17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

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Iris
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von Iris »

Liebe Laelia,
ich kann Dein Bedürfnis absolut verstehen.
Meine Erfahrung - sowohl die eigene als auch die stillberaterische - hat mich gelehrt, dass es in solchen Situationen wichtig ist, sich seiner Sache ganz sicher zu sein. Ohne schlechtes Gewissen, ohne große Zweifel. Mit der Sicherheit, die ich dadurch gewinne, helfe ich meinem Kind auch, die Veränderung zu akzeptieren.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
vicci
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von vicci »

prinzesschenmama hat geschrieben:hier ging es ja immer ums SANFTE abstillen und die threadstarterin hat sich ja schon eine menge gedanken gemacht, wie sie ihr Kind abstillen kann, ohne "Holzhammermethode". ich finde das zeigt schon, dass sie es sich nicht einfach macht und eigentlich das beste für ihr Kind will.
Und ganz ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ein Kind in dem Alter einen bleibenden Schaden davonträgt, wenn es langsam und einfühlsam (also nicht ferbern oder so, sondern kuscheln und trösten)abgestillt wird.
Es ist ja nunmal nicht von der Hand zu weisen, dass monatelanges dauerstillen und dauerbereitschaft ohne chance auf kurze pausen (weil der papa ja nun nicht stillen/ beruhigen kann) manche Mütter einfach schlaucht. Keine Ahnung, was bei denen anders läuft, die das "besser" machen. :?
WAs soll denn Deiner meinung nach eine MUtter tun, die das so alles eben nicht mehr leisten kann und schon völlig k.o. ist?? "Einfach" weitermachen bis garnix mehr geht?

Sei mir nicht böse, ich will hier jetzt keinen "krawall" verursachen, ist ja auch garnicht mein thread, aber mich nervt es irgendwie wenn jemand schreibt, dass es ja alles gehen kann , wenn man sich nur zusammenreißt. das Kind steht schließlich über den bedürfnissen (und der Gesundheit??) der Mutter. Das klingt so selbstgerecht. So einfach ist es aber leider nicht, wenn es Dir wirklich selbst mal so ging, weißt Du das sicher auch selbst.


Übrigens Frau Dr., gibts ja auch eine Erschöpfungsdepression... :wink:

Ach Quatsch, Du machst doch keinen Krawall! Ich mag sehr fest in meinen Überzeugungen sein, bin aber durchaus umgänglich :D Und ich gestehe Dir DEIN Bedürfnis genervt zu sein zu :mrgreen: Ich glaube ernsthaft, das ist der Schlüssel zu vielem: Nicht perfekt sein wollen! Auch mal sagen zu dürfen: Mein Kind war mir heute eine Last, es ist unsagbar anstrengend, ich kann nicht mehr.
Viele, die auf mich oder andere Mütter treffen, die die kindlichen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen und auch für das natürliche Abstillen sind werden hier gerne als "Supermütter" oder "bessere Mütter" bezeichnet. Recht zynisch oft. Aber das wird der Realität ja kaum gerecht. Klar bin ich auch genervt, schwach, gestresst nach dem 100sten Trotzanfall und dem 50igsten Stillen nachts obwohl ich aufstehen muß. Ich bewundere Frauen, die früh das 2te bekommen, bis vor ein paar Monaten hätte ich mir das schlichtweg nicht zugetraut.
Ich denke wir sollten alle das Bild der zufriedenen Mutter, die friedlich und voller Liebe immer für ihr Kind bereitsteht aus unseren Köpfen verbannen. Perfektionismus ist tödlich für die Gesundheit der Mutter, tödlicher als jedes nächtliche Stillen.
Klar vergreife ich mich übermüdet manchmal im Ton oder sage:"Lara die Mama mag jetzt gerade nicht stillen" aber wenn es hart auf hart kommt steht immer das Bedürfnis meiner Kleinen im Vordergrund. EBEN WEIL ich Kraft daraus schöpfe nicht perfekt sein zu wollen/müssen. Nicht ständig glücklich sein zu wollen/müssen.
Und genau das sollte eine Mutter machen: Sie sollte an sich arbeiten. Will heißen: Was kann ich an MIR reflektieren, bemerken, verändern, was mich von einer ausgeglichenen Stillbeziehung abhält. Oder von einer bedürfnisorientierten Erziehung. Die Verantwortung für MEINE Erschöpfung ist bei MIR zu suchen, nicht beim Kind. Das würde bedeuten, daß ich mein Kind für mein Befinden verantwortlich mache. Und nein, ich glaube auch nicht, daß das Stillen ein Baustein der Erschöpfung ist. Ich glaube der falsche Umgang mit dem Stillen ist Baustein der Erschöpfung.
Eigentlich sind doch solche Fragen wie "habe ich Kraft zum LZS "Luxusprobleme". Zu anderen Zeiten und an anderen Orten konnten sich die Menschen solche Fragen nicht stellen, weil sie ums Überleben kämpften. Ich möchte nicht arrogant wirken, ich halte mich ganz und garnicht für eine "perfekte Mama", aber ich glaube felsenfest an die natürliche Kompetenz der Mutter. Und wie gesagt, ich habe viele Frauen unglücklich werden sehen, weil sie in der Hoffnung Kraft zu schöpfen abgestillt haben.
Und nein, ich glaube nicht, daß ein Kind (zwangsläufig) psychischen Schaden nimmt, wenn es nicht natürlich abgestillt wird. Aber es wäre sinnvoller für das Kind, könnte es selbst entscheiden. Es hat ein Recht auf eine eigene Meinung. Und wenn es irgendmöglich ist, sollte man diese Meinung ernst nehmen und mit Respekt behandeln. Denn diese Entscheidung wird nur einmal getroffen und es wäre schlichtweg unfair das Kind zu übergehen. Denn ja, das KANN psychische Defizite mit sich bringen.
So, und nun zu Dr. Vicci :mrgreen: Auch eine Erschöpfungsdepression tritt nicht zwangsläufig bei jedem auf, der ein "Zuviel" an Stress hat! deshalb bete ich immer: Bleibt bei EUCH, denn es ist der "falsche" Umgang mit Stress, der Euch unglücklich macht, nicht der Stress (das Kind) an sich. Es sind ganz bestimmte Charaktere, die zu einem Burnout/Erschöpfungsdepression neigen. Es liegt NICHT am bedürfnisstarken Kind!
Wenn ich mein wissen auch (leider) aus einer persönlichen Geschichte ziehe, die sich über Jahrzenhnte zieht, habe ich mir mal erlaubt zu googlen :mrgreen:

Die Persönlichkeitsstruktur der Patienten mit einer Erschöpfungsdepression weist gewisse Wesensmerkmale und Charakterzüge auf, die sich auch bei anderen Stress- und Überforderungsreaktionen finden lassen (nebenbei auch beim Burnout-Syndrom - siehe später), besonders folgenschwer aber eben bei der Erschöpfungsdepression.

Diese Menschen sind oft ehrgeizig, übergewissenhaft (manchmal sogar ein wenig zwanghaft), häufig aber zugleich von einer folgenreichen Entäußerungsschwäche geschlagen, die sie daran hindert, sich nötigenfalls konsequent zu wehren, zumindest aber darüber entlastend zu sprechen. Sie schlucken alles und haben doch nur gering ausgeprägte Fähigkeiten, Enttäuschungen, Frustrationen (vom Lateinischen: frustra = vergebens), Kümmernisse, Sorgen, Kränkungen und Demütigungen zu ertragen. Je stärker dieser Grundcharakter von neurotischen Zügen geprägt ist, desto geringer müssen die seelischen und vor allem psychosozialen Belastungen ausfallen, um eine depressive Entwicklung im Sinne einer Erschöpfungsdepression in Gang zu bringen.

Ich hoffe jetzt ist auch geklärt, daß es sich eben NICHT um die reine Überforderung handelt!?
So, ich wünsche jetzt allen überforderten Müttern eine wunderbare Zeit, viel Zufriedenheit und Zuversicht. Und das meine ich wirklich ernst!
Lg
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von sitra »

Nach 4 abgestillten Kindern kann ich nur bestätigen: Es klappt nur, wenn man 100% dahinter steht. Ansonsten wird es eher schlimmer als besser (nach dem MOtto, lieber schnell noch mal ran, bevor die Mama keine Lust mehr hat???)
Und: Leider ist Abstillen keine Garantie für ein pflegeleichtes Schlafkind (habe gerade in einem anderem Forum gelesen, wie ein Flaschenkind in dem Alter nachts die Mama beschäftigt...)
Am besten funktioniert: nicht beim KInd schlafen, Partner übernimmt das KInd.
Größeren Stillkindern habe ich auch erklärt, dass ich gerade zu müde bin, klappt aber sleten mit 1,5 Jahren...
Mein Kleinstes ist 14 Monate und auch immermal stressig in der Nacht und ich arbeite auch wieder....
Silm
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prinzesschenmama
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von prinzesschenmama »

vicci hat geschrieben: Die Verantwortung für MEINE Erschöpfung ist bei MIR zu suchen, nicht beim Kind. Das würde bedeuten, daß ich mein Kind für mein Befinden verantwortlich mache. Und nein, ich glaube auch nicht, daß das Stillen ein Baustein der Erschöpfung ist. Ich glaube der falsche Umgang mit dem Stillen ist Baustein der Erschöpfung.
Eigentlich sind doch solche Fragen wie "habe ich Kraft zum LZS "Luxusprobleme". Zu anderen Zeiten und an anderen Orten konnten sich die Menschen solche Fragen nicht stellen, weil sie ums Überleben kämpften.
Also: ich stimme dir zu, dass die quelle der erschöpfung bei Mir zu suchen ist, nicht beim kind, dasmacht schließlich nur, das, was es eben kann, nämlich sein (Still-) bedürfnis äußern. Und meine erschöpfung liegt am falschen umgang mit dem stillen, das ist wohl so. Für mich es es aber so, dass dieses Falsche eben das uneingeschränkte stillen über meine eigenen bedürfnisse hinaus, gegen meinen Willen und mein Wohlbefinden ist. Die Unfähigkeit, nein zu sagen und meine eigenen Grenzen aufzuzeigen. Nein, ich mag NICHT die halbe Nacht auf der Seite komisch verdreht schlafen, davon krieg ich schlicht Rücvkenschmerzen, ich brauch für einen erholsamen schlaf ein paar stunden ohne Körperkontakt mit einigermaßen Bewegungsfreiheit. Also wäre doch der "richtige" Umgang mit dem Stillen, eben genau da meine Grenze zu setzen und nachts nicht mehr zu stillen, wenn es mir zuviel wird. Oder? :?: Wahrscheinlkich hast du das anders gemeint, aber ich leg es jetzt einfach mal so aus. :wink:
Dann zu den Menschen aus anderen Zeiten: Was macht Dich so sicher, dass es wirklich so war? Dass jedes Kind sich eines tages mit 3 oder 5 oder wasweißich abgestillt hat, während es bis dahin womöglich die Nächte hindurch dauergenuckelt hat? Ich frage mich nämlich, ob eine Mutter, die ums Nackte Überleben kämpfen muss, denn wirklich zeit dazu hat, sich über den bedürfnisorientierten Umgang mit ihrem (meist ja zahlreichen) Nachwuchs den Kopf zu zerbrechen. Die rede ist ja hier nicht vom Stillen an sich, das weiß ich ja,dass das meist nicht mit 2 jahren vorbei war. Aber das Dauernuckeln nachts. Ich könnte mri gut vorstellen, dass auch schon Steinzeitmütter ihren Kindern da mal Grenzen gesetzt haben, und sogar ganz ohne schlechtes gewissen.weil sie schlciht nciht über alles so reflektiert nachdachten. :wink: Soviel zu meiner theorie :lol:

zum recht auf eigene Meinung. Klar hat mein kind ein recht auf eigene Meinung und seine freiheit! ABER die eigene freiheit hört nunmal auch da auf, wo die des anderen anfängt. das bedeiútet für mich, wenn mein Kind der Meinung ist, es muss die ganze Nacht meine brustwarze im mund haben, dann steht dem meine Meinung bzw. mein bedürfnis entgegen,d ass ich gern schlafen würde und zwar ohne Rückenschmerzen. Da nehm ich mir dann mal einfach das recht heraus, mich da eben abzugrenzen. das bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt bleibt davon ja unberühert.Kann er ja haben.
das bedeutet ja nicht,dass ich seine Meinug nicht respektiere.

@ Erschöpfungsdepresssion: Klar, wahrschienlich habe ich so eine perfektionistische verkorkste Persönlichkeit. ok. aber dann muss ich doch zusehen,d ass ich damit so umgehe, dass es möglichst wenig Schaden anrichtet, oder? Also auch Stress zu reduzieren und belastende situationen möglichst ändern.
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vicci
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von vicci »

@prinzesschenmama:
Ja,bei einem Kind von 1 1/2 Jahren ist es Dein gutes Recht, es neben Dich zu legen und es nicht dauernuckeln zu lassen, wenn das für das Kind ok ist. Denn Deine Freiheit hört nunmal da auf, wo die der anderen anfängt....Finde ich :wink:
Meine Tochter nuckelt auch gerne non-stop, ich lasse sie zum Einschlafen nuckeln, auch nachts zum Wiedereinschlafen, und drehe mich dann sanft weg. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht. Manchmal bin ich verzweifelt, wenn es nicht funktioniert, oder auch sauer. Spätestens nach der dritten Nacht reichts mir :evil: So wie heute :wink: ABER: Es hilft mir zu verstehen, warum sie das macht. meist sind es die Zähne, im Moment starrt sie sich andauernd im Spiegel an, irgendwas passiert da in ihrem Kopf :) ich will damit sagen, daß Kinder nicht aus Gewohnheit dauernuckeln, wie es so gerne behauptet wird. Sie entwachsen dem nächtlichen Stillen und solange sie es tun, tun sie es mit gutem Grund! Wenn ich als Mutter hergehe und sage: Meine Erschöpfung macht alle unglücklich und deshalb muß mein Kind die Schmerzen/Entwicklungsschübe/Ängste anders kompensieren, ist das kein Kompromiß der Bedürfnisse, kein Einhergehen individueller Freiheiten, es ist ein Durchsetzen der eigenen Bedürfnisse, eine Einschränkung der kindlichen Freiheit. Manche mögen glauben das sei manchmal notwendig, ich glaube in einer solchen Situation geht immer das Bedürfnis des Schwächeren vor. Egal wie schwach eine Mutter sein mag, ein Kind ist hilflos, unserem Handeln ausgesetzt, es ist SCHUTZBEFOHLEN. Nicht das Kind muß das nächtliche Stillen anders kompensieren, sondern ich meine Erschöpfung.
Ganz praktisch ausgedrückt heißt das also: Das Kind nachts immer weglegen, wenn möglich (es sei denn man will das nicht). Es mag funktionieren oder nicht. Aber ab und an wird es weiterschlafen- Zeit, die ich erholsam schlafen kann. Wenn das Kind dann wach wird und die Brust verlangt, dann muß ich mir überlegen: wie schlafe ich besser? Mit weinendem Kind (charakterstarke Kinder schlafen nicht nach 3 Nächten durch) oder mit Rückenschmerzen. Ich ziehe die unbequeme Schlafvariation dem Weinen vor. Andere handhaben das anders. Wichtig ist auf jeden Fall den Druck rauszunehmen. Solange ich das Kind weglege und denke: Gott oh Gott schlaf doch!, solange wird es sicher aufwachen :wink: Wenn ich denke: ich leg es weg, wenn es zurück an die Brust will, nun gut., wird es sich auch hier und da weglegen lassen. Akzeptieren der Situation und das Einsehen: Es wird in 1 oder 2 Jahren vorbei sein! helfen.
Ich muß immer an die Elefantenbabys denken, die sterben, wenn sie nicht stets bei ihrer Mutter sind. Stets im Körperkontakt. Ohne Erschöpfungsdepression :wink:
Ja, ein Kind kann "friedlich" abgestillt werden, wenn sich die Mutter vollkommen sicher ist. Allerdings sollte sich eine verantwortungsbewußte Mutter an dieser Stelle auch fragen, weshalb das Kind seine Zustimmung gibt in einem solchen Fall......Hätte es denn eine Wahl?
Nun, die Mütter zu anderen Zeiten und an anderen Orten haben u.a. solange gestillt, um ihr Kind ernähren zu können. Oder weil es kulturelle Norm ist oder oder. Jedenfalls ist und war es Normailtät für diese Frauen und betrachte ich etwas als Normalität, kann ich es in jeder Lebensphase weiterführen. Stillen ist für mich so grundsätzlich und normal, daß es mir wie schlafen, gehen oder Pipi machen erscheint. Nie käme ich auf die Idee, es ist eine Zusatzbelastung. Denn was hätte ich gewonnen ohne Stillen? Eventuell ein paar Stunden Schlaf. EVENTUELL. Aber dafür hätte ich das Wissen verloren meinem Kind das beste zu geben und vorallem hätte ich eine Nähe aufgegeben, die nur wenige Jahre in der Beziehung einer Mutter zu ihrem Kind besteht, ein Bedürfnis, das so natürlich ist wie essen oder trinken.
Das kann jeder für sich entscheiden aber es wäre falsch zu behaupten es mache keinen Unterschied für das Kind und seine Entwicklung, ob man stillt oder nicht.
LG
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prinzesschenmama
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von prinzesschenmama »

puh also das ist ganz schön heftig. :?
Falls ich damit jetzt auch angesprochen sein sollte (und das bin ich wohl, da ich es ja anders machen bzw. machen will) bin ich jetzt an der stelle raus, sonst reg ich mich nur noch auf. Langsam fühl ich mich angegriffen. ich bin nunmal weder ein Elefant :wink: noch (komisch, immer wenn es uns in den Kram passt, nehmen wir andere Säugetiere als Beispiel, wie beim Stillen. Und wenns nicht passt, wenn es darum geht, dass es auch Säugetiere gibt, die ihre Jungen fressen oder ähnlich schlimmes, dann ist es plötzlich was gaaaanz anderes, WIR sind schließlich keine tiere... ja was denn nu? :roll: heißt natürlich NICHT, dass ich meine Kinder fresen will! :wink: :lol: ) bin ich ein Beispiel einer stabilien, unverwüstlichen Vorzeige Psyche... ok. Aber trotzdem würde ich von mir keinesfalls behaupten egoistisch oder verantwortungslos zu sein. :!:

Und warum bitte soll das zukünftige Seelenheil eines Menschen von der Stilldauer abhängen? gibst da irgendwelche handfesten Indizien für? da gehört doch ncoh so viel mehr dazu. Ich kenne verkorkste (ex) Stillkinder geauso wie völlig gestörte Flaschenkinder :|
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laelia1831
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von laelia1831 »

Vicci: So wie du es formulierst, lassen wir unser Kind (am Beispiel des Zahnens) weinend mit seinen Schmerzen alleine ohne Jegliche Form von Trost.Dem ist aber überhaupt nicht so. Mag sein, dass für mein Kind das Kuscheln und von mir in den Arm genommen und gestreichelt werden nicht das gleiche ist wie Stillen. ABER: Ich biete ihm Trost und überlasse ihn nicht seinen Schmerz. Er muss nichts alleine Kompensieren.
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prinzesschenmama
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von prinzesschenmama »

achso, bevor ich mich hier ausklinke- ich glaube übrigens, dass die wahrscheinlichkeit, dass Kinder wirklich Schaden nehmen, viel höher ist, wenn Kinder eine Mutter haben, deres nicht gut geht und die ihnen vorlebt, dass man seine eigenen Grenzen nciht beachten darf und ständig Dinge (und gerade Stillen ist ja auch etwas sehr intimes, körperliches!) gegen seinen Willen tut, um sich aufzuopfern für Bedürfnisse anderer (in dem Fall der Kinder). Sie lernen dadurch am ehesten a) meine Mutter gibt sich für mich auf (und fühlen sich am ende noch schuldig) und b) es ist "böde", auch die iegenen Bedürfnisse und Grenzen zu respektieren und auch achtsam mit sich selbst umzugehen.
:?
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Sabsi
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von Sabsi »

Ich glaube nicht, dass es in dem Alter schon diesen Lerneffekt gibt, von wegen Mutter opfert sich auf usw. Mit 1,5 geht es doch noch immer ums Urvertrauen, oder? Und das geschieht auf einer anderen Ebene. Ich finde viccis Beiträge großartig.
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nwsurgeon
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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo Mädels,
ich möchte doch nochmal einwerfen:
1. Das Leben mit Kleinkindern ist nun mal anstrengend (egal ob Flasche oder Stillen).
2. Ja als Mama kommt frau halt meistens hintendran (kaltes Mittagessen, als letzter unter der Dusche, die Reihe kann jede beliebig ergänzen).
3. Wenn Film gucken, aufräumen, Badewanne, etc. erstrebenswerter sind als schlafen, ist man mal wohl noch nicht müde genug. Und ein paar Tage mal früher schlafen gehen können da echt heilsam sein und nein dass muß ja nicht die nächsten Jahre so sein.
4. Auch an seine körperlichen Grenzen kommen ist sicherlich unabhängig von Flasche oder Stillen, denn Schlafmangel und durch den Alltag hetzen fordert ebenfalls Tribut (siehe Punkt 1).
5. Über Staubflocken hinweggucken und TK-Kost, gehören zwar nicht zum Bild der perfekten Mama, helfen aber deutlich mal kürzer zu treten.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach, sind die Dinge wie Schlaf- und Stillverhalten kindliche Verhaltensweisen, die sich halt im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder ändern und es ist völlig sinnlos zu versuchen da über "Erziehung" zu versuchen Einfluß zu nehmen oder etwas zu ändern. Das ist verschwendete Energie. Es gibt Nächte da wollen die Kinder durchkuscheln/ durchstillen, es gibt Nächte da wollen sie es nicht, je nach Entwicklungsschub und Tageserlebnissen. Wenn mir der Rücken wehtut, da meine Kleine am liebsten auf mir liegt beim Stillen, biete ich ihr an in Seitenlage zu stillen, das tut sie deutlich weniger gerne. Sie hat dann die Wahl zu stillen (in Seitenlage) oder eben nicht, und je nachdem wie dringend ihr Stillwunsch ist, trifft sie selbst eine Entscheidung. So oder so, mein Rücken ist entlastet.

Und ich kann am allerbesten schlafen, wenn ich meine 2jährige frisch gestillte Tochter im Arm halte und ihren Milchduft einatme. Das ist für mich der Himmel auf Erden und ich hoffe, dass ich das noch ganz oft haben darf.
So und damit gute Nacht,
ich gehe jetzt wieder Milchduft schnüffeln
LG
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
Nur noch selten hier unterwegs.
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