Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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MarzipanHerz
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Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von MarzipanHerz »

Hallo Ihr Lieben,

bin neu hier.. und wahrscheinlich gibt es dieses Thema schon eine Million mal.. aber ich muss es einfach los werden....

Mein Sohn, mittlerweile 15 Monate, wird mittags und abends in den Schlaf gestillt.. Wir haben immer wieder gute Phasen, in denen er sofort einschläft und Phasen, da dauert es bis zu 2 Stunden, obwohl er offensichtlich hundemüde ist... d.h. er nuckelt und ncukelt und nuckelt.. und beisst.... und es fühlt sich inzwischen wie schmurgelpapier an... Ständig sind meine Brustwarzen entzündet *snief+

Keine andere Möglichkeit.. KiWa, Tragetuch, Manduca, schunkeln hilft.... das ich mich mit ihm hinlege und mit ihm kuschle... iwo... wenn die Brust nicht mit raus kommt... haut er mir einfach ab... vor allem seit er weiss, wie er von unserem Bett runter kommt :o)
Er schläft nachts auch bei uns....

Aber so langsam mag ich einfach nicht mehr..... vor allem... wenn er eingeshclafen ist hab ich 20-30 minuten... dann wird er wach will an die Brust und dann heisst es nuckeln nuckeln nuckeln.... und irgendwann (1 Stunde) dann ist er endlich im Tiefschlaf... dann bin ich entweder mit eingeschlafen... oder aber ich hab dann ungefähr ne Stunde Zeit, zu kochen, zu putzen oder was auch immer... ach ja.. nen Ehemann hab ich auch noch, mit dem ich gern einfach mal wieder ein bisschen mehr Zeit verbringen würde :o)

Und irgendwann reicht ihm das nachts nicht... er braucht so viel Nähe, was auch ok ist... er kuschelt sich nachtgs immer an mich.. und am besetn ist die Brust draussen, damit ich er sich an und abdoggen kann wie er will... nur das tut einfach höllisch weh... ich kann kaum noch schlafen.. und durch das einseitige Liegen haben sich an den Oberschenkeln meine Schleimbeutel entzündet.. autsch das ist echt schmerzhaft...

Kurzum... ich mag so einfach nicht mehr.. nur leider weiss ich absolut nicht wie.... hört das irgendwann von alleine auf? Das Buch Schlafen statt schreien hab ich gelesen und nur es funktioniert mit dem Brust vorher weg nehmen gar nicht.. meine Brustwarzen sind davon evtl mit so gereizt... ausserdem beisst er sich dann gerne fest, wenn er merkt, cih will es ihm wegnehmen und das klappt einfach irgendwie nicht so richtig bei mir.. ist das normal?

Ich mag halt so nicht mehr nur mir fällt wie gesagt nichtgs ein... und dieses Rufen im 20 min. rhytmus.. macht mich total fertig... Beim papa schlafen geht gar nicht.. er fängt so schrecklich an zu schreien, sobald ich mal das Zimmer verlasse,w e il cih mal aufs WC muss oder so.... es ist echt schlimm....

Bis jetzt war es so ok... ich denke, ich habe ihm auch viel gegeben... aber ich brauch jetzt einfach eine Lösung... mein Mann un dich zoffen uns nur noch ... weil ich total überreizt bin... gottseidank hab ich nen lieben Mann.. der dann einfach mal nix sagt, wenn ich einfach wieder bissig bin, weil ich kaum geshlafen habe... das kann meinem Kind doch auch nicht gut tun oder? Ich hab tagüsber kaum noch Kraft mit ihm zu spielen, spazieren zu gehen oder sonst was....

Ich hoffe, das hier jemand nen ultimativen rat für mich hat...

vielen Dank fürs Lesen!
LG
MarzipanHerz


Mit my eifon on the Road :) daher so sorry für alle Rechtschreibfehler etc....


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Floetvogel
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von Floetvogel »

hi! ich kann nicht helfen, lese aber gerne mit, was hier noch so kommt. 11,5 monate - sehr ähnlich, nur zum glück ohne gesundheitliche probleme meinerseits. drück dich mal!
... ich brauche dringend einen Schrank!!!
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Lia
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von Lia »

Bei meinem ist das jetzt, mit gut 1 1/2, immer noch so. Bei uns war es fast nie anders. Kaum zu schlafen ist schon gewohnheit geworden :roll: wenigstens hab ich keine wunden brustwarzen. Ich warte sehnsüchtig auf den tag, an dem es besser wird mit dem schlafen. Ich weiß auch nicht was ich ändern soll. Er braucht das so, ganz selten schläft er nachts mal mit singen weiter. Wenn ich ihn nicht stille weint er so doll, dass er sich gar nicht mehr einbekommt. Da ist stillen noch die einfachere variante. Ich nehme das jetzt einfach so wie es ist in dem moment. Damit fahre ich am besten... aber für ultimative tipps bin ich auch jederzeit offen 8)
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Kate
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von Kate »

Einen richtigten Tipp habe ich leider auch nicht.

Eine Sache ist mir aufgefallen: Du schriebst, dass er nach 30 min wieder wach wird. Bei meinem Sohn ist das auch so. Nur, wenn ich mich dann für 5 - 10 Minuten neben ihn lege, schläft er wieder richtig ein und dann ohne mich weiter. Ich nutze also die ersten 30 Minuten, um noch schnell im Haushalt was zu schaffen, lege mich dann neben ihn und hab danach bestimmt nochmal ne Stunde frei.

Grundsätzlich versuche ich mich, wenn er schläft, in seiner Nähe / im Schlafzimmer aufzuhalten. Auch, wenn das manchmal etwas einschränkend ist, finde ich es entspannender als ihn immer wieder in den Schlaf zu bringen. Er schläft echt länger / tiefer, wenn ich im Zimmer bin, auch, wenn ich nicht direkt neben ihm liege.

Wäre es sonst vielleicht möglich, ihn mit Tragen UND Stillen in den Schlaf zu bringen? Vielleicht schläft er dann schneller ein als wenn er neben dir liegt? Wenn ich meinen Sohn in der Manduca in den Schlaf stille, schwing ich ihn mir, wenn er dann schläft, auf den Rücken und kann mich dann relativ frei bewegen und er schläft auch gut weiter (laufe durch die Gegend und habe einen Pezziball zum Suten :wink:)

Alles Gute für Euch
Kate
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sweet_Dreamy
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von sweet_Dreamy »

Ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen, bei weitem nicht und vielleicht ist meine Idee deswegen völlig daneben... wenn es so ist, schon mal sorry....
Kuschel doch weiter mit ihm, aber verweigere ihm quasi die Brust, gib ihm einen Ersatz (Kuscheltier, abendl. Milchflasche oder sonst was)... das wird zwar mit Sicherheit einige Zeit Theater geben, aber solange er merkt, dass er deine Nähe dabei nicht verliert geht es vielleicht?! Viel Erfolg
Grüße von Karin und Mia...
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hm, das klingt alles schwierig und ist sicher anstrengend. Willkommen erst mal. Es melden sich sicher noch Experten. Ich hab aber mal die Frage, was du genau meinst? Das Stillen zum Einschlafen oder überhaupt nächtliches Stillen. Wie ist es denn wenn dein Mann die Sache in die Hand nimmt? Das hat in Bezug auf das Einschlafen bei einer Freundin sehr viel gebracht. Ohne Weinen geht so eine Umgewöhnung aber selten ab. Es ist jedoch etwas anderes, als würdest du ihn einfach allein schreien lassen. Auch beim Abstillen nach Gordon (musst hier einfach mal suchen, geht nur um nachts) wird Protest nicht ausbleiben, da dein Kleiner ja nicht freiwillig verzichtet. Und wie soll er sich sonst ausdrücken. Generell ist es aber einfach wichtig, dass du wieder schlafen kannst und zu Kräften kommst. Wenn du die Sache dem Papa überlässt, geh vielleicht einfach mal aus in der Zeit...
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MarzipanHerz
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von MarzipanHerz »

Danke für die Amtworten!

Nach 4 Std dauernuckeln (im Schlaf!) hat er mich endlich frei gegeben
Bin so gerädert das ich nicht schlafen kann... Komisch oder?

Also, ich möchte einfach nichts übers Bein brechen und ihn "weinend" dazu bringen. Da nehm ich es lieber in Kauf wie es ist.....
Mit dem papa geht gar nicht... Er weint ja schon wie am Spiess, wenn ich nur kurz aufs WC geh....
Unser Papa hatte jetzt einen Bandscheibenvorfall.... So dass es fürs erste auch weg fällt, dass er ihn trägt....

Mit der Manduca hab ich es schon probiert.... Er wil einfach an die Brust.... Hab sogar schon aus der manduca heraus versucht ihn zu stillen, aber das war total unangenehm....

Es ist grad echt ne vertrackte Situation... :((((
LG
MarzipanHerz


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Campanula
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von Campanula »

Hallo, Du Arme! Fühl Dich auch von mir mal gedrückt!

Nein, Du bist mit so einem sehr fordernden Stillkind nicht alleine!
Wie schon in einem anderen Thread geschildert, ist meine Tochter auch so ein "Steinzeitkind", das im Schlaf auf keinen Fall den Körperkontakt verlieren will/kann und zudem in sehr kurzen Abständen nachts stillen will bzw, zeitweise so wie bei Dir dauernuckelt ohne Chance auf Abdocken.
Sie ist jetzt 12,5 Monate alt, schläft nachts rund 12 Stunden - und solange bin ich KOMPLETT blockiert. Nix mit Haushalt machen, mal ne DVD gucken, Freunde abends einladne oder oder ... ;-)

Eine Lösung im Sinne von Änderung kann ich Dir auch nicht anbieten, aber ich kann Dir berichten, dass ich es geschafft habe, mich damit sehr gut zu arrangieren und inzwischen darunter weder leide noch Schlafdefizite habe.
Das schreibe ich, um Dir Mut zu machen, dass das vielleicht auch für Dich ein Weg sein könnte?
Zuerst habe ich auch darauf gewartet, dass mein Kind älter wird und seine Bedürfnisse weniger werden. Das habe ich mir inzwischen abgeschminkt, bzw so lange kann ich nicht warten, um mich wohlzufühlen ;-)
Also habe ich Stück für Stück versucht, alles, was mich an der Situation gestört und belastet hat, für mich besser zu arrangieren.
Das begann mit Liegepositionen und der Routine, die Maus gekonnt und auch im (beiderseitigen) Habschlaf von meiner einen Seite auf die andere zu befördern. Kissen, Decken, Kleidung etc. sind inzwischen alle optimiert, um das zu unterstützen.
Dann wurde ich erfinderisch, was meine "Freizeitbeschäftigungen" angeht, während ich da die 12 Stunden mit ihr herumliege. Madame ist nämlich nicht nur körper- und stillbedürftig, sondern auch noch sehr heikel, was Beleuchtung angeht :roll: Lesen ging über weite Strecken gaaaaar nicht - für mich als eingefleischte Leseratte fast schon die größte Folter. :shock: Nun bin ich Besitzerin eines iPod und habe viiieeeele Hörbücher hinter mir sowie viel Recherche im Internet zu vielen Fachthemen, zu denen ich schon immer mal was wissen wollte ;-)
... so könnte ich noch einiges berichten, aber worauf es am Ende v.a. hinausläuft: ich habe mit Seelenfrieden erarbeitet. Inzwischen kann ich die 12 Stunden am Tag, in denen ich "ans Bett gefesselt" bin sehr genießen ohne mich belastet zu fühlen.
Die Zweisamkeit ist ja eigentlich unglaublich schön und wird nicht ewig dauern.
Schlaf bekomme ich genug, seit ich nicht mehr damit hadere und darauf lauere.
Die Dauerstillerei bekomme ich fast nicht mehr mit, seit ich wieder das Gefühl habe, mein Leben ein Stück weit auch in dieser Zeit selbst in der Hand zu haben.
Nur mehr Zeit für die Erledigung anderer Dinge kann ich mir nicht organsieren - der Tag hat nunmal nur 24 Stunden 8) Da muss momentan halt einfach viel liegen bleiben - auch da bemnühe ich mich um mehr Gelassenheit (im Sinne von "Dinge, die Du nicht ändenr kannst...").

Vielleicht ist es ja möglich für Dich, auch noch den ein oder anderen Weg zu finden, um körperlich und seelisch nicht so belastet zu sein durch Deine Stillsituation?
Dass Du Dich momentan so fühlst und gerädert bist, kann ich wirklich sehr gut nachfühlen - besonders, wenn man weiß, dass es ja vielen Müttern nicht so geht und man fast schon Hemmungen hat, über die eigenen Erfahrungen zu berichten.
Wie gesagt: Du bist damit absolut nicht allein - vielleicht kann es für Dich aber doch noch angenehmer werden?

In jedem Fall liebe Grüße und alles Gute von Betroffener zu Betroffener :-)
Wiebke mit dem kleinen bunten Schaf (w, *27.12.2010) - auch weiterhin im Tragetuch ;-)
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tania
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von tania »

ja es hört von alleine auf. aber vielleicht nicht in einer zeitspanne, die für dich annehmbar ist. gerade das nuckeln wenn er schon schläft, kannst du versuchen zu verringern. du kannst ihm deinen finger in den mund stecken, das hilft beim abdocken. wenn er schlief, hat er sich auch an den papa gekuschelt und ich hatte einen moment für mich. insgesamt wurde es besser nach dem zweiten geburtstag bei uns - tut mir leid, das klingt nicht besonders aufmunternd :(
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Julisonne
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Re: Einschlafstillen sanft abgewöhnen möglich?

Beitrag von Julisonne »

tania hat geschrieben:ja es hört von alleine auf. aber vielleicht nicht in einer zeitspanne, die für dich annehmbar ist. gerade das nuckeln wenn er schon schläft, kannst du versuchen zu verringern. du kannst ihm deinen finger in den mund stecken, das hilft beim abdocken. wenn er schlief, hat er sich auch an den papa gekuschelt und ich hatte einen moment für mich. insgesamt wurde es besser nach dem zweiten geburtstag bei uns - tut mir leid, das klingt nicht besonders aufmunternd :(
Ja, so kenne ich das auch! Der 2. Geburtstag ist eine gute Orientierung.
Liebe Grüße von Simone
mit 8 Kids ;) 19, 17,15,12, 9, 7, 4 und Maikäfermädchen 2018
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