Ich hab mich verrückt machen lassen. Ich musste sogar auf ärztliches Anraten abstillen ("Das Kind verhungert an ihrer Brust!"), man, ich war so in Sorge um meine Tochter dass ich den Quatsch wirklich mitgemacht hab

. Zur U5 wurde uns dann geraten gar keine Milch mehr zu geben sondern nur noch Joghurt mit Saft damit das Kind endlich zunimmt - daraufhin hab ich die Notbremse gezogen und wir haben den Arzt gewechselt. Geistig behindert war sie zwischendurch auch schon ...
Zur U5 hatte meine Tochter 5,5 Kilo, zur U6 6,8 Kilo, also echt wenig. Meine neue Kinderärztin (auch Still- und Ernährungsberaterin und unsere Rettung) macht sich derzeit kaum Sorgen. Wir haben Tests gemacht und ich muss halbjährlich zur Kontrolle in die Uniklinik (angeleiert vom alten KiA). Im U-Heft steht "Dystrophie", aber die Ärzte gehen davon aus, dass es einfach ihre Kurve ist, denn sie nimmt nicht viel, aber koninuierlich zu. Also sie ist gesund, einfach nur leicht. Sie hatte ein Geburtsgewicht von 2,5 Kilo (reif geboren), ihre Entwicklungsberichte lesen sich toll

Fazit: Meine Tochter ist gesund, sowas von gesund! Ich hab soviel Quatsch mitmachen müssen und ertragen, das erste Lebensjahr war mehr Sorge als Freude. Ich kann dir nur raten nicht in diese Schleife zu rutschen, denn das ist nicht gut.
Beim Beikoststart bin ich teilweise rausgegangen, um kurz zu schreien oder gegen die Wand zu treten, wenn sie zu wenig gegessen hat ... das wünsche ich keinem! Hör auf dein Kind und lass dich von Menschen begleiten, die dich stützen. Wenn Kinder wenig wiegen ist das sicher nicht zu verharmlosen, aber es sollte kein Grund sein, dass Ärzte einem die Angst in den Nacken setzen.
Ich bin froh, dass wir ärztlich begleitet werden, aber wir haben jetzt auch eine gute Ärztin, die uns die Sorgen abnimmt statt weitere Sorgen draufzusatteln.
Ganz liebe Grüße!