wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Babys ohne Windeln? Gibt's denn das? Klar....

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Roxy89
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wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von Roxy89 »

hallo ihr lieben,

sagt mal, versteht euer umfeld das prinzip von windelfrei auch so wenig?

ich sprech ja nicht von mir aus drüber, aber es ergibt sich oft, auch wenn ich nur teilzeitwindelfrei mache, weil wir nicht alleine wohnen...
....und mein Kleiner sich eh so ungern anziehn lässt u. dann eben raus kommt, dass er keine windel trägt...
und noch dazu hab ich zwischendurch das WF aufgegeben, u.a. weg. der kalten jahreszeit, was ich jetzt bereue...daher passieren uns derzeit viele pannen, vor allem weil der neue wf-start zeitgleich mit dem krabbelbeginn unsres sohnes ist...
...ihr habt bestimmt meine andren threads gesehn...

..na ja jedenfalls, wird das bei euch so angenommen od. stoßt ihr auch auf ablehnung/kritik?

ich höre sätze wie:
-das ist noch zu früh (es wird als sauberkeitserziehung betrachtet)
- er verkühlt sich doch (kein dickes windelpaket am popo wenn er auf kalten fließen sitzt sondern eben nur stoff...oder auch mal nur nackter po auf einer decke...)
- das ist assozial (nach einer panne wo beim krabbeln das pipi auf den boden ging)

find das schon hart.
ich les ja grad ein buch dazu u. kan nweit nicht so gut erklären wie die autorin, aber alle eifnachen wesentl. erklärungen kommen gar nicht an :( all das was mich so überwältigt hat...
...gerade das mit der falsch verstandenenn sauberkeitserziehung belastset mich momentan, weil es bei uns grad so schlecht klappt mit abhalten u. allem u. ich angst hab, ihn damit zu sehr zu stressen mit dem windelfrei.
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Re: wie regaiert euer umfeld auf windelfrei`?

Beitrag von kleine-nj »

Der Uropa unserer kleinen Maus meinte nur: Ihr spinnt doch!
Ansonsten kam von der Schwieger-Familie weder Kritik noch irgendwas anderes. Liegt aber vielleicht daran, dass sie von mir schon einiges gewöhnt sind und auf Grund der Entfernung (wir wohnen ca 450 km weg von der Familie) sich auch nicht so viel trauen.
So im Umfeld kommt da bei uns eher nur Unkenntnis raus. Aber ich konnte es mir ja zuerst auch nicht vorstellen, dass es so gut funktioniert.
Das lustigste war der Spruch: Ich mach mich doch nicht zum Sklaven des Pullerbabies.
Einmal wurde ich in der Stadt angesprochen, dass ich mein Kind doch nicht in den Busch kacken lassen könnten. Ich habe nur gefragt, was an diesem menschlichen Bedürfnis so schlimm sei während ich das Häufchen weggemacht habe. Da war unsere große gerade 14 Monate.
Wenn Dein Umfeld so harte Sprüche bringt, finde ich das echt unverschämt. Asozial find ich eher die Hundekacke überall auf dem Gehwegen, durch die unsere große mit dem Laufrad fährt. Da schauen aber alle schön weg.
Von wem kommt denn die Kritik? Familie oder Freunde/Bekannte?
Und wenn das Buch so gut ist, dann empfiel den Leuten doch, darin zu lesen. Wenn sie wirklich Interesse haben, werden sie es tun und Dich sicher auch besser verstehen.
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Roxy89
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Re: wie regaiert euer umfeld auf windelfrei`?

Beitrag von Roxy89 »

hab schon mehrere büchre in den umlauf gebracht...find sie dann bei besuchen immer im regal im eck stehn...werd sie mir glaub ich wieder holen, bringt ja doch nix.

das schlimmste: das assi-kommentar kam von meinem freund...

...ich mach eh nur teilzeit-wf also tagsüber daheim eben u. mein freund ist immer unterwegs mit arbeit u. allem u. bisher hat er immer nur gesagt, dass ich ihm erst was gescheits anziehn soll bevor er zu ihm kann...meist kommt er nicht zu festen zeiten heim, so dass ich auch nicht gut timen kann mit windel anziehn bevor er kommt u. heute hat er das erste mal mitbekommen das de rKleine auf den boden gemacht hat....puuhhh. ärger mich jetzt noch total weil er mit seinem kleinen anfall den kleinen bestimmt bisschen irritiert hat...
aber im nächsten moment war er wieder ganz normal drauf u. alles ok. also mein freund. - unser sohn aber auch.

na ja. ist schon blöd wenn man meist allein dasteht mit dem was man macht, unterstützung grad vom partner wär schon besser, aber er hat auch keine zeit sich das groß anzuhören oder gar zu lesen.
schade, ich weiß.
na ja. werd weiter im hintergrund das alles so machen, weil ich es richtig finde u. mich nicht gegen meine gefühle richten will, gerade wenn es um mein kind geht.
da find ich sollten ehr die andren kompromisse eingehn. blöd nur dass halt immer das argument kommt, dass alle andren auch nicht so sind u. warum sollte gerade ich dann richtig liegen...

naja so ist es halt.
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zierfisch
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von zierfisch »

Hmm, in einer gruppe wurde mir auch gesagt, dass es dafür noch viel zu früh wäre (obwohl ich bestimmt dreimal GESCHRIEBEN hab, dass es nichts mit Töpfchen-Training zu tun hat, man hätte also durchaus mal einen Post ein zweites Mal lesen können...), ich solle doch das Baby Baby sein lassen -ä und babys tragen nun mal seit urzeiten Windeln (HAHA). Als ich ihn mal beim Stillen abgehalten hab, weil er motzig war, kam von meinen Eltern, "Lass ihn doch in Ruhe trinken...!" Dann hat er aber erstmal gekackert und sich danach auch erst wieder anständig andocken lassen. da war dann mehr so dieses hier :shock:

Von deinem Freund finde ich hart. Wenn mein Mann meint, Mausi muss bei ihm Windeln tragen (finde ich ok, weil er eben auch sagt, dass er den "Draht" nicht zu ihm hat, er geht halt den ganzen Tag arbeiten), dann zieht er ihm welche an. Punkt, das mach ICH doch nicht. "Oh, Maus Papa kommt gleich heim, Zeit für Windeln..." nene, das soll er mal schön selber machen.
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Sibi
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von Sibi »

Naja, wir haben ja so ein Windelfrei light. Wir halten sehr regelmäßig ab - es gibt Tage mit nur ein oder zwei Pipis, die in die Windel gehen. Aber unser Kind ist immer vollständig angezogen und trägt auch Windeln. Das hat den Vorteil, dass sich eben keiner um verkühlte Kinder sorgen muss und auch keiner Angst haben muss, bepullert zu werden. :lol: Ganz ehrlich? Ich mag das Pipi auch weder auf mir noch auf meiner Couch oder Teppich haben.

Außerdem merkt so auch nicht jeder sofort, was wir da eigentlich machen. Und wenn er es merkt, dann eben häufig, dass es klappt. Und wenn man dann wieder die trockene Windel an das Kind heftet, ist die Überzeugungsarbeit wesentlich leichter, als wenn man das Pipi vom Sofa entfernen muss.

Ansonsten wird es jetzt mit knapp Einjährigem und Töpfchen statt Abhalten eher schwieriger von der Akzeptanz her, weil es eben doch meist mit Sauberkeitstraining verwechselt wird.

ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwei Reaktionen gibt:
1. "Das ist doch viel zu früh. Das schadet den Kindern, wenn man so früh damit anfängt. Die können das noch gar nicht kontrollieren." Das ist die Gruppe, die es als Sauberkeitstraining ansieht und zudem eigentlich nicht vor 2-3 Jahren damit anfangen will.

2. "Das geht? Wie bekommst Du das mit? Ist ja toll! *wunderstaun*" Das ist die Gruppe, die es entweder nicht als Sauberkeitstraining versteht oder zumindest der Meinung ist, dass ein Kind keinen Schaden nimmt, wenn es frühzeitig kurz aufs Töpfchen gesetzt wird.

Aber wirkliches Verständnis kommt erst, wenn eine Person das über ein paar Tage beobachtet und merkt, dass das weder Zauberei noch Kinderquälerei ist und das Kind auch nicht 1 h am Tag auf dem Topf hockt.
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zierfisch
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von zierfisch »

Was ich mich - so jetzt grade - frage; Ist Töpfchen-Training immer mit Zwang verbunden!? Bärchen ist irgendwann ganz spontan auf Töpfchen gegangen, quasi von alleine (wir haben es hingestellt und erklärt, wozu das Ding gut ist). Wir haben ihn nicht drauf gesetzt, später auf Toilette schon, weil zu hoch, NIE gezwungen, weil wozu...!?
Wenn es nämlich danach geht, haben wir mit dem Großen einfach mit knapp zwei einen extrem späten Einstieg in Windelfrei hingelegt... Wir haben nie gesagt, "Du bleibst da jetzt sitzen, BIS Pipi im Töpfchen ist" oder sowas.

Auf dem Parkplatz hab ich Mausi mal hinterm Auto abgehalten, da war er ... 6 Monate ca. Eine Frau hat das mitgekriegt und mich total perplex gefragt "Ist der etwa schon trocken!?" Da hab ich halt geantwortet nein, aber dass er manchmal so weint, dass ich WEIß, er muss. Da war die Reaktion dann, wie toll das ist. Sie hat auch gar nicht bösartig, oder so gefragt. Sondern einfach interessiert und war dann halt "begeistert".

Die "Ur"-Generation weiß es bei uns übrigens nicht, wobei meine Oma auch schon erzählt hatte, dass sie für meine Mama Schlüssellaute gemacht hat (*mmmh* für Stinker) und dass die dann auch "brav" gemacht hat. War pure Arbeitserleichterung, damals mit den Stoffwindeln und von Hand waschen... Außerdem *juhuu* - Dinge, die man über seine Eltern wissen MUSS - wusste sie, dass meine Mama als Baby immer nach dem Baden Stinker machen musste. Wenn ich der also erzählen würde, wie wir das jetzt machen, würde sie wahrscheinlich nur sagen "Siehste!" Aber lieber nicht. ;-)


Hmm, ja. Hier werden aber auch meist Windeln getragen. Zur Zeit geht es nämlich echt gar nicht. Strecken, biegen, wegdrehen und vorallem Lautstark protestieren... Ich "füge mich" seinem Willen und zieh ihm derzeit eben Windeln/Backups an und probieren zwischendurch nur vorsichtig. Wenn nicht, dann nicht. Irgendwann kommts wieder.
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von Sibi »

zierfisch hat geschrieben:Was ich mich - so jetzt grade - frage; Ist Töpfchen-Training immer mit Zwang verbunden!? Bärchen ist irgendwann ganz spontan auf Töpfchen gegangen, quasi von alleine (wir haben es hingestellt und erklärt, wozu das Ding gut ist). Wir haben ihn nicht drauf gesetzt, später auf Toilette schon, weil zu hoch, NIE gezwungen, weil wozu...!?
Wenn es nämlich danach geht, haben wir mit dem Großen einfach mit knapp zwei einen extrem späten Einstieg in Windelfrei hingelegt... Wir haben nie gesagt, "Du bleibst da jetzt sitzen, BIS Pipi im Töpfchen ist" oder sowas.
Früher gab es ja durchaus die Tendenz, Kinder mit einem Jahr oder darunter auf das Töpfchen zu setzen und dann tatsächlich da sitzen zu lassen, bis was kam. Heute wird das wohl kaum noch gemacht (?), aber bei vielen ist wohl der Kurzschluss: Unter einem Jahr => Töpfchensitzen bis was kommt.

Ich gehe davon aus, dass heute in den wenigsten Fällen Zwang angewendet wird. Sondern die Empfehlung ist ja, zu warten, bis das Kind von selbst Interesse hat. Und das ist dann meist mit 2-3 Jahren.
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von Oekomami »

ich bekomme eigentlich durch die bank weg positive reaktionen. die meisten menschen sind erstaunt und neugierig und durchaus offen, können sich das zwar erstmal nicht vorstellen, aber wenn sie hören und evtl auch sehen, dann schon.
was bedeutet es für ein baby/kind, artgerecht aufzuwachsen? wie fühlt sich der rest der familie artgerecht gehalten? wie kann ich unser leben artgerechter gestalten? vielleicht kann man nicht alles verwirklichen. aber eins kann man auf jeden fall tun - sich auf den weg machen und daran wachsen
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von giraffchen84 »

Ich muss so lachen - das man Kinder da sitzen ließ bis was kommt. wie haben die das ge,acht?
Mein Sohn bleibt da keine 30sec sitzen, wenn er nicht will.....da könnte ich noch so schimpfen oder mich krumm biegen *g
Giraffenmama mit Fuchs 04/10, Eule 07/12, Maus 06/16 und Schnecke 05/20 gestillt, getragen, familiengebettet, windelbefreit, breifrei usw. ;)

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Sibi
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Re: wie reagiert euer umfeld auf windelfrei?

Beitrag von Sibi »

giraffchen
hier ist das genauso. aber trotzdem will ich nicht wissen, auf was für Ideen manche Menschen kommen. Mein Kind will ja auch schon ganz viel auf seine Art machen und wie oft ich da höre, es MÜSSE doch dieses oder jenes... :? Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Menschen da Druck aufbauen können und geschimpft wird ja auch heute noch mit Kindern, die im Prozess des Sauberwerdens sind. :(
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