Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernbar"?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Leila
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von Leila »

Na ja, es gibt auch Beispiele von Menschenaffenmüttern in der Gruppe, die nichts mit ihren (ersten) Babys anfangen können und sie sogar umbringen oder "zu tode spielen"... :? Aber eins ist sicher: Vorbild hilft vielen, und wenn stillen mehr normalität wäre, würde es weniger Probleme geben. Leider ist ja immer noch die Meinung verbreitet, dass man das ja nicht machen "braucht", weil es Ersatzprodukte gibt, und man das Kind dann praktischerweise auch mal abgeben kann. So als "Laster" quasi, sowohl Kind als auch das Stillen... Traurig, aber leider oft realität, und auch vom "Fachpersonal" verbreitet.

Lieben Gruß

Anja
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010

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jusl
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von jusl »

Hallo zusammen,

diese interessante Frage wird in der Literatur überlicherweise nicht als "intuitiv oder erlernt" sondern als "instinktiv oder erlernt" gestellt. Und, wie inmediasres und co schon schrieben, mit "Erlernt!" beantwortet (und dieser Antwort schließe ich mich persönlich ebenfalls vollständig an).

Auf die eigene Intuition hören ist sowieso fast immer gut, auch den ein oder anderen Instinkt haben wir sicher noch, aber erfolgreiches Stillen ist durch viiiiiel mehr bedingt als nur durch endokrinologisch-hormonell-neurologische Vorgänge. Die Erfahrung zeigt ganz klar: Viel Stillwissen, Stillerfahrung (auch durch Beobachtung anderer Mütter) und eine positive Grundeinstellung sind die besten Garanten für eine problemlose Stillbeziehung.

Klassisches Vorwissen à la Bücherlesen und Geburtsvorbereitungskurse ist definitiv nicht immer zwingend notwendig - das zeigen ja die Erfahrungsberichte nach dem Motto "Ich hab mich null vorbereitet, aber das Stillen hat trotzdem super geklappt". Dennoch tauchen garantiert irgendwann doch mal Fragen auf, und spätestens dann ist der Austausch mit "Stillwissenden", also Hebammen, Stillberaterinnen, Freundinnen, Müttern und Tanten.... usw. notwendig, wenn keine anderen Info-Beschaffungswege usw. da sind. Also das Gespräch mit Leuten, von denen man LERNEN kann. ;-)

LG
Julia
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Minja
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von Minja »

Ich habe anfangs auch den Gedanken gehabt, es muss intuitiv oder wie Jusl meinte Instinktiv sein- Das Baby kommt mit der Erwartung zu stillen auf die Welt. Tja, wie es wohl wäre wenn all die komplizierten Stressfaktoren wegfielen :roll:
Ich musste eigentlich nicht viel lernen, nahm aber hilfestellung von Vertrauenspersonen an-( ich lasse mir eigentlich ungern reinreden. In diesem Falle ganz gut :wink: )
Wenn ich das "absehen" mal auf mich beziehe- meine jüngste Schwester wurde drei Jahre gestillt, da war ca. 9 Jahre alt. Es wurde damit ganz locker und normal umgegangen. Ich habe auch alles auf mich zukommen lassen und habe nach einem guten Stillstart aus Interesse ein Stillbuch gelesen. (ich glaube von Hannah Lotrop oder so)
Ich wusste garnicht das es soviele Stillprobleme gibt... und jetzt erlebe ich gerade wieviele junge Mütter deswegen abstillen. :roll:
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jusl
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von jusl »

Das Baby kommt mit der Erwartung zu stillen auf die Welt. Tja, wie es wohl wäre wenn all die komplizierten Stressfaktoren wegfielen :roll:
Das ist wissenschaftlich gut erforscht. Und die wenig überraschende Antwort ist: Deutlich einfacher. ;-) Weniger Stillprobleme, weniger Zufüttern, längere Stilldauern.
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claudia820
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von claudia820 »

viele haben ja auch flascherl und pre von anfang an daheim und somit gleich eine "alternative" bei problemen. Und wenn man nix über stillprobleme liest weiß man auch nicht dass die momentansituation eventuell eines ist
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gartenbritta
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von gartenbritta »

Ich bin auch für erlernt durch gute Vorbilder.
Einige meiner Freundinnen hatten schon vor uns Babies und die haben "alle" sechs Monate voll gestillt und daher ging ich davon aus, das es auch bei mir geht. Ich hatte echt Schmerzen beim ersten Kind, dachte aber, "naja, die haben gesagt, das tut weh, dann ist es wohl normal" und habe weitergemacht (erst beim Zweiten sind wir den Schmerzen nachgegangen). Ich hatte also Glück, das ich gute Stillvorbilder hatte und daher einen Superstart. Und das Stillen, das Wissen und die Verbesserungen wurden von Kind zu Kind mehr :-) Daher versuche ich auch, aktiv ein Vorbild für Neulinge zu sein.

Gruß von gartenbritta
LG gartenbritta

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Kleine
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von Kleine »

ich bin für eine Mischung. Meine Mutter hat meinen Bruder und mich je drei Monate gestillt, danach gab es keine Milch mehr, weil sie damals falsch beraten wurde. Aber das war es dann hinsichtlich stillen auch schon. Die meisten unserer Freunde haben FLäschchen gegeben, weil das Stillen "nicht geklappt" hat...

Ich wollte stillen und zwar 6 Monate voll und habe ind der Schwangerschaft schon sehr viel übers Stillen gelesen. Wie es nach den 6 Monaten weitergeht, darüber habe ich eigentlich erst nach 4 Monaten nachgedacht wie beim KA das Thema Beikost aufkam. Nach dem KS hatte ich letztlich Glück mit dem Klinikteam, die einfach absolut pro Stillen eingestellt sind und mir sehr, sehr, sehr geholfen haben am Anfang. Ich weiß nicht, ob ich das sonst alleine so hinbekommen hätte. Wie ich nach 4 Tagen heim bin, hat das Stillen schon prima geklappt und meine Hebi hat nur immer mal wieder "drüber" geschaut und mir Tipps gegeben.

Achja, ich hatte kein Milchpulver zuhause (trotz dass ich am Ostersamstag heim bin aus der Klinik), nur eine Milchpumpe ... Ich dachte mir, wenn ich das Pulver daheim habe, dann ist das womöglich ein einfacher Ausweg, wenn ich Startprobleme habe. Und ich war mir sicher, dass mir meine Hebi was vorbeibringen kann, wenn alle Stricke reissen (allerdings habe ich das nie gefragt im Vorfeld, ich bin einfach davon ausgegangen :oops: )
LG
Anika

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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von klimaforscherin »

claudia820 hat geschrieben:viele haben ja auch flascherl und pre von anfang an daheim und somit gleich eine "alternative" bei problemen. Und wenn man nix über stillprobleme liest weiß man auch nicht dass die momentansituation eventuell eines ist
Und greift dann sehr schnell zur "Alternative", weil jeder dir sagt, dass du ein Stillproblem hast.
Informieren ist immer besser, man ist doch deutlich weniger empfänglich für die Tipps der "Experten".
Grüße
klimaforscherin
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claudia820
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von claudia820 »

okay hilfe darf / soll man sich dann von kompetenten Leuten holen und nicht von der eigenen Mama / Schwester / Freundin, die alle nicht stillen konnten.
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Re: Stillen eine Intuitive angelegenheit? Oder eher "erlernb

Beitrag von blana »

ich glaube eher dass es erlernbar ist. meine grosse hatte gelbsucht und war trinkfaul - ich musste sie immer wieder wachrütteln und zum stillen "zwingen". als das ganze dann überstanden war (GS io), gings dann auch mit dem stillen gut.
mein kleiner hat probleme mit der vollen brust. seit dem milcheinschuss gehts nicht immer so einfach, auch stillberaterin und krankenschwestern im stillfreundlichen kh haben uns nicht immer zu helfen gewusst. ich bin mit einer pumpe nach hause gegangen... jetzt gehts von tag zu tag besser. :roll:
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