kicka hat geschrieben:das empfinde ich jetzt als nicht nett - du schreibst, dass du es selbst nicht kennst... dann kannst du es leider nicht beurteilen, meiner meinung nach...
Ich kann in der Tat nicht beurteilen, wie es ist, wenn mein Kind mit mir etwas macht, was ich nicht möchte und ich gleichzeitig das Gefühl habe, mich nicht zu wehren zu können.
Aber unter anderem gerade die Tatsache, dass ich bei sehr vielen Kindern die Fummel-Angewohnheit NICHT beobachte, lässt mich schließen, dass es sich dabei NICHT um ein angeborenes "Bedürfnis" handelt. D.h., das häufige Nicht-Auftreten kann ich durchaus "beurteilen" ("einordnen" passt vielleicht besser).
ich glaube schon, dass ich einordnen kann, ob es ein bedürfnis meines kindes ist oder nicht. und hier handelt es sich ganz klar um eine verknüpfung von saugen/nuckeln und der brust
Junge Babys, die noch nicht gezielt greifen können, knibbeln aber nicht. Dies ist ein überzeugendes Argument dagegen, Saugen und Knibbeln sei auf Bedürfnisebene "verknüpft". Knibbeln fängt erst später an, wenn die Händchen auf Wanderschaft gehen und das Kind einfach Spaß an der Benutzung der Hände hat.
das macht es für mich zu einem bedürfnis, und dass mein kind regelrecht leidet - wenn ich es nicht erfülle
Also "leiden" tun definitiv auch erwachsene Menschen, die daran gehindert werden, liebgewonnene Gewohnheiten auszuüben. Das ist aber nicht das wesentliche Kennzeichen von "Bedürfnis", sondern das wesentliche Kennzeichen von "Bedürfnis" ist ein Mangelzustand, der physiologisch begründet mit dem Streben nach der Befriedigung dieses Bedürfnisses verbunden ist. Das sehe ich beim Knibbeln gar nicht.
das meine ich nicht böse, aber es klingt so hart von dir... ich habe es zumindest so aufgenommen...
Das sollte selbstverständlich weder hart noch un-nett klingen. Aber die Fummelei als "Bedürfnis" zu bezeichnen, passt in meinen Augen wegen der oben angeführten Argumente einfach nicht. Und da mir die Bedeutung echter Bedürfnisse, gerade in Zusammenhang mit der Stillförderung, so wichtig ist, möchte ich auf die Unterschiede hier gerne deutlich hinweisen.
Johana hat geschrieben:Ich kenne dieses Verhalten übrigens auch von "Schnullerkindern". Ein Nucki muss in den Mund, der zweite Nucki wird in der Hand geknetet. Ich finde das interessant, und wüsste gerne, wie verbreitet das nun wirklich ist. Das wäre doch mal ein Thema für eine Doktorarbeit

! Meine Kinder fummeln auch gerne
DAS war aber eigentlich nicht die Frage - dass viele ältere Babys gerne ihre Hände benutzen, auch während des Stillens, wird wohl niemand bestreiten und selbstverständlich kenne ich DAS von meinen Kindern auch. Die Frage war doch: Muss es unbedingt Mamas Brustwarze oder Leberfleck sein? Und zwar so doll, dass es schmerzt oder gar blutet? Und müssen Mütter das hinnehmen??
LG
Julia