sicherlich eine legitime alternative ist. ich würde aber wahrscheinlich etwas vorschlafen wollen, denn ich kann mir vorstellen, dass die ersten paar nächte vielleicht nicht gleich sehr erholsam für euch werden (kann aber auch gaaanz anders kommen ;) )
ich wünsche euch alles gute und dir so bald wie möglich einige bzw. viele ruhige nächte!!!
mit Küken 02/2010
stillmaus
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Re: was würdet ihr tun??

Beitrag von stillmaus »

Wenn die Kleine das Stillen noch so sehr braucht, würde ich persönlich nicht abstillen.

Darf sie denn tagsüber nicht öfter als zu den beschriebenen Zeiten trinken? Vielleicht hat sie noch ein großes Saugbedürfnis und holt dies nachts nach. Meine beiden Kinder waren in dem Alter auch noch nicht bereit zum Abstillen.


Ich hatte bei meiner Tochter teilweise eine ähnliche Situation, aber längst nicht so extrem wie bei Euch. Wenn Du von 6 Stunden Dauernuckeln schreibst, gehe ich mal davon aus, dass sie bei Dir im Bett schläft. So war es bei uns jedenfalls. Mir hat es geholfen, mich möglichst zu entspannen und auf die Stillhormone zu vertrauen. So waren die Tage halbwegs zu überstehen, ich bin aber auch oft früh ins Bett gegangen.

Dieses beschriebene Dauernuckeln hatten wir auch oft. Wenn meine Brustwarzen zu sehr angespannt waren, habe ich abgedockt und gesagt: Mama braucht eine Pause. Ich hatte den Eindruck, als würde einschlafen, wenn ein ganzer Schwall Milch käme. Beim Dauernuckeln kommt ja sicher irgendwann nur noch Tröpchen für Tröpfchen. Auch wenn es nur eine Viertelstunde Pause war, danach hat sich wieder etwas mehr gesammelt. Ich hatte aber auch keine Lust, nächtliche "Fremdmilch"- oder auch sonstige Mahlzeiten einzuführen, weil ich dachte, dass sie sich schnell daran gewöhnt und das immer haben will. Das FB praktizieren wir nun ja auch, um nächtliches Aufstehen zu vermeiden. Aber wir hatten einen auslaufsicheren Schnabelbecher mit Wasser griffbereit, damit konnte ich sie manchmal vertrösten.

Im Bekanntenkreis gab es allerdings zwei Mütter, deren Kinder nach dem Abstillen durchschliefen.



LG
stillmaus
vicci
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Re: was würdet ihr tun??

Beitrag von vicci »

Hallo :)
ICH persönlich würde versuchen es zu akzeptieren. Ohne zu hoffen, daß es aufhört (wobei es schneller vorbei sein kann, als Du denkst). Oft ist das Problem nicht der Stillrythmus, sondern das "Versteifen" der Mutter darauf, was sein soll, darf oder kann.
Deine Maus ist rein biologisch gesehen mitten im Stillalter, wenn man davon ausgeht, daß das natürliche Stillalter irgendwo zwischen 3 und 6 Jahren liegt....Stell Dir doch mal vor sie stillt von Natur aus 4 Jahre....dann hätte sie ja gerade erst die Hälfte hinter sich....und allen Grund ständig an die Brust zu wollen :)
Viele gesundheitliche Vorteile des Stillens für Mutter und Kind kommen erst nach 2 Jahren des Stillens zum Tragen, frag doch mal bei einer Stillberaterin nach. Die kann Dir viele Informationen zum Thema Kleinkindstillen geben. Es hat seinen Sinn, weshalb Kinder auch über das zweite Lebensjahr hinaus stillen. Dabei geht es nicht nur um ein psychisches Bedürfnis des Kindes, wenn dieses auch für mich immer am gewichtigsten wäre.
Dein Kind folgt einem natürlichen Plan, es ist weise. Jetzt solltest Du dafür sorgen, daß Du die Kraft findest und vorallem das Vertrauen loszulassen. Die Kraft findest Du meiner Erfahrung nach nicht zwangsläufig in der "Zeit für Dich", sondern im harmonischen Umgang mit der Situation.
Außerdem ist Dein Kind alt genug für Verhandlungen. Du darfst ganz bestimmt auch mal eine Auszeit fordern. Ich habe meiner Tochter immer klipp und klar gesagt: Jetzt nicht, jetzt möchte die Mama etwas schreiben, kochen.....Habe ich gemerkt, daß ihr Elend zu groß war, habe ich eingelenkt, oft hat sie sich aber mit ein wenig Zureden oder einem Keks aufschieben lassen. Die Frage ist: muß diese Auszeit wirklich über Stunden und auch noch nachts stattfinden? Ist die Nacht nicht ein zu sensibler Zeitraum?
Meine Tochter ist 2 1/2 und im Verlauf meiner Schwangerschaft stillt sie sich (so scheint es) gerade ab. Zumindest hat sie ihr Stillen auf morgens, abends und manchmal mittags reduziert. Sie sagt es kommt noch Milch, aber sie möchte nicht mehr. Und glaub mir, ich hatte vorher noch nie (!!!) eine 2-jährige gesehen, die so viel stillt! Hätte man mir das vor 5 Monaten gesagt, ich hätte es nicht glauben können. Und ein wenig mehr dürfte es für meinen Geschmack auch noch sein. Aber auch hier entscheiden unsere Kleinen :)
Eure Stillzeit ist ohnehin begrenzt. Versuch das Beste daraus zu machen :)
LG
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.
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