Auf dem richtigen Weg?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lulamae
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Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von Lulamae »

Hallo,

ich verzweifele langsam und hadere mit so ziemlich allem, wovon ich bislang überzeugt war. Meine Tochter ist jetzt 9 Monate alt, und seit sicherlich 6 Wochen haben wir hier extreme Probleme mit dem Einschlafen, kombiniert mit Unruhe nachts. Sie schläft im Familienbett, wir haben zwar ihr Bett als Riesenbalkon an unseres dran geschraubt, aber das dient lediglich zum Ablegen von Dingen, sie schläft da unter keinen Umständen. Früher ging das, da konnte ich sie nach dem Einschlafstillen rüber schieben, aber jetzt- keine Chance. Sie schläft jedenfalls im Bett bei mir, grundsätzlich mit möglichst viel Körperkontakt. Bricht der ab, wird sie sofort wach und rollt wieder näher ran.
Abends möchte oder kann sie einfach nicht einschlafen. Ich merke, dass sie müde wird, sie reibt sich die Augen, kann kaum noch sitzen, lässt sich ständig zur Seite fallen, kuschelt sich kurz an, nur um nach 3 Sekunden wieder regelrecht aufzuspringen, auf mir rumzuklettern oder in ihr Beistellbett zu krabbeln, wo sie sich ans Gitter stellt, rumhopst, dabei vergnüglich quietscht oder motzt, je nach Laune und Stadium. Eine Zeit lang bin ich dann mit ihr wieder aufgestanden, aber das versuche ich jetzt zu vermeiden, weil ich fürchte, sie denkt sich dann, prima, wenn ich rumhopse, darf ich weiter spielen gehen. Dieses ganze Prozedere abends dauert meist zwischen 1,5 und 2 Stunden. Ich habe auch versucht, ein Abendritual einzuführen, nach dem Abendessen (also, mein Mann und ich essen, sie sitzt dabei und seziert etwas zu essen) darf sie noch RUHIG ein bisschen mit Papa hantieren, dann geht es für 5 Minuten in die kleine Badewanne, bisschen plantschen und beruhigen (weil ich gemerkt habe, dass sie nach dem Baden oft ruhiger ist), danach schön eincremen, Schlafsachen an, Zähne putzen, noch kurz Papa kuscheln 5 Minuten, dann gehe ich mit ihr ins Bett, wo ich sie stille. Sie trinkt dann, und sobald ihre Augen zugehen, springt sie regelrecht auf, und das Spiel beginnt. Ich weiß einfach nciht mehr, was ich noch versuchen soll, um sie zum einschlafen zu bewegen. An manchen (ausgesprochen seltenen ) Abenden schläft sie an der Brust direkt ein, ich docke sie ab und habe noch was vom Abend, theoretisch ist es also denkbar und möglich. Wieso dann so oft dieses Gezappel, Gehampel, Gestrampel, Hüpfen, Kreischen, ...??? Wo sie doch offensichtlich müde ist? :roll:

Wenn sie dann endlich schläft, muss sie neuerdings alle 1,5-2 Stunden Pipi. Vor einem Monat oder so, da hat sie nachts nur so 2 mal gemacht, jetzt eher 5-6 mal! Wie kommt das?
Sonst liegt sie halt halb auf mir drauf und wühlt sich die halbe Nacht durchs Bett, schläft total unruhig... vielleicht fühlt sie sich auch durch uns gestört?

ich bin echt nervlich langsam aber sicher an der Grenze meiner Belastbarkeit, und ich frage mnich, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Manchmal frage ich mich, ob es nicht für mich, aber auch für sie, leichter und besser wäre, mit Windel im eigenen Bett im eigenen Zimmer zu schlafen.... ich weiß einfach nicht mehr weiter. :cry:
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posy
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von posy »

Ich kann so gut verstehen, dass Du so langsam ans Ende deiner Kräfte kommst... Das ist so eine schwierige Phase!
Wenn Du hier ein bisschen im Unterforum herumliest, wirst Du ganz viele ähnliche Beschreibungen finden. Du bist nicht allein!
Ich kenne das auch mit den Einschlafzeiten, die sich bis zu 2 Stunden hinziehen...

So recht habe ich keinen Rat, deswegen sammele ich einfach ein paar Gedanken!

Ich finde es einen guten Ansatz, der Kleinen zu signalisieren, dass der Tag zu Ende geht. Aber in der Summe klingt Euer Programm recht lang - vielleicht verpasst Ihr den Moment, in dem sie wirklich bettreif ist?

Verstehe ich das richtig - Ihr praktiziert windelfrei? Da kenne ich mich nicht aus, würde aber sagen, dass das wohl eine Phase ist mit dem vielen Pieseln - aber schwer zu vermeiden. Natürlich könnte man mal versuchen, ob sie mit einer Nachtwindel ruhiger schläft.

Was ist denn für Dich gerade das Schwierigste? Da könnte man dann vielleicht einmal ansetzen - nicht zuviel auf einmal ändern, sonst gibt es wieder Unruhe.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Schau gut auf Dich! Wenn Du vor Schlafentzug zusammenklappst, bringt das niemand etwas.
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Jea
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Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von Jea »

Genau das haben bzw hatten wir hier auch! Ich habe aber das Gefühl dass es grade leichter wird. Meine Maus ist jetzt 10,5 Monate alt. Wir haben die selbe Schlafsituation. Ich versuche seit ein paar Tagen nicht mehr auf sie einzuwirken sondern ihren eigenen Rhythmus finden zu lassen. Ich lege mich entspannt ins Bett, die darf an die Brust wie sie will. Sie hüpft dann eine Weile umher, macht ihre Runden durchs Schlafzimmer, kommt aber immer wieder und dockt an. Irgendwann ist sie entspannt genug und schläft beim trinken auf mir ein. Dann kann ich mich ganz gut drunter raus wurschteln und sie rüber legen. Die letzten Nächte waren auch wesentlich entspannter.
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Lulamae
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von Lulamae »

Guten Morgen,

vielen Dank für die Antworten. Die letzten Nächte/ Abende waren wieder sehr heftig, deshlab komme ich auch jetzt erst zum Antworten.

Danke für euer Mitgefühl. Ich versuche mal, alles zu beantworten...

Zur Länge des Einschlafrituals: sie ist den ganzen Tag irre aufgedreht. Jeder, der sie sieht, sagt immer, wow, das ist aber ein waches, aufgewecktes Kind, so aktiv! Ja, für Fremde ist das natürlich spannend und lustig, wenn sie rumhüpft und dabei kreischt, lacht, durch die Gegend saust und auf 180 ist, aber für mich ist das irre anstrengend. Sie braucht dann immer total lange, um wieder runter zu kommen, mal ein wenig zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Daher habe ich das mit dem Baden abends eingeführt, weil mir aufgefallen war, dass sie dabei ganz gut zur Ruhe kommt (oder kam, so ganz klappt das auch nicht mehr). Gestern habe ich sie zB nicht gebadet, sondern bin direkt mit ihr ins Bett, als sie sich mal die Augen rieb.Das Ergebnis war das Gleiche :roll:

Ja, nachts schläft die Kleine immer ohne Windel. Ich habe das allerdings eingeführt, weil sie sonst immer wach wurde, wenn sie Pipi musste, da sie sich so lange hin und her wälzte, bis sie halt wach wurde. Wenn ich sie abhalte, macht sie Pipi und schläft zeitnah weiter. Daher denke ich nciht so richtig, dass eine Windel mir weiter ehlfen würde, aber vielleicht probiere ich es einfach nochmal.

Jea, das habe ich auch schon probiert, wie gesagt, das dauert dann eeewig, bis sie zur Ruhe kommt. Sie trinkt abends auch wie verrückt, Unmengen, immer und immer wieder.... sobald sie dann eindöst, springt sie wieder auf, kramt nochmal 20 Minuten rum, kommt dann wieder an die Brust, und das geht von vorne los.

Was ist das Schwierigste? Dass ich tagsüber schon nur daran denke, was für ein Horror abends wieder auf mich wartet. Ich habe keine Zeit mehr für mich allein, oder für mich und meinen Mann allein. Die Kleine vereinnahmt mich total, sie nimmt mich komplett in Beschlag, will immer 100 % von mir, und zwar nur für sich allein. Ich hatte mir das alles nciht so vorgestellt, ehrlich gesagt, und wenn ich so mit anderen Müttern rede, habe ich den Eindruck, dass ich die Einzige bin, die solche Probleme hat. Die ganzen anderen Babies schlafen (angeblich) sowieso schon durch, seit sie 6 Wochen sind :roll:
Ich überlege halt auch, ob ich da zu naiv dran gehe. Ich dachte, wenn ich meinem Kind jetzt die Nähe gebe, die es braucht, wird es sich irgendwann von allein lösen. Aber statt dessen wird sie immer extremer :(
Ich mein, ich weiß ja, dass sie theoretisch schlafen "kann", sie hat ja Anfang Dezember einmal eine Nacht durchgeschlafen, aber wieso ist sie sonst so unruhig?
Jeder sagt, dass sei nur eine Phase, aber irgendwie ist mein Kind scheinbar immer in irgendeiner Phase :roll:
Ich weiß einfach nciht mehr, was ich machen soll. :(
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von honigtopf2010 »

Oje du Ärmste, das klingt anstrengend. Du könntest gut etwas Ruhe gebrauchen, um besser zu beurteilen, was jetzt für dich dran ist. Um diese Zeit (wir haben ja auch einen Märzzwerg) haben wir das Schlafengehen mit Papa eingeführt. Grad (eine Phase! eine Phase!) klappt es auch eher schlecht aber mit dem 9. Monat hatte ich auch den Drang, dass das mal anders sein muss. Bin ja auch nur ein Mensch. Also: Ja, sie wird sicher erst weinen. Aber sie ist nicht allein. Sie hat ihren Papa. Und mit Glück schläft sie bei ihm schneller als bei dir an der Brust ein. So ist es bei uns bis heute noch. Lass mal Papa machen, auch wenn du bisher vielleicht nicht glaubst, dass das klappt. Ich bin einfach mal abends raus, ein Bier (alkoholfrei) trinken. Dann kannst du dich am Tag mal auf was anderes freuen. Vielleicht aber habt ihr auch ne Nachteule, dann könnt ihr getrost später ins Bett... Auch das gibt es ja. Mir hilft es generell eigene Akzeptanz für solche Zustande zu entwickeln. Manchmal brauche ich dafür aber auch Zeit und Zuspruch und irgendwann ist der Ofen halt mal aus. Dann ist das so.
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posy
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von posy »

Lulamae hat geschrieben: Was ist das Schwierigste? Dass ich tagsüber schon nur daran denke, was für ein Horror abends wieder auf mich wartet. Ich habe keine Zeit mehr für mich allein, oder für mich und meinen Mann allein. Die Kleine vereinnahmt mich total, sie nimmt mich komplett in Beschlag, will immer 100 % von mir, und zwar nur für sich allein.
Mir ging das ganz genauso. Ich habe mal nachmittags weinend im Flur gesessen, völlig aufgelöst, weil ich zu nix kam: Essen, Schlaf, selbst, wenn ich zum Klo ging - immer wollte sie etwas. Hatte ich den Eindruck.
Es hat ganz lang gedauert, bis ich gelernt habe zu sagen: Mein liebes Kind, ich weiß, Du willst jetzt meine ganze Aufmerksamkeit, aber ich muss jetzt mal eine kleine Pause haben.
Gerade beim ersten Kind ist das schwierig, nicht ganz im Muttersein unterzugehen.
Lulamae hat geschrieben: und wenn ich so mit anderen Müttern rede, habe ich den Eindruck, dass ich die Einzige bin, die solche Probleme hat. Die ganzen anderen Babies schlafen (angeblich) sowieso schon durch, seit sie 6 Wochen sind :roll:
Die schwindeln! 8)
Naja, sicher nicht alle. Aber viele sagen das sicher, damit sie ihre Ruhe haben vor den tollen Ratschlägen, die unweigerlich kommen.
Lulamae hat geschrieben:Ich überlege halt auch, ob ich da zu naiv dran gehe. Ich dachte, wenn ich meinem Kind jetzt die Nähe gebe, die es braucht, wird es sich irgendwann von allein lösen. Aber statt dessen wird sie immer extremer :(
Doch, Du machst das ganz richtig! Sie löst sich dann auch - später.
Vielleicht merkst Du auch tagsüber, wenn Ihr unterwegs seid, dass sie offen, abenteuerlustig ist, neugierig - das ist natürlich teils ihr Charakter, hängt aber auch damit zusammen, dass Du ihr die Nähe und Sicherheit gibst für die täglichen Abenteuer.
Lulamae hat geschrieben:sei nur eine Phase, aber irgendwie ist mein Kind scheinbar immer in irgendeiner Phase :roll:
Das ist allerdings so... :? Aber die ruhigen Zeiten zwischen den Phasen werden länger. :wink:

Ich fand die Zeit um den ersten Geburtstag auch sehr, sehr anstrengend. Ohne die Unterstützung meines Mannes hätte ich das nicht geschafft. Wir haben hier keine Großeltern und keine Freunde, die hätten helfen können.

Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, etwas für sich selbst zu tun - um wieder Kraft zu haben für das Kind.
Je entnervter Du bist, desto schwieriger ist alles. Kinder spiegeln uns, und das kann schnell ein Teufelskreis werden.
Kannst Du Dir einen freien Abend nehmen? Für Yoga, Hobby, einfach 'rausgehen?

Ich schicke Dir einen Sack Kraft und Nerven und positive Energie.
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Lulamae
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von Lulamae »

@Honigtopf, danke, ich werde das mal probieren. Bislang ist es leider so, dass sie, wenn sie müde ist, immer unbedingt ihre Mama will, wir haben es ja schon versucht... aber vielleicht hast du Recht, und wir müssen das nochmal probieren und aushalten.
Mit dem letzten Satz hast du Recht, manchmal geht es einfach nciht mehr, aber das fällt mir so schwer... ich denke dann immer, ich bin eine Rabenmutter, weil ich meinem Kind gerade nicht geben kann, was es braucht :cry: da muss ich irgendwie noch zu mehr Gelassenheit finden!
posy hat geschrieben:
Lulamae hat geschrieben: Was ist das Schwierigste? Dass ich tagsüber schon nur daran denke, was für ein Horror abends wieder auf mich wartet. Ich habe keine Zeit mehr für mich allein, oder für mich und meinen Mann allein. Die Kleine vereinnahmt mich total, sie nimmt mich komplett in Beschlag, will immer 100 % von mir, und zwar nur für sich allein.
Mir ging das ganz genauso. Ich habe mal nachmittags weinend im Flur gesessen, völlig aufgelöst, weil ich zu nix kam: Essen, Schlaf, selbst, wenn ich zum Klo ging - immer wollte sie etwas. Hatte ich den Eindruck.
Es hat ganz lang gedauert, bis ich gelernt habe zu sagen: Mein liebes Kind, ich weiß, Du willst jetzt meine ganze Aufmerksamkeit, aber ich muss jetzt mal eine kleine Pause haben.
Gerade beim ersten Kind ist das schwierig, nicht ganz im Muttersein unterzugehen.
GENAU SO geht es mir auch oft, ich kann manchmal einfach nciht anders als losheulen.... und andererseits kann ich sie aber so schlecht abgeben. Wobei ich schon regelmäßig sie mal vormittags bei meiner Mutter oder Schwiegermutter parke und reiten gehe, aber das sind dann halt 2-3 Stunden :roll:
posy hat geschrieben:
Lulamae hat geschrieben: und wenn ich so mit anderen Müttern rede, habe ich den Eindruck, dass ich die Einzige bin, die solche Probleme hat. Die ganzen anderen Babies schlafen (angeblich) sowieso schon durch, seit sie 6 Wochen sind :roll:
Die schwindeln! 8)
Naja, sicher nicht alle. Aber viele sagen das sicher, damit sie ihre Ruhe haben vor den tollen Ratschlägen, die unweigerlich kommen.
Na eher im Gegenteil, die GEBEN mir doofe Ratschläge :roll: der beste war "ach so, du stillst ja noch, ne?! Dann mach ihr doch mal abends ne flasche, damit sie mal richtig satt wird".... was soll man so jemandem noch sagen???? :P
posy hat geschrieben:
Lulamae hat geschrieben:Ich überlege halt auch, ob ich da zu naiv dran gehe. Ich dachte, wenn ich meinem Kind jetzt die Nähe gebe, die es braucht, wird es sich irgendwann von allein lösen. Aber statt dessen wird sie immer extremer :(
Doch, Du machst das ganz richtig! Sie löst sich dann auch - später.
Vielleicht merkst Du auch tagsüber, wenn Ihr unterwegs seid, dass sie offen, abenteuerlustig ist, neugierig - das ist natürlich teils ihr Charakter, hängt aber auch damit zusammen, dass Du ihr die Nähe und Sicherheit gibst für die täglichen Abenteuer.
Hm, meinst du? so hab ich das noch nie gesehen. Ändert zwar nichts, aber irgendwie gibt mir der Gedanke ein besseres Gefühl... danke! :lol:
posy hat geschrieben:
Lulamae hat geschrieben:sei nur eine Phase, aber irgendwie ist mein Kind scheinbar immer in irgendeiner Phase :roll:
Das ist allerdings so... :? Aber die ruhigen Zeiten zwischen den Phasen werden länger. :wink:

Ich fand die Zeit um den ersten Geburtstag auch sehr, sehr anstrengend. Ohne die Unterstützung meines Mannes hätte ich das nicht geschafft. Wir haben hier keine Großeltern und keine Freunde, die hätten helfen können.
ach je, das ist auch nciht mehr lange hin :roll: ich habe hier aber durchaus Hilfe in Form meiner Mutter, und im Grunde hätte ich auch eine Reihe netter Nachbarn, die sich schon zigfach angeboten haben, aber ich tu mich mit sowas so schwer.... zum Glück ist mir mein Mann aber auch eine große Hilfe. Er ist zwar tagsüber arbeiten, aber abends beschäftigt er sich gern und selbstverständlich mit der Kleinen- sie ist sein größter Schatz.

posy hat geschrieben: Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, etwas für sich selbst zu tun - um wieder Kraft zu haben für das Kind.
Je entnervter Du bist, desto schwieriger ist alles. Kinder spiegeln uns, und das kann schnell ein Teufelskreis werden.
Kannst Du Dir einen freien Abend nehmen? Für Yoga, Hobby, einfach 'rausgehen?

Ich schicke Dir einen Sack Kraft und Nerven und positive Energie.
Danke für den Sack, das kann ich alles gut brauchen :) Wie gesagt, ich gehe reiten, würde ich auch gerne öfter machen, habe dann aber leider nicht so oft vormittags jemanden für den Zwerg.... ich denke immer, mit der Zeit wird es irgendwann besser, aber statt dessen wird es derzeit immer extremer.
Aber eine positive Sache ist mir neulich aufgefallen: ich muss sie nicht mehr so viel durch die Gegend schleppen. Sie krabbelt selbstständig von Raum zu Raum, mir hinterher (oder von mir weg, wenn sie woanders hin will). So flitze ich zwar immer hinter ihr her, damit sie nicht alles umwirft/ runterwirft/ isst/ zerreisst/ die Katze quält/ den Hund beisst oder schlichtweg das Haus umdekoriert, aber körperlich ist das für mich eine immense Entlastung, denn mit ihren inzwischen fast 11 kg bringt sie mich mit meinen 55 beim Tragen auf Dauer ganz schön an meine Grenzen....

Ich danke euch für eure Beiträge, es tut so gut, zu lesen, dass es mir nicht allein so geht... danke euch *mal feste alle drücke*

p.s.: ein frohes neues Jahr euch allen!!!!! :D
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von SophiesWelt »

Hallo Leidensgenossin!
Meine Tochter ist heute 9 Monate alt (schläft auch im FB, wir stillen, sie trägt zwar Windeln aber ich geh mit ihr aufs Klo, wenn ich merke, dass sie muss) und wir haben so ziemlich das gleiche Problem :roll:
Sie schläft nur seeehr schwer ein und wacht meistens 1 Stunde später wieder auf und ist total aufgewühlt. Ich hab sie dann auch des öfteren wieder zu uns ins Wohnzimmer genommen und sie herumkrabbeln lassen, damit sie sich auspowert aber ich glaub auch, dass das wahrscheinlich nicht so gut ist…
Naja, die letzten Nächte war es so, dass sie dann erst wirklich schlafen konnte wenn mein Partner und ich auch ins Bett gegangen sind. Sie muss zwar dann auch zehnmal über mich drüber krabbeln (vor allem übers Gesicht) bevor sie in irgendeiner unmöglichen Position einschläft aber zumindest schläft sie dann so 3 Stunden am Stück…(früher hat sie schon öfter 5-8 Stunden durchgeschlafen)

Ich fühle mit dir und wünsch dir, dass es bald wieder etwas besser wird! Tipp hab ich leider keinen. Ich denk mir manchmal, vielleicht braucht sie am Abend die Nähe, die sie tagsüber durch das Herumkrabbeln und Erkunden weniger hat… Obwohl ich sie, wenn wir rausgehen immer im ErgoBaby hab und auch schau, dass ich tagsüber immer wieder mit ihr kuschel oder sie eine Zeit lang am Arm habe (sie hat erst 7 kg :wink: )

Lass bitte hören, wie es euch geht. Ich werd auch berichten, wie es bei uns weitergeht. Alles Gute und auch ein gutes neues Jahr!
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von Lulamae »

Ach je, dann geht es dir ja wirklich genauso wie mir :?
Ich dachte ja, schlimmer geht nicht mehr, aber prompt nach meinemletzten Post begann hier der erste Töpfchenstreik (kombiniert mit Windelstreik, also Gemotze und Kampf beim Wickeln), sie zeigte einfach nciht mehr an, wenn sie Pipi musste, pieselte zwei mal in die Hose, dann hab ich ihr eine Windel angezogen. Nach zwei Nächten "mit" hat sie dann letzte Nacht prompt wieder angezeigt, saß neben mir im Bett und klopfte mir auf den Arm "Mama, ich muss mal!". Da hab ich ihr dann die Windel danach ausgelassen, und, o Wunder, keinen Unfall letzte Nacht. Dafür zwischen 0 und 8 Uhr 5 mal Pipi, 4 mal stillen :roll:
Ins Bett ist sie kein Mal mehr vor 10, eher halb 11, es ist echt zum verrückt werden....
Ausserdem hätte ich wohl mal nciht so laut schreiben sollen, dass ich weniger trage... seit zwei Tagen hängt sie mir tagsüber wieder am Rockzipfel und will geschleppt werden; sobald ich sie absetze, gibt es Gebrüll (so gar nciht ihre Art eigentlich! :shock: ). Wenn sie dann im Tuch auf dem Rücken hockt, gibt sie Ruhe. Zumindest so lange, wie sie meine Arbeiten interessant findet. Wird es ihr zu monoton, fängt sie wieder an zu motzen. Wegen Sturm ist es auch nicht viel mit spazieren gehen im Moment. Dafür schläft sie ab und an im Tuch ein.
Kurz: die Nerven liegen blank. Wenn mein Mann nicht noch Urlaub hätte, würde ich vermutlich durchdrehen!!!
Mein Rücken tut schon wieder ordentlich weh, mein Becken sowieso... *jammer*

Au weia, das liest sich ja grässlich! Dafür war sie gestern zwischen 20 und 22 Uhr zuckersüß :P hat sich die ganze Zeit kaputt gelacht, wollte mit mir fangen spielen, hat sich scheckig gelacht, wenn ich dann hinter ihr her gekrabbelt bin, und hat gemerkt: verdammt, lachen und krabbeln gleichzeitig klappt nicht so gut :lol:

Wenn ich dachte, ich sei schon auf dem Tiefpunkt, muss ich sagen: nein, es ist schlimmer geworden. Aber: irgendwann MUSS es ja wieder besser werden...
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Re: Auf dem richtigen Weg?

Beitrag von posy »

Puh, ganz schön anstrengend...

Hey, Ihr macht das super - obwohl ihr oft nah an Eure Grenzen kommt.

Holt Euch Hilfe, macht mal was schönes ohne Kind, nur für Euch - und wenn es nur eine Kopfmassage beim Friseur ist. Als Mutter ist man ja mit kleinen Sache zufrieden. :lol:

Und immer tüchtig hier loslassen - ihr könnt euch das alles vom Herzen schreiben und mitunter hat das den Effekt, dass es kurz darauf besser wird. Seltsam, aber wahr!
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