Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Anjuma
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Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von Anjuma »

Hallo,

ich frage für die Mutter meines Patenkindes :jippi:

Der Kleine ist in der 30. Woche geboren (1200g) und rechnerisch bei 36+0 nach Hause entlassen worden (jetzt wäre sein ET), meine Freundin pumpt ab und füttert mit der Flasche, möchte eigentlich stillen, aber sie hat starke Schmerzen. Vor ein paar Tagen war eine Stillberaterin da, der Kleine trank tatsächlich fünf Minuten an der einen Brust und sie hatte fünf Minuten Schmerzen. Sie beschreibt den Schmerz nicht als Wundschmerz an der Brustwarze, sondern das Strömen der Milch sei unerträglich. Sie hat letztes Wochenende wieder probiert und war so wütend über die Schmerzen und dass es nicht klappt, dass sie merkte wie sie aggressiv wird (verbal!) - gegenüber sich, dem Kind und ihrem Mann. Ihr Mann hat sie dann gebeten es doch bitte zu lassen.

Habt ihr Ideen was das sein kann? Ich habe ihr erzählt, dass ich anfangs auch Schmerzen hatte, aber das war ein Wundschmerz aufgrund der ungewohnten "Belastung" der Brustwarzen.
Sie würde gerne noch mal Stillhütchen probieren, welche sind da zu empfehlen (kenne ich mich NULL mit aus)?

Sie tut mir so leid, es scheint für sie sehr schlimm zu sein und sie bekommt von allen zu hören (Ärztin, Schwiegermutter und klar auch mir im Vorfeld) - sie solle stillen.

Lieben Gruß

Anjuma
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jusl
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von jusl »

Hallo anjuma,

herzlichen Glückwunsch zum Patenkind!
Second Hand Stillberatung funktioniert nicht, sorry. Die Ursachen für die Schmerzen können vielfältig sein; die kann ich als Stillberaterin nur gemeinsam mit der Betroffenen herausfinden, zumal häufig der Hase ja auch noch "woanders" im Pfeffer liegt...
Vielleicht mag Deine Freundin ja hier schreiben oder noch mal eine Stillberaterin vor Ort kontaktieren?

LG
Julia
Anjuma
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von Anjuma »

Ah okay, verstehe ich - ich frage sie. Danke.
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marianna
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von marianna »

Hallo,
ich habe auch mal von so einem Fall in meinem Bekanntekreis gehört... diejenige hat das Stillen damals gelassen. Auch wenn alle um einen herum sagen, man soll unbedingt stillen - wenn es wirklich solche Schmerzen bereitet, dann geht es nun mal nicht.
Die Möglichkeit mit dem Abpumpen ist doch völlig in Ordnung, oder nicht?
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BlueSwan
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von BlueSwan »

Hallo ich hab selbst nen Frühchen und auch die ersten 6Wochen nur abgepumpt und dann gestillt wobei ich anfangs echt Zähne zusammen gebissen hab beim stillen, weis natürlich nicht wie weit der erste Schmerz normal ist. Eine Woche hatts gedauert bis es erträglich wurde. Hab vorher aber auch schon etwas doller gepumpt (von Intersität) um mich dran zu gewöhnen. Weiß nicht ob es empfehlenswert ist, mir scheint getwas geholfen zu haben
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jackie
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von jackie »

Hallo!

Erstmal herzlichen Glückwünsche, dass der Kleine es geschafft hat! Ich bin selbst Mutter eines Frühchens. Meine Kleine kam in der 31. Woche (wobei sie etwa der Größe eines Kindes der 29. Woche entsprach). Auch sie war bis zur 36. Woche im Krankenhaus. Bevor sie entlassen worden war habe ich zuhause und auch im Krankenhaus abgepumpt. Ich hatte mich auch schon an die Pumpe gewöhnt und dachte, dass ist doch alles halb so schlimm. Aber als sie dann angelegt worden war, hatte ich solche Schmerzen! Ich kam mir schon vor wie eine Flasche, an der sie herumgekaut hatte. Ich kann auch überhaupt nicht sagen woran das lag, ob beim Milcheinschuss, oder die Art wie sie genuckelt hatte. Ich hatte schon im Krankenhaus Stillhütchen benutzt und merkte es klappte ganz gut. Meine größte Sorge war, ob sie sich genug Nahrung an der Brust holen konnte - die Flasche ist doch zuverlässiger. Gerade das Saugen für Frühchen ist extrem anstrengend!

Naja, ich habe mir dann Stillhütchen gekauft als sie entlassen worden war, und natürlich eine Lanolin Creme. Beides gibt es in der Apotheke. Es war trotzdem noch schmerzhaft. Ich habe auch gemerkt, wie ich schon innerlich verkrampft und frustriert war. Ich habe es wirklich gehasst am Anfang. Ich kann aber die Mutter Deines Patenkindes beruhigen. Es wurde wirklich besser - bei mir hat es aber schon 3-4 Wochen oder so gedauert. Die Stillhütchen haben am Anfang wirklich geholfen - ich glaube ohne die hätte ich es nicht durchziehen können. Später ging es auch ohne. Es kann natürlich auch sein, dass der Mund des Frühchens noch nicht groß genug ist, und auch deswegen ist auch ein Stillhütchen ziemlich angebracht (vor allem, wenn der Kleine immer wegrutscht). Heute ist meine Joanna 6 Monate alt, und ich stille noch voll - komplett ohne Schmerzen.

Also, mein Rat wäre, wenn sie vollstillen möchte, Lanolin Creme, Stillhütchen, und durchhalten - es wird wirklich besser! Und vor allem, wenn sie merkt, dass sie beim Stillen vor Schmerz krampt, sich versuchen zu beruhigen und an was schönes denken, denn die Kleine kriegt das ja auch mit und so ein Stress ist für beide auch nicht gut. Sie kann ja, wenn es sie beruhigt, etwas abpumpen und mit der Flasche geben. Trotzdem sollte sie wirklich so oft es geht es mit dem Stillen versuchen.

Ich wünsche Euch viel Glück und Erfolg!
jackie
Herzlich Willkommen
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von jackie »

Achso noch eins: Stillhütchen gibt es z.B. von Medela - die gleiche Marke wie die Pumpen die sowohl im Krankenhaus eingesetzt werden als auch per Rezept zur Miete verschrieben werden können. Lanolin Cremes gibt es einige, z.B. auch von Medela, aber auch von anderen Marken in der Drogerie. Wichtig ist dass Lanolin als Hauptwirkstoff drauf steht.
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blubberin
hat viel zu erzählen
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Re: Frühchen - Umstellung auf Brust, starke Schmerzen

Beitrag von blubberin »

Ich hatte anfangs Schmerzen beim Stillen, da tat es aber vorallem seitlich unter den Armen weh, konnte es lange nicht zu ordnen, aber je weiter die Außentemperaturen abgesunken um so häufiger hatte ich auch Schmerzen wenn ich nicht gestillt habe, hat etwa acht Monate gedauert, bis ich mit Hilfe einer Mailberatung von der LLL drauf gekommen bin: Ich habe Krämpfe in der Brust gehabt, regelmäßig Magnesium hat bei mir geholfen.

Aber die Beschreibung von deiner Freundin klingt anders.
Sohn 10/10, Tochter 01/16
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